Nonbinär und Toiletten für Alle aktiv bekämpfen

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Re: Nonbinär und Toiletten für Alle aktiv bekämpfen

Beitragvon Gast » 4. Jan 2017, 16:41

Vorweg: Ich habe noch nie Grüne gewählt. Die waren und sind mir zu missionarisch. Zum Thema: Gerade trans- und intersexuelle Menschen brauchen keine dritte und/oder Unisex-Toilette, weil sie sich in dem binärem System eindeutig verorten! Die Um- bzw. Fehlinterpretation des Begriffes Transsexualität nervt nur noch.

Die ominösen Trans*Menschen (was immer das sein soll) können ja einen kleinen Kompromiss eingehen und die Toilettenwahl entsprechend ihrem körperlichem Geschlechte wählen oder, falls vorhanden, den Vorschlag mit der Behindertentoilette annehmen. Ohne Minderheitenrechte beschneiden zu wollen, frage ich mich doch, ob es wirklich eine so große Anzahl von Menschen gibt, die sich nicht im binärem System wiederfinden, als das ein dringender Handlungsbedarf bestünde. Ich vermute mal: eher nicht.
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Re: Nonbinär und Toiletten für Alle aktiv bekämpfen

Beitragvon Ätztussi » 4. Jan 2017, 19:56

Es gibt hier falsche Vorstellungen über Behindertentoiletten. Sehr oft sind diese Toiletten verschlossen und können nur mit einen speziellen Schlüssel geöffnet werden. Früher war das anders,da waren die Behindertentoiletten allgemein für Alle zugänglich. Aufgrund meiner Behinderung habe ich mit der Toilettenfrage für Behinderte auseinandergesetzt. Für die Behindertentoilette an meiner Arbeitsstätte komme ich an den speziellen Schlüssel ran. :|

Behindertentoiletten sind nur für Behinderte gedacht und nicht für Nichtbehinderte. Viele Behindertentoiletten können nur mit dem Euro-Toilettenschlüssel benutzt werden. Dieser Schlüssel muss beantragt werden und den bekommt man nur wenn man bestimmte Kriterien erfüllt.
http://www.vdk.de/berlin-brandenburg/pages/service/69391/euro-toilettenschluessel

So mal als Info für Nichtbehinderte.
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Re: Nonbinär und Toiletten für Alle aktiv bekämpfen

Beitragvon Severus » 4. Jan 2017, 21:15

Gast hat geschrieben:Ohne Minderheitenrechte beschneiden zu wollen, frage ich mich doch, ob es wirklich eine so große Anzahl von Menschen gibt, die sich nicht im binärem System wiederfinden, als das ein dringender Handlungsbedarf bestünde. Ich vermute mal: eher nicht.


Ich glaub es auch nicht.
Trans*Mensch ist die Wohlfühl-Sparte für Leute, die nicht betroffen sind, aber "mitgemeint" werden wollen.

Den wirklichen "Kampf" führen seit Anbeginn transsexuelle Menschen, die halten seit vielen Jahren beide Wangen hin und bieten den "Transphoben" die Stirn in der konsequentesten Form. Sie sitzen direkt unter ihnen, wenn diese sich in vermeintlicher Sicherheit spöttisch über GA-OPs äußern und starren denen in die Augen.
Diesen Trans* in die Suppe zu rotzen, mach ich, wenn ich in einer 5-Minuten Pause pinkeln geh. Avec plaisir.
Freedom is something that dies unless it's used. – Hunter S. Thompson
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Re: Nonbinär und Toiletten für Alle aktiv bekämpfen

Beitragvon Hera » 5. Jan 2017, 00:02

Nicht selten sind Behinderten-Toiletten mit Frauen-Toiletten kombiniert und das Männer-WC ist noch mal extra daneben.

Mit Männer-Toiletten in Kombination habe ich das noch nicht gesehen.
"Am meisten fühlt man sich von Wahrheiten getroffen, die man sich selbst verheimlichen wollte."
F. Beutelrock (1889 -1958)

"Die Selbsttäuschung beherrscht der Mensch noch sicherer als die Lüge."
F. Dostojewskij (1821 - 1881)
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Re: Nonbinär und Toiletten für Alle aktiv bekämpfen

Beitragvon Gast » 5. Jan 2017, 09:55

Ätztussi hat geschrieben:Es gibt hier falsche Vorstellungen über Behindertentoiletten...
Damit hat sich der Vorschlag mit den Behindertentoiletten also (in vielen Fällen) erledigt. Ich kenne allerdings auch Beispiele, da sind diese Toiletten für alle frei zugänglich. Ändert aber nichts daran, dass trans- und intersexuelle Menschen diese und auch die dritte Toilette nicht brauchen. Davon abgesehen, finde ich es eher gut, wenn es getrennte Toiletten gibt.
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Re: Nonbinär und Toiletten für Alle aktiv bekämpfen

Beitragvon Julien2305 » 5. Jan 2017, 23:03

Nun, ich bin ein Mann, also benutze ich auch die Toilette, die dafür vorgesehen ist.
Und selbst wenn sich in diesen Räumlichkeiten einer stehend vorm Pissoir halb den Hals verrenkt - soll er doch.
Also ob er nicht auch zum sch***** in die Kabine müsste.
Mal abgesehen davon, dass ich das bislang noch nie erlebt habe.
Ganz im Gegensatz zu in der Vergangenheit, als ich noch die andere Tür benutzt habe.
Wer so ein riesen Problem damit hat, sich nicht entscheiden zu können/wollen, welche Toilette nun er /sie / "es" benutzen soll / muss, tja, da käme ich schon auf den Gedanken mich zu fragen, hat dieser Mensch nun ein dringendes Bedürfnis oder nicht ?!
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Re: Nonbinär und Toiletten für Alle aktiv bekämpfen

Beitragvon Ätztussi » 27. Jul 2017, 20:05

Hier ein Beispiel aus dem Tagesspiegel vom 27.07.2017, wie die Grünen in Berlin transsexuelle Frauen und Männer mit der Toilettenfrage diskriminieren.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/gender-equality-das-kuriose-wc-schild-einer-unisex-toilette-im-gericht/20110716.html

Das hat Marcel Luthe von der FDP ganz gut erkannt

Doch leider sind jene, denen damit Gutes getan werden sollte, gar nicht begeistert. Sie empfinden den halben Rock sogar als erneute Diskriminierung, so als seien sie nur etwas Halbes. Der FDP-Innenpolitiker Marcel Luthe kann das verstehen: „Wenn Sie eine Mann-zu-Frau-Transsexuelle sind, dann wollen Sie als Frau behandelt und angesprochen werden, und dann gibt es nichts Diskriminierenderes als dieses Schild mit dem halben Rock“, meint er.
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Re: Nonbinär und Toiletten für Alle aktiv bekämpfen

Beitragvon seerose » 27. Jul 2017, 21:05

Ätztussi hat geschrieben:Das hat Marcel Luthe von der FDP ganz gut erkannt
Der FDP-Innenpolitiker Marcel Luthe kann das verstehen: „Wenn Sie eine Mann-zu-Frau-Transsexuelle sind, dann wollen Sie als Frau behandelt und angesprochen werden, und dann gibt es nichts Diskriminierenderes als dieses Schild mit dem halben Rock“, meint er.

Der FDP-Innenpolitiker Marcel Luthe steht in einer guten Tradition von FDP-Innenpolitikern, wie seinerzeit Detlev Kleinert und Torsten Wolfgram, die entscheidende Vorarbeiten für ein Zustandekommen des Transsexuellen-Gesetzes (TSG) geleistet haben....
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Re: Nonbinär und Toiletten für Alle aktiv bekämpfen

Beitragvon Jenn » 28. Jul 2017, 15:45

Gut zu wissen, Personen, vereinigt in eigetragenen Vereinen sorgen für Ordnung und Sicherheit für öffentliche Toiletten für Behinderte Personen. das gibt mir ein gutes Gefühl von noch mehr Sicherheit.

Schwerbehinderte Personen dürfen nicht auf die Behindertentoilette. Keinen Schlüssel, fehlender Antrag, nur 50% behindert, Colitis Ulcerosa - aber kein Antrag.

Ja, so ein Verein steht für Recht und Ordnung.

Wenn ich mir bildlich vorstelle selbst betroffene schwerbeschädigte Person zu sein, egal wie hoch die Behinderung, oder auch mit einer anderen Person unterwegs, welche die Einrichtung der behinderten Toilette benötigt, dann vor verschlossener Tür stehe, mit dem Hinweis keinen Antrag, auch keinen Schlüssel, dann werde ich ein ganz großes Hoch auf den Verein ausstoßen.

Schön wäre es, für jede Person einzeln und jedes Geschlecht einzeln eine Toilette für Weiblich, eine für männlich und eine Behindertentoilette zu errichten. Die Schlüssel können dann bei den zuständigen Vereinen bestellt werden.
Bildlich vorgestellt, immer einen Sack voll Ruck und Schlüssel als behinderte Person mit sich rumschleppen.

Offensichtlich wird der Missbrauch der Behindertentoilette nicht in den Griff bekommen. Ein durchsetzbarer Vorschlag, jede Person bekommt Anhänger mit dem Aufdruck weiblich, männlich, Behindert, je nach Befinden anzubringen/auszutauschen und . .................................................Homosexuell, Transgender, Transsexuell, Bisexuell, lesbisch, schwul und und und.

Eine Bitte an alle Nichtbehinderten Personen. Falls da die beiden Toiletten weiblich, männlich besetzt sind, die Notdurft drückt, dann geht bitte nicht auf die Behindertentoilette. Gilt im Übrigen auch für transsexuelle Personen, welche Probleme haben wegen des fehlenden Passing und dem damit verbundenen seelischem Unwohlsein weder auf die Damentoilette noch auf die Herrentoilette gehen zu können.

Es gibt transsexuelle Personen, welche sich selbst als Trans* und Transident sehen und dennoch durch und durch transsexuell sind. Es gibt auch transsexuelle Personen, welche durch und durch transsexuell sind, nichts mit Trans* und transident am Hut haben und dennoch die dritte Toilette benötigen.

Auch wenn Transsexualität nichts mit psychischer Störung gleich zu setzen ist, Auswirkungen auf die seelische Belastbarkeit, auf das Wohlbefinden, auf das Gleichgewicht bestehen bei so mancher Person.

Herrlich, auf die Damentoilette geht's nicht, da nicht genug Passing- Unwohlsein, auf die Herrentoilette geht's auch nicht, Unwohlsein, fehlendes Passing, und die Verterter der behinderten Personen schließen die Türen zu.


Bei allem Missbrauch oder nicht Missbrauch, öffentliche Behindertentoiletten abzuschließen, kann nicht im Sinne der Schaffung von öffentlichen Barrierefreien Behindertentoiletten sein.
Jenn
 

Re: Nonbinär und Toiletten für Alle aktiv bekämpfen

Beitragvon seerose » 28. Jul 2017, 19:33

Das ganze absurde Affentheater um die "dritte Toilette" ist einfach nur noch "besch..eiden"...!
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