Selbsthilfe Forum - Frau! Mann! - oder was bin ich sonst?

- Für Menschen deren Geschlecht nicht den Körpermerkmalen entspricht -
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 Betreff des Beitrags: Trans* - Kollateralschäden
BeitragVerfasst: 19. Apr 2018, 09:28 
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Registriert: 21. Feb 2016, 19:06
Beiträge: 986
Der Schwindel, "alle" nicht-cis-Angehörige unter den Transen-Regenbogenschirm der Vielfalt Trans* unter "Artenschutz" zu stellen, und in "Friede-Freude-Eierkuchen-Harmonie zu vereinen, weil wir ja doch alle eigentlich das Gleiche sind, ist von der Sache her grundlegend falsch, und ist zudem an heuchlerischer Verlogenheit und damit verbundener Gefahr schwer zu überbieten!

Vielfältig ist daran allenfalls die Instrumentalisierung der Transsexuellen (NGS). So mißbrauchen Trans* z.e. die ausschließlich von uns für uns erkämpften medizinisch-rechtlichen Errungenschaften, in dem sie sich bis heute als unsereins rollenschauspielerisch ausgeben (müssen), um bestimmte Leistungen in Anspruch nehmen zu können, z.a. werden wir und unsere Selbst-Bezeichnung (Transsexuelle) von deren Lobby-Vertretungen aber auch immer gerne als Speerspitze für deren Forderungen mißbraucht, sei es für die Forderungen nach Toiletten für "das dritte Geschlecht,", Sonderbadezeiten und sonstige Extrawürste jedweder Art.
Ihre häufig schrill-aggressiven und fordernden Auftritte haben uns und die Wahrnehmung unserer Phänomenlage in der Öffentlichkeit mittlerweile völlig pulverisiert und unsichtbar gemacht. Zudem drängen zunehmend profilneurotische Selbst-Darsteller mit allerhand abstrusen Geschlechts-Darstellungen in das von ihnen so begehrte Rampenlicht der Öffentlichkeit, die sich als die smarten neuen Trans*-Geschlechter vorstellen, mit Behauptungen wie der, daß HET und GaOP antiquierte Maßnahmen einer "Gott (?) sei Dank" überwundenen Zeit wären, wo doch heutzutage "auch ein Penis ein weibliches Geschlechtsorgan" sein könne.
Die verheerende Wirkung auf Menschen unserer Phänomenlage dürfte für nicht wenige "Suchende" mit ausgesprochen negativen Konsequenzen verbunden sein, zumal die politischerseits bestens alimentierten "Anlaufstellen" sich nahezu sämtlich und unumgänglich in Händen der Trans*-Lobby befinden.
Das dürfte auch der Grund dafür sein, daß sich heutzutage insbesondere viele junge transsexuelle Menschen (NGS) in dieser tatsächlich oder doch nur vermeintlich "Geborgenheit" vermittelnden Friede-Freude-Eierkuchen-Welt der Trans* (gezwungenermaßen) "wohlfühlt", und aus mangelnder Kenntnis und diesbezüglicher Reflexion, nur allzu bereitwillig selbst für sich die für Trans*, nach deren eigenem Bekunden zutreffenden Bezeichnungen "Transident" bzw. "Transgender" übernimmt.
Dabei sind die sachlich-phänomenalen Unterschiede zwischen Trans* und originär transsexuellen Menschen grundlegend; es handelt sich dabei nämlich um nicht weniger als den Unterschied zwischen "Mann" und "Frau".
Wenn sich auch aus der bloßen Außensicht beide phänomenalen Gegebenheiten in einem bestimmten Zeitabschnitt ähnlich sein mögen, so sind sie doch von den grundlegenden Gegebenheit, vom eigenen Erleben und der eigenen "Bestimmung" als "Mann" oder "Frau", genau in diesen Geschlechts-Kategorien grundverschieden. Um es ganz klar auszudrücken: eine transsexuelle Frau (NGS) ist mit einem männlichen Genitale geboren worden, und sie überwindet ihre Körper-Diskrepanz mittels HET und GaOP und ggfs. weiterer Schritte. Ein Trans*-gender (Mann) identifiziert sich mit der gesellschaftlich weiblichen Rolle, in dem er versucht, eine weitestgehend weibliche psychosoziale Rolle als seine Lebensweise auszuleben. Der grundlegende Unterschied zwischen beiden phasenweise von außen betrachtet als ähnlich zugeordneten Hintergründe ist und bleibt aber in Wahrheit der gravierende Unterschied, nämlich der zwischen "Mann" und "Frau".
Dasselbe gilt umgekehrt im Falle originär transsexueller Männer (NGS) und Trans*-gender (Frauen).
Besonders fatal wirkt sich aber die begriffliche Verwischung und Verwaschung der phänomenalen Unterschiede dann aus, wenn hierdurch z.B. sich als weiblich empfindende Männer, die aber "wissen" (sollten!), daß sie ja eigentlich gerne genitale "Männer" sind, so weit gehen, z.B. durch HET und/oder gar GaOP entsprechend unumkehrbare Schritte einleiten, die sie früher oder später grundlegend bereuen (Regretter). Die hierdurch bedingten Kollateralschäden reichen von Suizid, vom wahrnehmbaren Ergebnis her fragwürdigen Versuchen der Rückgängigmachung oder ein stilles, lebenslanges Leiden an/mit der durch die falschen Schritte erzielten körperlichen Geschlechts-Diskrepanz.

Die Trans*-Lobbyorganisationen verkünden nach Kräften die nicht-Existenz unseres Phänomens, und bestreiten unser NGS-bedingtes Körperbedürfnis, und definieren uns gemeinsam mit der tonangebenden Psychiater-Lobby als "Menschen mit einem Identitätsproblem". Dementsprechend läuft auch das ganze Behandlungs-Prozedere gegenwärtig unter dem Label "Gender Dysphorie", (vormals "Gender Identity Disorder").
Originär transsexuelle Menschen haben aber kein Geschlechts-Rollen-Identitäts-Problem, sondern sie haben klar benennbare körperliche Diskrepanzen zu dem, was unsere neuronale Steuerungsinstanz "erwartet", und dessen sie für die Herstellung von Stimmigkeit bedarf!

Aus den zuvor skizzierten Gründen ist Differenzierung von der phänomenalen Sache her unumgänglich geboten.
Das aber bedeutet aber auch unverzichtbar, daß wir uns als originär transsexuelle Menschen (NGS) auch begrifflich nicht auf die für uns denkbar falschen und gefährliche Trans*- Begrifflichkeiten einlassen sollten, z.b. in dem wir diese unreflektiert auch für uns übernehmen.
Akzentuierung unserer Phänomen-Gegebenheiten und unserer spezifisch sich daraus ergebenden Bedarfe und Bedürfnisse sind dringend geboten. Dies schließt die bewußte Verwendung zutreffender und die Vermeidung falscher Begrifflichkeiten ein!


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 Betreff des Beitrags: Re: Trans* - Kollateralschäden
BeitragVerfasst: 19. Apr 2018, 11:33 
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Sehr klar und deutlich geschrieben. Ich bin so einer, der damals in die Transgender-Falle getappt ist. Als ich mich davon losreißen wollte, hat man mir tonnenweiße Steine in den Weg gelegt und mir den Knüppel zwischen die Beine gehauen. Man wollte mich fesseln und unsichtbarmachen. Nun es sieht jeder daß ich mir das nicht habe gefallen lassen und dann flogen in einem Forum ideologisch ganz gewaltig die Fetzen. Bin ich nicht traurig drum. Denen gehört regelmäßig ganz gewaltig die Meinung gegeigt.

Wir sind jetzt an dem Punkt wo Schwule schon waren, nämlich die Abgrenzung zu Tunten, Tucken und Dragqueens. Auch sie hatten Zoff in der Szene, da viele durch das schrille bunte Treiben einfach nur völlig falsch dargestellt wurden. Bereits weiß das gemeine Volk, daß nicht alle Schwule "heititei und tüdeldü" sind. Die Mehrheit der Schwulen ist es nicht. Und nun sind wir an der Reihe uns von dem ganzen schrillen Treiben abzusetzen und der Gesellschaft die Wahrheit beizubringen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Trans* - Kollateralschäden
BeitragVerfasst: 21. Apr 2018, 07:11 
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Liebe Seerose,
das Thema :
Alle Phänomene müssen die "gleiche!" Basis haben .

haben Lotty und ich schon in den letzten Jahren immer wieder als den eigentlichen Fehler aufgezeigt.

Bei der Grundlage : Gender = Geschlecht -> die ja "wissenschaftlich" so dogmatisch als Fakt hingestellt wird, sehe ich persönlich als den gravierendsten Aspekt.
Politisch beruft man sich ja auf diesen "vermeintlich wissenschaftlichen Fakt".

Gesellschaftspolitisch haben wir damit nun letztlich zwei deutlich zutage tretende Aspekte:
1. Geschlecht wird als rein "psychosoziales Konstrukt" dargestellt -> Fotführung der Gender-Roles-Theorie von John Money
2. Mann/Frau sein wird nicht mehr als etwas mit Körperbezug akzeptert, sondern die binären Geschlechter werden zu einem rein "sozialen Konstrukt" gemacht, mit der "Macht der Sprache!".

Daraus ergibt sich die aktuell im politischen Raum stehende Forderung -> Alle Phänomene, wo das Geschlecht vom "Cis" abweicht unter dem Begriff "Trans*" zusammen zu fassen, um weniger Menschen für diese Phänomenlagen als Ansprechpartner zu haben.
Die Folgen dieses Vorgehens hast du ja schon sehr klar, deutlich und umfassend beschrieben.

Die Definitionen "Frau" / "Mann" sind biologisch klar und mit entsprechenden Gonaden & Genitalien assoziiert -> dies ist aber wenn man die rechtliche und die soziale Ebene betrachtet nicht mehr so.
Es ist ein Fakt das es Menschen mit weiblichen Gonaden & Genitalien gibt die rechtlich als Mann gelten, ebenso gibt es Menschen mit männlichen Gonaden & Genitalien die rechtlich als Frau gelten.
Diese Gegensätzlichkeit von verschiedenen Geschlechtsaspekten wird, wenn es erstmal in der Gesellschaft angekommen ist, noch reichlich Probleme mit sich bringen.
Diese Gegensätzlichkeit aber mit dem Begriff & Phänomen "Transsexualität" zu verbinden, ist genau der Punkt, an dem Menschen mit originärer Transsexualität (NGS) geschadet wird. -> Dies ist der Aspekt den wir immer und immer wieder klar und deutlich nach Aussen (in die Gesellschaft, die Politik, die Gesundheitsbereiche, und auch in die Interaktionen mit den Trans*Akteuren) bringen müssen.

Dazu kommt noch die Gesundheitspolitik und das auch bei den Verantwortlichen dort fehlende Verständnis für unser Phänomen!
Daraus ergeben sich dann weitere Folgen:
Das Regretterphänomen -> letztlich ein durch Umsetzung falscher Maßnahmen für ein anderes Phänomen erzeugtes "Neuro-Genitales-Syndrom"
Die Blockade des Abschlusses -> wir werden politisch gezwungen in einem Zustand "dazwischen" zu verbleiben, weil uns die Zugehörigkeit zu unserem "wahren Geschlecht" abgesprochen wird -> Machtmissbrauch im Sprachbereich!

Letztlich geht es also vor allem um die Anerkennung unseres Phänomens als das was es tatsächlich ist.
Und eben die Anerkennung unsere Phänomenspezifischen Bedarfe und Bedürfnisse als Phänomenbezogene Gesundheitsaspekte, die der Behandlung bedürfen.

Liebe Grüße,
Frank


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 Betreff des Beitrags: Re: Trans* - Kollateralschäden
BeitragVerfasst: 21. Apr 2018, 07:44 
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Registriert: 6. Mai 2017, 08:14
Beiträge: 359
Wohnort: Pretty shity City
Geschlecht: Mann
Ich glaube da käme meine "Folienidee" irgendwann mal ganz gut. ;) Kurz, bündig, knapp und fast schon Totschlagargument. Ich habe noch eine Idee, dazu aber in einer PN.

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