Spaß, Party, Lifestyle = Trans* ?

Transsexualität in Medien, Kunst und Kultur.

Spaß, Party, Lifestyle = Trans* ?

Beitragvon Frank » 13. Sep 2016, 08:40

Hallo liebe Forenuser und Gäste,

gestern hatte ich eine Erfahrung machen dürfen, die mir mal wider klargemacht hat, worum es bei Trans* eigentlich geht:
Spaß, Party, Lifestyle und "DAS ANDERSSEIN!"

Es geht da mittlerweile wirklich nur noch darum:
Je auffälliger, bunter und verbal-aggressiver das Verhalten desto Besser.

Nun grundsätzlich habe ich nichts gegen Bunt, auch nicht gegen unaufdringliches Auffallen, aber spätestens wenn es beginnt sich auf zu drängen, mich gar noch mit rein-ziehen zu wollen, dann will ich mit diesem Auffallen um jeden Preis einfach nichts mehr zu tun haben.
Und mit Verbalaggression habe ich schon seit meiner frühesten Kindheit Probleme, da schrillt bei mir gleich die Alarmglocke "flieh solange du noch kannst!" auf.
Tja, genau auf diese Alarmglocke habe ich dann doch mal wieder gehört und mich aus einer Facebook-gruppe zurückgezogen in der genau dies los ging.

Aber ich möchte hier nun nicht über diese Gruppe oder einzelne Menschen dort schreiben, sondern über das Phänomen das diese verbalen Aggressionen ausgelöst hat.

Der Grundstein dieses Phänomens liegt in der "Gleichmacherei des Andersseins" - wer Anders ist wie die sogenannte "heteronormative Masse", der muss dieses "Anders-sein zelebrieren" der muss bunt, schrill, laut und aufdringlich sein im Verhalten -> weil es muss ja dieser "heteronormativen Masse" gezeigt werden das es Menschen gibt die "Anders sind!".
Damit wird "Anders-sein" aber nun auch wieder zu etwas das "Geregelt wird", etwas in dem Menschen vorgeschrieben wird wie sie sich zu verhalten haben!
Geschlechtliche Vielfalt muss "Bunt, Laut, Auffällig" sein, sonst ist es gar kein Teil der Vielfalt!
Und natürlich muss jeder der sich als "Teil der geschlechtlichen Vielfalt sieht" alle anderen Teile der (auch vermeintlichen!) geschlechtlichen Vielfalt gut finden.
Wobei diese geschlechtliche Vielfalt natürlich vor allem die schrillen, bunten und lauten Menschen, die als "der bessere Teil der geschlechtlichen Vielfalt" gesehen werden, in den Vordergrund stellt.
Wer ebenfalls "anders ist" aber eben nichts mit diesem "Bunt, Schrill und Laut" zu tun haben will, ja es sogar wagt dieses Laute und Schrille an zu-prangern, auf den wird gleich verbal eingeprügelt.

Konkret war in dieser Diskussion um die es ging die Thematik der "Drag Queens" die mit ihrem Auftreten den transsexuellen Frauen und auch den feminineren Männern durch ihre "Überpräsenz des Lauten und Schrillen" schaden und die ja gar kein "geschlechtliches Problem haben!", da sie sich mit ihrem bei der Geburt zugewiesenem Geschlecht sehr wohl fühlen, und die ja auch noch mit ihrem "dragsein" Geld verdienen. - Anmerkung dies gehört alles zur Definition "Drag Queen", ähnlich wie auch bei Travestie, da beides reine "Show" darstellt, wobei der Unterschied darin besteht das "Travestie" ein reines Bühnen-reduziertes Auftreten beinhaltet und Drag Queens dies teils auch in der Öffentlichkeit fortsetzen.
Eine weitere Gruppe die gern mal mit Drag Queens verwechselt wird, sind Tunten, insbesondere sozialpolitisch aktive Tunten, die eben auch in der Öffentlichkeit sichtbar sind.
Sozialpolitische Tunten sind jedoch nicht aus "Showzwecken" unterwegs, ihnen geht es um das Aufzeigen sozialpolitischer Missstände, meist erhalten sie gar keine Gagen und wenn doch wird diese meistens zu den sozialen Zwecken verwendet die sie anprangern.
- Auch hier wird also deutlich das es sehr wohl Unterschiede gibt, obwohl es von "außen betrachtet" doch alles "das Gleiche zu sein scheint"!

Dieses reine von Außen drauf schauen und gleichmachen ist eines der größten Probleme die es in Bezug auf geschlechtliche Vielfalt gibt, ebenso wie die Scheuklappenmentalität die grundsätzlich nur die eigene Sicht zulässt, aber keinerlei Differenzierungen.
Dazu noch diese Keule "Diskriminierung!" - die sogar Stellvertretend mal eben raus geholt und jedem mit einer anderen Meinung über-gezogen wird....
Hierzu möchte ich gern mal auf einen Artikel Verlinken, mit einem Interview von Robert Pfaller : "Durch fanatisches Bravsein die Welt retten"

Leider muss ich nun aufhören, da ich noch einiges für meine Ausbildung erledigen muss, denn ich habe noch den Wunsch nach Berufstätigkeit, habe Familie und sogar Hobbies die nichts mit Trans-was auch immer zu tun haben.

Liebe Grüße,
Frank
Für den seine Transsexualität nur ein Aspekt des Lebens ausmacht und nicht "das ganze Leben darstellt".
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Re: Spaß, Party, Lifestyle = Trans* ?

Beitragvon Selfmademan » 16. Jun 2017, 09:25

Du sprichst mir aus den Tiefen meiner Seele. Danke dir. :)
Seit Mai 2014 endlich fertig. :) Ein ganzer Kerl dank Bogenhausen. ;)

V.i.k.z.k!
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Re: Spaß, Party, Lifestyle = Trans* ?

Beitragvon Hera » 16. Jun 2017, 11:17

Narrenfreiheit, nicht zu vergessen.
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Re: Spaß, Party, Lifestyle = Trans* ?

Beitragvon Hera » 16. Jun 2017, 12:33

Andersrum ist auch nicht besser
Willkommen im Mainstream
Von Tania Witte
http://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2017-06/trans-gender-non-binary-sexuelle-identitaet
Machen wir uns nichts vor: Schwul sein ist out und Lesben waren noch nie wirklich in. Mittlerweile ist beides überholt worden, von links, rechts, oben und unten. Trans* ist das Thema der vergangen Jahre. Erst in der Kunstwelt, dann in amerikanischen Serien, mittlerweile: überall. Was soll man dazu sagen? Willkommen im Mainstream vielleicht?

...


Quelle: http://www.zeit.de - Zeit Magazin

Die Kommentare sind auch recht interessant.
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Re: Spaß, Party, Lifestyle = Trans* ?

Beitragvon Hera » 19. Jun 2017, 23:08

Zum Zeit-Artikel gibt es auch ein Video auf Youtube:

ZEIT ONLINE: Schwul ist out! Trans ist der Trend des Jahres! | Queergelesen
https://www.youtube.com/watch?v=DlBzgEygHig&feature=youtu.be
Published on Jun 18, 2017
Die Redaktion von ZEIT ONLINE hat sich entschieden im Zuge des Pride Month gleich eine ganze Reihe an homo- & transfeindlichen Artikeln zu veröffentlichen. In einem lassen sie Homosexualität und Transidentität als Trend da stehen, den du beliebig aufnimmst und ablegst.
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Re: Spaß, Party, Lifestyle = Trans* ?

Beitragvon Trischa » 20. Jun 2017, 09:03

Es geht dabei um sogennannte Transgression (transgressive politics of queer). Das Urbild für Transgression hat Judith Butler in der Gegenüberstellung von Venus Xtravaganza zu Octavia St. Laurent aus dem Film Paris is Burning auf den Punkt gebracht. Es geht dabei um die dominante und laute Überschreitung von Geschlechtergrenzen. Damit identifizieren sich queere und gender-theoretische Ansätze auf der Basis von Butlers Heteronormativitätskritik. Das was transsexuelle Menschen als "stealth" beschrieben wird hier abgelehnt.
Schlussendlich denke ich, dass es dieses "stealth"-sein nicht gibt. Vielmehr ist das nur ein Spiel nach dem Motto "Wer ist die schönste im Lande". Schlussendlich scheitert die Emanzipation transsexueller Menschen genau an diesem Selbstbild, das Betroffene zu Gefangenen ihrer selbst macht. Und queere trans* Personen füllen genau dieses Gegenteil aus wobei ihnen noch ein roter Teppich des Establishments ausgerollt wird . Trans* Menschen sind transgressiv. Da ist dann das Problem, wenn transvestitische Männer sich als trans* Frauen stilisieren um als transsexuelle Frauen im Moment der Verkleidung wahr genommen zu werden, dann sind sie ja weiterhin privilegierte Männer. Ebenso lässt sich in Berlin beobachten, dass junge transsexuelle Menschen an ihrem Coming-out zu Gunsten des transgressiven trans* sein gehindert werden. Hier wird dann auch stark mit Vorurteilen und Schreckgespenstern über transsexuelle Verläufe gearbeitet.
Für transsexuelle Frauen ist das Verletzende, dass trans* Ansätze mit der eigenen Minderheitenproblematik spielen oder Queerpolitik machen.
Ich denke bei transsexuellen Frauen geht es schlussendlich nicht um ein stealth sein sondern um Partizipation, die frau nur erreicht, wenn ihr Frau-sein nicht in Frage gestellt wird. Dieser singuläre Punkt wird aber nur erreicht, wenn man mit sich selbst eins ist und das können dann andere ggfs. spiegeln.
Trischa
 

Re: Spaß, Party, Lifestyle = Trans* ?

Beitragvon seerose » 20. Jun 2017, 11:34

Trischa hat geschrieben:Es geht dabei um sogennannte Transgression (transgressive politics of queer). Das Urbild für Transgression hat Judith Butler in der Gegenüberstellung von Venus Xtravaganza zu Octavia St. Laurent aus dem Film Paris is Burning auf den Punkt gebracht. Es geht dabei um die dominante und laute Überschreitung von Geschlechtergrenzen. Damit identifizieren sich queere und gender-theoretische Ansätze auf der Basis von Butlers Heteronormativitätskritik. Das was transsexuelle Menschen als "stealth" beschrieben wird hier abgelehnt.

Die Hintergrund-Infos zu Transgression finde ich hilfreich! Was ich aber nicht teile, ist die reaktive "Reaktion": weil Transgression lautstark und von Entscheidungseliten so gewollt, öffentlichkeitswirksam seinen Klamauk entfalten darf, bedeutet das noch lange nicht, daß auch wir lautstark in der Öffentlichkeit auftreten sollen und vor allem dürfen (!), gar unter Preisgabe unseres persönlichen "Stealth-Schutzes"!
Trischa hat geschrieben:Schlussendlich denke ich, dass es dieses "stealth"-sein nicht gibt. Vielmehr ist das nur ein Spiel nach dem Motto "Wer ist die schönste im Lande". Schlussendlich scheitert die Emanzipation transsexueller Menschen genau an diesem Selbstbild, das Betroffene zu Gefangenen ihrer selbst macht.

Jetzt wirst Du unsachlich, ja vielleicht sogar beleidigend, ohne es zu wollen?! Was hat das für ein ungestörtes soziales Leben unabdingbare "stelth-Leben" mit einem Schönheitswettbewerb zu tun?! Nein, ich will nur ungestört als ganz normale Frau leben, ohne daß wildfremde Leute in mir "den früheren Mann" sehen, der ich ja niemals war!!! Im übrigen halte ich mich nicht für mehr oder weniger eitel als meine übrigen Geschlechts-Genossinnen!
Trischa hat geschrieben:Und queere trans* Personen füllen genau dieses Gegenteil aus wobei ihnen noch ein roter Teppich des Establishments ausgerollt wird . Trans* Menschen sind transgressiv. Da ist dann das Problem, wenn transvestitische Männer sich als trans* Frauen stilisieren um als transsexuelle Frauen im Moment der Verkleidung wahr genommen zu werden, dann sind sie ja weiterhin privilegierte Männer. Ebenso lässt sich in Berlin beobachten, dass junge transsexuelle Menschen an ihrem Coming-out zu Gunsten des transgressiven trans* sein gehindert werden. Hier wird dann auch stark mit Vorurteilen und Schreckgespenstern über transsexuelle Verläufe gearbeitet. Für transsexuelle Frauen ist das Verletzende, dass trans* Ansätze mit der eigenen Minderheitenproblematik spielen oder Queerpolitik machen.

Genau das unterstreicht doch die heutzutage mehr denn je gegebene Notwendigkeit eines "staelth-Lebens"!
Das heißt ja nicht, daß man sich deshalb fortan (nach der GaOP) nur noch egoistisch um sich selbst kümmert/kümmern muß!
Ich denke, daß ich als "staelth-lebende" Frau, die sich u.a. hier im VTSM e.V. engagiert einbringt, mehr erreiche, als wenn ich weitgehend ungehört, aber mit Sicherheit in überwiegend mich zutiefst verletztender Weise und letztlich unverstanden (!!!) in der Öffentlichkeit ohne meinen "staelth-Schutz" auftreten würde!
Wem würde das nützen; warum und in wiefern??? Welchen Schaden würde ich dabei persönlich erleiden?
Hier ist eine Kosten-/Nutzen-Abschätzung erforderlich, die nur die einzelne Person legitim für sich beantworten kann!!!
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Re: Spaß, Party, Lifestyle = Trans* ?

Beitragvon Trischa » 20. Jun 2017, 12:14

Ich stelle hier nur einen Konflikt dar. und möchte meine Aussagen eher als Thesen verstanden wissen. Die Antworten auf das Problem der Marginalisierung kenne ich nicht.
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Re: Spaß, Party, Lifestyle = Trans* ?

Beitragvon Frank » 21. Jun 2017, 19:28

Trischa hat geschrieben:Es geht dabei um sogennannte Transgression (transgressive politics of queer). Das Urbild für Transgression hat Judith Butler in der Gegenüberstellung von Venus Xtravaganza zu Octavia St. Laurent aus dem Film Paris is Burning auf den Punkt gebracht. Es geht dabei um die dominante und laute Überschreitung von Geschlechtergrenzen. Damit identifizieren sich queere und gender-theoretische Ansätze auf der Basis von Butlers Heteronormativitätskritik.

Das was transsexuelle Menschen als "stealth" beschrieben wird hier abgelehnt. Schlussendlich denke ich, dass es dieses "stealth"-sein nicht gibt. Vielmehr ist das nur ein Spiel nach dem Motto "Wer ist die schönste im Lande". Schlussendlich scheitert die Emanzipation transsexueller Menschen genau an diesem Selbstbild, das Betroffene zu Gefangenen ihrer selbst macht.


Ich glaube das du mit dem ersten Tail absolut Recht hast. Zumindest hat mir das jede meiner persönlichen Erfahrungen mit vielen der sich selbst als "trans*Menschen" bezeichnenden Aktivisten gezeigt, bevorzugt aus Berlin aber auch aus dem Rest von Deutschland, nur wenige stimmen da nicht so bedenkenlos mit ein, diese sind aber ohnehin eher "schweigsame Vertreter des Trans*"
Aber zu dem Thema "stealth" - ich wage zu Behaupten das du hier eine sehr eigene Sicht auf die Thematik hast.
Stealth an sich hat gar nichts mit diesem Spiel der "Ich bin die Schönste" zu tun, welches Pubertär zwar bevorzugt bei Frauen auftritt, aber auch bei Männern (der Schönste/Klügste/Stärkste) vorkommt.Stealth selbst ist aber etwas anderes, da geht es darum schlicht und einfach "Frau/Mann" zu sein und nichts mit Trans* oder so....

Trischa hat geschrieben:Und queere trans* Personen füllen genau dieses Gegenteil aus wobei ihnen noch ein roter Teppich des Establishments ausgerollt wird . Trans* Menschen sind transgressiv. Da ist dann das Problem, wenn transvestitische Männer sich als trans* Frauen stilisieren um als transsexuelle Frauen im Moment der Verkleidung wahr genommen zu werden, dann sind sie ja weiterhin privilegierte Männer.

Es ist eine Mär das Menschen nur weil sie männlichen Geschlechts sind, automatisch "Privilegiert" sind.....in dem von dir benannten Fall ist es aber so das eben oftmals genau die tatsächlich Privilegierten Männer sich so verhalten und es diesen dann auch egal ist wem sie mit ihrem Verhalten Schaden zufügen.


Trischa hat geschrieben: Ebenso lässt sich in Berlin beobachten, dass junge transsexuelle Menschen an ihrem Coming-out zu Gunsten des transgressiven trans* sein gehindert werden. Hier wird dann auch stark mit Vorurteilen und Schreckgespenstern über transsexuelle Verläufe gearbeitet.
Für transsexuelle Frauen ist das Verletzende, dass trans* Ansätze mit der eigenen Minderheitenproblematik spielen oder Queerpolitik machen.
Ich denke bei transsexuellen Frauen geht es schlussendlich nicht um ein stealth sein sondern um Partizipation, die frau nur erreicht, wenn ihr Frau-sein nicht in Frage gestellt wird. Dieser singuläre Punkt wird aber nur erreicht, wenn man mit sich selbst eins ist und das können dann andere ggfs. spiegeln.

Hier erscheint mir, dass du genau das was eigentlich als wichtigsten Aspekt ansprichst gänzlich anders verortest wie andere Frauen und Männer -> Stealth bedeutet vor allem das jeweils das eigene "frau/mann" Sein nicht in Frage gestellt wird.

So sehe ich das zumindest.

Liebe Grüße,
Frank
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Re: Spaß, Party, Lifestyle = Trans* ?

Beitragvon Trischa » 22. Jun 2017, 01:49

Der Ausdruck stealth (dt. ‚Tarnung‘) wird benutzt, um eine Person zu bezeichnen, die mit dem gewünschten Geschlecht zu jeder Zeit durchkommt, und den Kontakt zu jedem abgebrochen hat, der die wahre Geschlechtsgeschichte kennt. Deshalb ist niemandem im Umfeld der Person bekannt, dass diese nicht immer dem vorgegebenen Geschlecht angehörte. Sie sind innerhalb der Bevölkerung ihres gegenwärtigen Geschlechts effektiv unsichtbar. Um unerkannt zu leben, muss man ungemein „passabel“ sein.

Quelle: Wikipedia

Horst Jörg Haupt sieht in diesem deep stealth leben von manchen Transsexuellen eine Flucht als Folge erlebter Transphobie (vgl. goo.gl/fXtsjW).
Trischa
 

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