"Gehirngeschelcht" - differenzierungsbedüftig!

Neues aus Forschung und Wissenschaft zum Thema Transsexualität

"Gehirngeschelcht" - differenzierungsbedüftig!

Beitragvon seerose » 29. Jul 2019, 11:13

An dieser Stelle möchte ich aufmerksam machen auf die lapidare Verwendung des Begriffs "Gehirngeschlecht", auf den sich bekanntlich auch Trans*Gender gerne berufen, um damit dann zum Ausdruck zu bringen:
"Ihr (Transsexuelle, NGS) haltet Euch wohl für "was Besseres"; aber "wir" sind doch alle "Dasselbe"!
Insofern ist die Verwendung des Begriffs "Gehirngeschlecht" nicht unproblematisch!
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In Ergänzung meiner Ausführungen unter "Veröffentlichungen des VTSM" zum Thema "Transsexualität als Neuro-Genitales-Syndrom=NGS" habe ich dort zusätzliche Passsagen eingefügt; nachfolgend an die bereits vorhandene Textpassage anknüpfend.
Bei der Übertragung der ergänzten Abschnitte unter "Veröffentlichungen..." gibt es aber technische Probleme, so daß ich empfehle, wegen der Vollständigkeit dies dort nachzulesen!
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Basierend auf Milton Diamond und seinen langjährigen Studien an Inter- und Transsexuellen Menschen kommt dieser ja nicht von ungefähr zu dem Schluß, daß Transsexualität eine Spezialform von Intersexualität ist. Angesichts dessen, und in Würdigung der vielen neuzeitlichen neuro-wissenschaftlichen Forschungsergebnisse, ist, bei aller noch bestehenden Unsicherheit aber mit Sicherheit davon auszugehen, daß das menschliche Geschlechtswesen und das sich darauf später, im Entwicklungsverlauf aufbauend mögliche Geschlechts-Wissen in unserer Gehirnstruktur neuroanatomisch und neurophysiologisch "verankert" ist. (Schieferdecker, C., 2016. Was ist Geschlecht? Versuch einer Beantwortung mit Hilfe biologischer Forschung zu Transsexualität).

Diese neurophysiologische, änderungsresistente Verankerung der Grundlagen für unsere spätere Personale Geschlechts-Identität (PGI) findet sich bei Mensch und Tier im Stammhirn, das für die essentiellen Lebensfunktionen zuständig ist.
Dies zu betonen ist deshalb wichtig, weil von der Trans*gender-Community gerne reklamiert wird, man habe ja schließlich auch ein weibliches Gehirngeschlecht.

Exkurs: Hierzu ist anzumerken, daß eine mentale Repräsentation eines potentiell fluiden psychosozialen Trans*Gender-"Fühlens" in keinster Weise einer stabilen, änderungsresistenten neuronalen Verankerung des Geschlechtswesens im Basalhirn entspricht!
Eine basale Verankerung des Geschlechtswesens ist aber zunächst einmal bei jedem Menschen gegeben, so natürlich auch bei Trans*Gendern. Letztere wissen dementsprechend i.d.R. unzweifelhaft, daß sie biologisch dem Geschlecht in Übereinstimmung mit ihrem Geburts-Genital angehören, und die dieses, ihr zutreffend-richtiges Geburtsgenital deshalb auch unter allen Umständen behalten wollen und müssen (!), weil genau dies bei ihnen neuronal-basal so verankert ist. Es handelt sich bei "Trans*-Frauen" also um biologische Männer, die psychosozial die ROLLE "Frau" leben wollen, und umgekehrt bei "Trans*-Männern" um biologische Frauen, die psychosozial die ROLLE "Mann" leben wollen.
Die Ursachen für diese Gender-Dysphorie sind häufig psychosoziale Gegebenheiten in der Kindheit (hiervon berichtet z.B. Walt Heyer), wobei die Betroffenen eine entsprechende Konditionierung über lernpsychologische Anreize erfahren haben. Diese Geschlechts-Dysphorischen Lern-Vorgänge sind Abläufe und Vorgänge, die als "wünschenswert" zu zeigende gegen-geschlechtliche Verhaltensweisen in kortikalen Gehirnarealen gespeichert sind; diese sind aber strikt getrennt von den zuvor angesprochenen basalen geschlechtlichen Verankerungen im Stammhirn, die bekanntlich änderungsresistent sind, und beide Speicherungs-Inhalte stehen bei Trans*Gendern im Widerspruch zueinander (Gender-Dysphorie).
Dazu ist allerdings ergänzend zu sagen, daß i.d.R. alle Menschen über Lernvorgänge ihr soziales Geschlechts-ROLLEN-Verhalten weitgehend lernen. Dieses "Wissen" wird ebenfalls kortikal gespeichert, und ist prinzipiell veränderbar im Laufe des Lebens, und insbesondere in Abhängigkeit von sich verändernden gesellschaftlichen Geschlechts-ROLLEN-Normen.
So wie kortikal gespeicherte Lernvorgänge via Belohnungs-Anreize konditioniert worden sind, so sind diese prinzipiell auch wieder de-konditionierbar, wie bisweilen berichtet wird, z.B. von Menschen wie Walt Heyer, deren Gender-Dysphorie so weit ging, daß sie zur Perfektionierung ihrer psychosozialen Lebensweise sogar eine GaOP haben vornehmen lassen. Postoperativ kamen sie dann aber zu der leidvollen Erkenntnis, was ihr wahres Geschlecht ist, und daß die vollzogene GaOP fundamental falsch für sie war, und grundlegend zu bereuen ist (Regretter). Diese Erkenntnis führte Walt Heyer schließlich dazu, die GaOP medizinisch-chirurgisch so weit als möglich wieder rückgängig machen zu lassen.
Unumgängliche Voraussetzung für die Überwindung einer Gender-Dysphorie, einschließlich der Fälle, in denen Menschen medizinisch zu weit gegangen sind, ist aber die kognitiv und emotional bejahte Bereitschaft/Freiwilligkeit des Patienten hierfür.
Wegen der Endgültigkeit konsequenter chirurgischen Maßnahmen (GaOP) ist deshalb in den vergangenen Jahren bei Trans*-Männern (also biologische Frauen, die (nur) gerne die ROLLE "Mann" leben möchten, zunehmend der Trend in Mode gekommen, sich bisweilen gegengeschlechtliche Hormone zuzuführen, [b]um damit ein männliches Escheinungsbild zu erreichen. Unter Beibehaltung ihrer biologisch-weiblichen inneren und äußeren Geschlechtsorgane Organe lassen sie eine Schwangerschaft einleiten, und nehmen dafür das zeitweilige Absetzen der Hinzuführung gegengeschlechtlicher Hormone in Kauf. Diese "Trans*-Männer" können sich dann mit der Entbindung als "die gebärenden Väter" politisch-medial und Community-unterstützt "feiern lassen"; die gesuchte Aufmerksamkeit ist ihnen gewiss!
Eine weitere in Mode gekommen Variante betrifft das Verlangen von "Trans*-Männern" an die Chirurgen, ihnen neben ihren beizubehaltenden inneren und äußeren biologischen Geschlechtsmerkmalen zusätzlich noch einen Penis-Aufbau anzulegen.
Diese Variante bedeutet medizinisch die weitestgehende Schaffung von Zwittern, und hat für die diesen körperlichen Zustand für sich Begehrenden zur Folge, sexuell "nach beiden Seiten offen" sein zu können, wofür es übrigens in der Prostitution eine wachsende Nachfrage geben soll.
Insbesondere von der einschlägigen Community zunehmend propagiert wird aber das gänzliche Abraten medizinischer, aber insbesondere chirurgischer Maßnahmen. Das führt dann dazu, daß diese "modernen" Trans*-Gender nur noch die Gegen-Geschlechts-ROLLE leben, und diese für sich vollständig und nachhaltig reklamieren, dies insbesondere aber auch von ihrer Umwelt einfordern, und nur so gesehen und angesprochen zu werden, ja oftmals gerade auch mit juristischen Mitteln oder zumindest der Androhung solcher einfordern. Diese Menschen behaupten dann z.B., daß auch ein Penis ein weibliches Geschlechts-Organ sein könne...
So weit an dieser Stelle der Exkurs zum "Gehirn-Geschlecht" bei Trans*Gendern.
seerose
 
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