Interview mit Trischa Dorner

Meinungen und Meldungen aus unserem sozialem Umfeld

Re: Interview mit Trischa Dorner

Beitragvon Hera » 12. Jun 2015, 20:59

Hey Ätztussi...

Ätztussi hat geschrieben:Wer wirklich als Frau leben will, sollte auch bereit sein Opfer zu bringen um das gewünschte Ziel zu erreichen.

Hm, wer wirklich eine Frau ist und das Verlangen nach seinem eigenen komplett weiblichen Körper fühlt, braucht keine Opfer bringen.

Zu einem Opfer wird man nur, wenn man von Ärzten miss- statt behandelt wird oder wenn man bei Operationen verpfuscht wird, weil genug Chirurgen offenbar immer noch nicht wissen, wie ein weibliches Genital aufgebaut ist oder es ihnen einfach egal ist.

Vor allem geht es nicht nur um das Genital, sondern auch um Hintern, Hüften, Haut, Gesicht, Stimme und und und.

Viele wollen doch einfach so Frau sein - alles bleibt wie es ist, vielleicht noch ein wenig feminine Kleidung, ein bisschen schminken. Wozu denn ein weibliches Äußeres (Körper), wozu eine weibliche Ausstrahlung, wozu ein weiblicher Habitus?

Man(n) sagt, man ist Frau (oder umgekehrt) und alle müssen das so akzeptieren und dabei darf es nicht interessieren, dass die Person Ausstrahlung und Habitus wie z. B. Alicia K. hat (wie ein ganzer Kerl).

Alicia K. würde vermutlich ein Opfer bringen, wenn die Genital-Op durchgeführt werden würde. Aber diese Opfer bringen z. B. im Iran zwangsläufig viele Männer, denn Homosexualität wird dort mit dem Tode bestraft.

Auch hier bringen schwule Jungs noch immer entspr. Opfer - sei es, aus autohomophoben Gründen, sei es wegen der Homophobie im sozialen Umfeld.

Es ist doch immer wieder interessant wie oft das Frau "werden" von Männern (an erster Stelle steht das "leben als" - also die soziale Rolle, das Gender) ursächlich in der Gesellschaft begründet ist. Wäre die Gesellschaft lockerer, würden die Menschen dieser Gesellschaft Menschen so annehmen wie sie sind, sähen viele gar nicht mehr die Notwendigkeit der "Frauwerdung".

Nicht (mehr) Mann sein wollen oder können ist im Umkehrschluss nun einmal nicht mit Frau sein gleichsetzbar.

Warum müssen Männer in dieser Gesellschaft als Frau leben?

Ich verstehe auch nicht, warum Genderistas die Gender Mann und Frau abschaffen wollen. Ich weiß, ich bin eine Frau und habe mit dem Gender Frau keine Probleme. Und wenn ich etwas machen will, was für irgendwelche Leute nicht ins Gender passt, dann interessiert mich das recht wenig. Ich mache dann was ich will, Hauptsache, ich kann mich selbst fühlen, weil ich schon weitgehend meinen weiblichen Körper fühlen kann.

Auch verstehe ich nicht, warum die Frauen und Männer, die mit ihrem Gender ein Problem haben, mit ihrem Körper aber sonst kein Problem haben - sich also körperlich richtig und wohl fühlen - nicht auch einfach tun können was sie meinen tun zu wollen. Sollten sie nicht die Kraft dafür daraus schöpfen können, dass sie sich in ihrem Körper wohlfühlen?

Warum erschaffen sie keine neuen Gender, wenn die bestehenden nicht ausreichen?
Hera
 

Re: Interview mit Trischa Dorner

Beitragvon Rosi » 12. Jun 2015, 21:31

Ätztussi hat geschrieben:........ ich bin der festen Überzeugung das solche Bedingungen den Missbrauch von Transsexualität verhindern würden.

Wer soll denn vor Missbrauch von Transsexualität geschützt werden?
Ich bin zwar "weich", aber darin bin ich "knallhart"
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Re: Interview mit Trischa Dorner

Beitragvon tilly » 12. Jun 2015, 22:05

Hallo Ätzi

Ja, ich stehe zu den Menschenrechten, aber aufschreien muss ich nicht. Denn solange es vernünftige Menschen beim Bundesverfassungsgericht gibt ist das Thema durch.

Mit liebem Gruß Tilly
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Re: Interview mit Trischa Dorner

Beitragvon Ätztussi » 12. Jun 2015, 22:21

@ Hera

Ich antworte nur auf einen Satz von Dir weil ich schon genügend Dir geantwortet habe.
Hera hat geschrieben:Ätztussi hat geschrieben:
Wer wirklich als Frau leben will, sollte auch bereit sein Opfer zu bringen um das gewünschte Ziel zu erreichen.

Hm, wer wirklich eine Frau ist und das Verlangen nach seinem eigenen komplett weiblichen Körper fühlt, braucht keine Opfer bringen.

Zu einem Opfer wird man nur, wenn man von Ärzten miss- statt behandelt wird oder wenn man bei Operationen verpfuscht wird, weil genug Chirurgen offenbar immer noch nicht wissen, wie ein weibliches Genital aufgebaut ist oder es ihnen einfach egal ist.


Jede Operation ist mit einem Risiko verbunden und so einfach ist die Welt nicht wie du sie beschreibst. Ich habe für meine Transition zu Frau Opfer gebracht und alle die diesen Weg gehen werden schmerzhafte Erfahrungen sammeln. Das gehört einfach dazu. Es gibt manchmal ein blutige und schmerzhafte Etappen auf diesen Weg und ich habe noch Keine erlebt die dabei nicht gelitten hat. Außer Möchtegern Transwasweissich mit Bioidentischen Hormonen und 18cm langer Klitoris.

@
Rosi hat geschrieben:Ätztussi hat geschrieben:
........ ich bin der festen Überzeugung das solche Bedingungen den Missbrauch von Transsexualität verhindern würden.

Wer soll denn vor Missbrauch von Transsexualität geschützt werden?


Das ist doch klar was damit gemeint ist. Transsexuelle sollen geschützt werden. Transgender missbrauchen das TSG.
Transgender? Nein Danke!
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Re: Interview mit Trischa Dorner

Beitragvon Rosi » 12. Jun 2015, 22:43

Ätztussi hat geschrieben:@
Rosi hat geschrieben:Ätztussi hat geschrieben:
........ ich bin der festen Überzeugung das solche Bedingungen den Missbrauch von Transsexualität verhindern würden.

Wer soll denn vor Missbrauch von Transsexualität geschützt werden?


Das ist doch klar was damit gemeint ist. Transsexuelle sollen geschützt werden. Transgender missbrauchen das TSG.

Gut. Und vor was sollen transsexuelle Menschen dabei geschützt werden?
Ich bin zwar "weich", aber darin bin ich "knallhart"
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Re: Interview mit Trischa Dorner

Beitragvon Lotty » 13. Jun 2015, 04:20

Rosi hat geschrieben:
Ätztussi hat geschrieben:@
Rosi hat geschrieben:Ätztussi hat geschrieben:
........ ich bin der festen Überzeugung das solche Bedingungen den Missbrauch von Transsexualität verhindern würden.

Wer soll denn vor Missbrauch von Transsexualität geschützt werden?


Das ist doch klar was damit gemeint ist. Transsexuelle sollen geschützt werden. Transgender missbrauchen das TSG.

Gut. Und vor was sollen transsexuelle Menschen dabei geschützt werden?

Rosi, ich denke Ätzi meint das der Begriff Transsexuell derart verwaschen wird das man am Ende meint es geht lediglich um den Wechsel der sozialen Rolle und man passt seinen Körper nur an um die soziale Rolle besonders gut leben zu können.

Es gibt doch mittlerweile genügen Belege dafür wie von Gender/Querr-AKtivisten alles in einen Großen Topf verrührt wird und wie sie über die GaOP denken. Das ist doch das letzte und es sieht keiner oder wie oft haben wir schon gelesen das Menschen mit OP-Wunsch im dualem Geschlechtersystem gefangen sind und die OP deshalb wünschen. Diese Ansicht über Transsexuelle zu verbreiten ist mehr als Schädlich.

Das geradezu perverse daran ist dann, dass sie sogar behaupten uns zu vertreten. Sie schaden uns damit, so síeht es doch aus.

Liebe Grüße
Lotty
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Re: Interview mit Trischa Dorner

Beitragvon Mirjam » 13. Jun 2015, 06:06

Rosi hat geschrieben:
Ätztussi hat geschrieben:@
Rosi hat geschrieben:Ätztussi hat geschrieben:
........ ich bin der festen Überzeugung das solche Bedingungen den Missbrauch von Transsexualität verhindern würden.

Wer soll denn vor Missbrauch von Transsexualität geschützt werden?


Das ist doch klar was damit gemeint ist. Transsexuelle sollen geschützt werden. Transgender missbrauchen das TSG.

Gut. Und vor was sollen transsexuelle Menschen dabei geschützt werden?



Hallo,

zum Beispiel vor solchen Medien Schlagzeilen:

Lesbische Trans*-Frau zeugt Kind oder Schwuler Trans*-Mann gebärt Kind.

Für was brauchen die dann eine VÄ und PÄ?

Und da soll ich meine Sichtweise um 180 Grad drehen und vermutlich auch noch Beifall klatschen.

Da hat doch jemand einen an der Waffel!


Liebe Grüße

Mirabai
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ein bisschen Wahnsinn im Kopf.
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Re: Interview mit Trischa Dorner

Beitragvon Ätztussi » 13. Jun 2015, 08:36

@ Rosi

Deine Fragen nerven. Warum nerven deine Fragen?

Ich antworte mal direkt darauf. Ich unterstelle Dir, Du stellst die Fragen nicht um etwas wissen zu wollen, sondern als Technik um die Diskussion in bestimmte Bahnen zu lenken. Eine Managementmethode ist es durch Fragen zu führen. Nach dem Motto: "Wer fragt der führt." Glaubst Du nicht das ich sowas kenne. :mrgreen:

Ein Teil des Beitrags wurde Zensiert. Hier ist keine Fremdzuweisung zulässig. (Lotty - Forenadministrator)

In Zukunft werde ich deine Provo Transgenderfragen nur beantworten, wenn du vorher 50€ pro Frage an eine transgenderunfreundliche Organisation überwiesen hast. Ich denke da zum Beispiel an die katholische Kirche. :lol:

Ich glaube du hast mich verstanden, weil ich auf deine Fragespielchen keinen Bock habe. :twisted:
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Re: Interview mit Trischa Dorner

Beitragvon Frank » 13. Jun 2015, 08:37

Hallo Zusammen,

ja dieses Problem mit dem Nachwuchs.....
viele Transsexuelle die erst spät den Weg gehen haben ja oft schon Kinder,
sei es das Transsexuelle Männer Kinder geboren haben - weil sie dachten das sie sich mit ihrem falschen Frausein abfinden und sich so weit wie nur irgend möglich den daraus resultierenden Pflichten ergeben müssen...
sei es das Transsexuelle Frauen Kinder gezeugt haben weil sie es eben auch als "Ihre Pflicht" angesehen haben, vielleicht auch nur weil es durchaus einfach diesen "Wunsch nach Kindern" aufgrund einer guten Beziehung gab.

Aber und da ist glaube ich der ganz große Unterschied zwischen Transsexuellen und Transgendern:
Menschen die sich erst mal darüber klar geworden sind das sie transsexuell (die klassische Form die auch wir letztendlich als Definition sehen) sind - wollen zwar gern ihrem korrekten Geschlecht entsprechend Kinder aber da dies nicht geht dann lieber keine Kinder (mehr).
Eine transsexuelle Frau würde nur zu gern schwanger werden und ein Kind gebären - weil es das Weiblichste überhaupt ist.
Bei den transsexuellen Männern ist das meist eher nebensächlich und sie gehen da genauso ran wie Cis-Männer die Zeugungsunfähig sind.

Transgender jedoch sehen gar kein Problem darin das Frauen Kinder zeugen - statt gebären wenn sie die falschen Genitalien haben
oder Männer Kinder gebären - was jedoch nur mit weiblichen Genitalien möglich ist!

Dazu möchte ich dann auch mal auf die Ebene über dem "Menschsein" gehen, der "Mensch" gehört zur Gattung der "Säugetiere" - bei den Säugetieren sind es die weiblichen Vertreter der jeweiligen Gattung die den Nachwuchs gebären.....weil nur diese die entsprechenden Möglichkeiten haben.
Der Mensch versucht also die "Natur" ad absurdum zu führen - und wundert sich das so viele andere Menschen dagegen aufbegehren ???

Warum aber müssen hier, mittels nicht naturvereinbarer Gleichmachereien, neue Konstrukte geschaffen werden. Es gibt bereits passende Konstrukte neben den klassischem Mann und Frau, Frauen mit männlichen Geschlechtsmerkmalen, Männer mit weiblichen Geschlechtsmerkmalen und Menschen die weder noch sein wollen/sind.

Warum müssen statt 5 Geschlechtsvarianten, die ja durchaus ausreichend wären, tausende her. Warum muss Geschlecht gänzlich dekonstruiert werden?

Dazu kommt eben dieser Versuch, völlig unterschiedliche Menschen gleich zu machen. Frauen sind nicht das gleiche wie Männer und Transsexuelle sind nicht das gleiche wie Transgender. Es geht nicht um Gleichheit sondern um Gleichwertigkeit. Gleicher Wert, gleiche Stellung, gleiche Rechte.

Der Feminismus hat seit Jahrzehnten für "Gleichmacherei" statt "Gleichwertig, Gleichberechtigt, Gleichgestellt" gekämpft. Wieso ist es noch immer so dass Frauen vielfach für die gleiche Arbeit weniger Lohn bekommen? Wieso erhalten alleinerziehende Mütter noch immer keine Hilfen für Bildung oder Hortplätze um sich Bilden zu können? Wieso wird die Kindererziehung bei der Rentenberechnung so minimal angerechnet das Frauen die Kinder erzogen haben immer weniger Rente bekommen wie Frauen und Männer die diese Ausfälle nicht hatten?

Die Queer- und Transgender- Szene geht genau auf die gleiche falsche Schiene. Alles soll gleich gemacht werden und weil dies ohnehin nicht funktioniert wird das was Notwendig ist ausgehebelt.
Da ja Frauen, Männer, Trans*Menschen ohnehin alles das Gleiche ist, besteht doch gar kein Bedarf für Gleichberechtigung, Gleichwertigkeit oder Gleichstellung von Mann und Frau, transsexuellen Menschen und Transgender.

Ist euch noch nicht aufgefallen das sich selbst die Lesben- und Schwulen- Vertreter vielfach von "Queer" entfernt haben und tatsächlich für das kämpfen was wirklich wichtig ist? Gleichstellung von eingetragener Lebenspartnerschaft und Ehe -> DAS ist etwas das zur Gleichstellung, Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit beiträgt!

Vielleicht denkt ja so mancher "Queerdenker" mal über diese logischen Aspekte nach.

Liebe Grüße,
Frank

Der, als er noch davon ausging Frau sein zu müssen, ein Kind geboren hat und dies auch als absolut weiblich erlebt hatte - als Mann geht das mit dem sich dabei männlich fühlen einfach nicht!
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Re: Interview mit Trischa Dorner

Beitragvon Gast » 13. Jun 2015, 12:37

Werte Leitung dieses Forums,

es ist schön zu sehen, dass es ein neues freundliches Forum für deinen verschwindend kleinen Teil der Bevölkerung gibt. Mir ist bewusst, dass ein junges Forum noch seinen wirklichen Standpunkt verorten muss. Vor diesem Hintergrund bitte ich meine folgenden Zeilen zu verstehen.

Bei der selbstgewählten Bezeichnung VTSM steht das TS in exponierter Farbe in der Mitte und somit für mich im Mittelpunkt der Betrachtungen bzw. der Beiträge. Insofern erachte ich dieses Forum als Raum für TS und Menschen mit TS-Vergangenheit. TG und Queers aus Überzeugung würde ich in einem Forum mit dieser Bezeichnung nicht suchen.

Doch beim Lesen der Beiträge die mir zugänglich sind werde ich zunehmend unsicher, ob dem tatsächlich so ist. Dadurch schwindet leider mein Interesse an diesem Forum öffentlich teilzunehmen und erst recht mein Interesse hier ein User-Account zu beantragen.

Daher möchte ich die Leitung dieses Forums bitten sich insofern einmal zu äußern, ob VTSM nun ein Forum für TS ist oder eher ein Forum für Trans*. Die Antwort auf diese Frage würde mir meine Entscheidungsfindung erleichtern, ob ich hier einen User-Account haben möchte oder nicht.

Mit freundlichen Grüßen
ein interessierter Gast
Gast
 

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