RP Online Artikel zu Transsexualität vom 5.04.2016

Transsexualität in Medien, Kunst und Kultur.

RP Online Artikel zu Transsexualität vom 5.04.2016

Beitragvon Ätztussi » 5. Apr 2016, 19:03

Hier ist ein interessanter Artikel in der Rheinischen Post Online zu Transsexualität von Dr. Jürgen Vieten. Hier wird Transsexualität nicht mehr als Krankheit gesehen, sondern als

Jetzt sagt die Hirnforschung: Transsexualität ist nur eine Variante der vererbten inneren Abbildung unseres Geschlechtes. Wir kennen "Maps" (Hirn-Landkarten), die uns unser Geschlecht vorstellen lassen, dem dann meist unser Körper entspricht. Bei Transsexuellen tut er dies nicht. Deren Vorstellung von ihrem Geschlecht, sozusagen von ihrem "Gehirngeschlecht", bildet nicht ihre Geschlechtsorgane ab.
RP Online vom 5.04.2016

Interessant ist auch das er sieht dass, das bisherige Verhalten von Psychiatern, Psychologen und Gutachtern gegenüber Transsexuellen verändert werden muss.

Hier der link zum Artikel

http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/das-falsche-geschlecht-aid-1.5880636
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Re: RP Online Artikel zu Transsexualität vom 5.04.2016

Beitragvon Vanessa » 5. Apr 2016, 20:00

Der machte heute schon auf Facebook die Runde. Sehr lobenswert.
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Re: RP Online Artikel zu Transsexualität vom 5.04.2016

Beitragvon Ätztussi » 5. Apr 2016, 20:05

Stimmt, ich habe den Artikel auch bei Facebook gefunden. :) Nur manche sind nicht bei Facebook, deshalb fand ich den Link zu den Artikel hier auch ganz gut.
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Re: RP Online Artikel zu Transsexualität vom 5.04.2016

Beitragvon tilly » 5. Apr 2016, 21:46

Danke, finde ich gut!
Denn Facebook..... ich kann mich noch nicht dazu entschließen.

Mit liebem Gruß Tilly
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Re: RP Online Artikel zu Transsexualität vom 5.04.2016

Beitragvon Rosi » 5. Apr 2016, 23:43

Das falsche Geschlecht?

Alleine schon diese Überschrift erklärt eindeutig, woran im Grunde "Geschlecht" festgemacht wird - am Körper!

"Der Psychiater sollte aber ... weiter Gehör finden: Nur er kann ... beurteilen, ob sich ihm ... ein gesunder transsexueller Coming-out-Prozess darstellt oder ob sich ... eine Erkrankung ... mit Verzerrung der Geschlechtsidentität zeigt."

AHA - was ist denn da anders als heute?

"Transsexualität ist .. eine Variante der vererbten inneren Abbildung unseres Geschlechtes. Wir kennen "Maps" (Hirn-Landkarten), die uns unser Geschlecht vorstellen lassen, dem dann meist unser Körper entspricht. Bei Transsexuellen tut er dies nicht. Deren Vorstellung von ihrem Geschlecht, sozusagen von ihrem "Gehirngeschlecht", bildet nicht ihre Geschlechtsorgane ab."

AHA - das hat also die Hirnforschung nachgewiesen. So schön das ja für Manchen klingen mag, so wenig erklärt dies "Geschlecht", das sich
eben auch in vielen Varianten des TUNs ausdrückt. "Geschlecht" ist nicht nur ein "Bild", sondern auch ein "Gefühl" was gemeinsam in einem
"Wissen" mündet. Geschlecht wird erst in seinen Unterschieden (männlich / weiblich) sichtbar.

Mit so einem Hirngespinst der "Hirn-Landkarte" wird "Geschlecht" doch im Ergebnis wieder nur fester am Körper festgemacht und
"Geschlechtsverhalten" als gelerntes Rollenspiel dargestellt.

Ich denke, "Geschlecht" ist viel mehr ein biologischer Wesenszug ähnlich einer charakterlichen Ausprägung oder eines Talentes (Begabung).

Wir erleben das jetzt sicher noch öfters als Ergebnis der Konferenz in Frankfurt in deren Zusammenhang Transsexualität nun auch zur
"Neurointersexualität" umgedeutet werden soll.

Ich habe jetzt auf das eher Hintergründige verwiesen, anstatt wieder diesen typischen Quatsch von
"ER möchte in Zukunft tatsächlich als Frau leben"
zu zitieren.
Ich bin zwar "weich", aber darin bin ich "knallhart"
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Re: RP Online Artikel zu Transsexualität vom 5.04.2016

Beitragvon Manuela » 6. Apr 2016, 09:39

Sorry liebe Rosi,

es ist mir bewusst, dass Du eine teils völlig andere Meinung vertrittst als viele andere hier im Forum und so ganz nebenbei auch ich.
Das berechtigt Dich jedoch nicht dazu einen, der Allgemeinheit ( = normale Personen ohne langjährige *-Ausbildung und Konditionierung) sehr gut verständlichen Artikel, bewusst oder unbewusst durch Quoting derart sinnverzerrend darzustellen.
Das ist schlichtweg eine Manipulation der Leser. Nach dieser Methode ließe sich letztendlich auch aus der Bibel ein Lehrbuch für Teufelsanbeter ableiten.

Rosi hat geschrieben:
Das falsche Geschlecht?
Alleine schon diese Überschrift erklärt eindeutig, woran im Grunde "Geschlecht" festgemacht wird - am Körper!
Aus der Überschrift ist nur ersichtlich, dass es sich in diesem Artikel um das Thema "Geschlecht" handelt. Da ist keinerlei Hinweis auf ein irgendwie geartetes "Festmachen an.." enthalten.

Rosi hat geschrieben:
"Der Psychiater sollte aber ... weiter Gehör finden: Nur er kann ... beurteilen, ob sich ihm ... ein gesunder transsexueller Coming-out-Prozess darstellt oder ob sich ... eine Erkrankung ... mit Verzerrung der Geschlechtsidentität zeigt."

AHA - was ist denn da anders als heute?
Eventuell die Erkenntnis, die im Abschnitt zuvor sehr deutlich erklärt wurde? "Wir Psychiater, Psychologen und Gutachter sind dabei bisher leider eher Teil des Problems und nicht von dessen Lösung. Transsexuelle sind - richtig verstanden - psychisch ebenso gesund wie Homo- und Heterosexuelle. […]" Im Abschnitt danach steht eine ebenfalls sehr sinnvolle Begründung, weshalb Psychotherapeuten/Gutachter nicht völlig 'aussen vor' gelassen werden sollten. Nicht in Verbindung mit dem rechtlichen/gesetzlichen Verfahren, sondern im Hinblick auf irreversible medizinische Eingriffe. Oder kannst Du garantieren, dass jemand in seiner/ihrer Entscheidung nicht durch "[…]möglicherweise eine Erkrankung wie Schizophrenie oder Borderline mit Verzerrung der Geschlechtsidentität[…]" beeinflusst wird? (bitte keine Ja, aber.. Antwort, sondern ein schlichtes und einfaches JA oder NEIN!)
Eine Personenstandsänderung lässt sich problemlos ohne gesundheitliche Folgen rückgängig machen. Ein medizinischer Eingriff, sei es eine GaOp oder 'nur' eine längere HET jedoch nicht.

Rosi hat geschrieben:
"Transsexualität ist .. eine Variante der vererbten inneren Abbildung unseres Geschlechtes. Wir kennen "Maps" (Hirn-Landkarten), die uns unser Geschlecht vorstellen lassen, dem dann meist unser Körper entspricht. Bei Transsexuellen tut er dies nicht. Deren Vorstellung von ihrem Geschlecht, sozusagen von ihrem "Gehirngeschlecht", bildet nicht ihre Geschlechtsorgane ab."

AHA - das hat also die Hirnforschung nachgewiesen. So schön das ja für Manchen klingen mag, so wenig erklärt dies "Geschlecht", das sich
eben auch in vielen Varianten des TUNs ausdrückt. "Geschlecht" ist nicht nur ein "Bild", sondern auch ein "Gefühl" was gemeinsam in einem
"Wissen" mündet. Geschlecht wird erst in seinen Unterschieden (männlich / weiblich) sichtbar.
Mit so einem Hirngespinst der "Hirn-Landkarte" wird "Geschlecht" doch im Ergebnis wieder nur fester am Körper festgemacht und
"Geschlechtsverhalten" als gelerntes Rollenspiel dargestellt.
Ich denke, "Geschlecht" ist viel mehr ein biologischer Wesenszug ähnlich einer charakterlichen Ausprägung oder eines Talentes (Begabung).

Wenn Du schon (bei einem Artikel für die 'ungebildete' Allgemeinheit) so sehr auf eine exakte Darstellung bestehst, dann solltest Du nicht anfangen Trans* und Transsexuell und alles andere was auch nur ansatzweise mit Geschlecht (ob körperlich, geistig oder sonstwas) wahllos zu vermischen und gleichzusetzen zu versuchen. Wenn man Deine Worte mal genauer betrachtet, dann erklärst Du Transsexuelle letztendlich für krank, weil sie sich nicht mit dem 'Sozialisierungsmodell' abfinden wollen, sondern ihren falschen Körper ablehnen. Herzlichen Dank für den Beweis der gelebten Intoleranz einer die absolute und allgemeine Toleranz einfordernden T*-Gemeinde.

Rosi hat geschrieben:Ich habe jetzt auf das eher Hintergründige verwiesen, anstatt wieder diesen typischen Quatsch von
"ER möchte in Zukunft tatsächlich als Frau leben"
zu zitieren.
Dabei nur 'zufällig' vergessen zu erwähnen, dass das keine Aussage von Jürgen Vieten ist, sondern die Zuschrift einer Trans* 'ungebildeten' Leserin, die mit diesem Thema absolut nicht vertraut ist?

"Er möchte in Zukunft tatsächlich als Frau leben." Was ist an diesem Satz falsch, wenn er von jemandem gesagt wird, der/die von der ganzen TG/TS Problematik absolut keine Ahnung hat?? Für Aussenstehende stellt es sich einfach nun mal so dar, dass ein Mann (eine bisher als Mann wahrgenommenen Person) plötzlich als Frau (eine als Frau wahrgenommenen Person) leben will. Glücklicherweise sind wir, auch im Zeitalter sozialer Netze und schon aufdringlich voyeuristischem Informationsbedürfnis, -noch- nicht verpflichtet unsere Gefühlswelt und auch -noch- kein deutlich sichtbares Geschlechtskennzeichen vor uns her zu tragen, so dass jede/r gleich über unsere privatesten Gefühle informiert ist.

Manuela

PS: Ich werde auch zukünftig jede Frau* die einen Penis hat hochkant aus dem Bett werfen oder auch wegen sexueller Belästigung anzeigen, sollte sie sich mir unaufgefordert nackt unter der Dusche des Schwimmbades oder sonstwo zeigen. Denn Artikel2 Abs.1 GG sagt auch: " soweit er nicht die Rechte anderer verletzt"
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Re: RP Online Artikel zu Transsexualität vom 5.04.2016

Beitragvon Lotty » 6. Apr 2016, 13:01

Manuela hat geschrieben:Oder kannst Du garantieren, dass jemand in seiner/ihrer Entscheidung nicht durch "[…]möglicherweise eine Erkrankung wie Schizophrenie oder Borderline mit Verzerrung der Geschlechtsidentität[…]" beeinflusst wird? (bitte keine Ja, aber.. Antwort, sondern ein schlichtes und einfaches JA oder NEIN!)

Ein ganz klares NEIN, aber stellt eine pschotherapeutische Begleitung sicher das keine Fehlentscheidung getroffen wird?
Mit Therapeuten kann die Fehlentscheidung sogar in beiden Richtungen erfolgen. Zum einen können Menschen eine Diagnosestellung "Transsexuell" bekommen die es hinterher bereuen, zum anderen kann die Diagnosestellung aber auch unnötig in die Länge gezogen oder ganz verweigert werden. Dann reicht das ja aber noch nicht aus, es muss eine Indikation für jeden einzelnen somatischen Schritt erfolgen. Was ist denn dann die Diagnose "Transsexuell" eigentlich wert? Das System ist Krank auf ganzer Linie, es ist Willkür und Zufall, der Eine rutsch so durch, bei dem anderem werden Knüppel zwischen die Beine geworfen. Selbst ein Schwangerschaftsabbruch, bei dem es schließlich um ein werdendes Leben geht ist mit einem Beratungsnachweis möglich und bei uns macht man einen Aufstand sondergleichen.

Ganz klar, Transsexualität ist eine Eigendiagnose, Therapie darf nicht zwingend sein sondern nur für den der sie möchte.Vor allem muss man sich auch selbst hinterfragen dürfen ohne dass der Therapeut dann die Indikation verweigert, mit der Begründung "sie sind sich ja nicht sicher".
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Re: RP Online Artikel zu Transsexualität vom 5.04.2016

Beitragvon seerose » 6. Apr 2016, 13:59

Aus meiner Sicht "schießt" Rosi bisweilen zwar gut gemeint, aber dennoch letztlich unbeabsichtigt über das Ziel hinaus. Irgendwie hat sie ein Problem damit, einzusehen, daß das Gehirn ein wesentlicher Teil des Körpers ist, ja eigentlich der entscheidende Teil, der uns zum Menschen zu der einzigartigen Persönlichkeit macht; was nützt einem Demenzkranken im fortgeschrittenen Stadium sein Penis/seine Vagina nebst sonstigem Zubehör? Alles, was irgendwie mit Psyche, Fühlen, Bewußtwerdung u.ä. zu tun hat, ist ihr im Zusammenhang mit TS anscheinend höchst suspekt.
Ich habe den RP-Online-Artikel als sehr wünschenswert in unserem Sinne verstanden, und sehe auch keine Anhaltspunkte dafür, daß hier die weitere Zwangsberatung oder -Therapie vertreten wird. Wenn sich die Psychiater die Verantwortung für mögliche Fehlentscheidungen im Falle von Menschen aufbürden wollen, die sich auch wegen anderweitiger psychischer Probleme oder in Ihrer bedrückenden Unsicherheit freiwillig an diese um Hilfe wenden, so ist es nicht an uns, hierüber zu befinden.
Im übrigen möchte ich Lotties Redewendung vom "werdenden Leben" dahingehend richtigstellen, daß es dies ebenso wenig gibt, wie "ein bischen Schwanger"...
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Re: RP Online Artikel zu Transsexualität vom 5.04.2016

Beitragvon Manuela » 6. Apr 2016, 14:34

Lotty, soweit liegst Du gar nicht von meiner Denkweise entfernt. ;-)

Weder ich noch Jürgen Vieten haben festgestellt, dass TS eine Krankheit ist. Die logische Schlussfolgerung daraus: Es gibt keine Diagnose "Transsexuell", da die Krankheit nicht existiert.
Dass das aktuelle System viel eher den Begriff 'Krankheit' verdient, als die 'Transsexualität' ist doch auch unbestritten.
Was die "psychotherapeutische Begleitung" betrifft, so sollte man strikt zwischen 'Begleitung' und 'Therapie'(=Behandlung) unterscheiden. Eine diagnosefreie Begleitung kann für die Einzelnen doch nur ein Vorteil sein. Man kann sie nutzen oder auch nicht.
Ich persönlich bin sehr froh, dass mir dieses Angebot zur Verfügung stand. Nicht weil ich 'instabil' oder ähnliches war/bin (meine Frau bezeichnet mich als einen der stabilsten Menschen, die sie kennt), sondern einfach um einen Ansprechpartner zu haben, mit dem ich auch über sehr persönliche Dinge reden konnte und der meine Sichtweise meiner Frau verständlich machte.

Also eine empfohlene Begleitung, keine Pflicht, jederzeit.
Interessanter wird es, wenn es um medizinische Versorgung geht. Es gibt in unserem allgemeinen Gesundheitssystem keine Behandlung ohne Diagnose. Keine Krankenkasse wird ohne gute Begründung, nur auf Wunsch auch nur einen Cent für eine Behandlung ausgeben. Kaum ein Chirurg wird z.B. eine GaOp durchführen, ohne sich abzusichern. Da reicht eine Selbstdiagnose des/der PatientIn definitiv nicht aus.
Was ist, wenn die Patientin nach 3 Jahren unglücklich ist, den Arzt verklagt, weil sie nachweislich zum Zeitpunkt ihrer OP-Einwilligung an Schizophrenie litt und deshalb unfähig war, die Entscheidung zu treffen? Die Einwilligung wird rückwirkend unwirksam und der Arzt steht im Regen.
Deshalb Indikationen oder Gutachten vor irreversiblen Eingriffen. Nicht um Transsexualität zu bestätigen, sondern um Seiteneffekte auszuschließen. Es spielt dabei keine Rolle ob der/die PatientIn sich sicher ist oder nicht, es bleibt seine/ihre Entscheidung. Es muss nur eine andere Krankheit ausgeschlossen werden, die die Entscheidung wesentlich beeinflussen könnte.

Es ist schon seltsam: Täglich wird in allen Bereichen freiwillig immer mehr und mehr der persönlichen Freiheit aufgegeben, nur um ein klein wenig mehr an Scheinsicherheit zu bekommen.
Geht es aber um die eigene Gesundheit, die körperliche Unversehrtheit (die man bestenfalls auch noch vom Staat garantiert haben will), da ist Sicherheit so was von nebensächlich, dass es schon fast schmerzt.

Noch ein klein wenig virtuelle Zahlenakrobatik:
TS geht zur KK und sagt: Ich brauch das und ihr zahlt jetzt. Es sind ja nur Kleinbeträge so zwischen 30.000 und bis zu 100.000 € für eine komplette Anpassung mit lebenslänglicher Medikamentenversorgung. Bei 1000 PatientInnen pro Jahr kommt da ein erkleckliches Sümmchen zusammen (30-100 Millionen vorsichtig geschätzt).
Im Gegenzug stehen dann aber auch 500.000 Patient_Innen Schlange, die dann die zu kleine/zu große Oberweite, die kurze/lange Nase, die Fältchen im Gesicht, 50gr Fett zuviel auf der Hüfte etc. etc. ebenfalls behandeln lassen wollen. Die auch sagen 'Ich brauche das..'. Und das Recht dazu hätten sie dann auf Grund des Gleichheitsgebotes. Also eine Verdopplung der derzeitigen Krankenversicherungsbeiträge dürfte nicht im Sinn der Allgemeinheit sein.

Natürlich gibt es auch Leute, die ihre Behandlung selbst zahlen und daher von der Solidaritätsgemeinschaft der Versicherten unabhängig sind. Jedoch brauchen auch diese zur invasiven medizinischen Behandlung eine Indikation/Diagnose, bevor ein Operateur tätig wird. Nicht einmal der "Thaigott" rührt sein Skalpell an, bevor nicht zu seiner Sicherheit ein Gutachten auf seinem Tisch liegt (auch wenn dieses eher Makulatur ist.. aber es muss vorliegen).

LG, Manuela
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Re: RP Online Artikel zu Transsexualität vom 5.04.2016

Beitragvon Rafaela » 6. Apr 2016, 14:58

Manuela hat geschrieben:es ist mir bewusst, dass Du eine teils völlig andere Meinung vertrittst als viele andere hier im Forum und so ganz nebenbei auch ich.


Ich bin froh das ich eigene Meinung habe, wäre traurig wenn ich mich auf Meinung alle anderen verlassen wurde. Rosi sagt nicht zu allem "Amen" was Gespottet oder Geschrieben wird, sie hat eigene Meinung und das ist gut so. Sprichst du für alle in diesem Forum?????

Manuela hat geschrieben:Das berechtigt Dich jedoch nicht dazu einen, der Allgemeinheit ( = normale Personen ohne langjährige *-Ausbildung und Konditionierung) sehr gut verständlichen Artikel, bewusst oder unbewusst durch Quoting derart sinnverzerrend darzustellen.


So kann man "der Allgemeinheit" auch Dumm nennen. Ein Studierter kann sich wohl nicht mit einem Metzger unterhalten?????? Der Metzger hat keine "langjährige *-Ausbildung und Konditionierung", so ein Dumme Allgemeinheit. :? :? :? :?

Habe nur eine Frage an dich: Hast du den Beitrag auch VERSTANDEN ????? "RP Online Artikel zu Transsexualität vom 5.04.2016" ?????

Gruss
Rafaela
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