Selbsthilfe Forum - Frau! Mann! - oder was bin ich sonst?

- Für Menschen deren Geschlecht nicht den Körpermerkmalen entspricht -
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 Betreff des Beitrags: Mann-sein/Frau-sein - pathologisch?
BeitragVerfasst: 13. Jun 2018, 09:20 
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Wir erleben es gerade im Zuge der für die meisten "unbedarften" Zeitgenossen noch nicht offensichtlich erkennbaren politischen top-down gewollten und betriebenen "Abschaffung der Geschlechter", der "Auflösung der Binarität" nicht zuletzt auch unterstützt durch mediale (Omni-)Präsenz der ach so "fortschrittlichen" non-Binarität, dem Propagieren von "Lebens-Weisheiten" wie der von FaulenzA ("...auch ein Penis kann ein weibliches Geschlechtsorgan sein!") oder wenn "kerlige Typen", die zwar kaum so aussehen, die aber unterstützt von reichlich medialer Selbst-Darstellungsmöglichkeit verkünden, daß die neue Generation Trans* weder HET, noch eine GaOP braucht, und somit den "Schnee von gestern überwunden" hat! Solche "überholte Praktiken" sind also nicht (mehr?) "normal", ebenso wenig "normal", wie dies für Heterosexualität der Fall sei, wobei Hetero-Normalität dann auch schon seit längerem von den "Money-Butlern" abwertend/abfällig als "Hetero-Normativität" bezeichnet wird, und diese Kreise sehr erfolgreich sind, dies als allgemeinen Sprachbegriff mit Alleinvertretungsansruch hegemonial zu etablieren.

Unsere grundlegende Bedarfslage der originären Transsexualität (NGS) wird also nicht nur geleugnet, und lächerlich gemacht, sondern wird damit auch unscheinbar pathologisiert, wie überhaupt das binäre Mann-/Frau-Sein in Abrede gestellt wird.
Ist es von daher gesehen verwunderlich, daß wir originär transsexuelle Menschen (NGS)dabei die ersten und leichtesten Opfer dieses diabolischen Menschen-Experiments sind?!
Die Gründe für diese "leichte Beute" sind vielfältig:
[*]z.e. bieten wir "Angriffsfläche" mit unserer von Geburt an falschen genitalen Struktur, die im Einzelfall zunehmend weitere Körperaspekte betreffen kann, und die deshalb auch viele Menschen gegen uns aufbringt, da die allgemeine Denke, das "Geburts-Genital" bestimmend und identisch sei für unser "biologisches Geschlecht".
[*]die verhältnismäßig kleine Zahl an Betroffenen, die i.d.R. weder ein Interesse daran haben, die uns gemeinsamen Erfahrungen und Anliegen über den Abschluß der eigenen Transitions-Maßnahmen hinaus, auch weiter einzubringen, um aufklärend wirken zu können, und dem über eine gemeinsame Interessen-Vertretung wie der VTSM e.V. eine eindeutige Stimme zu geben. (Das geht aber übrigens auch dann, wenn man "stealth" lebt/leben möchte, wie ich selbst seit mehr als 40 Jahren so lebe!)
[*]die fehlende politische und mediale Unterstützung, die wir vielleicht ansatzweise vor 40 Jahren gehabt haben, und die wir seinerzeit "das äußerst begrenzte Zeitfenster" nach Kräften genutzt haben, was u.a. im TSG und im Erwirken der Medizin. Maßnahmen (einschl. GaOP) als Kassenleistung, von uns mühsam erkämpft und gerichtlich erstritten werden mußten.

In einer gesellschaftlichen Situation der gewollten Zerstörung von (intakten) Gemeinschaften, zugunsten einer Atomisierung profilneurotischer "Individuen" (was macht bei denen die wirkliche Individualität aus?!) ist vielleicht nichts anderes zu erwarten, zumindest dann nicht, wenn Menschen sich weiterhin wie Schlafschafe in den für sie bestimmten Ferch treiben lassen!


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BeitragVerfasst: 13. Jun 2018, 14:08 
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seerose hat geschrieben:
gemeinsamen Erfahrungen und Anliegen über den Abschluß der eigenen Transitions-Maßnahmen hinaus, auch weiter einzubringen, um aufklärend wirken zu können, und dem über eine gemeinsame Interessen-Vertretung wie der VTSM e.V. eine eindeutige Stimme zu geben. [/b](Das geht aber übrigens auch dann, wenn man "stealth" lebt/leben möchte, wie ich selbst seit mehr als 40 Jahren so lebe!)

Meine Rente ist klein, meine Gesundheit zum Teufel und ich habe keine Kraft mehr.

Ich habe viele Jahre lang mit anderen gekämpft und viele Dinge damals schon gesagt, wie sie hier gesagt werden - und schon damals wollten diese Leute sie nicht hören. Ich habe oft meine letzte Energie dafür gegeben.

U. a. hatten wir auch heftige Diskussionen in dem Forum, wo auch viele autistische Transgender/Transidente waren/sind. Für sie waren/sind wohl auch alle gleich, darum Transgender/Transidente - das haben sie ja selbst so gewählt. Dgti oder so heißen die, glaube ich.

Nun kann ich nicht mehr.

Wie das alles gehen, wenn man "stealth" lebt, ist mir ein Rätsel.

Man könnte dann höchstens was im Hintergrund tun (wenn man noch die Kraft dafür hat) und man kann zu keinen Treffen, Veranstaltungen usw. gehen.

Oder bleibt man "stealth", wenn man sich nur mit "Betroffenen" und unterstützenden Mitstreitern oder Psychs trifft, die an solchen Veranstaltungen teilnehmen?

Für mich ist es eh kein Thema mehr, ich kann sogar kaum noch Dinge tun, die mir Spaß bringen, weil sie zu viel Kraft kosten.

Mehr als hier ab und an mal schreiben ist nicht mehr drin.

_________________
"Am meisten fühlt man sich von Wahrheiten getroffen, die man sich selbst verheimlichen wollte."
F. Beutelrock (1889 -1958)

"Die Selbsttäuschung beherrscht der Mensch noch sicherer als die Lüge."
F. Dostojewskij (1821 - 1881)


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BeitragVerfasst: 13. Jun 2018, 15:39 
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Hera hat geschrieben:
seerose hat geschrieben:
gemeinsamen Erfahrungen und Anliegen über den Abschluß der eigenen Transitions-Maßnahmen hinaus, auch weiter einzubringen, um aufklärend wirken zu können, und dem über eine gemeinsame Interessen-Vertretung wie der VTSM e.V. eine eindeutige Stimme zu geben. [/b](Das geht aber übrigens auch dann, wenn man "stealth" lebt/leben möchte, wie ich selbst seit mehr als 40 Jahren so lebe!)

Hera hat geschrieben:
Meine Rente ist klein, meine Gesundheit zum Teufel und ich habe keine Kraft mehr.
Ich habe viele Jahre lang mit anderen gekämpft und viele Dinge damals schon gesagt, wie sie hier gesagt werden - und schon damals wollten diese Leute sie nicht hören. Ich habe oft meine letzte Energie dafür gegeben.

Das ist aller Ehren wert, liebe Hera, daß, und wie Du Dich dennoch immer wieder konstruktiv hier in unser Forum einbringst, ein Engagement, das viele gesundheitlich Unbelastetere nur beschämen kann!
Hera hat geschrieben:
Wie das alles gehen, wenn man "stealth" lebt, ist mir ein Rätsel.
Man könnte dann höchstens was im Hintergrund tun (wenn man noch die Kraft dafür hat) und man kann zu keinen Treffen, Veranstaltungen usw. gehen.

Wo soll für Diejenigen, die konsequent "stealth" leben möchten ein Problem sein, sich hier bei uns als Mitglied unter Pseudonym anzumelden, und sich nach persönlicher Möglichkeit hier im Forum einzubringen?!
Hera hat geschrieben:
Oder bleibt man "stealth", wenn man sich nur mit "Betroffenen" und unterstützenden Mitstreitern oder Psychs trifft, die an solchen Veranstaltungen teilnehmen?.

Das weiß ich nicht, ob man nach irgendeinem "öffentlicher Auftritt" unter impliziter oder expliziter Preisgabe unseres Geburts-Handicaps uneingeschränkt "stealth" verbleibt - zumindest besteht dabei ständig die Gefahr des Zwangs-Outings, das zwar rechtlich verboten ist, aber sicher immer wieder vorkommt, mit mehr oder weniger drastischen Konsequenzen für uns, die wir gerne ungestört, definitiv unhinterfragt, voll integriert, und voll und ganz und uneingeschränkt als Frau oder Mann leben möchten - mit welchen "Konsequenzen" bis dato für den Verbrecher?
Hera hat geschrieben:
Mehr als hier ab und an mal schreiben ist nicht mehr drin.

Das ist aber schon sehr viel, und immer wieder ein Gewinn für uns alle!


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BeitragVerfasst: 13. Jun 2018, 16:00 
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Liebe Seerose,
aus politischer Sicht wird dies so "nebenbei" betrieben, dass selbst die Bereiche der "Geschlechterforschung" die diese "Benennbarkeit des Unterschiedes der binären Geschlechter Frau/Mann benötigt" sich dieses Auflösungsprozesses gar nicht Bewußt sind.

Die überwiegend Cis-geschlechtliche Gesellschaft reagiert größtenteils entweder mit einem unverständigem Schmunzeln ob dieser für sie "Unvorstellbarkeit" oder mit dem sogenannten "Gutmenschen sein wollen" das natürlich einem Individuum seine individuelle Identität niemals absprechen würde.....so etwas geht doch gar nicht. *ironie off*

Was dabei ganz offensichtlich übersehen wird, ist der Umgang mit biologischen Fakten - aber stop mal "Fakten" sind doch erstmal zu Hinterfragen, es könnten ja diese sogenannten "Fakefakten" sein, wenn sie infrage gestellt werden müssen sie es sein.....zumindest wenn diese Hinterfragung aus einem Geisteswissenschaftlichen Bereich kommt.

Und alle die dieses Vorgehen Kritisieren werden nicht ernst genommen, denn Kritik zu äussern ist nur bestimmten Gruppen oder ihren Vertretern erlaubt. Alle anderen Menschen die Kritik äussern müssen "rechtsorientiert sein". Denn "rechtsorientiert ist das neue Synonym für Böse/Falsch".

Nachdenkliche Grüße,
Frank

Nachtrag @ Hera: ja ich weiß wen du meinst, das ja auch der Grund warum der :vtsm: entstanden ist, wobei sich die Ausrichtung ja eher langsam und unterschwellig in diesem von dir benanntem Forum entwickelt hatte....in dem ich schlagartig aus meiner Moderatorentätigkeit entfernt wurde weil ich diese Vereinnahmung zur sprache brachte ;)
Übrigens sowohl stealth leben (anonyme Mitgliedschaft, nur das Finanzamt darf die Orignaldaten einsehen, neben dem Dateschutzbeauftragtem mit Schweigepflicht) wie auch Befreiung vom Mitgliedsbeitrag sind Möglich....Teilnahme an MV sind je nach Form durchaus weniger Kostenintensiv wie erwartet....melde dich doch einfach wenn es dich interessiert bei mir


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