Rainbow-Europe-Bericht

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Rainbow-Europe-Bericht

Beitragvon Lotty » 12. Mai 2015, 08:33

Vernichtendes Zeugnis für LGBT-Politik der Bundesregierung

Zum „Rainbow Europe“ Bericht der europäischen LGBT-Organisation ILGA Europe erklärt Volker Beck, innenpolitischer Sprecher:

„Deutschland landet im europäischen Vergleich beim Thema Rechte für Lesben, Schwule, Trans- Bi- und Intersexuelle nur auf Platz 14. Der Bericht stellt der Großen Koalition ein vernichtendes Zeugnis aus. Die Kritikpunkte sind alte Bekannte: Das Eheverbot für Lesben und Schwule, Unterschiede im Adoptionsrecht und das kirchliche Arbeitgeber ihre Mitarbeiter auf Grund vom Homosexualität entlassen dürfen. Kritisiert wird auch, dass homo- und transphobe Hasskriminalität nicht ausreichend erfasst wird. Als besorgniserregend werden ebenfalls die Demonstrationen gegen die Bildungspläne, die Vielfalt und Respekt in den Lehrplan integrieren sollen, aufgefasst.

Der Bericht stellt klar, was man schon seit langem beobachten kann: Es herrscht Stillstand bei der Gleichstellung in Deutschland. Die Union hält aus ideologischen Gründen weiterhin an der Diskriminierung fest und die SPD macht sich zum Helfershelfer der Diskriminierung. Dabei liegen die Lösungen auf dem Tisch: die verfassungswidrigen Benachteiligungen der Lebenspartnerschaft müssen beendet werden, im Gesetz zu Hasskriminialität müssen auch explizit homo- und transphobe Tatmotive Niederschlag finden und die persönlichen Loyalitätspflichten von Beschäftigten kirchlicher Arbeitgeber müssen abgeschafft werden.“​

Den “Rainbow-Europe”-Bericht finden Sie hier (PDF).Rainbow-Europe-Bericht: Vernichtendes Zeugnis für LGBT-Politik der Bundesregierung

Zum „Rainbow Europe“ Bericht der europäischen LGBT-Organisation ILGA Europe erklärt Volker Beck, innenpolitischer Sprecher:

„Deutschland landet im europäischen Vergleich beim Thema Rechte für Lesben, Schwule, Trans- Bi- und Intersexuelle nur auf Platz 14. Der Bericht stellt der Großen Koalition ein vernichtendes Zeugnis aus. Die Kritikpunkte sind alte Bekannte: Das Eheverbot für Lesben und Schwule, Unterschiede im Adoptionsrecht und das kirchliche Arbeitgeber ihre Mitarbeiter auf Grund vom Homosexualität entlassen dürfen. Kritisiert wird auch, dass homo- und transphobe Hasskriminalität nicht ausreichend erfasst wird. Als besorgniserregend werden ebenfalls die Demonstrationen gegen die Bildungspläne, die Vielfalt und Respekt in den Lehrplan integrieren sollen, aufgefasst.

Der Bericht stellt klar, was man schon seit langem beobachten kann: Es herrscht Stillstand bei der Gleichstellung in Deutschland. Die Union hält aus ideologischen Gründen weiterhin an der Diskriminierung fest und die SPD macht sich zum Helfershelfer der Diskriminierung. Dabei liegen die Lösungen auf dem Tisch: die verfassungswidrigen Benachteiligungen der Lebenspartnerschaft müssen beendet werden, im Gesetz zu Hasskriminialität müssen auch explizit homo- und transphobe Tatmotive Niederschlag finden und die persönlichen Loyalitätspflichten von Beschäftigten kirchlicher Arbeitgeber müssen abgeschafft werden.“​

Den “Rainbow-Europe”-Bericht findet ihr hier (PDF).

Deutschland liegt im oberem Drittel auf Platz 14 von 49 bewerteten Ländern. Bedauerlich finde ich diese Passage "Thema Rechte für Lesben, Schwule, Trans- Bi- und Intersexuelle". Dadurch wird mal wieder der Eindruck vermittelt das Trans- und Intersexualität eine sexuelle Ausrichtung ist. Erfreulich jedoch das von Transsexualität geredet wird und nicht von Transgender. Jedoch hätte ich es gut gefunden wenn auch dieser Personenkreis erwähnt worden wäre.

Liebe Grüße
Lotty
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Re: Rainbow-Europe-Bericht

Beitragvon Lotty » 12. Mai 2015, 09:06

Der „Rainbow Europe“ Bericht der europäischen LGBT-Organisation, eine kurze Zusammenfassung über die Bewertung unseres Landes:

Die Gewalt gegen LGBT sei hoch, besonders gegen Jugendliche. In den Jahren 2011 und 2012 wurden mit im Schnitt 40 Falle pro Jahr angegeben.

Die genitalen Operationen an intersexuellen Kindern sollen endlich beendet werden. Es wird gefordert den behördlichen Geschlechtseintrag abzuschaffen.

Sexuelle Vielfalt und Geschlechtsidentität solle in den Bildungsplänen integriert werden.

Es wird kritisiert dass ein Gesetzentwurf zur Änderung des Strafgesetzbuches zur Bestrafung Menschenfeindlicher Straftaten, Trans- und Homophobe Straftaten nicht explizit erwähnt.

Es wird gefordert gleichgeschlechtliche Partnerschadten der Ehe gleich zusetzen und auch für diese Adoptinen zu ermöglichen.

Die Bundesregierung solle sich für den Schutz deutscher LSBT Bürger im Ausland einsetzen.

Positiv wird erwähnt dass das Famielienministerium eine Konferenz über LBTI freundliche Erziehung unterstützt.

Ebenfalls positiv wird angemerkt dass immer mehr homosexuelle prominente Personen in der Öffentlichkeit auftreten.

Eine kürzlich durchgeführte Umfrage ergab dass 8% der Befragten Homosexualität für nicht akzeptabel halten. Die größte Feindseligkeit ist bei unter 30 Jährigen und über 60 Jährigen zu verzeichnen.

Meine persönliche Anmerkung:
So schlimm wie der Herr Beck dies in seiner Bewertung schildert scheint es dann wohl doch nicht zu sein, immerhin liegen wir im oberem drittel. Was mir dann auch auffällt. Transsexuelle sind noch weniger Thema als Intersexuelle. Von dem was für uns wichtig ist, erscheint in diesem Bericht wirklich nichts. Auch wird durch diese andauernden zusammenhängende Aufzählung Lesben, Schwule, Trans-, Bi.- und Intersexualität suggeriert das es sich bei Trans- und Intersexualität um eine sexuelle Orientierung handelt.

So wie es sich derzeit entwickelt scheint dieser Zusammenhang LSBT immer mehr schädlich für uns zu sein. Diese Gruppen behaupten uns zu vertreten aber kennen sie uns überhaupt, werden wir überhaupt nach unseren Bedürfnissen gefragt? Wir möchten auch gehört werden und erwarten das nicht über unsere Köpfe hinweg entschieden wird.

Liebe Grüße
Lotty

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