geborene Shemales

Neues aus Forschung und Wissenschaft zum Thema Transsexualität

geborene Shemales

Beitragvon seerose » 11. Nov 2019, 18:27

Bekanntlich verdingen sich viele transsexuelle Frauen prä-operativ z.B. in Asien und in den angelsächsischen Ländern mit sexueller Prostitution als "shemales", um sich für die privat zu finanzierende GaOP mühsam das Geld zusammenzusparen. Einen schwunghaften Markt für diese Spezialität gibt es, d.h. die Nachfrage von Kunden ist groß. Über diese werde ich demnächst in einem separaten thread ausführen.
Unabhängig von den o.g. Frauen gibt es wohl aber auch shemales, die dies als für sich optimalen Zustand erleben. Diese können durchaus auch ohne viel Schminke etc,. ein unauffälliges, attraktives weibliches passing haben (Gesicht, Stimme, schmale Schultern...). In einem Video hat eine populäre Bloggerin kürzlich erläutert, warum sie keine GaOP haben will.
Sie führt aus, daß sie schon seit frühester Kindheit "gender dyshporia" bei sich wahrgenommen hat. Dabei hat der von APA & Co kreierte und hegemonial oktroyierte Begriff "dysphoria" als solcher einen pathologischen Beigeschmack, und sollte beesser durch den neutralen und zutreffenden Begriff der "(Un-)Stimmigkeit" ersetzt werden.
Besagte Bloggerin führt desweiteren aus, daß sie bestimmt keine GaOP haben wolle. Auf einer Skala von 0 bis 10 (keine Stimmigkeit - max. Stimmigkeit) bewertet sie ihre genitale Unstimmigkeit mit "5". Zudem sagt sie, daß ihr andere Körperteile eine größere Unstimmigkeit bereiten; so u.a. ihre (zu schmalen?) Hüften, Gesäß, aber auch ihre als von ihr zu groß empfundene Nase. Eine Brustaufbau-OP hat sie schon hinter sich.
Ihre Argumentation gegen die GaOP begründet sie mit ihrem Perfektionismus: da bei allem medizinisch-operationstechnischen Fortschritt das genitale Original bis heute nicht erreicht werden könne, und sie auch dann ja schließlich weder eine Periode habe, noch wie von ihr gewünscht, Kinder empfangen, austragen und gebären könne, lehnt sie die GaOP für sich ab. Zugleich betont sie aber immerhin Verständnis für die Frauen, die diesen Weg gehen...

Zusammengefasst ergibt sich für mich das Bild, daß es sich bei ihr um eine (angeborene?) "Zwischenform" handelt, deren Ziel sich in einer intersexuellen Körperlichkeit zu genügen scheint. Ich habe von ihr den Eindruck einer "geborenen Shemale".

Wie seht Ihr das ?
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Re: geborene Shemales

Beitragvon Selfmademan » 12. Nov 2019, 01:13

Einen ähnlichen Gedanken, basierend auf deinem Dreieck hatte ich auch schon. Da habe ich die Aspekte sexuelle Orientierung und Sexualverhalten getrennt voneinander betrachtet. So könnten rein auf Männer stehende Shemales schwule Männer sein, die ein männliches Gehirn, eine weibliche Orientierung und ein maximal weibliches Sexualverhalten haben, was im krassen Widerspruch zur männlichen Kerngeschlechtsidentität steht und das Shemale-Dasein wäre dann nur ein Kompromiss aus personaler Kerngeschlechtsidentität (Mann und damit männliches Genital) und angeborenem Sexualverhalten (im Sinne einer Frau). Zumindest eine Überlegung.
V.T. pen phis! Tok narok.
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