Sexperten und ihre Verleugnung transsexueller Menschen

Neues aus Forschung und Wissenschaft zum Thema Transsexualität

Sexperten und ihre Verleugnung transsexueller Menschen

Beitragvon seerose » 8. Apr 2017, 22:30

Zu diesem Thema halte ich so einiges für nachdenkenswert.
Beginnen möchte ich bei dem "Urvater aller Sexperten", Siegmund Freud. Freud hat bekanntlich seine fragwürdige Konzeption zur psychodynamischen Geschlechtsentwicklung des Knaben/Mannes aufgestellt. In dieser Konzeption erscheint "Frau" als "unvollständiger Mann", die dementsprechend einen "Penisneid" entwickeln muß. Schon in dieser (be/ab-)wertenden Unterstellung Freuds zeigt sich, daß er zumindest in dieser Hinsicht den (sozial)perspektivischen "Drei-Berge-Versuch" sensu Piaget (für drei- bis fünfjährige Kinder) als Erwachsener nicht bestanden hat!
Vielmehr war Freud wohl so sehr von seinem "kleinen Spielzeug" und dessen Unverzichtbarkeit für das Empfinden-Können von Lust und Freude derart angetan, daß er es sich nicht vorstellen konnte, daß für den Fall, daß "man" (Frau) Selbiges nicht besitzt, Frau gar nicht anders könnte, als hierauf unstillbar neidisch zu sein!
Im übrigen ist für Freud und seine Schüler bis heute das, was bei der Geburt zwischen den Beinen vorfindlich ist oder auch nicht, lebenslang, einzig und unveränderlich maßgeblich für das sich daraus unumkehrbar entwickelnde "Programm" Mann oder Frau. Wir finden hier die materialistische Vorstellung, wonach ausschließlich das overte genitale Vorhanden-Sein das Bewußtsein und Wissen über das eigene Geschlecht bestimmt.
Freud selbst hat zwar meines Wissens nicht über transsexuelle Menschen aus dem Bereich seiner Klienten berichtet, aber hier genügen die von ihm gelegten Grundlagen, um sich ausmalen zu können, und die nämlichen Reaktionen seiner Adepten bestätigen dies, was in seinen bzw. ihren Augen zu halten ist, von einem mit eindeutig männlichem Genitale auf die Welt gekommenen "Jungen", der in der Pubertät zum "Mann" heranreift, und "der" dann früher oder später mit dem Wunsch einer geschlechtsangepassten Transition hin zu seinem eigentlichen, weiblichen Geschlecht daherkommt! Vor dem zuvor skizzierten Ego-nahen "Grundlagenverständnis" von Freud und den Seinen haben wir es "hierbei" natürlich mit der denkbar höchstgradigen polymorphen Perversität überhaupt zu tun: da will sich "ein physisch gesunder Mann" sein allerwertestes "bestes Stück", die "Krone der Schöpfung überhaupt" abschneiden, sprich: sich "verkrüppeln" lassen!
Dieses Grund"verständnis" scheint auch bei seinen Sexperten-Schülern bis heute vorzuherrschen, wobei durchaus immer wieder durchzublicken scheint, daß einige(?) dieser Sexperten ein gewisses Problem zu haben scheinen damit, daß sie vielleicht als schwule Männer in ihrer Männlichkeit angezweifelt werden. Da weiß man sich aber als Freud-Schüler sehr gut zu behelfen, indem man gerne seine eigene Infragestellung auf andere projiziert, und da bieten sich transsexuelle Frauen doch geradezu "an", denen man dann schlichtweg abspricht, Frau zu sein. Schließlich ist man ja Mann qua Geburtsgenital, und bleibt dies auch immer, dann aber geschlechts-identitäts-gestört(GID). Entsprechend der Maßgabe von Sexperten muß GID-Mann aber zwangsläufig das Programm "gender dysphoria" (GD) lebenslang durchlaufen. Das scheint für manchen dieser Therapeuten eine "Win"-Situation in mehrfacher Hinsicht zu sein...
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P.S.: Auch der feministisch beeinflußte Versuch von Gilligan, zu Beginn der 80-er Jahre, die psychosexuelle Entwicklung der Frau im Freudschen Sinne "weiterzuentwickeln", erscheint höchst spekulativ und ausgesprochen fragwürdig. Der Kern der Gilliganschen "Ergänzung" liegt in einem nun umgekehrt, den Männern unterstellten "Uterusneid", und dem vermeintlichen Neid auf die Gebährfähigkeit der Frau.
Wenn die Natur und die Evolution solcherlei Neid-Komplexe an das Geschlechtliche gekoppelt "zugelassen" hätte, dann dürfte es zumindest in heutiger Zeit nur mehr "Wunschgeschlechter" geben. Obwohl dieser Gender-Wahnsinn politisch nach Kräften gefördert und geradezu gefordert wird, sind die Mechanismen der Natur ja wohl doch ungleich wirkmächtiger!
seerose
 
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Re: Sexperten und ihre Verleugnung transsexueller Menschen

Beitragvon Gast » 9. Apr 2017, 09:35

Wie richtig beschrieben, sind die Thesen von Penis- oder Uterusneid schlicht nicht haltbar.
Gast
 


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