Optische Wirkung auf die Öffentlichkeit

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Optische Wirkung auf die Öffentlichkeit

Beitragvon Selfmademan » 29. Mär 2020, 09:49

https://youtube.com/watch?v=AiVgKWOClX8

Ein sehr interessantes Experiment von Blair White. Anschauen lohnt sich. Übrigens hat Blair White keine GA-OP, dies erklärt sie in einem anderen Video, warum sie diese nicht vornehmen wird. Die Kommentare zu diesem Video indes zeugen oft von Unverständnis zur OP-Durchführung und Unwissenheit zum chirurgischen Talent, Gefühlserhaltung, medizinischer Fortschritt.

Hier das Video warum sie keine GA-OP vornehmen wird:

https://youtube.com/watch?v=z1ZWX5r_0MI
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Re: Optische Wirkung auf die Öffentlichkeit

Beitragvon seerose » 1. Apr 2020, 20:46

Selfmademan hat geschrieben:Übrigens hat Blair White keine GA-OP, dies erklärt sie in einem anderen Video, warum sie diese nicht vornehmen wird.

Ja, sie erklärt ziemlich offen, daß sie noch keine GaOP hatte, und diese (vorerst) auch nicht beabsichtigt.
Was auch immer ihre persönlichen Gründe sein mögen. Sie selbst hat angedeutet, daß diese Op in USA auch sehr teuer ist. Zudem befürchtet sie post-op. Depressions-Betroffenheit, etc.
Ich kann und will das nicht bewerten, habe aber den Eindruck, daß dieses oder ein ähnliches Argumentationsmuster desöfteren vorgetragen wird. Was es damit auf sich hat, ist sicher "aus der Ferne" schwer zu sagen.

Wie dem auch sei; ich schätze mich glücklich, daß derlei Probleme seinerzeit nicht meine gewesen sind. Vielmehr war die zielstrebig von mir angegangene GaOP DER zentrale und unverzichtbare Kernaspekt für mich, meine geschlechtliche Stimmigkeit zu gewinnen, dem ich euphorisch entgegengefiebert habe, bis es ENDLICH (!) so weit war!
Auch hatte ich hinterher keinen post-op. "blues" zu durchleiden, sondern freute mich, selbst in der äußerst schmerzhaften mehrmonatigen Regenerationsphase im geschwächten Zustand der gewonnenen Lebens-Möglichkeiten...
Und das alles in einer Zeit, in der ich zunächst einmal meine OP-Kosten selber tragen mußte, ohne sichere Aussicht auf die spätere Übernahme durch die gesetzliche Krankenkasse, denn den vierjährigen Rechtsstreit mit der KK konnte ich erst zweieinhalb Jahre später erfolgreich, letztlich auch als "Musterprozeß für Menschen unserer Betroffenheit" erfolgreich durchkämpfen.
Zudem erfolgte auch erst eineinhalb Jahre nach meiner GaOP die Grundsatzentscheidung des BVG zur Namens- und Personenstandsänderung im Falle einer durchgeführten GaOP., d.h., die Aussicht, nach meiner GaOP die mir angemessenen "Papiere" zu bekommen, hatte ich seinerzeit nicht, als ich den "Sprung ins kalte Wasser" wagte...

Vielleicht gibt es aber auch "einfach" unterschiedliche Betroffenheits-Ausprägungen oder unsere heute just-in-time verfügbaren "Selbst-Verständlichkeiten" lassen bei Manchen die fokussierte Zielstrebigkeit "vermissen", bzw. recht "locker" sehen und angehen?!
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Re: Optische Wirkung auf die Öffentlichkeit

Beitragvon seerose » 3. Apr 2020, 10:15

P.S: Es geht nicht nur um die "OPTISCHE Wirkung auf die Öffentlichkeit"; die Frage, welchem Geschlecht jeder einzelne Mensch aufgrund seiner Wahrnehmung durch ihm völlig fremde Menschen "zugeordnet" wird, hängt von verschiedenen, wahrnehmbaren sekundären Geschlechtsmerkmalen ab.
Neben der Optik geht es aber auch ganz wesentlich um die Akustik, um Gestik, Mimik, Gang. Aus meiner Sicht aber am aller wichtigsten ist die AUSSTRAHLUNG, d.h. welche innere geschlechtliche Stimmigkeit kann ich authentisch und dauerhaft auch von außen, d.h. durch die Öffentlichkeit wahrnehmbar, ausstrahlen.

Im übrigen verweise ich auf unsere Übersicht:
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Unser Geschlecht ein Zusammenwirken vieler Aspekte

Bestandteile unseres biologischen Geschlechts:

• Genitalien
• Geschlechts-Chromosomen
• Geschlechts-Hormone
(Status u. Verlauf; prä- und postnatal im Leben)
Gene (auch die autosomalen Gene!)Geschlechtsbestimmende Gene sind sowohl auf Autosomen als auch auf Gonosomen verteilt. Eine bestimmte Mutation im SOX9-Gen führt zu einer Verweiblichung von Menschen mit Y-Chromosom.
• geschlechtsspezifisch reagierende organische Rezeptoren
• ZNS
(geschlechtsspez. Beschaffenheit; Neuronen, neuron. Netzwerk u. Funktion)
primäre und sekundäre Geschlechtsmerkmale
Körperbau, Muskelmasse/Fettverteilung, Gesichtszüge, Stimme, Gang, Ausstrahlung (geschlechtliche Stimmigkeit und Authentizität)
geschlechtliches „Selbst(Wesen u. Wissen); die personale Geschlechts-Identität
sexuelle Orientierung
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das soziale Geschlecht (GENDER)

• überwiegend gesellschaftlich/kulturell geprägte Geschlechts-ROLLE
• gesellschaftliche Erwartungshaltung u. Rollen-Performanz
• NORM-Konformität;
bedient geschlechtsspezifische gesellschaftliche Stereotype und Klischees
Geschlechts-Ausdruck (Rollen-Performanz) in Kleidung, Styling, Make-up
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