"Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarvt

Transsexualität in Medien, Kunst und Kultur.

Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarv

Beitragvon Vanessa » 18. Dez 2015, 01:25

Okay, ich kenne solche Männer, die Frau sein wollen, nicht. Im Endeffekt handelt es sich dabei ja auch um Fremdzuweisungen, wenn die betreffende Person von sich behauptet, Frau zu sein. Ist also ein sehr heikles Thema. Ich erlebe es eher so, dass die Männer aktuell sehr kritisch den Frauen gegenüber eingestellt sind und sich den ganzen "Gleichstellungszirkus" nicht mehr lange gefallen lassen. Frauenquoten werden da regelmäßig missverstanden. Und das Konzept des Patriarchats scheint auch kaum einer zu raffen. So hat halt jeder sein eigenes Bild von der Welt.
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Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarv

Beitragvon Lotty » 18. Dez 2015, 01:29

Hi Vanessa,

ich gehen auch offen mit meiner Vergangenheit um aber ich sage nicht ich bin Trans sonder ich bin Frau mit transsexuellem Hintergrund. Ich bin auch nicht stolz darauf eine Frau mit transsexuellem Hintergrund zu sein. Würde mir auch kein Transgender Symbol auf's Fußgelenk tätowieren lassen, wie es manche machen. Was soll das bringen, wo sollte es Vorteile bringen.

Wo bitte ist die gesellschaftliche Ablehnung, ich sehe in meinem Leben keine. Wo erlebe ich Kritik? Wie kann ich dies alles besser abwenden wenn ich sage ich bin Transgender. Ich stehe zu meinem Geschlecht und das wird anerkannt. Anderen geht es genauso. Der Klimmzug "Transgender" oder "Trans*" ist nicht nötig. Ganz im Gegenteil. Wenn es sich erst rum spricht das Genderqueere die Geschlechter aufweichen wollen, wenn es bekannt wird das die eine eigene Toilette benötigen oder diese Gander-Gap sich erst einmal rum spricht, werden sie erst recht auf Ablehnung stoßen. Unterhalte dich mal mit Menschen darüber.

Nein, ich habe das schon alles richtig verstanden denn es ist nicht das erste mal dass ich sowas lesen. Die Jahre die ich als Moderatorin in Foren tätig war, die tausende Beiträge die ich gelesen habe, die vielen Gespräche. Nein, mir kann keiner etwas erzählen. Der Unterschied zwischen Transgender und Transsexuell ist exitstent. Wer zum Beispiel schreibt "eine Gensital angleichend OP wäre für mich eine seelische Verstümmlung" ist niemals Transsexuell. Es gibt Menschen die ihr Genital absolut richtig empfinden aber die soziale Rolle auf Zeit wechseln, sind Transgender, Trans* oder was auch immer aber nicht Transsexuell.

Natürlich gibt es auch Menschen die Transsexuell sind aber sich nicht so bezeichnen. Ob das jetzt aber förderlich ist oder nur zur Verwirrung der Sprache beiträgt ist eigentlich klar. Andererseits gibt es auch Menschen die sich als Transsexuell bezeichnen und es nicht sind. Es geht letztlich darauf hinaus das wir uns nicht mehr verstehen wenn wir miteinander Reden weil die Begriffe derart verwaschen werden.

Du bringst auch so gerne den US-Amerikanischen Raum ins Gespräch. Hast du auch schon mal geschaut wie viele Gewalttaten dort gegen Trans*Menschen statt finden. Wenn dir einer an den Kragen geht hilft auch kein Spruch "ich bin stolz darauf". Die Nase blutet hinterher dennoch. Du solltest mal daran denken das wir hier in Deutschland leben, hier ist alles anders. Lese in deutschen Foren, dann weist du wie hier die Post abgeht. Wir haben hier keine US-Amerikanischen Verhältnisse.

Weißt du Vanessa, wenn du ewig dieses Trans*Schild mit dir trägst wirst du niemals ankommen, du wirst immer Trans bleiben. Ich stehe lieber offen hinter meiner Vergangenheit und sage "hey, ich bin Frau, eine Frau die mit einigen falschen Geschlechtsmerkmalen geboren wurde".

Ich weiß aber auch nicht was daran nun Mühsam sein soll. Ich brauch doch keinem erzählen das ich Frau bin. Ich bin es einfach und sagen nur nicht das ich Trans bin. Eigentlich ganz einfach. Das einzig anstrengende ist, sich der Fremdbestimmung dieser genderqueeren Aktivisten zu entziehen. Die sollen ihren Mist für sich behalten und uns Menschen mit transsexuellem Hintergrund da raus lassen. Wir haben damit nichts zu tun. denn es ist vieles einfach so falsch wies es nur falsch sein kann. Nicht die Gesellschaft ist unser Problem sondern die Trans*Fanatiker. Die ihre Doktrin über alles rüber stülpen wollen.

Es ist eben ein Unterschied ob man Transmensch ist oder Mensch, ob man Transfrau ist oder Frau. Ich brauche kein "Trans and Proud", das brauchte ich nie und wer ehrlich ist wird feststellen das es nichts bringt, es sei denn man ist wirklich stolz Trans zu sein also zwischen den gesellschftlichen Rollen Mann und Frau.

Eine kleine Anekdote von Gestern: Ich ging auf eine Tür zu. Davor stand eine Frau, vor Kälte zitternd obwohl sie dick angezogen war. Ich hatte nur eine dünnen Pullover an und die Ärmel hoch gezogen. Als ich auf sie zuging fragte ich sie, ob sie friere. Wir kamen ins Gespräch und irgendwann sagte sie zu mir "wissen sie was ich dachte als ich sie sah, ich sah eine Frau die mir entgegen kommt, ist doch richtig oder" Ein einfaches ja genügte an der Stelle. Am Ende unseres Gespräches nahm, sie mich in den Arm. Ich wäre doch blöd wenn ich gesagt hätte "nein ich bin Trans".

Dann noch einiges zu deiner Vermutung das es von den Exemplaren Mensch die außerhalb der Geschlechter stehen nicht so viele gibt und du glaubst nicht das die Federführend sind.
Nunja, da leigst du total daneben, in beiderlei Hinsicht. Ich denke mal das es mindestens 10 bis 100 mal soviel sind und dann kommt noch der Effekt hinzu das die allermeisten Menschen mit transsexuellem Hintergrund nach der Transition verschwinden und in diesen Organisationen nicht mehr anzufinden sind.

Liebe Grüße
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Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarv

Beitragvon Lotty » 18. Dez 2015, 01:58

Vanessa hat geschrieben:Im Endeffekt handelt es sich dabei ja auch um Fremdzuweisungen, wenn die betreffende Person von sich behauptet, Frau zu sein.
Behaupten kann man eine ganze Menge nur ob es auch so ist, ist eine andere Sache.

Was ist eigentlich Geschlecht? Wir hatten oben von Hera bereits die Grafik mit den sekundären Geschlechtsmerkmalen, da gibt es aber noch mehr:
  • Gonaden
  • Genitalien
  • Hormone
  • Chromosomen
  • Hirngeschlecht
  • rechtliches Geschlecht
  • soziales Geschlecht
Nur dann wenn alles überein stimmt können wir sagen das es eindeutig ist, alls andere ist dann doch irgendwie ein Dazwischen. Je nach Beobachtungstiefe sind einzelne Aspekte erkennbar und ein Mensch kann oberflächlich einem Geschlecht zugeordnet werden. Es ist auch die Frage was man will. geht es um die Außensicht oder um die Innensicht. Will man mit seinem geschlechtlichem Wesen in Übereinstimmung stehen oder will man in seinem Wunschgeschlecht anerkannt werden.

Je tiefer wir schauen um so mehr Aspekte müssen stimmen. Nur zu sagen "ich bin Frau" reicht da bei weitem nicht aus. Heute können wir einiges machen, gerade auch in unserem, Land wo die Krankenkassen diese Leistungen bezahlen, ganz im Gegensatz zu den USA im übrigem. Was auch ein Grund ist die Situation der beiden Länder nicht vergleichen zu können.

  • Das Hirngeschlecht ist natürlich ganz wesentlich. Allerdings mit größter Vorsicht zu genießen denn was ist das Hirngeschlecht. Geht es da um das Zugehörigkeitsgefühl, um das "nicht Mann(Kerl) sein wollen" oder um das Geschlecht SEIN, das Verlangen nach dem richtigem Körper in seiner Gesammtheit?
  • Die Chromosomen spielen überhaupt keine Rolle denn es ist egal ob du ein XY hast oder ein XX. Das zweite X wird ohnehin abgeschaltet und auf dem Y sind auch nur Gene die für die Spermaproduktion zuständig sind.
  • Gonaden, ja um Kinder gebären oder zeugen zu können sind die wichtig. So mancher mag auch darunter leiden nach der Angleichung keine zu haben aber vielen Männern und Frauen geht es ähnlich. Nicht jeder Mensch ist Zeugungs/Gebärfähig bzw will Kinder.
  • Die Genitalien und das rechtliche Geschlecht kann man angleichen und das soziale? Da kommt es auf dein Habitus an.
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Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarv

Beitragvon Rosi » 18. Dez 2015, 02:16

Lotty hat geschrieben:....
Dann noch einiges zu deiner Vermutung das es von den Exemplaren Mensch die außerhalb der Geschlechter stehen nicht so viele gibt und du glaubst nicht das die Federführend sind.
Nunja, da leigst du total daneben, in beiderlei Hinsicht. Ich denke mal das es mindestens 10 bis 100 mal soviel sind ...

hmmm .... da möchte ich Vanessa aber schon Recht geben.

Ich denke auch, dass eigentlich alle Menschen schon um ihr Geschlecht "wissen". Wie sie sich aber dagegen nach
außen hin erklären, dass ist wieder etwas ganz anderes. Die Frage, ob diese Menschen irgendwann einmal selbst
glauben was sie sagen, können sie aber nur selbst beantworten.

Bei den ganzen Identifizierungsprozessen auf geschlechtlicher Basis kann bei Menschen, die ein hohes
Fremdwahrnehmungsbestreben (Außenwahrnehmung) haben und die in erster Linie ihren persönlichen Abgleich
auf diese Weise durchführen, erklärterweise eine Positionierung zwischen den Geschlechtern herauskommen.

Oder wer z.B. ein weiches Gemüt als weiblich identifiziert, das dann bei sich selbst so festschreibt, wird sich
bei Zusammenkunft weiterer mutmaßlich "weiblichen" Eigenschaften dann mitunter als "Frau" identifizieren.
Obwohl er ein Mann ist. Fatal daran ist, dass er als Mann immer nur aus der Sicht eines Mannes beurteilen
kann, "was" eine Frau ausmacht. Ein Mensch, der aber keine Werkzeuge entwickelt hat, sich aus sich selbst
heraus zu "identifizieren" (gefühlt abzustimmen) wird aus diesem Kreislauf keinen wirklichen ehrlichen Ausweg
finden können.

Eine Frau beispielsweise, "erkennt" sich ja nicht als Frau, weil sie die "passenden" Eigenschaften aufweist. Sie
wird sich in der Regel diese Frage überhaupt nicht stellen - einfach weil sie eine Frau ist und das so richtig
für sie ist. Versuche das aber einmal einem Mann zu erklären, der sich als weiblich bzw. als Frau empfindet,
weil er sich über Rollen und geschlechtlich zugewiesenen Eigenschaften definiert.

Weil man damit aber Menschen eine gewisse stabile Selbstreflektion absprechen müsste, ist es mehr als
problematisch, sich überhaupt vernünftig austauschen zu können. Der Grund, warum wir immer gegen eine
Mauer laufen und unsere Bemühungen uns gleichberechtigt neben Trans* zu positionieren immerzu mit
Steinen beworfen werden.

In unserer ganzen Diskussion hier haben wir auch die Motivationen aufgrund der sexuellen Erregung gar
nicht berücksichtigt. Wir werden wohl kaum jemanden finden, der zugibt, dass er "Frau ist" weil es ihn
geil macht. Ihm kommen natürlich die Bewegungen Geschlechterrollen aufzubrechen wie gerufen, um seine
Lust auch öffentlich besser ausleben zu können.

Anmerken möchte ich noch, dass ich jedem Menschen sein persönliches Glück wünsche und gönne. Denn
nur dann wird es ihm möglich sein, sein Glück auch anderen Menschen weiterzugeben.

;-)

Rosi
Ich bin zwar "weich", aber darin bin ich "knallhart"
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Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarv

Beitragvon tilly » 18. Dez 2015, 02:21

Vermutlich hängt da auch einiges vom eigenen Erkenntnisprozess ab.
Ich stellte als erstes auch mein Mann-sein in Frage, nicht weil ich grundsätzlich als Mann ein Versager war, aber in einigen Punkten war es komisch.
Tja, und dann fiel mein Kartenhaus zusammen, plötzlich lagen da Puzzleteile herum die ich nur zusammenfügen konnte als ich den logischen Schluss zuließ: nicht richtig Mann könnte Frau bedeuten....
Und welch Wunder, das Bild fügte sich!
Aber erst mal nur im Kopf.
Und nun? Die Umwelt hat keine Ahnung und der Spiegel sagt Mann!
Die Herausforderung beginnt. Damit entstehen sehr schnell eine riesige Menge möglicher Probleme, möglicher Lösungen und leider auch möglicher Worte und Begriffe.
Was bin ich wirklich?
Für mich ist es klar, ich bin eine Frau.
Und dazu brauche ich die geschlechtsangleichende OP, nicht nur weil ich das mit meinem Rollenverständnis von Mann und Frau nicht gebacken bekomme dass eine Frau einen Penis hat, sondern weil ich das Unbehagen zwischen den Beinen los werden will. Und weil ich gestehe dass ich Genital fixiert bin und einen Mann in mir spüren möchte.

Ja, und da gibt es auch andere die andere Lösungen und andere Begriffe finden.
Wenn alle zu Wort kämen und das Menschliche sehen könnten, sich klar benennen dürften....

Jetzt gehe ich schlafen und wünsche mir was vom Weihnachtsmann Tilly
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Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarv

Beitragvon Hera » 18. Dez 2015, 02:46

Vanessa hat geschrieben:Okay, ich kenne solche Männer, die Frau sein wollen, nicht. Im Endeffekt handelt es sich dabei ja auch um Fremdzuweisungen, wenn die betreffende Person von sich behauptet, Frau zu sein. Ist also ein sehr heikles Thema. Ich erlebe es eher so, dass die Männer aktuell sehr kritisch den Frauen gegenüber eingestellt sind und sich den ganzen "Gleichstellungszirkus" nicht mehr lange gefallen lassen. Frauenquoten werden da regelmäßig missverstanden. Und das Konzept des Patriarchats scheint auch kaum einer zu raffen. So hat halt jeder sein eigenes Bild von der Welt.

Ich und Freunde/Bekannte hatten eher das Gefühl, dass der Feminismus dazu beitrug bzw. beiträgt, die Männer in ihrem Selbstbild, in ihrer Rolle zu verunsichern - insbesondere die radikaleren Arten des Feminismus - nicht jener, der Männer und Frauen als gleichwertig und gleichberechtigt betrachtet.

Offenbar wird intensiv daran gearbeitet Geschlechter aufzulösen und offenbar geht es dabei nicht nur um das Gender. Alle sollen gleich sein, damit einige wenige besser klar kommen können.

Männer, die ich als richtige Männer empfinden würde, scheint es immer weniger zu geben, man nimmt Männern ihrer Männlichkeit, man nimmt Frauen ihre Weiblichkeit, so dass ich Frauen klagen höre, dass sie ihre Weiblichkeit vermissen.

Ich frage mich: wem nützt es?

Frauen, die sich mit ihrem männlichen Körper wohlfühlen (weil der so richtig ist), die in ihrem Habitus und in ihrer Ausstrahlung männlich sind, die - wenn sie ihren Mund aufmachen - man merkt, dass sie männlich sind... - was soll man dazu noch sagen?
Manche gleichen ihren Körper auch an die Rolle an - mehr oder weniger.

Mir fällt da nichts mehr zu ein, aber ich würde der Person nicht ins Gesicht sagen, dass sie keine Frau ist. Ich denke mir dann meinen Teil, denn ich will die Person nicht verletzen.


Fremdzuweisungen kommen doch eher von der Seite der trans*identen Menschen: "du bist trans*" oder "wir sind alle trans*", heißt es dann z. B.
Dass in mir dann alles aufschreit ist solchen Leuten doch völlig egal. Sie schließen von sich auf alle anderen und dann ist das Thema für sie durch.

Wenn mir jemand sagt, er sei eine Frau... - gut, dann nehme ich das so hin, auch wenn ich z. B. bei Leuten wie Alicia King heftige Zweifel hätte und auch nicht in jeglicher Hinsicht unbefangen sein könnte.

Blöderweise spüre ich oft sehr intensiv, wenn Leute sich selbst etwas vormachen. Es sollte mir egal sein, es sind ja nicht meine Konsequenzen, es ist nicht mein Leben - und deshalb halte ich auch meine Klappe. Die Gefühle in mir kann ich aber leider nicht einfach ausschalten und sie sind nicht sonderlich angenehm. Darum gehe ich dann meist lieber auf Abstand.
Sowas passiert mir blöderweise nicht nur bei diesem Thema, sondern generell und oft genug laden Menschen ihren emotionalen Müll bei mir ab. Damit meine ich nicht, dass sie sich auskotzen, sondern ich bin dann die Projektionsfläche für Dinge aus ihrem Leben, mit denen sie nicht klar kommen oder sie sie verdrängen und die auf Umwegen hoch kommen. Das ist für mich extrem anstrengend und auch dann gehe ich lieber auf Abstand.

Die Leute dürfen doch gerne in ihrem gewählten Frau oder Mann oder Trans* sein glücklich sein wie sie wollen - es ist ihr Ding.

Dennoch ist es mein Recht mich deutlich von Trans*Identitäten abzugrenzen und mich nicht vereinnahmen zu lassen. Diese Leute sind rücksichtslos, wenn ich mich dann abgrenze ist es dann aber diskriminierend? Ich glaube, es hackt.

Trans*Identitäten haben ganz andere Probleme und auch andere Bedürfnisse, um letztlich glücklich sein zu können. Tief blicken lässt - finde ich - schon, dass die Bipolarität Frau <> Mann sie so quält und es meist damit einher geht, Gender abschaffen zu wollen und damit auch "Transsexualität".

So ähnlich formulierte es ja auch eine ehemalige Piraten-PolitikerIn.

"Transsexualität" ist für viele eben nur noch eine Gender-Angelegenheit und wenn man mal ehrlich ist, wurde das Boot "Transsexualität" auch von den Trans*Identitäten gekapert und die eigentlich transsexuellen Menschen wurden über Bord geworfen. Und jetzt sind sie dabei den Namen überzumalen - mit Trans*, Trans*Identität, Transgender oder was auch immer.
Beim DSM/ICD haben sie es ja schon geschafft: Gender Dysphoria oder so. Man sieht also, worum es geht: um das Gender.

"Transsexualität" scheint wie eine Art Stachel in ihrem Fleisch zu sein, den sie loswerden wollen.

Blöderweise hat dieser Stachel noch einige Widerhaken.

Aber womöglich schaffen sie es doch noch, den Stachel komplett zu ziehen. Dann sind wir unsichtbar und ich bin froh, dass ich diesen Vorgang schon vor Jahren durchlaufen habe. Ein Grund mehr nicht überall herumzuposaunen, dass man mit Penis geboren wurde.
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Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarv

Beitragvon Vanessa » 18. Dez 2015, 04:07

Hera hat geschrieben:Männer, die ich als richtige Männer empfinden würde, scheint es immer weniger zu geben, man nimmt Männern ihrer Männlichkeit, man nimmt Frauen ihre Weiblichkeit, so dass ich Frauen klagen höre, dass sie ihre Weiblichkeit vermissen.
Da bin ich ganz deiner Meinung. Ich habe zwar oft ein Problem mit männlichem Gebaren, aber ich habe auch erkannt, dass nicht Männlichkeit das eigentliche Problem ist, sondern Sexismus. Ich habe durchaus schon den Gedanken gehabt, dass man sich eigentlich nur im Spiegel des Mannes wirklich weiblich fühlen kann, und das obwohl ich ihnen körperlich eigentlich nicht zugeneigt bin.

Kürzlich stieß ich zufällig bei einer Suche auf ein interessantes Buch, das eigentlich für Männer geschrieben ist. Es ist von Oliver Ritter und heißt Magische Männlichkeit: Mann-Sein aus initiatischer Sicht. Es mag schon recht esoterisch anmuten, aber es beschäftigt sich wie kaum ein Text bisher mit dieser geschlechtlichen Essenz, die ich schon mal thematisierte und die ich in mir auch in weiblicher Form ganz klar spüre. In dem Buch geht es im Wesentlichen um Männlichkeit und das Buch soll Männern helfen, zu ihrer wahren Männlichkeit (völlig abseits von Macho oder Sexismus) zurückzufinden, weil der Autor eben auch der Meinung ist, dass sich die Geschlechter von dieser Ur-Essenz entfernen. Es gibt aber auch ein Kapitel, das sich mit dem "Wesen der Frau" beschäftigt. Und da habe ich endlich mal einen Text gefunden, der das noch viel krasser in Worte fasst, was ich immer so recht nebulös eigentlich schon immer irgendwie gespürt oder gewusst habe.

Da dieser Forenbereich öffentlich zugänglich ist, habe ich dazu ein separates Thema im Frauenbereich erstellt und dort das Kapitel zitiert. Es kann dort auch gerne noch eingehender diskutiert werden als hier.
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Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarv

Beitragvon Severus » 18. Dez 2015, 09:43

Diese Diskussion ist stellenweise reichlich verwirrend. ;-)
Männer brauchen Emanzipation, aber es gibt immer weniger männliche Männer. Ähm, ja.

Ich denke, Männlichkeit und Weiblichkeit sind Essenzen, die von alleine ihren Weg immer wieder nach außen finden. Die Queers/Trans* haben immernoch ihre maskulin/feminin, AMAB/AFAB (assigned male/female at birth) Schubladen, die mögen halt nur die Idee, dass Schubladen nochmal Schubladen haben könnten. Die verschachteln gerne die Geschlechteressenzen übereinander ineinander wie fernöstliche Mandalas -- aber das ändert nix daran, dass es zwei Geschlechteressenzen gibt. Und nur diese zwei. Es gibt keine drei Mechanismen, die zur Zeugung von neuem Leben beitragen, es gibt zwei.

Wenn Transsexuelle sich als Transgender oder Trans* bezeichnen oder in gegengeschlechtlichen Subkulturen herumlungern, dann liegt das m. E. am Unbehagen, dass es (noch immer) Menschen gibt, die sich so klar einer Essenz auf allen Ebenen ohne Verschachtelung zuschreiben und tatsächlich entsprechen. Resozialisierung ist nunmal nicht einfach und passiert nicht von allein.
Freedom is something that dies unless it's used. – Hunter S. Thompson
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Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarv

Beitragvon Hera » 18. Dez 2015, 13:48

Severus hat geschrieben:Diese Diskussion ist stellenweise reichlich verwirrend. ;-)
Männer brauchen Emanzipation, aber es gibt immer weniger männliche Männer. Ähm, ja.

Ich finde, das eine schließt das andere nicht aus.

Es ist eben die Frage was Mann daraus macht.
"Am meisten fühlt man sich von Wahrheiten getroffen, die man sich selbst verheimlichen wollte."
F. Beutelrock (1889 -1958)

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Re: "Der Trend zu Trans" - Trans* aus eigenen Reihen entlarv

Beitragvon Gast » 22. Dez 2015, 20:05

In einem "Nachbarforum" gibt es ja eine ähnliche Diskussion zu dem Thema. Leider wird auch dort nicht verstanden, dass sog. transsexuelle Menschen einfach nur Frauen und Männer, mit gegengeschlechtlichen Körpermerkmalen sind.

Die teils verkrampften Versuche Transsexualität umzudeuten und zur Beliebigkeit zu erklären, sind schon mehr als ärgerlich. Leider wird Transsexuellen manchmal unterstellt, dass diese einem überholten Denken verfallen sind, Grabenkämpfe führen und die Deutungshoheit anstreben würden. Und das vor dem Hintergrund, dass entweder nicht verstanden wird oder verstanden werden will (da bin ich mir nicht so sicher), was Transsexualität bedeutet.
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