Caster Semenya

Meldungen und Meinungen die sonst nirgends rein passen.

Re: Caster Semenya

Beitragvon Gast » 23. Aug 2016, 08:20

seerose hat geschrieben:Wieder diese ehrfürchtig hohe Meinung von "den Medizinern". Was sollen denn die im allgemeinen bezüglich unseres Skeletts so viel besser wissen, als wir (dummen?) betroffenen Laien? Ich gehe davon aus, daß die Gestalt eines Menschen für jeden Menschen wahrnehmbar ist, und ich würde hierzu (Gestaltwahrnehmung) den Medizinern nicht generell eine besonders höhere Kompetenz unterstellen, als jedem anderen Menschen auch. Unsere Gestalt wird aber weitgehend durch Skelett, Muskelmasse, Fett und Hautbeschaffenheit bestimmt. In Hinblick auf diese Gegebenheiten möge mir ein Mediziner den Unterschied von mir zu einer anderen (Durchschnitts-)Frau zeigen!


Ach, liebe seerose lies und kommentiere doch bitte das was Andere schreiben und werte nicht was Andere so gar nicht geschrieben haben.

Von Muskelmasse, Fett und Hautbeschaffenheit hat hier in diesem Thema vor dir Niemand etwas geschrieben. Insofern erübrigt sich eine Antwort diesbezüglich auf deine unnötigerweise mit Ausrufezeichen abgeschlossene Aufforderung ;)

Deine verallgemeinernden Äußerungen über Mediziner kann ich nicht nachempfinden; auch nicht deine "Vermutung" über meine Ehrfurcht was (alle) Mediziner anbelangt. Ich habe lediglich darauf hingewiesen was ein Mediziner erläutern könnte im Zusammenhang mit Wissen, das ich eigentlich für allgemein vorhandene Kenntnisse hielt: Wer z.B. eine männliche Pubertät durchlebte hat einen anderen Schädel und ein anderes Becken - um nur zwei Teile des Skeletts zu nennen - als Menschen mit weiblicher Pubertät in der Jugend. Diese Unterschiede sind für Sehende erkennbar und zeitlebens nicht änderbar.

Im Übrigen stimme ich spirulina bezüglich ihrer Wahrnehmung bei, was die Kommunikation anbelangt.
Das sehr häufig Auffallende bei der Kommunikation mit Männern ist für mich, z.B. die Art und Weise der Kommunikation sowie der Aufbau der Äußerungen und letztendlich auch die (Un-) Fähigkeit sich den Argumenten der Gegenseite zu öffnen - und darüber unvoreingenommen nachzudenken. Insofern ist die Formulierung von spirulina nicht von der Hand zu weisen.

Um wieder zum Thema zurückzukommen bitte ich dich - auch in deinem eigenen Interesse - vor einer weiteren Diskussion darüber, dich über die geschlechtstypischen Unterschiede z.B. von Knochen zu informieren.

Liebe Grüße
von der Waldfee
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Re: Caster Semenya

Beitragvon Ätztussi » 23. Aug 2016, 10:09

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Re: Caster Semenya

Beitragvon seerose » 23. Aug 2016, 10:37

Gast hat geschrieben:Wer z.B. eine männliche Pubertät durchlebte hat einen anderen Schädel und ein anderes Becken - um nur zwei Teile des Skeletts zu nennen - als Menschen mit weiblicher Pubertät in der Jugend. Diese Unterschiede sind für Sehende erkennbar und zeitlebens nicht änderbar...
Um wieder zum Thema zurückzukommen bitte ich dich - auch in deinem eigenen Interesse - vor einer weiteren Diskussion darüber, dich über die geschlechtstypischen Unterschiede z.B. von Knochen zu informieren.

Vielleicht gehöre ich ja zu den wenigen(?) unter uns, denen trotz einer leider leidvoll durchlebten männlichen Pubertät der von Dir besagten männlichen Veränderungen in Richtung Skelett im allgemeinen, und Becken im Besonderen, aber auch hinsichtlich männlicher Ausprägungen von Schädel, Kieferkochen, Augenbraunwülste, Adamsapfel, Gott sei Dank erspart blieben; statt dessen durfte ich in der Pubertät bereits Hänseleien über mein "gebärfreudiges Becken" über mich ergehen lassen.
Ich weiß also durchaus seit Jahrzehnten hinlänglich über geschlechtsspezifische Unterschiede von Skelett, Becken und dergleichen Bescheid.
Es geht mir gar nicht darum, mich als "die" Musterfrau in Szene zu setzen; das habe ich (und zumal in "unserem" Kreise) nie nötig gehabt. Es ist mir allerdings wichtig darauf aufmerksam zu machen, daß Viele von uns auch trotz durchlaufener männlicher Pubertät doch auch bisweilen und vor HET und GaOP bereits einige, mehrere oder gar viele zum XY-Chromosomensatz gegengeschlechtliche Körpermerkmale aufweisen, die unser eigentliches Geschlecht anzeigen. Diese Fakten sind somit ein weiterer Beleg dafür, daß es sich bei TS um IS-Varianten handelt, wobei jeder Mensch selbstverständlich individuell verschieden ist, und nicht alle TS so glücklich dran sind. Ich möchte Euch hierzu eifrig Diskutierenden bitten, diese individuelle Faktenlage zur Kenntnis zu nehmen, und nicht in der uns ansonsten allen so leidvoll bekannten übergriffigen Art geschlechtsspezifische Pauschal-Kategorisierungen bezüglich transsexueller Menschen vorzunehmen!
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Re: Caster Semenya

Beitragvon spirulina » 23. Aug 2016, 11:44

Daß es sich bei TS um IS Varianten handeln könnte ist eigentlich unwahrscheinlich,denn nur geschlechtlich "intakte" Individuen sind zeugungsfähig ,und Familiengründung findet man bei TS ja doch häufig. Ich kann mir auch nicht vorstellen,daß das nur alles Therapieversuche der Betroffenen waren um ihr TS zu überwinden.
Genauso könnte man TS gut bei der Schizophrenie einordnen. So einen gewissen wahnhaften Charaker hat TS auch. Was mir bei TS besonders auffällt ist die Tatsache,daß sie in jedem Alter ausbrechen kann,und ist sie erst ausgebrochen ,nimmt sie einen progredient alternierenden Verlauf der immer mit der GaOP endet . Man kann schon sagen,daß die Anlage zu TS angeboren ist,daß sie nicht kausal zu therapieren ist sondern nur syptomatisch,daß man also dem Umwandlungsbegehren des Patienten entspricht .
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Re: Caster Semenya

Beitragvon Lotty » 23. Aug 2016, 12:19

Geschlechtlich charakteristische Eigenschaften, auch in Bezug auf Skelett und die anderen hier angeführten Aspekte, sind fließend. Zwar gibt es die Extreme die nur bei den jeweiligen Geschlechtern vorkommen, auch ist die Häufigkeit durchaus geschlechtsspezifisch, dass daran aber das Geschlecht eines Menschen zweifelsfrei fest gemacht werden kann ist nicht zutreffend. Es ist lediglich von einer bestimmten Wahrscheinlichkeit auszugehen.

Egal welchen geschlechtlichen Aspekt wir auch immer nehmen, mit Ausnahme einiger weniger wird es immer einen großen Bereich geben in dem es Überschneidungen gibt.

Auch der ins Spiel gebrachte chromosomale Aspekt ist mittlerweile überholt. Es gibt absolut unauffällige Frauen mit XY und ebenso Männer mit XX. Denn wie bisher angenommen, ist nicht das SRY geschlechtsdeterminierend sondern es scheint das SOX 9 Gen zu sein. Ebenso verbindet sich das SOX 9 nicht immer mit dem SRY und das SRY sitzt auch nicht immer auf dem Y-Chromosom. Es ist alles wesentlich komplexer, den auch die Epigenetik spielt eine Rolle.

Jedenfalls weiß ich das ich eine Frau bin, eine Frau mit männlichen Eigenschaften, körperlich als auch psychosozial, wie viele andere Frauen auch. Dadurch aber nicht weniger Frau, denn Frau bzw Mann bedeutet etwas anderes als eine Ansammlung geschlechtlicher Aspekte. Geschlecht heißt für mich das Wissen um das eigene Geschlecht, das geschlechtliche Wesen, das sich stimmig im eigenem Körper empfindet.

Liebe Grüße
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Re: Caster Semenya

Beitragvon spirulina » 23. Aug 2016, 12:30

Dieser ganze Bereich ist wohl wesentlich eine Definitionssache - je nachdem wo man seine Prioritäten setzt,kommt man zu einer anderen Einsicht und Ansicht.
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Re: Caster Semenya

Beitragvon Gast » 23. Aug 2016, 14:02

spirulina hat geschrieben:...Die äußere Anpassung ist ja letztlich nur eine stealth Technologie, im Prinzip bleibt es beim Wolf im Schafspelz ,auch wenn ihr noch soviel Kreide fresst ,im gesamten Sozialverhalten bleiben Männer Männer und Frauen eben Frauen !

Na das passt doch. TS-Frauen sind Frauen und TS-Männer sind Männer, eben mit körperlichen Abweichungen. Deshalb brauchen diese auch keine Kreide fressen!

spirulina hat geschrieben:...Genauso könnte man TS gut bei der Schizophrenie einordnen. So einen gewissen wahnhaften Charaker hat TS auch. Was mir bei TS besonders auffällt ist die Tatsache,daß sie in jedem Alter ausbrechen kann,und ist sie erst ausgebrochen ,nimmt sie einen progredient alternierenden Verlauf der immer mit der GaOP endet . Man kann schon sagen,daß die Anlage zu TS angeboren ist,daß sie nicht kausal zu therapieren ist sondern nur syptomatisch,daß man also dem Umwandlungsbegehren des Patienten entspricht .

Ich frage mich, warum jemand mit so einer (un-)gepflegten Abneigung gegenüber Transsexualität (und das merkt man auch in anderen Posts), sich doch immer wieder in so einem Forum bewegt. Nur um Auszuteilen und um zu provozieren?
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Re: Caster Semenya

Beitragvon seerose » 23. Aug 2016, 14:45

spirulina hat geschrieben:Daß es sich bei TS um IS Varianten handeln könnte ist eigentlich unwahrscheinlich,denn nur geschlechtlich "intakte" Individuen sind zeugungsfähig ,und Familiengründung findet man bei TS ja doch häufig. Ich kann mir auch nicht vorstellen,daß das nur alles Therapieversuche der Betroffenen waren um ihr TS zu überwinden.

Deinem Verständnis von IS liegt eine sehr enge, auf die Unzweideutigkeit des Genitals bezogene IS-Vorstellung zugrunde. Der einschlägig seit vielen Jahrzehnten mit dieser Thematik (IS,TS etc.) befasste Mediziner Milton Diamond kommt nicht von ungefähr zu der Schlußfolgerung, daß es sich auch bei TS um IS-Varianten handelt. Ich bin davon überzeugt, daß Milton Diamond hierzu sehr viel eher die unerläßliche Fachkompetenz und das benötigte Erfahrungswissen besitzt, als ich dies bei Medizinern per se erwarten würde, zumal, wenn diese noch nie etwas mit der Thematik eigenständig wissenschaftlich forschend zu tun hatten...
spirulina hat geschrieben:Genauso könnte man TS gut bei der Schizophrenie einordnen. So einen gewissen wahnhaften Charaker hat TS auch. Was mir bei TS besonders auffällt ist die Tatsache,daß sie in jedem Alter ausbrechen kann,und ist sie erst ausgebrochen ,nimmt sie einen progredient alternierenden Verlauf der immer mit der GaOP endet . Man kann schon sagen,daß die Anlage zu TS angeboren ist,daß sie nicht kausal zu therapieren ist sondern nur syptomatisch,daß man also dem Umwandlungsbegehren des Patienten entspricht .

Jede/r kann in ihrem/seinem Falle sicher oftmals selbst der beste Experte sein; und so will ich Dir die zuvor von Dir zitierte Auslegung in Bezug auf Dich selbst auch gar nicht in Frage stellen!
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Re: Caster Semenya

Beitragvon tilly » 23. Aug 2016, 16:35

Hallo.

Irgendwie seid ihr nun ziemlich ab vom Thema.
Die Frage ist doch, wie ein Mensch, der Phänotypisch eher männlich erscheint, aber schon immer weibliche Geschlechtsmerkmale hatte, im Leistungssport einzustufen ist.
Ich sehe da kein Problem. Viele Sportarten begünstigen einen speziellen Körperbau. Basketball, Eiskunstlauf, oder Ringer brauchen spezielle Voraussetzungen.

Schwieriger wird es bei eindeutig Intersexuellen. Aber diesen Menschen den Leistungsspot zu verwehren geht ja auch nicht.
Genauso sollten auch Transsexuelle die Möglichkeit haben.
Doch was nun?
Genau wie im Alltag gibt es auch im Sport nur Männlich und Weiblich. Eine dritte Kategorie wäre natürlich vollkommener Quatsch.

Ich habe keine absolut gerechte Lösung. Tilly
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Re: Caster Semenya

Beitragvon Waldfee » 23. Aug 2016, 19:54

Jedenfall hat mit Caster Semenya (SA), Francine Niyonsaba (Bur) und Margaret Wambui (Ken) ein nicht alltägliches Trio ein komplettes olympisches Podest bestiegen; ein Trio, das - naturgegeben, trotzdem nicht ohne faden Beigeschmack - sich mit CIS-Frauen komplett gleich zu stellen versucht ..... und sich dabei total outet.

Ich habe mir bereits 2009 nach dem Berliner Sieg darüber Gedanken gemacht, was einen Mensch wie Semenya dazu treiben mag, sich derart "nackig" zu machen. Welchen Antrieb mögen Semenya und ähnliche "Sportskanonen" haben, sich bewusst der weltweiten Diskussion auszusetzen????

@ tilly
Wichtig ist, dass die Vorgaben von IAAF und CAS erfüllt werden. TS und besonders postOps im Sport sollten daher keine derartigen Diskussionen verursachen, weil in den Fällen keine derart große Abweichung z.B. des Testosteronwertes nachweisbar ist, wie dies bei Semenya und Co der Fall ist.

Liebe Grüße
die Waldfee
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