Heute im Radio

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Re: Heute im Radio

Beitragvon Frank » 1. Dez 2017, 07:07

Danke Jenn,
es ist immer von Vorteil wenn man konkret nachlesen kann, was tatsächlich dort steht, worüber man sich austauscht.

Liebe Grüße,
Frank
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Re: Heute im Radio

Beitragvon Jenn » 1. Dez 2017, 17:25

Hört sich doch gut an die Begründung der Ablehnung.

Bedeutet in der Praxis den Weg zum psychiatrischen Fachmann antreten zu müssen. Bedeutet auch, je nach Einstellung des psychiatrischen Fachmannes regelrecht psychisch pathologisiert zu werden.

Wenn's dann nicht mehr die Transsexualität ist, angegeben als psychische Störung, im ICD stehen mehr als genug psychische Störungen. Das psychiatrische System kann einfach so schwerwiegende psychische Diagnosen erheben, nach Lust und Laune. Rechtlich gegen andere psychische Diagnosen ankommen, unmöglich.

Die neuen Fachkräfte:

Psychologische_r Psychotherapeut_in
Arzt_Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Arzt_Ärztin für Neurologie und Psychiatrie / Psychotherapie
Arzt_Ärztin für Nervenheilkunde
Arzt_Ärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Arzt_Ärztin für Psychotherapeutische Medizin
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut_innen
Arzt_Ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie"
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Re: Heute im Radio

Beitragvon Frank » 2. Dez 2017, 09:16

Versuchen wir doch mal ein wenig auf die Sachebene zu kommen:
unter dem Punkt 2 a) steht am Ende folgendes:
Die Gerichte haben daher bei der Erteilung des Gutachtenauftrags und bei der Verwertung des Gutachtens insbesondere darauf zu achten, dass die Betroffenen nicht der Begutachtung hinsichtlich solcher Fragen ausgesetzt sind, die für die Prüfung der Tatbestandsvoraussetzungen des § 1 Abs. 1 TSG keine Bedeutung haben. Außerdem darf das Gutachtenverfahren nach § 4 Abs. 3 TSG nicht dazu genutzt werden, die Betroffenen zu einer therapeutischen Behandlung ihrer (als vermeintliche Krankheit begriffenen) Transsexualität hinzuführen.


Was bedeutet dies nun aber für die Menschen die ein solches Verfahren anstreben, mittendrin sind oder die Begutachtungen schon hinter sich haben?
Die Begutachtenden haben sich an die Aspekte zu halten die tatsächlich relevant sind: Tatbestandsvoraussetzungen.
Die jeweils zuständigen Personen der Gerichte welche die Verfahren nach TSG durchführen haben die Pflicht darauf zu achten das dies so auch umgesetzt wird.
Wo aber sind nun die Betroffenen oder ihre Vertretungen gefragt?
Dort wo es darum geht Verletzungen der Begutachtenden gegen diese rein auf den Tatbestandsbezug gehenden Methoden bei der Begutachtung an zu zeigen!

Doch und hier stelle ich mal die Frage an diejenigen die solches erlebt haben:
Wer macht derartiges?
Einzelpersonen in den wenigsten Fällen, soweit ich weiß.
Vertretende Organisationen klagen dies zwar an, aber dies erfolgt eher global um die Begutachtungen als Gesamtpaket ab zu schaffen, um Einzelfälle kümmert sich bisher keine - wobei auch die Schwierigkeit besteht, dass hierfür eine menge Zeit und Arbeitskraft in solch eine organisatorische Sache gesteckt werden müsste, ebenso müssten die einzelnen Betroffenen dies ja anzeigen damit sich eine Vertretung darum kümmern könnte.

Und liebe Jenn, um auf deinen letzten Post ein zu gehen, musst du nur den letzten zitierten Satz richtig lesen.....der besagt doch das genau das was du schreibst gar nichts mit dem Verfarhen nach dem TSG verbunden werden darf!

Liebe Grüße,
Frank
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Re: Heute im Radio

Beitragvon Selfmademan » 2. Dez 2017, 11:30

Da hatte ich scheinbar noch Glück. Ich hatte 1999 die Mastek und Ovariohysto ohne jegliche Gerichtsgutachten genehmigt bekommen. Allein das Schreiben meines damaligen Neurologen mit Zulassung als Psychotherapeut hat denen gereicht. Er hat von sich aus um die Kostenübernahme angefragt. Und dem damaligen Chefarzt war das auch piepe. Hatte extra noch gefragt ob er irgendwelche Gutachten brauche. Er sagte noch das sei ihm egal, er operiere beide, Männer und Frauen. Und ab da hab ich tunlichst die Klappe gehalten. Ich wurde also ohne Gutachten mit noch amtlichem falschen Vornamen und weiblichen Personenstand operiert. Im übrigen kann man jetzt diesen Beschluß schön den Kassen zeigen falls die mal wieder mucken sollten um sich vor der Kostenübernahme zu drücken. Hier steht es nun schwarz auf weiß daß die VÄ/PÄ keine Voraussetzung für die OP ist. Wenn dann TS auch aus dem F-Bereich weg ist hin zu einer körperlichen Kategorie, welche Unterlagen kann dann noch die KK anfordern und welche wären dann tatsächlich sinnvoll? Ferner: Wie können sich dann Endos absichern wenn man die Hormone will wenn der Psychotherapeut in diesem Szenario wegfällt?

Der Rest: Habe schon von einigen gelesen, daß sie sich mißbraucht fühlen aber wenn man konkreter nachfragt wer das war und was der genau gemacht hat dann schweigen sie alle. Aber erstmal ohne jegliche Anhaltspunkte rumplärren, das können sie alle. Und hier sind es tatsächlich mal originäre TS die so rumplärren. Solange keine konkreten Dinge genannt werden kann ich das alles nicht ernst nehmen.
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Re: Heute im Radio

Beitragvon Frank » 2. Dez 2017, 18:50

Nun ich habe da schon einige vertrauliche Beschreibungen von Begutachtungen gehört, wo ich wirklich nur noch geschockt war....

aber und da ist dann das eigentliche Problem, wenn ich dann anmerke das man doch wenigstens im Nachhinein dies beim zuständigen Gericht melden sollte, ja dann wird gesagt wieso sollte ich das tun? ich habe es doch hinter mir.
Ich hatte das was ich an übergriffigkeit (auch wenn es im Vergleich eher geringfügig war) in meinem Gespräch damals dem Richter mitgeteilt und den betreffenden Gutachter hat er danach nur noch dort akzeptiert wo darum gebeten wurde, ihn aber nicht mehr eingesetzt wo dies nicht ausdrücklich der Fall war.

Es funktioniert also durchaus, nur muss man da eben auch den Mut haben es zu melden.

Das die Operateure die Gutachten von Vä&Pä wollen, liegt an "regrettern" bzw. an Leuten wo etwas schiefgegangen ist und dann im Anschluss der Operateur wegen fehlender Sicherstellung der Diagnose angezeigt wurde - dummerweise nicht wegen mangelnder Aufklärung, wo durchaus ein sachlicher Grund bei vielen Gegeben wäre.

Manches läuft einfach schief weil zu viele Betroffene zu viel Mist gebaut haben.....
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Re: Heute im Radio

Beitragvon Selfmademan » 2. Dez 2017, 19:14

Gutachten schützen nicht davor, daß man zu einem "Regretter" wird. Man erlebe und lese die Historie im Netz von "Airin".
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Re: Heute im Radio

Beitragvon Hera » 2. Dez 2017, 20:08

Airin ist doch ein Spezialfall oder?

Das Beste aus den Geschlechtern mitnehmen - inkl. hormonellen Gefühlszustand. Nur scheint das nicht zu funktionieren.
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Re: Heute im Radio

Beitragvon Jenn » 2. Dez 2017, 23:06

So auch die Ansichten über Notwendigkeit der psychiatrischen Begutachtung auseinander gehen, am Auftritt bei "Das Supertalent" gegen 22:25 Uhr hätte dies wohl nichts geändert. Wer hat's gesehen? Schön ist ganz anders.
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Re: Heute im Radio

Beitragvon Hera » 3. Dez 2017, 01:45

Gibt es das noch wo zu sehen? Youtube oder so?

Oder sollte man besser nicht...?
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