Rollenspiel und geforderte Authentizität

Transsexualität in Medien, Kunst und Kultur.

Rollenspiel und geforderte Authentizität

Beitragvon seerose » 18. Aug 2018, 11:06

Es ist schon urkomisch, welche absurden Forderungen sich die gesellschaftlich tonangebende Gender-Community mittlerweile im Hinblick auf PC anmaßt. So setzt "man" mittlerweile erfolgreich durch, daß ein "Trans-Mann" auch nur von einem "Trans-Mann" filmisch dargestellt werden darf. Hierzu ein aufschlußreicher Bericht:

https://www.compact-online.de/gender-co ... r-spielen/

Wenn die Gender-Community konsequent wäre, dann würde sie endlich einmal zur Kenntnis nehmen, daß Menschen mit einem psycho-sozialen Geschlechts-ROLLEN-Problem im wahren Leben(!) nicht ernsthaft die Interessen von originär transsexuellen Menschen (NGS) vertreten können, zumal sie bis heute nicht einmal zur Kenntnis nehmen wollen, daß diese ein gänzlich anderes, nämlich ein körperliches neuro-genitales Geschlechts-Problem haben.
Aber hier zeigt sich wieder mal, wie schön es sich in der Blase der fiktiven (Film-)Welt lebt, wo die Gender-Community unerbittlich erfolgreich die Einhaltung von Authentizität einfordert.

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Re: Rollenspiel und geforderte Authentizität

Beitragvon Selfmademan » 18. Aug 2018, 19:47

Das wird immer schlimmer. Aber den Film "Boys don't cry" mit Hillary Swank (Hetero-Cis-Frau) in der Hauptrolle loben sie. Die haben keine Kontinuität, die drehen sich alles so wie sie es grad brauchen. Ich geh mal ne Runde ko****.
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Re: Rollenspiel und geforderte Authentizität

Beitragvon Frank » 19. Aug 2018, 08:56

... So setzt "man" mittlerweile erfolgreich durch, daß ein "Trans-Mann" auch nur von einem "Trans-Mann" filmisch dargestellt werden darf. Hierzu ein aufschlußreicher Bericht:

https://www.compact-online.de/gender-co ... r-spielen/

Dieses Thema wurde auch in dem Workshop "Darstellung in den Medien" bei unserem Kongress "Transsexualität im Spannungsfeld zwischen Genderqueer und Gesellschaft" kurz angesprochen,
weil es von den Trans*Vertretenden als "wichtig" angesehen wurde - es ist also gar nix neues.

Auch die Differenzen zwischen "Trans*Vertretenden" vs "von originärer Transsexualität(NGS) Betroffenen" bezüglich der medialen Darstellung ist nicht neu,
im Gegenteil die Ignoranz gegenüber unserem "Sein" und unseren "phänomenbezogenen Bedarfen" wird ignorierend gegenüber unseren sachlichen Kritiken munter fortgesetzt.

Das "Trans*Darstellungen" nur über "Selbstdarstellung" funktionieren kann - nun das ist eben das Dilemma ihrer Phänomenlage.
Ich würde solch eine "Rolle als Trans*Mann" definitiv ablehnen, denn ich könnte niemals überzeugend etwas spielehn das meinem eigenen geschlechtlichem SEIN dermaßen widerspricht!
So etwas musste ich im "wahren Leben" schließlich lange genug "spielen" indem ich mich bemühte den "Rollenanforderungen an Mädchen/Frauen" gerecht zu werden....
Nie wieder - das habe ich mir selbst geschworen, würde ich so etwas tun, nichtmal in einer "fernseh- oder Kino- Rolle", aber ich bin ja auch bewusst kein "Schauspieler" von Beruf.

Gruß,
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Re: Rollenspiel und geforderte Authentizität

Beitragvon Selfmademan » 19. Aug 2018, 12:04

Trans*männer sollten durch maskuline Frauen gespielt werden und transsexuelle Männer (NGS) durch Cis-Männer.

Beim Film "Romeos" wurde dies umgesetzt, leider wird auch dort konsequenterweise immer von trans* und transgender gesprochen, was den ansonsten relativ guten Film ab absurdum führt. Gibt noch paar inhaltliche Fehler, aber da sehe ich mal drüber weg ob der gemachten Kompliziertheit im Dickicht der "geschlechtlichen Themen" durch die Gender-Community.
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Re: Rollenspiel und geforderte Authentizität

Beitragvon Hauptmann Toxic » 20. Aug 2018, 11:21

Sternchen soll jeder spielen können, der mit etwas Schminke androgyn aussieht.

Für einen NGS-Mann pre-T fallen mir zwei Optionen ein:
1. Eine überzeugende Schauspielerin
2. Ein viel jüngerer Schauspieler. Wenn nämlich ein 14-jähriger Junge einen 20-Jährigen pre-T-Mann spielt, sieht das körperlich ziemlich nah an der Realität aus. Zumindest bei schlanken Männern.

Ein NGS-Mann mit Testo:
- Irgendein Mann, der ebenfalls mit ausreichend Testo versorgt ist.

Ich glaube, dass die Schauspieler keine Rollen kriegen, liegt nicht an Diskriminierung. Den Sternchen trau ich zu, dass sie wegen ihrer Nervigkeit an keinem Set erwünscht sind. Andererseits könnte es daran liegen, wenn einer seine Mastek noch nicht hat. Wie will er ohne T-Shirt die Welt retten? Wie will er Sex-Szenen drehen? Hollywood besteht für Männer halt zu 98% aus Sex und Ballern.

Vllt spielt auch die Größe eine Rolle. Hat nicht jeder das Budget, einen 1,70 RDJ kurz zu einem großen Iron Man zu machen. Wobei: Wir brauchen ja einen neuen Wolverine ^^ Der ist im Original ursprünglich auch klein gewesen.
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