Dritte Option - Spiegel Online

Transsexualität in Medien, Kunst und Kultur.

Dritte Option - Spiegel Online

Beitragvon Frank » 15. Okt 2018, 21:31

http://www.spiegel.de/kultur/gesellscha ... 32264.html

Die Einleitung stiftet schon Verwirrung:
Eine kontrollierte Geschlechteridentität ist so absurd wie ein Sternzeichen im Pass. Jetzt legt das Innenministerium auch noch einen Gesetzentwurf zur dritten Option vor, der Trans- und Intersexualität pathologisiert.


Ein wichtiger Absatz besagt dann folgendes:
...
Dem aktuellen Gesetzesentwurf zufolge können über 14-jährige Personen ihren Eintrag ändern lassen, allerdings brauchen sie dafür ein ärztliches Attest (das sie bezahlen müssen): "Durch Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung ist nachzuweisen, dass eine Variante der Geschlechtsentwicklung vorliegt."

Das heißt, Menschen, die geschlechtlich nicht binär sind und ihren Geschlechtseintrag ändern wollen, werden gezwungen, sich ärztlich untersuchen zu lassen. Für Menschen, deren Genitalien so aussehen, wie Horst Seehofer sich das für Frauen und Männer vorstellt, die aber trans oder genderqueer leben, sind keine Verbesserungen vorgesehen.
....

Hier zeigt sich doch im Text sehr deutlich, das mit "trans oder genderqueer" Menschen gemeint sind, welche sich "nicht als Frau oder Mann erleben"!

Interessant ist auch folgendes:
...
Man könnte viel Leid umgehen, wenn man den Geschlechtereintrag nicht erweitern, sondern weglassen würde. Wir reden so viel über Datenschutz und Privatsphäre, aber bezüglich der Geschlechteridentität ist Deutschland hier noch nicht im aktuellen Jahrhundert angekommen.
...

Geschlecht ist NICHT das Gleiche wie "Geschlechtsidentität" - DAS scheint aber in diesen Kolumnen, überhaupt in der ganzen "Gendermainstreamdebatte" schon längst in Vergessenheit geraten zu sein.... :roll:
Selbst "Geschlechtsidentität" und "geschlechtsidentität" sind nicht wirklich "das Gleiche",
denn es gibt eine "Personale Geschlechtsidentität" -> diese ist eine stabile, dauerhafte Identifizierung in Bezug auf das eigene körperliche (Neuronale & Genital/Gonadale Geschlechtsaspekte in Bezug zueinander) Geschlecht
und es gibt die "psychosoziale Geschlechtsidentität" -> diese ist genau das was als "fluide Identifizierung mit den sozialen Geschlechtsaspekten" bezeichnet werden muss.
Hieraus ergibt sich dann auch das ein "Unterschied" bzw. zwischen beiden Ebenen der "Geschlechtsidentität" existieren kann, aber nicht zwingend muss.
Eine Frau, die sich eindeutig personal als Frau erlebt kann trotzdem "soziale vermeintlich männliche Aspekte" ausleben und ist trotzdem schlicht eine Frau.
Bei Männern kann es umgdreht genauso sein, obwohl hier gesellschaftliche die Akzeptanz vielfach geringer ist.
Bei der "Gender-identitity Ebene" jedoch wird aus solchen Aspekten dann gleich ein "neues Geschlecht" gemacht.....jenseits, dazwischen, wieauchimmer -> Hauptsache "Anders".

Wie seht ihr das?

Fragende Grüße,
Frank
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Re: Dritte Option - Spiegel Online

Beitragvon Hauptmann Toxic » 21. Okt 2018, 08:21

Privatsphäre? Was ist das denn für ein dummes Argument?
Bei vielen Leuten hat man Einblicke in die Krankenakte z.B. wenn sie Verbrennungsnarben haben, Narben von Masern, Akne oder schniefend und hustend vor einem stehen.

Und genauso sieht man halt auch in 99,9% der Fälle das Geschlecht. Das aus dem Perso zu lassen, hilft denen daher eh 0.
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