Was ist eigentlich das Geschlecht?

Neues aus Forschung und Wissenschaft zum Thema Transsexualität

Re: Was ist eigentlich das Geschlecht?

Beitragvon seerose » 19. Mai 2016, 23:24

LOL lol hat geschrieben:... und jetzt wieder schön ärgern ....
Feige hinterhältige verlogene Bande
Eure Lieblingsrosi

Was will uns denn diese wüste, namentlich halb-verdeckte "Publikumsbeschimpfung" sagen???
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Re: Was ist eigentlich das Geschlecht?

Beitragvon spirulina » 20. Mai 2016, 08:30

Diese ganze Streiterei zwischen den versch. Organisationen,die angeblich die Interessen der Transsexuellen vertritt,gibt es ja schon lange - gebracht hat es den Betroffenen nix !
Nur gemeinsam können wir Positives für die Betroffenen erreichen,aber davon sind wir Lichtjahre weg! Die Einzige,die wirklich viel Positives für Transsexuelle erreicht hat,war Maria Sabine Augstein ,alle Anderen wollten sich nur profilieren,erreicht haben sie aber gar nix ! So auch die versch. Organisationen ! Viel Rauch und Pulverdampf -die Ergebnisse sind letztlich vernachlässigbar !
Das Ganze hat ja jetzt nix mehr mit Geschlecht zu tun oder doch?
Wenn man davon ausgeht,daß es genauso viele MF -Ts wie FM -TS gibt,kann man definitiv sagen,daß nur die Streitsüchtigen MF-TS was erreicht haben ! Da zeigt sich für mich wieder ganz deutlich die männliche Sozialisation,die auch nach der Angleichung größtenteils erhalten bleibt !
FM -TS bleiben auch nach der Transition analog ihres Geburtsgeschlechts in ihrer sozialen Durchsetzungsfähigkeit Frauen,was mich doch insgesamt zu der Erkenntnis bringt,daß die primäre Sozialisation und Prägung für das gesamte Leben bestehen bleiben,inclusive der bevorzugten Partnerschaft.
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Re: Was ist eigentlich das Geschlecht?

Beitragvon Frank » 20. Mai 2016, 10:00

Ach Spiru,
es gibt doch dieses "Gemeinsam" es gibt doch Trans* - unter dem sich alles versammelt und wo auch die Fördergelder ankommen.

Allerdings werden dort auch alle "Nicht Trans* Menschen die sich aktiv einsetzen wollen" ausgegrenzt.
Wer sich dem "Mainstream" des Trans* unterordnet kriegt Kohle, egal ob diese Sinnvoll eingesetzt wird oder nicht,
wer dies nicht mitmacht bleibt als "Aussätziger" aussen vor und muss jede kleine Unterstützung mühsam erkämpfen oder erbetteln.

Die Frage ist ja auch: Was soll den erreicht werden?

Ich wage mal zu behaupten da liegt der Knackpunkt.

Maria Sabine Augstein hat sehr viel bewirkt weil sie die Möglichkeiten (berufliche Position) und die Motivation und klare Ziele hatte.
Was ihre Erfolge in keiner Weise schmälern soll, aber ohne diese Voraussetzungen hätte sie das auch nicht bewirken können.

Was deine These der sozialisationsbedingten Vorgehensweisen betrifft, spielen hier denke ich noch ganz andere Faktoren eine gravierende Rolle:
Männer mit transsexuellem Hintergrund wollen und tun dies auch meist einfach nur ganz normal Mann sein. Hier gibt es deutlich weniger Probleme mit der Akzeptanz in der Gesellschaft und somit weniger Bedarf.

Liebe Grüße,
Frank
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Re: Was ist eigentlich das Geschlecht?

Beitragvon Gast » 20. Mai 2016, 11:24

Ätztussi hat geschrieben:...Eine Frau mit Penis gibt es nicht. Das ist keine Frau...

Du hattest ja schon mal geschrieben, dass es natürlich Hindernisse gibt, die es unmöglich machen eine GaOP machen zu können. Und hier wieder der Absolutheitsanspruch darüber, wer eine Frau sein darf und wer nicht.

Ich finde solche eine engstirnige Betrachtungsweise sehr bedauerlich. Meiner Meinung nach kann sehr wohl eine Frau einen Penis bzw. ein Mann eine Vagina haben. Das ist zwar nicht angenehm für die Betroffenen, aber die Identität wird eben nicht durch die äußeren Geschlechtsmerkmale bestimmt.
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Re: Was ist eigentlich das Geschlecht?

Beitragvon Ätztussi » 20. Mai 2016, 11:38

Liebe Seerose,

für mich bleibt es dabei es gibt keine Frauen mit Penis. [-X Du bist da anderer Meinung. Es wird keinen Kompromiss zwischen uns in dieser Frage geben, weil das ein antagonistischer Widerspruch ist. An diesen Punkt gibt es keine gemeinsame Haltung. Ich werde Dich nicht überzeugen und Du wirst mich nicht überzeugen. So ist die Situation.
seerose hat geschrieben:Aber ob der einzelne Mensch letztlich Frau oder Mann oder ein bischen von beidem oder nichts von dem ist, kann doch nur jeder Mensch ehrlich vor und für sich beantworten. Ich möchte mich da mit meiner eingeschränkten Außensicht und mit Respekt vor dem jeweils betroffenen Menschen gerne etwas zurücknehmen, und niemanden verletzen, und dadurch die Erträglichkeit seiner Lebenssituation noch unnötig erschweren.Gerade wir, die wir schon viele Jahrzehnte die GaOP haben durchführen lassen dürfen, sollten mit einer wohlwollenden Gelassenheit die heute noch Betroffenen mit Rat, Tat und Vorbild begleiten, und dabei persönlichen Streit vermeiden.


Deine Ansichten teile ich nicht. Bin einfach anders. Viele jüngere TS sind auch nicht immer pflegeleicht. Ich stehe zwar Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Verfügung, aber wenn sie nervig werden gibt es auch contra.
Ich bin wie viele TS und ehemalige TS auf Krawall gebürstet. Wir Betroffenen sind nicht immer lieb und sanft, sondern viele der Betroffenen sind lebendige Benzinkanister, die leicht zu entflammen sind oder explodieren können. Sieht man ja auch in den Foren wie miteinander umgegangen wird. #-o
Ich glaube, dass gehört zur Wesensart von den Betroffenen.
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Re: Was ist eigentlich das Geschlecht?

Beitragvon Lotty » 20. Mai 2016, 12:15

Gast hat geschrieben:
Ätztussi hat geschrieben:...Eine Frau mit Penis gibt es nicht. Das ist keine Frau...

Du hattest ja schon mal geschrieben, dass es natürlich Hindernisse gibt, die es unmöglich machen eine GaOP machen zu können. Und hier wieder der Absolutheitsanspruch darüber, wer eine Frau sein darf und wer nicht.

Ich finde solche eine engstirnige Betrachtungsweise sehr bedauerlich. Meiner Meinung nach kann sehr wohl eine Frau einen Penis bzw. ein Mann eine Vagina haben. Das ist zwar nicht angenehm für die Betroffenen, aber die Identität wird eben nicht durch die äußeren Geschlechtsmerkmale bestimmt.

Lieber Gast,

Geschlecht besteht aus mehreren Aspekten, welche dazu gehören habe ich im Starbeitrag aufgezählt. Wenn das Geschlechtswissen und der Körper nicht überein stimmt, haben wir kein eindeutiges Geschlecht. Genauso wie das im Genitalbereich ist, wenn dort keine Eindeutigkeit gegeben ist redet man von Intersexualität.

Entscheidend ist dann noch die Tiefe der Betrachtung. Es mag durchaus sein, dass ein Mann, der sich selber so sieht, als Frau verkleidet, von außen als Frau wahr genommen wird. Er selbst sieht sich jedoch als Mann.

Andererseits kann ein Mensch der sich als Frau identifiziert von der Umgebung durchaus als Mann wahrgenommen werden. Egal ob mit oder ohne GaOp. Im entkleidetem Zustand wird er nach einer GaOp jedoch als Frau wahrgenommen, selbst wenn er sehr männlich aussieht.

Letztlich ist es so das der überwiegende Teil der Menschheit das Geschlecht am Genital festmacht. Bestenfalls kannst du noch soweit kommen, dass wir von einem Geburtsfehler sprechen Trans- bzw Intersexualität. Mit so Aussagen wie "transgeschlechlicher Lebensweise" wirst du aber immer als Person betrachtet die gerne im Gegengeschlecht leben möchte dies Geschlecht aber nicht hat. Dumm ist es für die Menschen, für die aus gesundheitlichen Gründen eine Operation tatsächlich ausgeschlossen ist, weil sie zur Lebensgefahr wird. Die sind letztlich die Leidtragenden von dieser transgeschlechtlichen Livestyle Welle.

LG Lotty
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Re: Was ist eigentlich das Geschlecht?

Beitragvon seerose » 20. Mai 2016, 13:30

Lotty hat geschrieben:Letztlich ist es so das der überwiegende Teil der Menschheit das Geschlecht am Genital festmacht. Bestenfalls kannst du noch soweit kommen, dass wir von einem Geburtsfehler sprechen Trans- bzw Intersexualität. Mit so Aussagen wie "transgeschlechlicher Lebensweise" wirst du aber immer als Person betrachtet die gerne im Gegengeschlecht leben möchte dies Geschlecht aber nicht hat. Dumm ist es für die Menschen, für die aus gesundheitlichen Gründen eine Operation tatsächlich ausgeschlossen ist, weil sie zur Lebensgefahr wird. Die sind letztlich die Leidtragenden von dieser transgeschlechtlichen Livestyle Welle.
LG Lotty

Liebe Lotty,
ja, leider ist das so, insbesondere die für Viele von uns so viel Leid produzierende "transgeschlechtliche Lebensweise", die dieser Käse in den Augen der Öffentlichkeit produziert, und der damit auch uns zugeschrieben wird.
Allerdings sehe ich in Deinen obigen Ausführungen einen zu starken Schwerpunkt auf die Außenbetrachtung gelegt, die aber für mich immer nur sekundär sein kann. Ich habe die GaOP schließlich nicht für andere Leute gemacht, sondern weil ich als Frau auch "komplett" sein wollte; mein Umfeld hatte und hätte auch vor der GaOP und sogar vor Beginn der HRT mit meiner eindeutig weiblichen Zuordnung sicher keine Probleme gehabt, so lange ich mich nicht entblößt hätte, was ich natürlich von medizinisch notwendigen Ausnahmen einmal abgesehen auch nicht gemacht habe...
Das VTSM-Motto ist doch, wie ich finde zu RECHT!!!: "Schon immer Frau, schon immer Mann". Dementsprechend waren wir doch auch schon immer, d.h. auch vor unserer GaOP die Frauen und die Männer, die wir heute sind, und eine "Geschlechtsumwandlung" ist Idiotie!
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Re: Was ist eigentlich das Geschlecht?

Beitragvon spirulina » 20. Mai 2016, 14:06

Also ganz so einfach kann ich das nicht sehen ! Ich habe als Mann ein Kind gezeugt . Wie mir das gelungen ist,ist mir bis heute unklar,aber die Tatsache existiert einfach !
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Re: Was ist eigentlich das Geschlecht?

Beitragvon tilly » 20. Mai 2016, 15:25

Och,

Kinder zeugen, so schwer war das bei mir nicht. Biologisch und medizinisch war ja alles in Ordnung.
Es war nur schwer die Rolle als Mann zu lernen, und noch schwerer sie auf Dauer durchzuhalten.
Und nun, ich kann es drehen und wenden wie ich will, ich bin der Vater.
So war es auch schon mit der alten TSG möglich zwei gleichgeschlechtliche Eltern zu haben, es konnten nur nicht mehr werden.
Tja, und selbst wenn heute so was passieren kann, davon geht das Abendland nicht unter!

Mit liebem Gruß Tilly
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Re: Was ist eigentlich das Geschlecht?

Beitragvon Rafaela » 20. Mai 2016, 17:26

Ich war nun einige Tage nicht hier, und habe wohl gleich sehr viel verpasst. Hier geht es ja ganz schön menschlich zu. Oder vielleicht doch eher unmenschlich im Streit. In einem Streit muss man ja immer beide Seiten hören und da ist es dann schade wenn nur eine Ansicht zur Verfügung steht.

Jedenfalls denke ich, macht sich der Vorstand hier keinen guten Dienst, wenn er schmutzige Wäsche wäscht und andere Personen ohne eine Möglichkeit zur Antwort in ein schlechtes Licht rückt. Dem ganzen Verein tut er nichts Gutes, wenn er damit gleich noch andere Vereine angreift.

Ich bin da jetzt schon enttäuscht, wie unprofessionell mit einer Situation umgegangen ist und finde es schwierig, wenn Menschen, die unsichtbar als eine Äztussie oder Seerosen hier "mutige" Meinungen äußern.

Das ist nicht gut für einen VTSM was hier läuft oder angestoßen wird.

Ich bin erwachsen!
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