Heute im Radio

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Re: Heute im Radio

Beitragvon Lotty » 27. Nov 2017, 16:19

spirulina hat geschrieben:Eines wird heute doch verdrängt und zwar daß Transsexualität,also der Zwang im nicht angeborenen Geschlecht leben zu müssen eigentlich pathologisch ist ! Wir sind alle körperlich organisch gesund nur unser Geist ist verdreht !
Da man diese Anomalie nicht kurativ heilen kann,gibt man den Wünschen nach Geschlechtsänderung nach ,also palliative Therapie und gut ist.
Es gibt sowieso zu viele Menschen auf unserem Planeten,da kommt es auf die Fortpflanzungsfähigkeit der Transsexuellen wirklich nicht an.
Ich halte auch die separate Listung der Transsexualität für nicht gerechtfertigt - wieviele Menschen gibt es ,die sich gerne ein Körperteil amputieren lassen wollen um sich gut und richtig zu fühlen und wir gehören letztlich auch zu dieser Gruppe .
Dieser ganze Hype kommt nur davon,daß es im weitesten Sinne irgendwas mit Sexualität zu tun hat und das regt die Phantasie der Menschen ungeheuer an .

Nun Spiro, jedem seine Meinung aber....

Auch ein Mensch, dem an einer Hand 6 Finger gewachsen sind oder dem ein Fuß fehlt ist körperlich und geistig völlig gesund, dennoch besteht zumeist ein Bedürfniss diesen Fehler zu korrigieren. Meines Erachtens begehst du den gleichen Fehler wie diese Trans*Aktivisten. Transsexualität sei ja angeblich ein Genderthema und dann kann man natürlich auf die Idee kommen, dass eine Genitalangleichung als Perfektionierung eines sozialen Rollenwechsels oder aber als gefangensein in der Heteronormativität.angesehen wird. Gemäß dem Motto "Geschlecht gibt es real nicht, ist nur ein soziales Konstrukt". Entsprechend kann eine Frau auch einen Penis haben oder ein Mann eine Vagina. Was aber nur dann zutreffend wäre wenn wir von einer Geschlechts(Rollen)Identität reden.

Die Erde ist aber keine Scheibe und Geschlecht ist etwas anderes als Geschlechtsidentität. Geschlecht bei den Säugern eindeutig definiert, Weiblich gleich gebärend und männlich gleich zeugend. Mit geringfügigen Ausnahmen wie zum Beispiel Intersexualität, Transsexualität (NGS) oder Unfruchtbarkeit. Es ist aber nichts Unbekanntes dass die Gender*Vertreter ganz groß im Umdefinieren sind und insbesondere im geschlechtlichem Bereich bestrebt sind Geschlecht abzuschaffen. Wie ginge das aber besser, als den Begriff "Geschlecht" selbst zu einer nichtssagenden Floskel verkommen zu lassen.

Es wird ja immer so getahn, dass das Geschecht im Gehirn sitzt. Aber ist das wirklich das Geschlecht oder geht es dabei nicht auch und bei vielen ausschließlich um das Gender? Insofern ist die Behauptung "das Geschlecht sitzt im Gehirn" viel zu unpräzise. Schauen wir doch mal auf unser neuronales Netz, da spielen außer dem Gehirn auch unsere Nerven, das Rückenmark und das Diencephalon (Zwischenhirn), durch dass alle eingehenden Informationen zum Bewusstsein gelangen eine Rolle. Letztlich sind es doch diese Daten, die es dem sich selbst erkennedem ICH ermöglicht mit der Umgebung in Beziehung zu treten und letztlich auch den Geschlechtsaspekt zeugend und gebärend wahzunehmen. Da geht es dann um Körper im geschlechtlichem Sinne.

Schauen wir einmal auf die Embryogenese. Die Gonaden (Hoden oder Eierstöcke) werden durch die Gene determiniert, wobei es hier weniger um XX oder XY geht, es ist bei weitem komplizierter als lange vermutet. Die restliche körperliche Entwicklung ist dann abhängig von der Androgen-Versorgung. Das Nervensystem entsteht aus der Neuralfalte und wird von anderen genetischen Faktoren gesteuert. Wir wissen alle was es für enorm viele angeborene Anomalien gibt und warum soll es ausgerechnet im Bereich des neurobiologischem Geschlechts- und .der Gonadenentwicklung zu keinen Fehlern kommen? Eigentlich höchst unwahrscheinlich, schließlich gibt es ja auch den Bereich der Intersexualität, mit den vielen VArianten.

Sei es wie es will, für die psychologische Ursache der Transsexualität gibt es keinerlei Beweise, nicht einmal schlüssige Indizien, für die Neuro-Genitale-Intersexuialität auch nicht wirklich, zumindest aber eine ziemlich hohe Wahrscheinlichkeit. Wenn es für beide Varianten keine Beweise gibt, müssen wir ersteinmal davon ausgehen, dass die wahrscheinlichere Variante die richtige ist.

Liebe Grüße
Lotty
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Re: Heute im Radio

Beitragvon Hera » 27. Nov 2017, 17:52

@spirulina

Bitte nicht von dir selbst, von deinen Empfindungen, von deinen Erfahrungen mit dir selbst auf alle anderen schließen.

Was du da schreibst mag für dich selbst gelten, weil du diese Erkenntnisse für dich, über dich - wie auch immer - gewonnen hast.

Mit meiner Wirklichkeit hat das nichts zu tun, ansonsten gilt das was ich weiter oben geschrieben habe. Das sind meine Erfahrungen und Erkenntnisse mit Menschen - immer und immer wieder.

Und ich bin zum Glück nicht alleine mit dem was ich sehe, empfinde und leider immer wieder erfahre. Es gibt Menschen, die empfinden, sehen und erfahren Menschen wie ich - eben auch immer wieder.
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Re: Heute im Radio

Beitragvon spirulina » 27. Nov 2017, 18:33

Da kommen wir wohl nicht zum Konsens ,ich halte eure Haltungen für genauso abstruß wie meine eigene,es ist einfach ein Fischen im Trüben und nix ist letztlich belegbar .
Die Zeit für eine schlüssige Erklärung ist einfach noch nicht reif und deswegen gibt es auch so viele Ansichten .
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Re: Heute im Radio

Beitragvon Jenn » 27. Nov 2017, 19:33

Danke Frank für die Erklärung zur Person, rechtliche Abklärung.

Damit stimmt der Anfangspost nicht.

Es geht nicht um "ein Transsexueller". Ein ganz anderer Zusammenhang entsteht nun. Da frag ich mich doch glatt wieso so dämlicher Kommentar im Radio.
Nicht die erste Person und nicht die einzige Person mit diesem Anliegen bei Gericht. Wobei ich auch da nicht ausmachen kann, welche Intension dahinter steht.

Alles andere was Du schreibst, ist das was ich ausdrücken tue. Keine Richtlinie, dumme medizinische Grundlagen,

Kampf für "Beliebigkeit von Geschlecht", was ich ebenfalls als schlimme Verdrehung bemerke.

Der letzte Satz von Dir:

"Geschlecht besteht sowohl aus den sozialen wie eben auch aus den körperlichen Aspekten und erst das Gesamtpaket bedeutet letztlich "Geschlecht"!

Das Gesamtpaket bedeutet letztlich das Geschlecht.

Deshalb folge ich nicht der Angabe, Geschlecht sitz allein im Kopf, genau so wenig, wie ,das Geschlecht sitz zwischen den Beinen. Der Streit wo denn nun das Geschlecht sitzt, und die ach so tolle wissenschaftliche Abklärung nervt mich schon.

Diese Person, welche Du kennst, ich kenne diese Person nicht. Doch kenne ich transsexelle Personen, welche Aufgrund der Aufrechterhaltung der Transsexualität als psychische Störung bis hin sexuelle Störung, zu lesen im Kommentar von Spirulina, mit allen Mitteln die Bezeichnung transsexuell gezwungener Masen ablehnen müssen. Das gibt es auch. Wie gesagt, ich kenne die obig genannte Person nicht.

Psychisch Verfolgte gibt es im Heute immer noch bei transsexuellen Personen, sowie auch bei Homosexuellen Personen. Für verrückt erklärt, zum Abschuss freigegeben.
Konversationstherapie, versteckt als nützliche gesundheitsfördernde Psychotherapie mit schrecklichen Folgen scheinen Konjunktur zu haben.

Wir schön es sich anhört, aufgrund der Feststellung von Spirulina an sich selbst, unterm Zwang zu stehen, sich was an Körperteilen abschneiden zu lassen, dies auf die Transsexualität für Alle zu münzen.
Jenn
 

Re: Heute im Radio

Beitragvon seerose » 27. Nov 2017, 22:33

spirulina hat geschrieben:Ich halte auch die separate Listung der Transsexualität für nicht gerechtfertigt - wieviele Menschen gibt es ,die sich gerne ein Körperteil amputieren lassen wollen um sich gut und richtig zu fühlen und wir gehören letztlich auch zu dieser Gruppe .

Wie bereits gesagt, dürftest Du hiermit weitgehend nur für Dich sprechen. Das Sprechen von "man" und "wir" soll psychologisch gesehen auch ein Stück Feigheit kaschieren, wenn es doch richtiger "ich" heißt!
Im übrigen war ich erschüttert, als vor einigen Jahren jemand aus meinem Bekanntenkreis einer guten Freundin von mir (cis!), die an einem sehr aggressiven Krebs erkrankt war, und die sich infolgedessen mehreren Operationen unterziehen mußte vorwarf, sie sei "operationsgeil". Ich hatte diesen Begriff vorher noch nie gehört, fand ihn aber absolut unzutreffend und ausgesprochen gemein.
Tja, gegen Außen-Zuschreibungen ist halt niemand gefeit, wie falsch sie auch immer sein mögen. Über die Absicht solcher Zuschreibungen kann man nur mutmaßen. In besagtem Fall ist zu fragen, ob es dem damaligen Ehemann meiner Freundin nicht vielleicht lieber gewesen wäre, wenn sie bei nicht rechtzeitig erfolgter Op. mit höchster Sicherheit schnell verstorben wäre...
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Re: Heute im Radio

Beitragvon Lotty » 28. Nov 2017, 03:56

Heute in der TAZ!

Am Freitag wurde Nicole Faerbers Antrag vom Bundesverfassungsgericht abgelehnt. Sie kämpft für eine Reform des sogenannten Transsexuellengesetzes.

So ehrenhaft das Ziel dieser Trans*Aktivistin möglicherweise auch sein mag, so unehrenhaft ist diese Stigmatisierung und Aberkennung unseres Geschlechts. Transpersonen, Trans*Mensch, Trans*Person, was soll das werden? Handelt es sich nicht um Frauen und Männer, nicht um Menschen und Personen? Offensichtlich wohl nicht, Transsexualität (NGS)(NIBD) wird nicht mitgedacht! Wieso diese Stigmatisierung durch Trans? Dann diese Aberkennung des Geschlechts, warum wird nicht von Geschlecht gesprochen? Geht es dieser Person nicht um ihr Geschlecht? Offensichtlich geht es dieser "Trans*Aktvistin aber nicht um Geschlecht und auch nicht darum Frau zu sein.

Ganz deutlich wird dies in dem Satz " Außerdem müsste überprüft werden, an welchen Punkten der Staat etwas mit der Kategorie Geschlecht zu tun hat." Da macht sie doch deutlich worum es ihr geht, es geht letztlich um ein Aufweichen der Kategorie Geschlecht. Wir reden dann nicht mehr von Geschlecht sondern von Geschlechtsidentität die wir jedoch unter dem Deckmantel Geschlecht verstecken.

Was wird aber bei diesem ganzen Trans*Getue aus der Anerkennung des eigenen Gecsshlechts originär transsexueller Menschen, jenseits jeglicher Geschlechts(Rollen)Identität? Bleibt das auf der Strecke? Sind wir dann Trans*Menschen mit einer abweichenden Geschlechtsidentität? Also Männer mit weiblicher und Frauen mit männlicher Identität? Darauf wird es wohl hinaus laufen wenn man diese geschlechtsidentitären Trans*Aktiven gewähren lässt.

LG Lotty
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Re: Heute im Radio

Beitragvon Jenn » 28. Nov 2017, 11:38

Ich hab keine Zeit. Kann mir der Text vom TSG reinkopiert werden, wo im TSG vorgeschrieben ist, sich psychologischen Begutachtungen zu unterziehen.

"Es schreibt unter anderem vor, das sich Trans*menschen einer zweifachen psychologischen Begutachtung unterziehen müssen,"

Danke Jenn
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Re: Heute im Radio

Beitragvon Lotty » 28. Nov 2017, 13:41

Transsexuellentggesetz (TSG)
§ 4 Gerichtliches Verfahren (Änderung der Vornamen)
(3) Das Gericht darf einem Antrag nach § 1 nur stattgeben, nachdem es die Gutachten von zwei Sachverständigen eingeholt hat, die auf Grund ihrer Ausbildung und ihrer beruflichen Erfahrung mit den besonderen Problemen des Transsexualismus ausreichend vertraut sind. Die Sachverständigen müssen unabhängig voneinander tätig werden; in ihren Gutachten haben sie auch dazu Stellung zu nehmen, ob sich nach den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft das Zugehörigkeitsempfinden des Antragstellers mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr ändern wird.

Der § 9 besagt gleiches auch für die Änderung des rechtlichen Geschlechtseintrages

§ 8 Voraussetzungen
(1) Auf Antrag einer Person, die sich auf Grund ihrer transsexuellen Prägung nicht mehr dem in ihrem Geburtseintrag angegebenen, sondern dem anderen Geschlecht als zugehörig empfindet und die seit mindestens drei Jahren unter dem Zwang steht, ihren Vorstellungen entsprechend zu leben, ist vom Gericht festzustellen, daß sie als dem anderen Geschlecht zugehörig anzusehen ist, wenn sie ....

Das ganze nennt sich nebenbei Transsexuellengesetz. Ein Trans*Gesetz gibt es nicht. Die Änderung des Vornamens und des rechtlichen Geschlechtseintages ist nur bei einer transsexuellen Prägung möglich. Von irgendwelchen selbstgebastelten Begriffen der Trans*Aktivisten wie z.B. Trans*mensch oder ähnlichem ist dort nicht die Rede.
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Re: Heute im Radio

Beitragvon Jenn » 28. Nov 2017, 16:46

Danke Lotty, wenn ich das lese, sehe ich nichts von psychologischer/psychiatrischer Begutachtung. Seht jedenfalls nicht da, dass es sich um strafverfolgende Sexualpsychologen handeln muss, welche annehmen für Recht und Ordnung zu sorgen, wenn jede Person von vorn herein als sexuell abartig gesehen wird.
Schlimm noch dazu, beweisen zu müssen, keine sexuellen Störungen zu haben. Wobei der Sexualpsychologe versucht Straftaten nachzuweisen. Auch da gibt es genug Fälle des Erfindens von sexuellen Übergriffen mit schwerwiegenden Folgen.

Aha, die Sexualstrafverfolgungspsychoanalytiker machen sich selbst zum Sachverständigen.

Das frag ich mich doch, wer werden die Behandler sein.

Ansonsten sieht das so aus, als wäre der Versuch das TSG gegen ein Trans*Gesetz auszutauschen, nicht erfolgreich. (Die Reformierung des TSG mit der Abschaffung des TSG)
Jenn
 

Re: Heute im Radio

Beitragvon Jenn » 30. Nov 2017, 18:57

Da im Thema nicht angegeben ist, um welches Verfahren es sich handelt, ist mir nicht bekannt, ob es sich um das selbige Verfahren handelt.

Bundesverfassungsgericht (1 BvR 747/17)

Aufruf , Vereine, Verbände, Institutionen

http://atme-ev.de/
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