Transsexualität als Neuro-Genitales-Syndrom (NGS)

Neues aus Forschung und Wissenschaft zum Thema Transsexualität

Re: Transsexualität als Neuro-Genitales-Syndrom (NGS)

Beitragvon Frank » 30. Mai 2018, 12:35

Ich wage hier einmal eine Variation der möglichen Begriffsunterscheidungen in dem Bereich wo derzeit "Transsexualität" verwendet wird:

originäre Transsexualität (NGS) - das Neuro-Genitale-Syndrom zeigt dabei im Begriff den Kernpunkt des Phänomens

Trans* Gender(Roles)Identity Inkongruenz/Dysphorie - auch hier wäre die Bezugsebene aus den Bezügen des Gender zur Inkongruenz/Dyphorie zu ersehen.

Die Tage habe ich von einer Bezeichnung gelesen, die auf des "Trans" verzichtet:
"neuronale Variationen der Geschlechtsentwicklung"

Was haltet ihr davon?
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Re: Transsexualität als Neuro-Genitales-Syndrom (NGS)

Beitragvon seerose » 30. Mai 2018, 14:00

Frank hat geschrieben:Die Tage habe ich von einer Bezeichnung gelesen, die auf des "Trans" verzichtet:
"neuronale Variationen der Geschlechtsentwicklung" Was haltet ihr davon?

Die Begriffs-Bezeichnung impliziert (auch) verschiedene Varianten der neuronalen Geschlechts-Ausprägung, die es ja auch durchaus geben mag, die aber keinesfalls den Kernpunkt unserer Sympomatik bilden; der Kernpunkt unserer Betroffenheit ist die Diskrepanz zwischen einer geschlechtlich eindeutig ausgeprägten Neuronalgeschlecht einerseits, und der dem eindeutig entgegenstehenden genitalen Gechlechtsausprägung andererseits.
(Warum) soll auf die Benennung der ursprünglich eindeutig bestehenden Diskrepanz verzichtet werden?
Meiner Meinung nach kommt es auf Klarheit, Wahrheit und Vollständigkeit an, so weit dies unter einem Begriff begreifbar gemacht werden kann.
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Re: Transsexualität als Neuro-Genitales-Syndrom (NGS)

Beitragvon Hera » 30. Mai 2018, 16:32

Transvestitismus/Crossdressing, Transgenderismus gäbe es gar nicht, dürften Männer alles das tun was Frauen tun dürften und umgekehrt, wobei es bei Frauen dann eben nicht Transvestitismus/Crossdressing oder Transgenderismus heißt.

Es geht hauptsächlich ums Un-undürfen.

Wenn das alles weg fiele und jeder sich entfalten kann wie er mag ohne dass irgendjemand schief schaut oder einen dumm anpöbelt usw., weil eben alles normal ist, dann bliebe das Wesentliche übrig.

Trans* wäre Geschichte.

Bei "neuronale Variationen der Geschlechtsentwicklung" braucht sich niemand mehr um seine Selbstreflexion scheren, niemand braucht seine Beweggründe mehr erforschen, irgendwo in die riesige Bandbreite passt man dann schon rein.

Das ist dann eben der Ersatzbegriff für Trans* oder Transgender.

Es könnte helfen, wenn Männer endlich anfangen sich zu emanzipieren, denke ich.
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Re: Transsexualität als Neuro-Genitales-Syndrom (NGS)

Beitragvon Mirjam » 31. Mai 2018, 08:12

Hallo,



Re: Transsexualität als Neuro-Genitales-Syndrom (NGS)

Beitragvon Frank » 30. Mai 2018, 12:35
Ich wage hier einmal eine Variation der möglichen Begriffsunterscheidungen in dem Bereich wo derzeit "Transsexualität" verwendet wird:

originäre Transsexualität (NGS) - das Neuro-Genitale-Syndrom zeigt dabei im Begriff den Kernpunkt des Phänomens

Trans* Gender(Roles)Identity Inkongruenz/Dysphorie - auch hier wäre die Bezugsebene aus den Bezügen des Gender zur Inkongruenz/Dyphorie zu ersehen.

Die Tage habe ich von einer Bezeichnung gelesen, die auf des "Trans" verzichtet:
"neuronale Variationen der Geschlechtsentwicklung"

Was haltet ihr davon?



Nichts!

Nur weil in irgendeinem Diskurs mit Atme dieser Ausdruck gefallen ist, binde ich ihn mir nicht auf den Buckel. Auch die Begrifflichkeit von der Links Terroristin und ihrem Kuttenverein geht mir am A... vorbei.


Liebe Grüße und knuddel :umarm:

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Re: Transsexualität als Neuro-Genitales-Syndrom (NGS)

Beitragvon seerose » 31. Mai 2018, 10:07

Frank hat geschrieben:Die Tage habe ich von einer Bezeichnung gelesen, die auf des "Trans" verzichtet:
"neuronale Variationen der Geschlechtsentwicklung" Was haltet ihr davon?

Neuer Wein in alten Schläuchen! Trans* ist tot! - Es lebe (das neue) Trans**!!!
Unter dieser Wischiwaschi-Begrifflichkeit sind "wir" dann für die Auflösung der Geschlechter bestens `gerüstet´: "sind wir nicht alle ein bischen `Bluna´?! Friede -Freude - Eierkuchen; willkommen in der schönen Neuen (geschlechtslosen) Welt!"
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Re: Transsexualität als Neuro-Genitales-Syndrom (NGS)

Beitragvon Selfmademan » 31. Mai 2018, 19:20

Ich bin ebenfalls nicht für einen neuen Oberbegriff. Ich möchte schlicht und ergreifend nicht mit trans*, transgender, transident in einen Topf geworfen werden. Ich möchte auch sonst nicht mit denen verwechselt werden. Ich bin Mann und punkt!
Seit Mai 2014 endlich fertig. :) Ein ganzer Kerl dank Bogenhausen. ;)

V.i.k.z.k! Tok narok! bVb kathoey phu chai! Rawang arom phu chai!
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Re: Transsexualität als Neuro-Genitales-Syndrom (NGS)

Beitragvon Hera » 31. Mai 2018, 20:35

Das Problem mit der Begriffskaperung wird wohl nie enden, solange Menschen das Gefühl und oder die Furcht haben, dass sie als minderwertig angesehen werden könnten, weil sie sind wie sie sind.

Es wird sicherlich auch die geben, die sich selbst als minderwertig empfinden und dann alles tun, um das auszugleichen.
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Re: Transsexualität als Neuro-Genitales-Syndrom (NGS)

Beitragvon Frank » 31. Mai 2018, 22:33

Hera hat geschrieben:Das Problem mit der Begriffskaperung wird wohl nie enden, solange Menschen das Gefühl und oder die Furcht haben, dass sie als minderwertig angesehen werden könnten, weil sie sind wie sie sind.

Es wird sicherlich auch die geben, die sich selbst als minderwertig empfinden und dann alles tun, um das auszugleichen.


Wahre Worte liebe Hera,
Seerose hatte ja schon angemerkt das es wichtig ist dass Begriffe konkrete klar erkennbare Bedeutungen haben.

Mich hat diese "neue Begrifflichkeit" ebenfalls irritiert, wobei sie ursprünglich von Prof. Milton Diamond stammt, dementsprechend wohl eher einer "Notwendigkeit zum Ausgleich des Sprachmangels im Englischen" geschuldet ist.

Zu dem von Hera angeführten möchte ich mal einen Vergleich bringen:
Ist eine Kirsche besser als ein Apfel? - Nein, sie ist etwas anderes und nur Jemand der Allergisch gegen "Kernobst" ist wird sie als "besser(für sich!)" ansehen, während ein Steinobstallergiker sie sogar als "Schlechter(für sich!)" ansehen wird.

Dieser Vergleich lässt sich durchaus übertragen......

Liebe Grüße,
Frank
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Re: Transsexualität als Neuro-Genitales-Syndrom (NGS)

Beitragvon Hera » 1. Jun 2018, 15:57

Zu sagen man sei anders oder fühlt sich durch die Begrifflichkeiten der anderen nicht beschrieben, wurde mir schon als diskriminierend unterstellt.

Ich frage mich immer öfter, ob ich vielleicht selbst einfach nur dumm bin, weil Menschen mich trotz ausführlicher Erklärungen nicht verstehen oder ob ich vielleicht einfach nur alien spreche, dass mich diese Leute nicht verstehen oder ob der Intellekt auf der anderen Seite einfach nicht reicht, um mir folgen zu können.

Fazit: ich halte oft meine Klappe, weil ich - nach meinem Empfinden - wieder und wieder und wieder auf Ignoranz und Oberflächlichkeit stoße und mir das dann zu dumm wird und ich mir sinnlose Diskussionen auch sparen kann.
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Re: Transsexualität als Neuro-Genitales-Syndrom (NGS)

Beitragvon seerose » 1. Jun 2018, 21:01

Hera hat geschrieben:Zu sagen man sei anders oder fühlt sich durch die Begrifflichkeiten der anderen nicht beschrieben, wurde mir schon als diskriminierend unterstellt.
Ich frage mich immer öfter, ob ich vielleicht selbst einfach nur dumm bin, weil Menschen mich trotz ausführlicher Erklärungen nicht verstehen oder ob ich vielleicht einfach nur alien spreche, dass mich diese Leute nicht verstehen oder ob der Intellekt auf der anderen Seite einfach nicht reicht, um mir folgen zu können.
Fazit: ich halte oft meine Klappe, weil ich - nach meinem Empfinden - wieder und wieder und wieder auf Ignoranz und Oberflächlichkeit stoße und mir das dann zu dumm wird und ich mir sinnlose Diskussionen auch sparen kann.

Du hast die deprimierenden Erfahrungen, die wir immer und immer wieder machen, alle die sich daran und damit ständig abrackern, sehr gut "auf den Punkt gebracht, liebe Hera!
Es ist zum... :roll: :roll: :roll: !!!
Dennoch; es hilft alles nichts! Selbst wenn wir trotz des uns den Mund "fusselig" Redens so gut wie keinen sichtbaren Erfolg haben, so sollten wir aber nichts unversucht lassen, um uns und unserer Betroffenheit auch weiterhin eine Stimme zu verleihen!
Dies geht am besten mit einer Gemeinschaft wie der VTSM e.V. im Hintergrund, denn bekanntlich sind wir gemeinsam ungleich stärker, als es Einzelne je sein könnten!
Nicht zuletzt auch deswegen appelliere ich an alle Betroffenen, denen auch zukünftig die Artikulation unseres Phänomens ein wichtiges Anliegen ist, unserer Bedarfe und Bedürfnisse, und gerade auch die Vertretung unserer Interessen sowohl im "politischen Haifischbecken", als auch für die Etablierung eines Netzwerks für die Gesundheitsinteressen originär transsexueller Menschen (NGS): stärkt die VTSM e.V. durch Eure Mitgliedschaft!
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