Männer mit Klitpen und Vaginalverschluß

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Was sind Männer mit Klitpen und Vaginalverschluß, wahlweise mit Hodenplastik

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Männer mit Klitpen und Vaginalverschluß

Beitragvon Selfmademan » 15. Jun 2017, 08:49

Mich interessiert wohin ihr Männer mit Klitpen und Vaginalverschluß, wahlweise mit Hodenplastik einsortieren würdet. Gemeint sind Männer für die der Klitpen mit Vaginalverschluß und ggf. Hodenplastik das Endziel ist und nicht als vorbereitender Zwischenschritt zur Phalloplastik angesehen wird. (Es gibt in der Tat vereinzelt Klitpens, die in Sachen Optik an einen Mikropenis heranreichen und tatsächlich aufrecht erigieren können.)

Wahlmöglichkeiten:
- ehemals transsexuell
- transgender
- irgendwo auf der Grenze zwischen transgender und transsexuell, nicht einzuordnen

Und wo würdet ihr Männer einordnen, die den kompletten Phallusaufbau haben mit allem drum und dran, die sich die Vagina jedoch erhalten haben, also quasi auf intersex operiert? (Es gibt tatsächlich einen Chirurgen, der derartige Sonderwünsche erfüllt soweit sie chirurgisch-technisch relativ risikoarm durchführbar sind.)

LG Selfmademan
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Re: Männer mit Klitpen und Vaginalverschluß

Beitragvon Frank » 15. Jun 2017, 10:17

Hallo Selfmademan,

ich finde es etwas kritisch andere Menschen einordnen zu wollen/sollen.

Aber ich kann durchaus meine eigene Situation beschreiben:
Nach mißglücktem Aufbau habe ich aktuell einen Penoid der nur auf den ersten/oberflächlichen Blick wie ein Penis wirkt,
Funktionalität ist leider gar keine drin und ich habe noch die Harnröhre an der weiblichen Stelle endend und auch noch den Rest Vagina.

Den Vaginalrest werde ich auch so lange behalten wie noch die Option offen ist diese zur Harnröhrenverlängerung nutzen zu können - den ich sehe sie als ein gutes Materiallager, das mich ansonsten nicht stört. Dauerhaft behalten will ich dies jedoch nicht -> im Gegenteil wenn ich daran denke jemals wieder mit einem Mann Sex haben zu wollen, würde sie mich extrem stören, da sie nicht dafür nutzbar ist aus meinem Erleben (technisch sieht es anders aus, aber emotional ginge das gar nicht).

Da ich mit solch einer "Intersex-Variante" im Genitalbereich leben muss (finde aktuell keinen Operateur der sich da ran traut und dem ich vertrauen kann), ist es für mich absolut nicht nachvollziehbar wie ein Mann so etwas haben wollen kann....wenn ich die Wahl hätte würde ich einen Aufbau mit Hoden und Erektionsprothese haben wollen. Und ich hoffe auch darauf das sich dies irgendwann realisieren läßt.

Und zu deiner Umfrage, ich beschreibe mich als Mann, nur dort wo es notwendig ist als Mann mit transsexuellem Hintergrund (Vergangenheit erst wenn alles wirklich passt)

Liebe Grüße,
Frank
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Re: Männer mit Klitpen und Vaginalverschluß

Beitragvon Selfmademan » 15. Jun 2017, 10:56

Ich frage aus einem gewissen Erfahrungshorizont heraus. Ich hatte selber jahrelang einen Klitpen, seinerzeit als Alternative da die Phalloergebnisse für mich damals nicht ausgereift genug waren. Ich sah den Klitpen für mich schon damals als Zwischenschritt. Dennoch wurde ich von einigen post-OPlern als Transgender beschimpft und verunglimpft und man sprach mir mein männliches Geschlecht ab. Das hat mich tief verletzt. Ich wurde als "Frau" beschimpft.

In einem gewissen ftm-Forum zeigt sich die Tendenz, daß TG den Klitpen in allen Varianten als Endziel bevorzugen, während die TS weitergehen wollen. Kleines Eigentor jenes Forums: Durch die in der Tat sehr umfangreiche Galerie scheinen nun viel mehr TS dazu ermutigt worden zu sein ihren Weg weiterzugehen.

Zu deinem Weg: Gemeint sind hier nicht Betroffene die gesundheitliches oder chirurgisches Pech haben. Da muß sich auch niemand rechtfertigen.

NGS heißt doch Neuro-Genitales-Syndrom und was das bedeutet versteht jeder der seinen Grips ein bißchen anstrengt. Wenn ich also TS (NGS) bin, dann bleibe ich doch nicht auf dem Klitpen als Endziel kleben (sofern keine gesundheitlichen Einschränkungen vorliegen). Aber gut, das ist nur meine Meinung.
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Re: Männer mit Klitpen und Vaginalverschluß

Beitragvon Lotty » 15. Jun 2017, 11:57

Wenn ich mich als Frau dazu äußern darf? Ich habe vor einiger Zeit Bilder von Klitpens gesehen, die waren recht überzeugend. Wer also das Glück hat das seine Klit durch die geschlechtsrichtige Hormonversorgung entsprechend groß wird, kann sich eigentlich glücklich schätzen. Immerhin hat der Kleine dann wohl ziemlich identische Funktion, wenn dann auch die Harnröhre hinein verlegt wird und Hodenimplantate angelegt werden, sieht er auch aus wie ein naturgewachsener Penis. Eine Frau wird man jedoch kaum damit beglücken können, aber wer das nicht will .... und wenn, kann man den Aufbau ja immer noch nachholen.

Natürlich habe ich keine wirkliche Vorstellung wie sich das anfühlt aber ich weiß noch wie sich ein naturgewachsener Penis anfühlt, wenn die Erektion einsetzt. Das wird wohl schon etwas anderes sein als wenn da eine Penispunpe für sorgen muss. Die Antwortmöglichkeiten sind etwas knapp, als Transgender oder so würde ich solch einen Mann jedenfalls nicht bezeichnen wollen, ob diese Person dann tatsächlich als "ehemals Transsexuell" zu bezeichnen ist würde ich auch nicht sagen aber wenn es nur dies drei Optionen gibt, dann eben die erste.

Für uns Frauen gibt es nichts vergleichbares, auch ist der das Nichtvorhandenseins der Schwellkörper in den Großen Schamlippen nicht hin zu bekommen, egal wie auch immer. wir müssen also mit dieser Einschränkung leben, ob wir wollen oder nicht. Egal, ob wir nun die Männer betrachten oder uns Frauen, es gibt diese Unterschiede zu den naturgewachsenen Genitalien, damit müssen wir wohl eben. Mal schauen wie weit die Medizintechnik in hundert Jahren ist, möglicherweise gibt es da eine entsprechende Pille (träum).
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Re: Männer mit Klitpen und Vaginalverschluß

Beitragvon Selfmademan » 15. Jun 2017, 13:31

Lotty hat geschrieben:Natürlich habe ich keine wirkliche Vorstellung wie sich das anfühlt aber ich weiß noch wie sich ein naturgewachsener Penis anfühlt, wenn die Erektion einsetzt. Das wird wohl schon etwas anderes sein als wenn da eine Penispunpe für sorgen muss.

Bei mir fühlt sich die Herbeiführung der Erektion wie ein spannen und ziehen an. Innerhalb der Klit ist es wie ein Druck. Von innen drücken, von außen ziehen und dann fängts an zu pulsieren.

Lotty hat geschrieben:Die Antwortmöglichkeiten sind etwas knapp, als Transgender oder so würde ich solch einen Mann jedenfalls nicht bezeichnen wollen, ob diese Person dann tatsächlich als "ehemals Transsexuell" zu bezeichnen ist würde ich auch nicht sagen aber wenn es nur dies drei Optionen gibt, dann eben die erste.

Die Umfrage kann gerne neu gestartet und mit weiteren Antwortmöglichkeiten erweitert werden. :) Mir selber fallen im Moment keine weiteren Möglichkeiten ein. :oops:

Lotty hat geschrieben:möglicherweise gibt es da eine entsprechende Pille (träum).

Auch träum. *lach*
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Re: Männer mit Klitpen und Vaginalverschluß

Beitragvon spirulina » 15. Jun 2017, 16:52

Egal wie gut oder schlecht der Umbau gelungen ist,sind das für mich Männer . Ich persönlich halte von dem Einbau von Silikonsurrogaten gar nix mehr,aber wenn es dem Pat. hilft seine Psyche zu stabilisieren und seinen gesellschatlichen Platz zu finden dann soll es eben so sein .
In der Zukunft wird es wohl möglich sein, ein voll funktionstüchtiges männliches Genital anzubauen ,aber momentan ist das halt noch nicht realisierbar .
Ich bin überzeugt,daß sich bei der Behandlung der Transsexualität in den nächsten 100 Jahre bahnbrechende Änderungen auf uns zukommen werden -das,was bisher möglich ist ,ist letztlich nur der Einstieg in eine Behandlung .
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Re: Männer mit Klitpen und Vaginalverschluß

Beitragvon seerose » 15. Jun 2017, 17:15

Frank hat geschrieben:Hallo Selfmademan,
ich finde es etwas kritisch andere Menschen einordnen zu wollen/sollen...
Aber ich kann durchaus meine eigene Situation beschreiben:...
Da ich mit solch einer "Intersex-Variante" im Genitalbereich leben muss (finde aktuell keinen Operateur der sich da ran traut und dem ich vertrauen kann), ist es für mich absolut nicht nachvollziehbar wie ein Mann so etwas haben wollen kann....wenn ich die Wahl hätte würde ich einen Aufbau mit Hoden und Erektionsprothese haben wollen. Und ich hoffe auch darauf das sich dies irgendwann realisieren läßt.

Vielen Dank für Deine Offenheit, so daß ich alles das, was Du ausgeführt hast, auch genau so nachvollziehen kann!
Insgesamt wird dadurch klar, wie richtig Deine einleitende Beurteilung war und ist! Und zudem sollte uns dadurch auch nochmals klargeworden sein, daß es auch heute noch nicht selbstverständlich ist, eine vom Einzelnen gewünschte GaOP wirklich "angemessen" durchführen lassen zu können...
In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an einen klugen Ausspruch, den Sigusch einmal in einem seiner lichten Momente von sich gegeben hat (etwa 1976), der etwa wie folgt lautete: "Transsexuelle Frauen sind Frauen, auch schon vor der Operation...", wobei das Gleiche sicher umgekehrt auch für die Männer gilt/gelten sollte!
Damit wird auf den Dreh- und Angelpunkt aller Geschlechtlichkeit fokussiert: das Wissen um das eigene Geschlechtswesen!
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Re: Männer mit Klitpen und Vaginalverschluß

Beitragvon Gast » 15. Jun 2017, 20:30

Ich habe mir die Erektionsprothese sicherlich nicht wegen der gesellschaftlichen Erwartung einbauen lassen, die interessiert mich herzlich wenig. Sondern weil ich endlich meine ureigenste Sexualität endlich ausleben können wollte. Und seit ich das kann, bin ich sexuell wesentlich glücklicher, denn es entspricht meinem inneren Wesen.
Gast
 

Re: Männer mit Klitpen und Vaginalverschluß

Beitragvon seerose » 15. Jun 2017, 22:32

Gast hat geschrieben:Ich habe mir die Erektionsprothese sicherlich nicht wegen der gesellschaftlichen Erwartung einbauen lassen, die interessiert mich herzlich wenig. Sondern weil ich endlich meine ureigenste Sexualität endlich ausleben können wollte. Und seit ich das kann, bin ich sexuell wesentlich glücklicher, denn es entspricht meinem inneren Wesen.

Das kann ich gut verstehen, und freue mich für Dich, daß diese aufwendige und mit vielen Risiken verbundene Prozedur bei Dir so positiv gelaufen ist!
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Re: Männer mit Klitpen und Vaginalverschluß

Beitragvon Selfmademan » 15. Jun 2017, 23:05

Danke Seerose. :) Wobei die längste Sitzung in München war der eigentliche Aufbau. OP-Dauer 12 Stunden. :shock: Das schmerzhafteste die erste Physiotherapiestunde am Arm. Die zweite war dagegen bereits wieder ein Klacks. Der andere Rest ist für mich nicht mal mehr erwähnenswert gewesen. Die OP zur Erektionsprothese hat gerade mal eine Stunde gedauert (oder waren es 1,5 Std. ?). Schmerzen hatte ich entgegen der Ankündigung keine gehabt. Stattdessen fing es am dritten Tag widerlich zu jucken an (dagegen ist Michael Jackson mit seinem Griff in den Schritt echt harmlos gewesen :oops: :lol: )

Alles in allem bin ich relativ butterweich durch die OP-Verfahren gehuscht wenn man von der Komplikation einmal absieht.
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