"Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarvt

Transsexualität in Medien, Kunst und Kultur.

Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarv

Beitragvon Rosi » 22. Dez 2015, 23:57

Gast hat geschrieben:......, dass entweder nicht verstanden wird oder verstanden werden will (da bin ich mir nicht so sicher), was Transsexualität bedeutet.

Kann man tatsächlich hier prima nachlesen: http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3/viewtopic.php?p=130011#p130011

Mittlerweile bin ich auch überzeugt davon, dass diese Menschen gar nicht verstehen wollen bzw. dieses Verständnis
nicht zulassen wollen. Denn so doof kann ja eigentlich gar keine solche Masse sein, dem geistig nicht folgen zu können.

Da geht es einfach nur noch um "Gruppen" und Feindbilder. Die rufen ihre Argumentationen -teilweise haarsträubend -
aufgrund unserer Namen und Organisationen ab.

Die blicken auf keinem Auge, wie einfach es wäre, tatsächlich gemeinsam NEBENEINANDER für die Dinge einzustehen.
Stattdessen fühlt man sich lieber in seiner Selbstaussagefreiheitegozentrik angegriffen, wenn sie mal kurzerhand
Transsexualität zu ihrem "ichlebaberliebergegengeschlechtlich" umstricken möchten und dafür Widerspruch erfahren.

Da gibt es dann halt von transsexuellen Menschen eine "Tatze" - und zwar kräftig!

Anscheinend bedrohe ich auch Einzelne dort - hier wird´s dann aber schon wahn- und krankhaft :-(
Es dauert nicht mehr lange und ich gebe meine Haltung auf, dass wir auch nebeneinander Gemeinsamkeiten
vertreten können. Dann sind es auch für mich nur noch Spinner und kranke Männer - Schwule halt, die ihr
persönliches sexuelles Orientierungsproblem auf Geschlechterrollenebene zu kompensieren versuchen und
mal als Frau leben wollen.

Man bin ich geladen ......
Ich bin zwar "weich", aber darin bin ich "knallhart"
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Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarv

Beitragvon Vanessa » 23. Dez 2015, 02:18

Das Problem ist einfach, dass beide Lager glauben, dass das andere Lager ihnen ihre Definition für ungültig erklären will. Und das wird offenbar ähnlich verbissen behandelt wie Religion. Man kann keine andere Religion dulden, weil es um einen absoluten Wahrheitsanspruch geht, und demnach die Wahrheit der einen Religion die Lüge der anderen Religion(en) impliziert (nur deswegen gibt es Islamismus). Warum sie den Wunsch nach Unterscheidung allerdings beständig ablehnen und das stattdessen überhaupt als Angriff auf ihr eigenes System empfinden, weiß ich auch nicht. Du hast es in dem verlinkten Thread mehr als deutlich gesagt, worum es dir eigentlich geht. Aber auf dieser Ebene findet die Diskussion offenbar nicht statt. Ich glaube, dass du daher auch keine Chance hast, durch beständiges Argumentieren und "Gegenhalten" wirklich etwas zu bewirken. Du wirst da einer Übermacht an Leuten gegenübergestellt, die sich gegenseitig in ihrem Gefühl bestätigen, im Recht zu sein oder die "Guten" zu sein. Insofern hat das glaube ich alles gar keinen Zweck. Außer du möchtest dich gerne als Märtyrer daran aufreiben.

Ich glaube, dass auch ein wichtiger Faktor für die Missverständnisse ist, dass es den Transsexuellen um eine körperliche Wahrheit geht, also nicht um eine bloße Meinung oder einen Geschmack. Mit Transsexualität werden biologische Tatsachen verknüpft und darauf basierend argumentiert. Dieser Wahrheitsanspruch stört das andere Lager, weil sie ihr Ding primär eben durch Meinung und Geschmack definieren und da eine absolute Freiheit für alle propagieren. Beiden Lagern geht es also um gänzlich andere Dinge. Es geht wohl auch darum, dass diesem Element Körper sehr unterschiedliche Bedeutung beigemessen wird. Für Transsexuelle ist es das A und O. Für viele Trans* ist das aber vergleichsweise unwichtig. Die Gemeinsamkeiten beider Gruppen werden daher von deren Seite im ganzen Rest gesehen, der Trans* primär definiert, bei dem dann dieser Körperaspekt lediglich eine Verfeinerung oder einen Spezialfall darstellt. Und die Transsexuellen, die den Körperaspekt stark betonen, sehen in diesem Rest eher einen kleinen Teil, der für sie nicht als gemeinsames Merkmal ausreicht, um sie unter einem Namen zu vereinen. Es geht also nicht nur um die einzelnen Aspekte von Trans* an sich, sondern auch um die Gewichtung selbiger und was man daher als vereinendes Hauptelement begreift.

Man könnte es vielleicht auch so sagen: Da ist Gruppe 1 (Transsexuelle), die sich primär über das Merkmal A (gegengeschlechtliche Körpermerkmale) definiert, aber dabei fast immer auch Merkmal B (soziales Geschlecht, das dem Geburtsgeschlecht widerspricht) aufweist. Dann ist da Gruppe 2 (Trans*), die sich primär über Merkmal B definiert und kaum über Merkmal A. Nun ist es verständlich, dass Gruppe 2 denkt, dass beide Gruppen ja alle irgendwie Merkmal B (Primärmerkmal für Gruppe 2) sind, und manche eben auch Merkmal A (Sekundärmerkmal für Gruppe 2) haben. Aber Merkmal B ist als Definition entscheidend. Dass Gruppe 1 sich da aber nicht verstanden oder ungesehen sieht, weil ihnen Merkmal A (Primärmerkmal für Gruppe 1) viel wichtiger ist als B (Sekundärmerkmal für Gruppe 1), ist ebenso verständlich.

Und ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass es irgendeinen Fortschritt in der ganzen Diskussion gibt, wenn man nicht versucht, das ganze Thema aus der Vogelperspektive zu betrachten und überhaupt erst mal zu erkennen, worum es den Beteiligten auf beiden Seiten eigentlich geht. Da ist es wohl auch einfach Perlen vor die Säue, wenn man da mit dem "Pöbel" streitet und ihm versucht, das auf dieser Metaebene begreiflich zu machen. Ich glaube, das ist vielen einfach zu hoch und sie labern daher lieber einfach ihre vereinenden Gruppenparolen weiter, mit denen sie sich wohlfühlen. Und das zählt manchmal wohl auch einfach mehr, als einem scheinbar streitlustigen Außenseiter entgegen zu kommen. Hier müssen sich eigentlich die Repräsentanten dieser Gruppen an einen Tisch setzen und das im Hinterzimmer austragen. Und wenn am Ende dann die Trans*-Rädelsführer sagen "Leute, wir haben uns jetzt entschieden, dass von nun an Trans* und Transsexualität getrennt werden", dann würde da sicher kaum einer von den Leuten, die sich zu Trans* zählen, etwas dagegen haben.

Die Hauptfrage bei einer Diskussion sollte immer erst mal sein: Worum geht es meinem Gegenüber? Stattdessen konzentriert man sich meist eher darauf, wie die Aktionen des anderen einen selbst betreffen. Will man aber wirklich zu einer Konsenslösung gelangen, muss man der Gegenseite auch eine Lösung anbieten, die deren spezifische Motivation berücksichtigt. Und dazu muss man sich in die Lage des anderen hineinversetzen können. Und wenn die andere Seite merkt, dass sie trotz allen Diskussionsbedarfs verstanden und ernst genommen wird, ist sie auch selbst viel eher dazu bereit, einen Schritt auf die andere Seite zu zu gehen. Erst dann ist die Bereitschaft zu einer echten Lösung vorhanden. Andernfalls werden einfach nur die immer gleichen Argumente in Form von Schuldzuweisungen abgefeuert, ohne dass es je zu einem Ergebnis kommt. Leider sieht man selbst bei "gebildeten" Politikern meist keine solche Bereitschaft. Ich warte ja noch sehnsüchtig auf den Tag, an dem ein Politiker in einem Talk sagt: "Da haben Sie mich überzeugt, jetzt bin ich anderer Meinung als noch am Anfang der Sendung." Diese Leute steigen da in den Ring mit der einzigen Absicht, gegen zu halten. Damit die Stimme des anderen nicht zu dominant wird. Um Konsens geht es gar nicht. Nur um das Durchdrücken von Interessen. Und die anderen interessieren dabei auch gar nicht. Im harmlosen Fall glaubt man, die wissen es einfach nicht besser und man tut ihnen etwas Gutes, indem man sie zwingt. Im schlimmeren Fall sind sie einem einfach egal.

Und ich habe auch eine Vermutung, woher dieser Glaube kommt, dass es um verschiedene "Güteklassen" geht, von denen die Transsexuellen die höchste Güte darstellen. Ich beschreibe das mal ganz subjektiv und mal kurz ohne Blatt vor dem Mund: Ich hatte mich auch mal bei dem Crossdresser-Forum angemeldet, weil ich nach einem besonders großen Forum gesucht habe, das das Transthema behandelt. Was mich da aber von Anfang an störte, war allein schon die Benennung "Crossdresser". Da habe ich mich von Anfang an nicht so ganz aufgehoben gefühlt und dachte mir eigentlich, dass ich mit diesen ganzen Fetischisten und Transvestiten nichts zu tun haben will, die vom Frausein wahrscheinlich so viel verstehen wie eine Kuh vom Brotbacken. Die kommen für mich salopp gesagt aus der Schmuddelecke. Ja, soll es alles geben, alles tutti, ist aber nicht meins und ich mag es schlichtweg nicht. Es hat für mich etwas Befremdliches und ich möchte nicht mit "denen" in einen Topf geworfen werden. Das Risiko ist für eine transsexuelle Person ja durchaus hoch, von anderen Menschen in so eine Schublade gesteckt zu werden, und daher mag schon ein Abgrenzungswunsch kommen. Und ich glaube, dass ich mit so einer Sichtweise nicht unbedingt allein bin, auch wenn es kaum jemand so unverblümt zugeben würde (wäre ja auch sehr kontraproduktiv in der Diskussion). So ist es dann auch wenig verwunderlich, dass sich jene Fetischisten und Transvestiten als "niederer Bastard" der Geschlechtsdevianz betrachtet sehen. Da kommen dann die Transsexuellen mit ihrem reinen Geschlechtsempfinden auf ihrem hohen Ross der biologischen Fakten daher und unten in der Gosse liegen die Perversen und Verrückten. Der Witz ist vielleicht, dass die Transsexuellen für die ganzen Leute, die sich als queer bezeichnen, ähnlich bedrohlich wirken wie diejenigen, die Cisnormativität predigen. Denn eigentlich unterscheiden sich Cissexuelle und Transsexuelle gar nicht. Würde man bei beiden einfach die Körper tauschen, wären die Probleme exakt die gleichen, nur seitenvertauscht. Auf die Geschlechtsidentitäten hätte das aber keinen Einfluss - Frauen blieben Frauen und Männer blieben Männer. Und daher rührt wiederum wohl dieser Vorwurf an die Transsexuellen, dass diese eben das cisnormative System verteidigen, das den Queer-Leuten entgegensteht und schadet.
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Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarv

Beitragvon Mirjam » 23. Dez 2015, 12:29

Hallo,

ich könnte aus der Haut fahren:

Da haben in den 60/70 Jahren Transsexuelle für ihre somatischen Behandlungen und die Rechtliche Anerkennung (siehe TSG) gekämpft und jetzt will man sie unkenntlich und mundtot machen.

Dann kam der Begriff "Transidentität" auf, weil das ja nichts mit "Sex" zu tun hat und die WHO erklärte die Transsexuellen als "Geschlechtsidentitätsgestörte".

Als nächstes schwappt von Amerika aus, der "Gender Mainstreaming" und der "Transgender" zu uns rüber und irgendjemand erklärt ihn als den "Oberbegriff" für alle Transgruppen.

Nun wollen auch Genderforscher ihren Senf dazugeben und fassen alle Transgruppen zu Trans* zusammen, kommen sich Mords Intelligent vor und propagieren die Sichtbare Vielfalt (gerade das gegenteil ist der Fall), denn den Lügner interessiert es nicht, wenn er die Unwahrheit sagt. Alle möglichen Transgruppen und LGBT-Gruppen springen nun auf den Zug auf und propagieren "Trans*" als die alleinige Wahrheit.

Die nächste Grausamkeit ist schon im Entstehen. Die WHO will jatzt alle Trans* unter dem Begriff "Gender Incongruence" im ICD 11 zusammenfassen und Entpsychpathologisieren und auch unkenntlich machen. Hier stehen alte Bekannte schon bereit (Sexologen Lobby) um alle Trans* unter "Gender Dysphorie" des DSM 5 zu behandeln und um sie unter vorschieben falscher Tatsachen, wieder zu psychopathologiseiren.

Ein Trauerspiel der besonderen Art. Mit Lügen und vorschieben von humanethischen und medizinischen Gründen, versucht man Transsexuelle wieder hinter ihren Rücken und ohne Beteiligung, zu verleugnen, diffamieren, diskriminieren, Fremdbestimmen, entrechten, versklaven und pathologisieren.

Die anderen Gruppen glauben, sie würden danach mehr akzeptanz bekommen in der Gesellschaft.
Die Sexologen Lobby missbraucht uns, nur um ihre Gier nach Geld und Macht zu befriedigen.

Ich kann gar nicht so viel Essen wie ich kotzen möchte.

Liebe Grüße und knuddl O:)

Mirjam
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Engelchen im Herzen und
ein bisschen Wahnsinn im Kopf.
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Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarv

Beitragvon Gast » 23. Dez 2015, 12:39

Wenn man der verlinkten Diskussion folgt, bis zu den letzten Beiträgen, dann merkt man was da abgeht. Rosi hat schon einen Wink mit dem Zaunpfahl bekommen, das Thema nur noch hier zu diskutieren.

Vanessa hat vermutlich mit ihrem letzten Absatz den Punkt gut getroffen. Es kann doch jede/r machen, was sie/er will. Darum geht es nicht. Aber die Inanspruchnahme der Definition Transsexualität für alles mögliche, ist der Knackpunkt. Da gibt es keine Gemeinsamkeiten. Transsexuelle, in der ursprünglichen Definition, der körperlichen Abweichungen, sollen in dieser Form unsichtbar werden und schweigen.
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Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarv

Beitragvon Rosi » 23. Dez 2015, 15:18

Vanessa hat geschrieben:.... schreibt zuviel.

.... aber sehr gut!

Deutliche Worte, die wie Du selbst sagst, nicht für eine Diskussion untereinander geeignet sind weil darin
diese entblösenden Beweggründe transportiert werden müssten.

Ich denke mehr als zu erklären, dass wir für gleichberechtigte geschlechtliche Vielfalt sind, können wir
tatsächlich nicht tun. Wenn diese Menschen darauf nicht eingehen möchten und weiterhin ihre eigene
Definition von "Transsexualität" verwenden - denn genau das tun sie, uns der Definition unserer Thematik
zu berauben - werden wir die Separierung von Seiten der Politik und Gesellschaft eben weiter betreiben
müssen. Um uns vor falschen Verständniswelten zu schützen.

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Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarv

Beitragvon Hera » 31. Dez 2015, 01:22

Eine Freundin hatte mich darauf aufmerksam gemacht:
http://www.pinknews.co.uk/2015/12/30/comedian-who-came-out-as-transgender-reverts-back-to-a-man/

"He cited a number of issues as his motivation for de-transitioning, including “my exasperation at public abuse, the disarming prospect of no longer attracting females, and a lingering resentment to what I perceived as an oversight of my comedy in favour of the identity politics du jour: transgenderism.
“…Being Sarah was something I underwent in yet another attempt to discover myself. And throughout the process, I discovered I am not a woman.”
In an essay for Beyond the Joke, he added: “I had to admit that living as Sarah incorporated more consistent fear and resentment in my daily life than ever before."


Kurz von ihr frei zusammengefasst, da mein Englisch nicht so gut ist und ich damit mit meiner miesen Konzentration noch mehr Probleme habe als vorher:
Im Prinzip wurde es wohl langweilig und anstrengend und man wird schräg angesehen und hat nicht mehr so schöne Privilegien und all sowas...
Ach ja und als (trans)Frau hat man so schlechte Chancen bei Frauen...

Seltsam.
Sind das nicht alles Dinge, die man sich vorstellen könnte, wenn Mann nicht ganz hinterm Mond lebt?
Oder was für Vorstellungen haben diese Leute überhaupt?

Um also erkennen zu können was Mann ist, MUSS Mann es ausprobieren, weil Mann es sonst nicht weiß?
Und selbst DANN liegen ja immer noch viele daneben und leben fortan ihr durch Klischees verzerrtes und sehr oberflächliches Frauenbild.

Und wenn sie eines Tages keine Lust mehr haben, entscheiden sie sich wieder um. Schön, wenn Mann diese Möglichkeit hat.

Aber wie alle diese Leute behaupteten sie steif und fest, dass sie Frauen wären - und manche rücken davon auch nicht ab, selbst, wenn das ganze Umfeld spürt, dass sie es da mit einer recht seltsamen "Frau" zu tun haben - s. Alicia King.

Aber womöglich hat A. K. irgendwann auch keine Lust mehr. Irgendwann verfliegt das Besondere, der Reiz, der Kick, es wird alles normal und dann vielleicht auch anstrengend.
"Am meisten fühlt man sich von Wahrheiten getroffen, die man sich selbst verheimlichen wollte."
F. Beutelrock (1889 -1958)

"Die Selbsttäuschung beherrscht der Mensch noch sicherer als die Lüge."
F. Dostojewskij (1821 - 1881)
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Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarv

Beitragvon Rosi » 31. Dez 2015, 14:45

"Geschlecht" wird ja heute als persönliche "Ausdrucksform" verstanden die sich aus Denk- und Erfahrungs-Prozessen zusammensetzt und
dann in sozialen Rollen und äußerlichen Präsentations-Varianten von "Frau" über "Anders" bis "Mann" dargestellt wird. "Geschlecht" ist aber
viel weniger als das, was wir "darum herum bauen".

Verstehen wir "Geschlecht" beispielsweise mehr als ein "männliches Talent" und ein "weibliches Talent", ist, weil es entsprechend talentierte
aber auch untalentierte Menschen geben kann, jede erdenkliche Kombination möglich. Die Summe aus diesen beiden Talenten ergäbe dann
schlicht das "geschlechtliche Wesen".

Alles was nun der Mensch für sich SELBST geschlechtlich um sich herum "baut", ist dann einmal das Streben seines geschlechtlichen Wesens
sich stimmig zu entfalten und zum Anderen das Sichtbare der äußerlichen Präsentations-Varianten aufgrund einer Geschlechtsidentität. Weil
alle Menschen "Geschlecht" haben, ist dies nicht als beliebiges Produkt zu handhaben. Es darf zwar jeder mit seinem "Geschlecht" machen was
er möchte, nicht aber mit "Geschlecht" machen was er möchte. Genau das ist der Punkt, an dem die uns hier gut bekannten Probleme entstehen.
Weil jeder seinen und einen Bezug zu "Geschlecht" hat, ist das berufen z.B. auf eine "Selbstbezeichnung" oder "Selbstaussage" wie beispielsweise
"Ich bin eine Transfrau" sehr schwierig (Alles nicht zu verwechseln mit einer Selbstaussage über sein Geschlecht).

TriQ e.V. beschreibt:
Als psychologisch-biographisches Phänomen ist jede Geschlechtsidentitätsvariante im subjektiven Erleben verankert. Weder kann deren Entwicklung angehalten noch deren Positionierung innerhalb des Geschlechtsidentitäts-Kontinuums beeinflusst werden.

Man spricht von "psychologisch-biographisches Phänomen" und als Folge daraus von "Geschlechtsidentitätsvariante", was eindeutig "belegt",
dass diese kommunizierte GESCHLECHTS-IDENTITÄT keine Komponente wie von uns vertreten hat, was wir dann z.B. als "seelisch" oder
"geschlechtliches Wesen" verstehen. Jedenfalls findet sich in "psychologisch" und "biographisch" nichts ANGEBORENES!

Hier wird also Geschlecht (Geschlechtsidentität) eindeutig zum (gesellschaftlichen) Konstrukt gemacht. Da ist es dann mitunter auch wahrscheinlich,
dass ein Mensch, seine "Geschlechtsidentitätsvariante" subjektiv in seinem Erleben ÜBER sein "geschlechtliches Wesen" interpretiert und dann
beispielsweise gegengeschlechtlich als Frau lebt, obwohl sein Wesen dem eines Mannes entspricht. Führen dann Denk- und Erfahrungs-Prozesse
wieder zu einer erneuten Veränderung dieses "subjektiven Erlebens" (Identitäts-Geschlecht), haben wir das Phänomen der "Rück-Verwandlung".

"Geschlecht" ist weder Identität noch körperlich!

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Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarv

Beitragvon Hera » 31. Dez 2015, 18:04

Das macht auf mich den Eindruck, als ob Geschlecht für immer mehr Menschen zur Beliebigkeit wird - es ist nur noch eine weitere Art und Weise sich auszudrücken, sich darzustellen sich selbst zu verwirklichen: Persönlichkeitsselbstdarstellung.

Und dabei ist es oft irrelevant, wie weiblich oder männlich man letztlich wirklich ist - sowohl hinsichtlich Optik, als auch hinsichtlich Habitus und Ausstrahlung.

Ein Verlangen nach dem komplett eigenen weiblichen bzw. männlichen Körper fühlen die wenigsten. Es geht um das leben als, letztlich um das Tun (dürfen), um Gender.

Man entscheidet sich, man sagt es und dann tut man es. Und wenn es dann doch nicht passt, ist es eben Pech.

Ich bin mal gespannt, wann es mit Tier-Trans*Identitäten richtig um sich greift - auch mit entsprechenden Modifikationen des Körpers. Normale Trans*Identität wird sicher irgendwann langweilig, damit lockt man dann auch bald niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Ausgelutscht, ausgequetscht, banal, normal, machen doch eh schon "alle". Und dann gibt es ja noch genug Fantasy-Figuren aus Filmen und Spielen. Da könnte man ja auch...

Eieiei...

Aber Trans* alleine bedeutet ja schon Narrenfreiheit. Was will man mehr?
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Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarv

Beitragvon Rosi » 2. Jan 2016, 16:48

Hera hat geschrieben:...... Eieiei... ....

... schon frech und dreist wie dieser Mensch Unwahrheiten verbreitet:

Du darfst dort in dem VTSM-Forum nur nicht eine andere, vielleicht noch eine eigene Meinung äußern, sonst ist dort Schluß mit lustig und man wird Dich in Deinen Möglichkeiten restriktiv einschränken.
Ist übrigens auch so auf der Facebookseite des VTSM.

Soviel zum Thema Fremdbestimmung

http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3/viewtopic.php?p=131289#p131289
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Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarv

Beitragvon spirulina » 2. Jan 2016, 19:12

Ich habe heute schon den Eindruck ,daß sich neben der klassischen Transsexualität so eine Art Trans-lyfestyle entwickelt hat und unglücklicherweise die selben Namen verwendet werden,obwohl es doch einfach nur Lifestyle ist oder eine andere Variante um zum Orgasmus zu kommen. Dieser neue lifestyle ist nicht krankhaft,sondern einfach Ausdruck einer gewissen sexuellen Freiheit wo die Geschlechterspezifika äußerlich verschwimmen.
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