Axel Meyer: "Antiwissenschaftlichkeit, die ich anprangere"

Neues aus Forschung und Wissenschaft zum Thema Transsexualität

Axel Meyer: "Antiwissenschaftlichkeit, die ich anprangere"

Beitragvon Severus » 11. Nov 2016, 10:04

Interview mit dem Evolutionsbiologen Axel Meyer:

http://www.katholisch.de/aktuelles/aktu ... anprangere

Das passt zum aktuellen Problem, das die katholische Kirche in ihren eigenen Verbänden zu haben scheint.
http://www.kath.net/news/57326
Freedom is something that dies unless it's used. – Hunter S. Thompson
Severus
 
Beiträge: 138
Registriert: 3. Nov 2015, 08:55
Wohnort: BW
Geschlecht: Mann

Re: Axel Meyer: "Antiwissenschaftlichkeit, die ich anpranger

Beitragvon seerose » 11. Nov 2016, 17:07

Vielen Dank für die Quellen zu entsprechend übergriffigen Machenschaften, die belegen, das dieser totalitäre Ansatz inzwischen bis weit in die vermeintlich "katholische Kirche" (inzwischen auch weitgehend im Gutmenschen-Einheitsbrei verrottet) mit ihren finanzmächtigen Sozialverbänden, die zentrale Glaubensrichtung geworden ist...
seerose
 
Beiträge: 470
Registriert: 21. Feb 2016, 20:06

Re: Axel Meyer: "Antiwissenschaftlichkeit, die ich anpranger

Beitragvon Severus » 11. Nov 2016, 20:01

Allerdings, seerose, da war ich ehrlich erstaunt, was sich da unter dem Banner der katholischen Kirche formiert, das viele katholische Christen scheinbar selber nicht bemerkt haben.

Nun, da ich mehr Zeit habe, hier mal zwei besonders relevante Zeilen vom Interview, das schon am 18.11.2015 erschien:

Frage: Wie steht es um die Präferenz? Kann ich mich für ein Geschlecht entscheiden?
Meyer: Die Präferenz ist zu einem nicht unerheblichen Teil angeboren. Der Mensch kann sich nicht völlig frei in diese oder jene Richtung entscheiden, auch wenn der radikale Flügel der LGBT-Community dies behaupten mag. Problematisch wird es für mich, wenn daraus gesellschaftspolitische oder pädagogische Schlüsse gezogen werden, etwa für die Kindererziehung. Natürlich bin ich für Toleranz und Gleichberechtigung, aber nicht für Gleichmacherei von Ungleichem oder ideologische Umerziehung. Das hatte wir schon bei den Nazis und in der DDR, das brauchen wir kein drittes Mal.


Schon interessant in diesem Licht ist das Schreiben zur sexuellen Bildung in der Kita vom Caritasverband für das Erzbistum Berlin e. V.:
http://document.kathtube.com/41667.pdf
Der Aufruhr gegen diesen Leitfaden ist ja noch frisch, mal schauen, was da noch passieren wird.

Frage: Gibt es aber nicht Mischformen? Deutschland kennt inzwischen ein Drittes Geschlecht im Pass und Facebook bietet 54 geschlechtliche Zuordnungen an.
Meyer: Genetisch gibt es eine kleine Zahl von Trans- und Intersexuellen. Intersexualität trifft auf 1 in 4.000 bis 20.000 Fällen zu, je nach Studie. Also wir reden hier von 0.025 Prozent - 0.005 Prozent der Bevölkerung. Das sind Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Selbst hier bleibt bei aller Abweichung die Grundorientierung an "Männlich" und "Weiblich". Ganz praktisch gilt das übrigens auch bei der Zulassung zu olympischen Spielen, wenn etwa Transsexuelle ausgeschlossen werden, weil sie anderen Frauen - durch genetische oder hormonelle "Unfälle" - überlegen wären.


Es gibt natürlich noch kein drittes Geschlecht im Pass, da ist der Interviewer nicht ganz so gut informiert.
Die Aussage von Meyer, der ansonsten für eher schroffe Aussagen bekannt ist, ist hingegen interessant. Nicht so sehr, dass man in Studien genetische Dispositionen zu Transsexualität ausmachen konnte (viele Betroffene haben von diesen Studien ja schon gehört), sondern dass er dies in seiner Funktion als naturwissenschaftlicher Experte eingesteht und Transsexualität nebst Intersexualität benennt.
Freedom is something that dies unless it's used. – Hunter S. Thompson
Severus
 
Beiträge: 138
Registriert: 3. Nov 2015, 08:55
Wohnort: BW
Geschlecht: Mann

Re: Axel Meyer: "Antiwissenschaftlichkeit, die ich anpranger

Beitragvon seerose » 11. Nov 2016, 20:54

Severus hat geschrieben:...Die Aussage von Meyer, der ansonsten für eher schroffe Aussagen bekannt ist, ist hingegen interessant. Nicht so sehr, dass man in Studien genetische Dispositionen zu Transsexualität ausmachen konnte (viele Betroffene haben von diesen Studien ja schon gehört), sondern dass er dies in seiner Funktion als naturwissenschaftlicher Experte eingesteht und Transsexualität nebst Intersexualität benennt.

So ist es! Und genau da schließt sich der Kreis zu dem Menschen mit den vielleicht profundesten Erfahrungen und dem Wissen über transsexuelle Menschen und um die somatische Disposition unseres Seins, dem Experten für reproduktive Biologie, Milton Diamond, der uns deshalb vollkommen logisch als Variante von Intersexualität einordnet!
seerose
 
Beiträge: 470
Registriert: 21. Feb 2016, 20:06


Zurück zu Wissenschaft

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron