Menschen mit krummen Nasen, Glatzen oder Transsexualität.

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Menschen mit krummen Nasen, Glatzen oder Transsexualität.

Beitragvon Lotty » 7. Okt 2016, 07:09

Sorry, ich kann nicht anders....

Es gibt Menschen mit Glatze, Menschen mit krummen Nasen, Menschen mit Transsexualität und so weiter. Diese Menschen als Krummnase oder Glatze zu bezeichnen würden wohl die wenigsten machen. Niemand sollte auf eine Eigenschaft reduziert werden. So würde auch kein vernünftiger Mensch eine Frau als "Dicktitte" [sic!] bezeichnen.

Warum in Gottes Namen werden Menschen mit Transsexualität auf ihre "Eigenschaft" reduziert? Warum wird nicht wenigstens von transsexuellen Menschen geredet oder eben von Menschen mit Transsexualität? Faulheit - Gedankenlosigkeit - Respektlosigkeit - oder was steckt dahinter? Warum reduziert man uns auf "Die Transsexuellen"?

Wir sind doch sonst so politisch korrekt, Negerküsse gibt es nicht mehr, das heißt jetzt Schaumküsse, auch Zigeunersouce steht in der Kritik. Von Behinderten spricht man auch nicht mehr, wir sollen jetzt Menschen mit Beeinträchtigung sagen. Menschen mit Transsexualität werden sogar zu einer eigene Unterart der Menschheit gemacht, wir werden zu Transmenschen ausgesondert.

Wir werden nicht in unserem Geschlecht anerkannt, man spricht von Transfrauen/Transmänner, Man redet nicht von unserem Geschlecht sondern von einer Geschlechtsidentität, von einer Lebensweise. Man unternimmt alles um uns als Besonderheiten heraus zu stellen und uns unser Geschlecht abspenstig zu machen. Selbst eine Trans*/Trangender-Community, die vorgibt auch unsere Interessen zu vertreten, betreibt Gehirnwäsche und redet uns ein, dass wir uns selbst so zu bezeichnen haben.

Es ist doch ganz einfach, wir sind Männer bzw. Frauen, wir sind Menschen und wir leiden an Transsexualität, einer Abweichung unseres geschlechtlichen Körpermerkmale zu unserem Geschlecht. Wenn diese Abweichung soweit es eben geht beseitigt wurde sind wir Frauen wie andere Frauen bzw. Männer wie andere Männer. Transsexualität ist unser Hintergrund, der zu einem Teil unserer Vergangenheit geworden ist.

Liebe Grüße
Lotty
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Re: Menschen mit krummen Nasen, Glatzen oder Transsexualität

Beitragvon tilly » 7. Okt 2016, 10:41

Tja,

Faulheit, Gedankenlosigkeit, dazu Gewohnheit, und bei einigen sicher auch absichtliche Respektlosigkeit.
Ich denke das trifft es ganz gut, leider!
Bei denen, die ganz bewusst solch respektlose Wortschöpfungen verwenden werden wir nicht viel ausrichten.
Aber ich hoffe, dass es doch sehr viele gibt, die einfach noch nie richtig nachdachten, und so eben im gleiche Jargon nachplappern.
Zudem sind Kürzel wie TF/TM, TS/TV usw. in der heutigen Zeit ungemein praktisch, auf die Art kann man sehr schnell mal irgendwo seinen Senf dazugeben.
Und wenn ich mich so an meine Anfänge zurückerinnere, da unterliefen mir die selben Fehler.
Für mich war es ein Lernprozess die zu erkennen und eine bessere Ausdrucksweise zu entwickeln. So denke ich, dass wir gerade bei "Neuen" auch mal ein Auge zudrücken sollten.
Kreuzzüge zur reinen Lehre werden wenig Erfolg bringen, ich setzte auf den beschwerlichen langen Weg, wie bei der Erziehung von Kindern, durch Vorbildfunktion und sachlicher Erklärung, etwas zu bewirken.

Mit liebem Gruß Tilly
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Re: Menschen mit krummen Nasen, Glatzen oder Transsexualität

Beitragvon seerose » 7. Okt 2016, 13:54

Liebe Lotty, liebe Tilly,

ich kann mich Euch beiden nur voll und ganz anschließen, möchte aber gerade auch deshalb dafür plädieren, daß wir dieses als unser zentrales gesellschaftspolitisches Anliegen erkennen, und immer wieder so fokussiert in die Öffentlichkeit tragen und einfordern, so lange, bis es selbst der Dümmste und Gemeinste nicht mehr länger ignorieren kann, ohne sich in seiner Blödheit damit selbst auszugrenzen!!!

Die Themenfremde Diskussion wurde abgetrennt und befindet sich jetzt hier "Transsexualität kein Geburtsfehler?
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Re: Menschen mit krummen Nasen, Glatzen oder Transsexualität

Beitragvon Severus » 8. Okt 2016, 13:04

Ich habe vor ein paar Wochen versucht, mich über das Thema "non-binary"/dritte Option einzulesen und das besser zu verstehen.

Das hab ich schließlich wieder sein lassen, als ich feststellte, dass die Schreiberlinge für jemanden wie mich die Bezeichnung "binärer Transmensch" verwenden. ;)
Es ist wirklich verblüffend und erschreckend zugleich zu sehen: Du musst in ihre Schublade reingezwängt werden, denn sonst könnte es sie angeblich nicht geben. Ich sortiere mich doch freiwillig in eine Schublade ein, ich bin doch gar nicht so naiv zu glauben, dass es völlig ohne Schubladen im Leben geht, aber diese Schublade heißt eben nicht "binärer Transmensch", sondern MANN. Ich bin leider nicht durch Geburt da hin gekommen, sondern durch transsexuelle Transition. Ist das so schwer zu ertragen?
Aber vielleicht meinen sie auch nicht mich und es gibt tatsächlich eine Gruppe von Menschen, die sich selbst freiwillig als binärer Transmensch bezeichnet? Wer weiß, Sachen gibt's.
Freedom is something that dies unless it's used. – Hunter S. Thompson
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Re: Menschen mit krummen Nasen, Glatzen oder Transsexualität

Beitragvon Lotty » 8. Okt 2016, 13:22

seerose hat geschrieben:Liebe Lotty, liebe Tilly,

ich kann mich Euch beiden nur voll und ganz anschließen, möchte aber gerade auch deshalb dafür plädieren, daß wir dieses als unser zentrales gesellschaftspolitisches Anliegen erkennen, und immer wieder so fokussiert in die Öffentlichkeit tragen und einfordern, so lange, bis es selbst der Dümmste und Gemeinste nicht mehr länger ignorieren kann, ohne sich in seiner Blödheit damit selbst auszugrenzen!!!

Ihr Lieben,
für mich ist es auch ein ganz persönliches Ziel, denn die verwendeten Worte schaffen Realitäten und wenn wir jemals in unserem Geschlecht anerkannt werden wollen, müssen wir Begriffe verwenden die dies auch übermitteln. Wir haben im Vereinsbereich die neue Arbeitsgruppe Strategien eingerichtet und wo passt dieses Thema besser hin als dort. An dieser Stelle möchte ich dann alle einladen dort mit zu arbeiten, denen dies ebenfalls am Herzen liegt.

Die Diskussion über Begrifflichkeiten
Zeitgleich findet diese Diskussion übrigens auch bei facebook statt. Interessant und auch richtig war dort der Hinweis, dass wir zum Teil auch selber schuld sind, weil viele dieses falsche Wording nutzen.
Nur wer nutzt dies, Menschen mit Transsexualität (NGS) oder wer?

Ein riesiges Problem ist dabei die enorme Überzahl derer, für die es ausschließlich um psychosoziale Geschlechtsaspekte geht bei denen der Sexus angeblich nicht entscheiden sei. Von dort kommen Einwürfe wie "warum eigentlich diese Abgrenzung?", Es ist doch alles das Gleiche", "warum eigentlich eine Begriffliche Grenzziehung" "der Wunsch nach einer Genitalangleichung darf doch kein Kriterium sein", "Frau ist Frau, egal ob mit weiblichem oder männlichem Genital", "Das Verlangen nach einer genitalangleichenden Operation darf doch kein Kriterium sein um einen anderen Begriff zu rechtfertigen" oder "Begriffsdefinitionen sind ohnehin Anmaßend und fremd bestimmend".

Also mir kann jemand erzählen was er will, wer seinen Penis liebt und ihn benötigt, um in sich selbst stimmig zu sein, ist ein Mann . Es ist ein Mann der die Gendergrenze durchbricht, was ja absolut legitim ist.
Es ist der Irrsinn von Heute, "Gender ist Geschlecht, Gender ist ein soziales Produkt und folglich ist Geschlecht beliebig wählbar".

Das Wissen einem Geschlecht anzugehören
Ungefähr 0,1% der Menschen wissen, dass sie einem Geschlecht angehören, bei gegengeschlechtlichen Körpermerkmalen. Bei diesen Menschen besteht ein starkes Streben, nach den zum Geschlecht zugehörigen Genitalien und übrigen geschlechtlichen Körpermerkmalen. Ebenfalls ist durch Evidenz hinreichend belegt, dass Geschlecht nicht anerzogen werden kann. Desweiteren ist es der psychologischen Wissenschaft nicht gelungen ein schlüssiges Modell für Transsexualität zu entwickeln.
Geschlecht muss demzufolge angeboren sein.
Geschlecht ist folglich sowohl dem Gender als auch dem Sexus übergeordnet.

Zu glauben, dass weibliche Wesenszüge und der Wunsch sich weiblich zu kleiden ein Geschlecht ausmachen, ist falsch, denn das ist Gender und nicht Geschlecht.

Dann kommt aber auch immer wieder dieser Vorwurf "du denkst genitalistisch", wenn Transsexualität am Wunsch nach geschlechtsrichtigen Genitalien fest gemacht wird. Es gibt Theorien die den Sex als die wesentliche Triebfeder menschlichen Handelns ansehen. Zum Sex braucht man in aller Regel die Genitalien und für mindestens 95% der Menschheit sind die Genitalien (männlich/weiblich) entscheidend für die Partnerwahl. Sowohl bei hetero- als auch bei homosexuellen Beziehungen.
Der argumentative Verweis auf Genitalismus ist als ernstzunehmendes Argument absolut ungeeignet.

Liebe Grüße
Lotty
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Re: Menschen mit krummen Nasen, Glatzen oder Transsexualität

Beitragvon Hera » 9. Okt 2016, 01:55

Und da wir nicht mit unseren Genitalien (Vulva/Penis) balzen, sondern insbesondere Frauen ihren ganzen Körper dazu einsetzen (was eben in Lebenssituationen sichtbar sein kann und oder darf), sollte man das eben nicht alleine auf die Genitalien beschränken.
"Am meisten fühlt man sich von Wahrheiten getroffen, die man sich selbst verheimlichen wollte."
F. Beutelrock (1889 -1958)

"Die Selbsttäuschung beherrscht der Mensch noch sicherer als die Lüge."
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Re: Menschen mit krummen Nasen, Glatzen oder Transsexualität

Beitragvon Lotty » 9. Okt 2016, 09:19

Hera hat geschrieben:Und da wir nicht mit unseren Genitalien (Vulva/Penis) balzen, sondern insbesondere Frauen ihren ganzen Körper dazu einsetzen (was eben in Lebenssituationen sichtbar sein kann und oder darf), sollte man das eben nicht alleine auf die Genitalien beschränken.
Lotty hat geschrieben:Ungefähr 0,1% der Menschen wissen, dass sie einem Geschlecht angehören, bei gegengeschlechtlichen Körpermerkmalen. Bei diesen Menschen besteht ein starkes Streben, nach den zum Geschlecht zugehörigen Genitalien und übrigen geschlechtlichen Körpermerkmalen.

Was sind aber jetzt diese geschlechtlichen Körpermerkmale, ohne dabei jedoch zu sehr ins Detail zu gehen? In erster Linie natürlich die Gonaden (Hoden bzw. Eierstöcke), diese bestimmen durch die entsprechende Hormonproduktion während der Embryogenese die weitere Ausgestaltung der Körper in Richtung männlich oder weiblich.

Die Genitalien sind wohl die eindeutigsten geschlechtlichen Körpermerkmale, abgesehen von ca. 0,1% uneindeutigen Genitalien (Intersexualität) und ebenfalls ca. 0,1% gegengeschlechtlichen Genitalien (Transsexualität - NGS*). Die weiteren geschlechtlichen Körpermerkmale wie Brustbereich, Behaarungsmuster, Adamsapfel, Stimme, Gesichts/Körperform und weitere unterliegen einer wesentlich umfangreicheren Streuung als dies bei den Genitalien der Fall ist. In der nachfolgenden Graphik ist die Verteilung bestimmter Merkmale auf die Geschlechter aufgezeigt. Es ergibt sich bei fast allem ein mehr oder weniger großer Überlappungsbereich.

Bild

Festzuhalten ist, wir wünschen uns schon ein deutlich weibliches bzw männliches Äußeres. Dies ist aber ebenso ein Verlangen derer, die ein Genderproblem haben. Transsexualität (NGS*) beinhaltet aber auch das Verlangen nach der inneren Stimmigkeit zu den eigenen Genitalien. Sicher ist der Wunsch nach Perfektion mal stärker, mal weniger stark ausgeprägt aber bei einem deutlich gegengeschlechtlichen Erscheinungsbild ist der Wunsch nach Angleichung an das eigene Geschlecht auch sicher nicht mit einer Schönheitsoperation gleich zu setzen.

Liebe Grüße
Lotty

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Re: Menschen mit krummen Nasen, Glatzen oder Transsexualität

Beitragvon Hera » 9. Okt 2016, 14:01

Keine Ahnung ob es jetzt genau hierher passt, aber vielleicht ein bisschen - sonst gerne woanders hin verschieben:

Similarly, it is important to differentiate between transsexuals, transsexual women, and women born in male bodies. Transsexuals are those who change sex. Doesn't matter if your mind is male or female or why you did it. If you did it, you are transsexual. Transsexual women proclaim their minds are wholly female, but that they choose not to hide from or deny the physical nature of their birth sex, and rather embrace it as part of their heritage, even after reassignment surgery.

To the transsexual woman, once a transsexual, always a transsexual, and if even if you had surgery twenty years ago and have no contact with anyone in the community, you are still a transsexual woman. If you don't publicly acknowledge your past with pride and involvement, your are just lying to yourself. And those who go "stealth" are the most dishonest, self-delusional, and bigoted bunch of the lot. But, a woman born in a male body, well that would a person who simply realized she was wrapped in the wrong meat, did the best she could to overcome that via various surgeries, and then moved on as if she had simply corrected a birth defect. Man, it is something to see when these groups go to war with each other, trying to label each other and tell each other how to behave and how to think of themselves. No matter, there's always the "transgenderists" who keep chanting, "Can't we all just get along?" And anyway, the public thinks we're all just perverts anyway, deviants at best, and are just another offshoot from the gay community. After all, "La Cage aux Folles.

"Teresa told me of a friend of hers today who had coined the phrase, "skin transvestites" to describe those who have sex change surgery because they are the most extreme form of crossdressers who are not content to just wear the clothes of women but want to wear their skin as well. But suggest to the more common form of transvestite who simply enjoys "dressing up" from time to time that they ought to have SRS and they'll pull back like a turtle into its shell at the thought of actually losing their "manhood."


Quelle: http://heartcorps.com/the-phoenix.htm


Skin Transvestite - eine passende Bezeichnung für so manche/n.

Nur, weil viele mehr oder weniger das gleiche tun, sind die Motivationen dahinter noch lange nicht gleich.
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Re: Menschen mit krummen Nasen, Glatzen oder Transsexualität

Beitragvon Lotty » 9. Okt 2016, 18:11

Eine interessante Bezeichnung Skin-Transvestit ob ich jedoch diese Unterscheidung von "transsexuelle Frau" und "Frau im männlichem Körper geboren", vor allem auch wie sie dies definiert, so gut finde weiß ich nicht. Denn wenn ich das richtig verstanden habe macht sie das daran fest ob jemand zu seiner Vergangenheit steht. Mag aber auch sein, dass ich das falsch interpretiere.
(Wieso werden eigentlich immer die Männer vergessen?)

Das geschlechtliche Wesen
Alle Menschen leiten ihr Geschlecht aus der Selbstreflexion ihres Wesens ab. Es gibt aber Unterschiede des Abgleichens im Wahrnehmungsstreben des geschlechtlichen Wesens. Bei einigen Menschen besteht für die eigene sichtbare Wahrnehmung ein starker Strebensdruck. Dies zeigt sich dann vorrangig im Verlangen nach Anpassung der körperlichen Geschlechtsmerkmale. Bei anderen Menschen besteht für die sichtbare Wahrnehmung durch das soziale Umfeld ein starker Strebensdruck. Dies zeigt sich dann vorrangig im Verlangen nach leben in passenden geschlechtlichen Rollen – zeitweise oder dauerhaft.

In diesem Text vom :vtsm-klein: wird der Unterschied des geschlechtlichen Wesens daran festgemacht ob es vorrangig um die Außensicht geht oder um die Innensicht. Für die Außensicht geht es um sichtbare Merkmale, so vorrangig um Kleidung, Habitus und Gesicht (Gender). Die Genitalien (Sexus) spielen ein untergeordnete Rolle, in der Außensicht sind diese lediglich im unbekleidetem Zustand erkennbar.

Für einen Menschen, bei dem sich aus der Keimzelle heraus gegengeschlechtliche Gonaden gebildet haben, geht es um die Innensicht. Da ist die Korrektur dieses Fehlers, der sich durch die falschen Gonaden ergeben hat mit Sicherheit sehr wichtig. Zu den Fehlern gehört aber ganz wesentlich das Genital, denn das ist es, was für die Selbstwahrnehmung immer zu fühlen ist. Die sichtbare Beschaffenheit des Körpers nehme ich nur optisch wahr aber das Genital fühle ich permanent, bei jedem Schritt, im sitzen und im liegen, auch dann wenn ich sie nicht sehe.

Wer damit glücklich ist, nach außen einem Geschlecht angehörig zu erscheinen, jedoch die Genitalien als richtig empfindet, den könnte man schon als Skin-Transvestit bezeichnen, ich bevorzuge aber Transgender, das ist geläufiger.

LG Lotty
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