Für die Grünen sind wir Transen?

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Re: Für die Grünen sind wir Transen?

Beitragvon AnnaMaria » 30. Jul 2016, 17:59

Vivian hat geschrieben:Hallöle,

ich habe nie verschwiegen das das ich aus der Alternativen Ecke komme und meine Jugend in der Punk und Gruftie Szene verbracht habe. Na gut in der Gruftie Szene war ich doch noch etwas länger.
Soso ich soll also freie Gedanken nicht zulassen. Das wäre mir neu. Ich habe nur gesagt das ich es problematisch finde Aussagen von David Berger zu zitieren und Junge Freiheit und Partei für mich nicht geht. Bei der Zeitschrift ist er Autor und der Partei ist Herr Berger positiv eingestellt und wie es üblich ist bei einem Rechtspopilist ist der Islam die Wurzel alles Üblem.

Wo ist also das Problem wenn ich meine Bedenken habe?


Gruß Vivian


Wie Lotty bereits geschrieben hat:In dem Zitat ging es weder um die Junge Freiheit noch um die Partei,noch um den Islam.
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Re: Für die Grünen sind wir Transen?

Beitragvon Manuela » 30. Jul 2016, 18:08

Vivian, sorry aber Du lieferst hier ein absolutes Lehrbeispiel in Sachen Intoleranz ab.

Also wenn der Herr Berger zu mir sagt: "Es fängt an zu regnen.." dann werfe ich einen kontrollierenden Blick nach oben und spanne, so sich die Aussage als wahr erweist, meinen Regenschirm auf.
Du jedoch wirst nass werden, da es für dich problematisch ist, einer Aussage von Herrn Berger zu glauben und Du deshalb nicht hoch zu den Wolken schaust...

Intoleranz ist, wenn man die Aussagen einer Person grundsätzlich als unwahr und unglaubwürdig einstuft, nur weil dieser Mensch eine grüne Nase und spitze Ohren hat oder dem großen Humptata huldigt.

Tolerant ist es jedoch, wenn man Aussagen, von wem auch immer, zur Kenntnis nimmt, durch eigenes -sachbezogenes- Wissen und Erfahrung sowie evt. Drittquellen verifiziert und sich dann seine persönliche Meinung bildet. Eine Meinung, kein neues Postulat.

2 x 2 = 4 Diese Aussage, nach Rechenregeln der 2.Klasse, wird immer wahr bleiben. Völlig gleichgültig, wes Geistes KInd die Person ist, die diese Aussage macht.

Schlussfolgerung: Es ist durchaus möglich, dass Herr Berger eine völlig richtige, absolut wahre Aussage machte. Greife nicht den Sprechenden an, sondern versuche den Inhalt der Rede sachlich, klar und allgemeinverständlich zu widerlegen! Andernfalls machst Du Dich selbst unglaubwürdig.

.. und noch ein schönes Wochenende wünscht allen
Manuela
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Re: Für die Grünen sind wir Transen?

Beitragvon tilly » 31. Jul 2016, 00:18

Ich kann deine Bedenken sehr gut verstehen!

Denn mit der Partei will ich auch nichts zu tun haben. Das Parteiprogramm das sie für die Landtagswahl in BaWü geschrieben haben hat mir völlig gereicht.
In der Sache sind die Aussagen des Herren Berenger, zumindest die Ausschnitte die ich hier lesen konnte, nicht ganz verkehrt, und das Klischeehafte links/rechts denken ist zu einfach.

Aber wir sollten echt aufpassen dass wir nicht in parteipolitische Spiele hineingezogen werden.
.
So nach dem Motto, alles was queer und trans ist, ist links und grün.
Alles was sich im binären System verorten kann ist rechts, oder viel schlimmer braun.

Mit liebem Gruß Tilly
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Re: Für die Grünen sind wir Transen?

Beitragvon Vivian » 31. Jul 2016, 08:33

Hallöle,

also ich sehe das etwas anders. Wenn mir eine Aussage einer Person gefällt und die ganzen anderen nicht, dann soll ich das ausschalten? Beides gehört aber zu dieser Person. Sorry aber das erinnert mich immer an meine Oma wenn sie mit ihren Autobahnen kam. Ist überspitz aber in etwa das Gleiche.

Ich habe halt meine Bedenken und wenn ich deswegen nun Intollerant in Euren Augen bin. Es gibt schlimmeres

Gruß Vivian
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Re: Für die Grünen sind wir Transen?

Beitragvon seerose » 31. Jul 2016, 19:15

Es gibt anscheinend immer noch genügend ideologisch verbohrte Menschen, die sich in ihrem "Wächteramt" besonders smart und "up to date" vorkommen.
Es soll inzwischen sogar auch eine vom Bundesjustizminister mit unseren Steuergeldern alimentierte privatwirtschaftlich organisierte "Internet-Schnüffel- und Zensurbehörde(?) geben, mit inzwischen mehr als 200 Mitarbeiter*innen, geleitet von einer gewissen Annetta Kahane, ihres Zeichens ehemalige Stasi-Agentin, die unter dem Decknamen IM-Viktoria ihr "Umfeld" besonders aktiv "beforscht" hat, und die sich anscheinend über ihre so "wertvollen Informationen" für das MfS für neue, höhere Herausforderungen qualifiziert hat!
Die dürfte zumindest von ihrer politischen Einstellung ungebrochen zur "richtigen" Hälfte der von Manchen auch in unserem Kreise noch immer favorisierten politische Gesäßgeographie einer längst verblichenen Zeit gehören, mit der "wir"(?) uns aber unbedingt solidarisieren müssen, zumal um beispielweis den ach so verwerflichen schwulen David Berger in all seinem Denken, Tun und Handeln auszugrenzen, denn der könnte ja eventuell sogar mit der "falschen Seite" der (aber nach Ansicht mancher Zeitgenossen überholten) politischen Gesäßgeographie sympathisieren - igit igitt!!!
Vielleicht gewöhnen sich ja dann manche der solchermaßen ideologisch Verbohrten demnächst sogar das Schwulsein ab, denn der böse und gefährliche David Berger, ein möglicher Rechtssympathisant, ist ja bekanntlich schwul, und das geht ja gar nicht...
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Re: Für die Grünen sind wir Transen?

Beitragvon Lotty » 31. Jul 2016, 21:09

Um einmal die Hintergünde zu Anetta Kahane etwas zu beleuchten habe ich einen Artikel über sie in der Süddeutschen hier verlinkt und zwei besonders Informative Teile als Zitat eingefügt.
Wenn Helfer Opfer rechter Übergriffe werden
Aggressiv und häufig antisemitisch, nennt Reinfrank die persönlichen Anfeindungen gegen einzelne Mitarbeiter, besonders die gegen Anetta Kahane. Als Stasi-Hexe oder jüdisch-kommunistischer Spitzel zum Beispiel wird Kahane im Netz beschimpft. Im Alter von 19 Jahren war sie 1974 als inoffizielle Mitarbeiterin des DDR-Staatssicherheitsdienstes angeworben worden. 1982 hatte Kahane die Kooperation mit der Stasi aber beendet, dadurch berufliche und persönliche Nachteile erfahren, sich für Menschen- und Bürgerrechte eingesetzt und später einen Ausreiseantrag gestellt. Es gebe keinen Hinweis darauf, dass Kahane Dritten Schaden zugefügt habe, heißt es in einem Gutachten von Helmut Müller-Enbergs, Forscher der Stasiunterlagenbehörde. Trotzdem wird dieser Punkt immer wieder gezielt von Angreifern aufgeführt.

Hintergrund ist Engagement der Stiftung gegen rechte Hetze im Netz
Hintergrund der Attacken von rechts ist wohl vor allem das Engagement der Stiftung angesichts der Hetze gegen Flüchtlinge in sozialen Netzwerken. Die Antonio Amadeu Stiftung ist Teil der von Bundesjustizminister Heiko Maas ins Leben gerufenen Task-Force zum "Umgang mit rechtswidrigen Hassbotschaften im Internet". Mehrfach forderte sie öffentlich Strategien für den Umgang mit Hetze, oder Hate Speech.

Wir als VTSM vertreten keine politische Richtung, unser Interesse gilt ausschließlich den Menschen mit Transsexualität. Wir möchten auf unseren Seiten weder zur linken noch rechten Meinungsbildung beitragen.

Vorerst wird dieses Thema daher gesperrt!

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Re: Für die Grünen sind wir Transen?

Beitragvon Lotty » 1. Aug 2016, 08:52

Leider haben wir heute eine Zeit in der politisch sehr stark polarisiert wird, wir finden entweder links- oder rechts-gefärbte Meinungen, selten sind neutrale und unabhängige Berichte zu finden. Da wir gebeten wurden wenigstens beide Seiten darzustellen, haben wir uns entschlossen auch die andere Seite zu beleuchten. DAzu scheint uns der folgende Artikel, erschienen in Kopp online (1) geeignet zu sein.

Anetta Kahane: Wie eine Ex-Stasi-Frau die Öffentlichkeit und das Internet terrorisiert
Gerhard Wisnewski

2015 gründete Justizminister Heiko Maas seine private Internetpolizei zur Bekämpfung von »Hassbotschaften«. Seitdem löscht die sogenannte »Task Force«, was das Zeug hält. Das Ganze ist nicht nur verfassungswidrig (Zensurverbot). Sondern mit dabei ist auch eine Stiftung, die bereits selbst durch Hassbotschaften und rassistische Äußerungen aufgefallen ist: die Amadeu Antonio Stiftung. An ihrer Spitze steht ausgerechnet eine ehemalige Stasi-Schnüfflerin ...

Zensieren, was das Zeug hält
Womit wir bei der Amadeu Antonio Stiftung wären. Im September 2015 machte Justizminister Heiko Maas die Organisation zum Teil seiner privaten Internet-Polizei, die »zusammen mit Facebook, Google und Twitter sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen« gegen »Hassbotschaften« in den sozialen Netzwerken vorgehen soll, so ein Papier des Bundesjustizministeriums. Das heißt also: Zensieren, was das Zeug hält.

Rein zufällig beobachten Betroffene seitdem empörende Löschaktionen gegen ihre Inhalte: »Als eine der ersten Amtshandlungen dieser Zensurstelle wurde das deutsche Portal von Anonymous gesperrt«, berichtete das Nachrichtenportal info-direkt.at am 8. Februar 2016. Kurz nach der Veröffentlichung seines Buches Grenzenlos kriminell – Was uns Politik und Massenmedien über die Straftaten von Migranten verschweigen wurde Anfang Juli 2016 auch die Facebook-Seite des Autors Udo Ulfkotte vom Netz genommen: »Natürlich kommt der Zeitpunkt nicht rein zufällig«, sagte er am 5. Juli 2016 zu KOPP Online. »Ich hatte erst eine Sperrung für 24 Stunden, dann für drei Tage und dann ohne Ankündigung am 4. Juli 2016 die Totalabschaltung für sieben Tage, alles zeitgleich mit Posts zu dem neuen Sachbuch Grenzenlos kriminell.«
................

Denunzianten im Staatsauftrag
Die Amadeu Antonio Stiftung wurde 1998 gegründet und nach einem 1990 zu Tode geprügelten Angolaner benannt. Inzwischen hat sich die Organisation eine enorme Macht über die öffentliche Meinung erworben. In Sachen Nazis hat sie die Lufthoheit. Die 62-jährige Vorsitzende Anetta Kahane und ihre Truppe wittern überall Ausländerfeinde und führen einen Krieg gegen »Nazis« und »Rechte«, der seinesgleichen sucht. Seit 1998 förderte die Stiftung sage und schreibe etwa 800 »Projekte« und Kampagnen wie »Kein Ort für Neonazis«, »Mut gegen rechte Gewalt«, »Aktionswochen gegen Antisemitismus«, »Fußball gegen Nazis« und andere mehr. Außerdem Neo-Nazi-Aussteigerprojekte, Flüchtlingsinitiativen und Opferberatungsstellen. Doch dahinter steckt weit mehr – nämlich die Bekämpfung unliebsamer Meinungen. Denn wer ein »Rechter« oder ein »Nazi« ist, bestimmt natürlich die Antonio Stiftung.

Als ich den Artikel durch las, war meine Überlegung "wer definiert eigentlich was eine sogenannte Hassbotschaft ist"? Diesen Gedanken hatte ich bereits als bei facebook auf dieses Zensur-Thema hingewiesen wurde. Darf jetzt die Regierungsarbeit nicht mehr kritisiert werden? Wo endet Kritik, wo beginnt die "Hassbotschaft"?

(1) Dem Kopp Verlag wird nachgesagt das er sich mit Verschwörungstheorien und rechtspopulistischen Themen befasst.

Hier auch noch ein Artikel über Anetta Kahane aus DIE WELT von 2007 mit dem Titel "Birthler-Behörde ließ Stasi-Spitzel einladen"

Wir sind der Meinung jetzt Informationen aus beiden Richtungen geliefert zu haben, die doch sehr gegensätzlich sind. Wie so oft im Leben wird die Wahrheit irgendwo dazwischen liegen. Festzuhalten scheint mir jedenfalls, dass in unserem Land eine ganz gefährliche Entwicklung zu verzeichnen ist. Bleibt die freie Meinungsäußerung auf der Strecke? Kann alles Unbequeme als "Hassbotschaft" eingestuft werden? Wer entscheidet darüber?

Letztlich sollte sich jeder selbst mit den verfügbaren Informationen auseinander setzen. Wir möchten jedoch auch weiterhin unseren Schwerpunkt auf das Thema Transsexualität setzen.

Liebe Grüße
Lotty und Farnk
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