Heute im Radio

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Re: Heute im Radio

Beitragvon spirulina » 26. Nov 2017, 22:51

Transsexualität von einem Gutachter 100% bestätigt zu bekommen um eigene Selbstzweifel auszuschließen ,bekommt man nicht .
Um sich da wirklich sicherer zu werden sollte man einen ehrlichen Alltagstest durchmachen -nicht nur in der Freizeit oder am Wochenende, sondern permanent und versuchen wirklich stealth zu leben . Im Laufe dieses Prozesses wird man sich schon klarer,was man selbst will ,vorausgesetzt man belügt sich nicht selbst ,sondern setzt sich kritisch mit dem pro und contra der gemachten Erfahrungen auseinander.
Der Weg der Transition ist und bleibt immer ein Sprung ins kalte Wasser,man kann nur versuchen die Eventualitäten einzugrenzen .
Ich kenne auch einige Menschen,die ihre erste Transition abgebrochen haben,dann versucht haben mit ihrer Andersartigkeit zu leben und dann erst im 2. Anlauf die Transition durchzogen oder es auch dauerhaft in Form von Freizeit Transe auszuleben -was ja auch geht. Ich habe da mal einen Betroffenen aus der Daimler Führungsriege kennengelernt,der das so praktiziert hat. Er kaufte sich dafür eine Eigentumswohnung und lebte dort so oft wie möglich seine Vorstellungen aus. Im Beruf und zuhause lebte er weiter als Mann. Seine Frau war ganz gegen ihn ,tolerierte es aber,wenn er seine Neigungen außerhalb auslebte.
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Re: Heute im Radio

Beitragvon Frank » 27. Nov 2017, 04:47

seerose hat geschrieben:
Hera hat geschrieben:Davon abgesehen sagen viele ja auch: wer es sagt, der ist es und das hat niemand zu hinterfragen.
Und so werden dann eben alle verlauten lassen, sie seien transsexuell (NGS).
Das ist zwar auch wieder ein seltsamer Seins-Zustand, aber gut, die Leute brauchen es wohl genau so, sonst fehlt die Identifizierung damit oder so.

Da sprichst Du ein wichtiges Dilemma an, liebe Hera!
Auch ich sehe mich hier in Übereinstimmung mit ATME, und der nicht zuletzt in der Stuttgarter Erklärung zum Ausdruck gebrachten Feststellung, daß letztlich nur das jeweilige Individuum selbst gültig und zuverlässig über sein Geschlecht zutreffende Aussagen machen kann. Alle von außen gegen diese Äußerung getroffenen Zuordnungen sind schlimmst übergriffig!
Natürlich können Menschen sich selbst und auch andere willentlich, halbbewußt oder wegen eigener Unfähigkeit diesbezüglich "belügen", und dies ist auch leider viel zu oft der Fall, aber "das steht auf einem anderen Blatt"!
Dennoch ist auch das ein ganz wichtiges Thema für uns originäre (ehemalige) transsexuelle Menschen, daß wir andere Menschen, die sich und andere diesbezüglich selbst "belügen", vor den fatalen Folgen des Selbstbetrugs bewahren, auch deshalb, weil unseren seriösen Anliegen damit andernfalls als Phänomenlage, erheblicher Imageschaden entsteht.
Die Intention, sich mit der eigenen Betroffenheit angemessen auseinanderzusetzen, war mein Hauptanliegen im 1.Teil meines Vortrags auf dem VTSM-Kongreß in Melle; alle Kongreß-Beiträge sind ja mittlerweile von Lotty freigeschaltet worden.
Ich bin davon überzeugt, daß eine wie im Beitrag fokussierte Befähigung, ggfs. mit professioneller Unterstützung von außen, angestrebt werden muß. Die sachlich gebotene "Prüfung" der phänomenalen Eindeutigkeit vor, während und nach im einzelnen beabsichtigten Maßnahmen sollte auf einer solchen Basis erfolgen.
Dies ist eine konstruktiv andere Ausrichtung, als die heute leider den Regelfall darstellende Gutachter-Praxis!


Liebe Sylvia, liebe Hera,
ich sehe das eigentliche Dilemma auch darin. dass eigentlich eine umfassende Selbstreflexion erforderlich ist - diese aber nicht "Nachprüfbar" ist bzw. von Betroffenenvertretungen ebenfalls abgelehnt wird: Es darf ja gar nicht hinterfragt werden.....
Eigentlich sollte der Auftrag an die Begutachtenden ja sein, dass eben genau diese Reflektionsarbeit umgesetzt wird, einige Gutachter setzen genau dies auch um, bzw. haben dies schon lange umgesetzt, aber bei zu vielen ist da immer noch zuviel Willkür durch die eigenen Sichtweisen zu der Frage "was ist Geschlecht? bzw. was macht eigentlich Geschlecht aus?" drin.
Auf der anderen Seite steht aber dagegen eben auch die Forderung "Geschlecht als rein soziale Konstruktion mit völliger Beliebigkeit" zu Betrachten, was so auch nicht geht, da Geschlecht auch körperliche Bedeutungen hat.

Es ist eben ein Dilemma....

Liebe Grüße,
Frank
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Re: Heute im Radio

Beitragvon Hera » 27. Nov 2017, 11:34

Was ich generell sehe und fühle: viele Menschen wollen sich selbst nicht sehen, wollen nicht sehen was ist.

Sie verkriechen sich in ihren Filterbubbles, folgen ihren Programmierungen.

Ob sie so glücklich sind?

Es war noch jedes Mal schmerzhaft, wenn ich eine meiner Filterbubbles zerstört habe und es schmerzt oft auch zu sehen was ist. Und ja - ein Zurück gibt es nicht mehr.

Jedenfalls: wie will ein Mensch, der sich selbst nicht einmal wirklich ansehen mag, nicht in sich selbst hineinsehen mag, seine Verdrängungen usw. nicht sehen mag (weil es weh tut sich damit auseinander zu setzen), wie will dieser Mensch dann Zugang zu dem Wissen haben, was er wirklich ist und dann nicht einfach nur einer seiner Filterbubbles aufsitzt?

Verdrängungen wirken trotzdem, sie machen etwa mit einem, jeden Tag. Das ist wie eine Fremdsteuerung durch die Verdrängungen. Ich denke, das wird von vielen unterschätzt.

Hinzu kommen die Schmerzkörper, die jeder mit sich herum schleppt und die immer wieder bedient werden wollen, damit sie sich erhalten können.

Trans* und dann auch Transsexualität - also ein Geschlechtswechsel im weiteren Sinne (denn so sehen viele das doch - mal ehrlich) - scheint inzwischen das Allheilmittel für die verschiedensten Probleme der Menschen zu sein.

Läuft das Leben nicht richtig? Ein Geschlechtswechsel wird es schon richten.

Und:
Wer keine Lust mehr auf das Geschlechtsrollen-A-Kartenspiel hat: man kann ja trans* werden (male to trans*, female to trans*), obwohl man ja vorschiebt, man gehöre dem "anderen" Geschlecht an. Da verweise ich dann doch mal wieder auf meine Signatur.

Trans* als Protestbewegung gegen das Geschlechtsrollensystem und gegen das Gesellschaftssystem, das neue Punk eben.

Über 100 gesammelte Beweggründe, warum jemand meint, dem anderen Geschlecht anzugehören.

Ich sehe für manche sogar einen gewissen Suchtfaktor darin sich in der "anderen" Geschlechtsrolle austoben zu können.

Urlaub vom Mann sein, Urlaub vom Frau sein, Entspannung pur.

Irgendwann kommt dann der Übergang in den Dauertransvestitismus und um authentisch sein zu können macht man dann auch noch eine Hormontherapie und lässt sich ggf. auch operieren.

Und auch diese Menschen haben natürlich Transsexualität, ganz klar, denn hinterfragen darf man nicht, Beweggründe zählen nicht, Beweggründe gibt es auch gar nicht. Wenn jemand sagt, er ist es, dann ist er es auch, man hat es gefälligst zu akzeptieren.

Wer differenziert, der diskriminiert. Wer sagt, dass er anders ist, der grenzt aus.
Ja - das darf man alles nicht, dann ist man böse.
Hauptsache, man kratzt nicht an den Filterbubbles der Leute. Sie drehen alles dafür so hin, dass das am besten von vornherein ausgeschlossen wird. In was für einer Angsthölle müssen diese Leute sitzen?

Davon einmal abgesehen: wenn jemand sich selbst nicht ansehen will, wenn jemand nicht sehen will was ist, hilft alles reden nichts, es sei denn, man hat unendlich viel Geduld und Zeit und setzt sich intensiv mit demjenigen auseinander. Eine Garantie ist das aber eben auch nicht.

Aber solange es Menschen glücklich macht, dem Geschlechtsrollen-A-Kartenspiel und den Zwängen daraus entkommen zu sein, solange die Entspannung aus dieser Flucht überwiegt und eine Körperdiskrepanz, die man sich eingehandelt hat, zu überdecken vermag,

wenn man vielleicht sogar das Glück hat und man hat kein wirklich ausgeprägtes Körpergefühl hat und es schmerzt dann nach einer Weile nicht so schlimm oder auch gar nicht, wenn der Körper nicht mehr dem entspricht, was das Gehirn erwartet (anoperierte Körperdiskrepanz) oder es passiert eben erst in einem höheren Alter und die Chance auf ein natürliches Ableben ist höher, so dass betreffende Menschen gar nicht mehr die volle Wucht ihrer anoperierten Körperdiskrepanz zu fühlen bekommen, ist ja alles gut.

Nur gibt es keine Garantie darauf und ich habe mal einen verzweifelten Menschen erlebt, der feststellte, dass er einen Fehler gemacht hatte. Das hat mir schon gereicht und ich will das nicht noch einmal erleben.

Und konnten die Gatekeeper das bisher alles verhindern? Nein.

Manche wollen das Gatekeeping verschärfen. Was sollen die Konsequenzen daraus sein? Leute, die in den Suizid gehen wollen, wenn sie keine positiven Gutachten bekommen, in die Psychiatrie sperren?

Die Gatekeeper wissen offenbar auch vieles nicht. Woher wollen sie denn plötzlich wissen ob sie richtig oder falsch liegen?

Viele wären wohl schon echt glücklich, wenn sie ihren Personenstand ändern könnten, warum auch immer, denn mir bestätigt dieser Buchstabe nicht welchen Geschlechts ich bin. Er hilft letztlich dann vielleicht hier und da, weniger diskriminiert zu werden - bei Behörden z. B.
Ansonsten, im täglichen Leben, war und ist der passende Vorname viel wichtiger, dazu die Authentizität und dass man eben weiblich oder männlich genug aussieht und wirkt. Und damit meine ich nicht Schminke im Gesicht ja oder nein oder die Klamotten.

Ein Gesicht hat nämlich auch ein Geschlecht, nur darf man das eben alles selbst zahlen, wenn man da eine Op braucht und kein Glück hatte.

Ich mache mir da nichts vor. Solange Menschen sich nicht selbst sehen wollen, sich lieber selbst täuschen, um Schmerz nicht fühlen zu müssen, den sie fürchten, solange Menschen aus dem gleichen Grund dicht machen, wenn man mit ihnen kommuniziert, bzw. den Versuch eine Kommunikation wagt, solange wird sich nicht wirklich viel ändern, denke ich.
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Re: Heute im Radio

Beitragvon Jenn » 27. Nov 2017, 12:43

Selfmademan hat geschrieben:Laut Moderator: Ein Transsexueller hat vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt und wollte ohne Gutachten die VÄ haben. Er wolle einen Frauennamen da er sich als Frau fühle. Das Gericht wieß die Klage zurück und sagte 'Wer als transsexueller Mensch einen anderen Vornamen haben will, muß das komplette Verfahren durchlaufen'.

Spontan hab ich im Dienstwagen einen Jubelschrei getätigt, denn ich mußte an die von euch benannte Rosinenpickerei denken. Wobei ich nicht glaube daß eine TS geklagt hat sondern ein TG. Hört sich nämlich sehr danach an.


Da geht eine Person, welche von sich sagt, transsexuell zu sein, der rechtlichen Abklärung entgegen ohne sich den Gutachtern zu stellen.

Es wird auf das komplette Verfahren hingewiesen.

Das komplette Verfahren bedeutet weiterhin sich selbst für Geisteskrank zu erklären. Genau das was gefordert wird, abzuschaffen - Die psychische Pathologisierung.

Doch ohne was über diese Person zu wissen, einfach aus einem Kommentar eines Radio Moderator entwickelt sich eine große Abneigung gegenüber dieser Person, der unbekannten Person. Und wird als Transgender dargestellt.

Die psychische Pathologisierung wird eingefordert, ansonsten könne es sich nicht um eine transsexuelle Person handeln, sondern um eine Person, welche mal so aus langer Weile den Vornamen ändern möchte.

Es ist überhaupt nicht schön, wie eine Person der anderen Person vorwirft, ohne diese Person zu kennen, was diese Person gefälligst zu sein hat.

Vorwürfe über Vorwürfe folgen.

Offensichtlich reicht es nicht vom psychiatrischen System angegriffen zu werden, zum Geistig Gestörten gemacht zu werden. Das tun dann, wie hier in den Kommentaren zu sehen, Betroffene selbst auch noch.

Wie bitte schön kommen andere transsexuelle Personen dazu, dieser Person, angegeben mit "Ein Transsexueller" dieser Person die Transsexualität abzuerkennen?

"Ein Transsexueller hat vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt und wollte ohne Gutachten die VÄ haben. Er wolle einen Frauennamen da er sich als Frau fühle. Das Gericht wieß die Klage zurück und sagte 'Wer als transsexueller Mensch einen anderen Vornamen haben will, muß das komplette Verfahren durchlaufen'"

Und einzufordern sich gefälligst dieser Psychopathologisierung zu stellen, um den Nachweis zu erbringen, transsexuell zu sein.

Kein Wunder des Durcheinander. Raus aus der Pathologisierung, rein in die Pathologisierung, und es wird geschimpft übereinander, untereinander.
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Re: Heute im Radio

Beitragvon spirulina » 27. Nov 2017, 13:52

Eines wird heute doch verdrängt und zwar daß Transsexualität,also der Zwang im nicht angeborenen Geschlecht leben zu müssen eigentlich pathologisch ist ! Wir sind alle körperlich organisch gesund nur unser Geist ist verdreht !
Da man diese Anomalie nicht kurativ heilen kann,gibt man den Wünschen nach Geschlechtsänderung nach ,also palliative Therapie und gut ist.
Es gibt sowieso zu viele Menschen auf unserem Planeten,da kommt es auf die Fortpflanzungsfähigkeit der Transsexuellen wirklich nicht an.
Ich halte auch die separate Listung der Transsexualität für nicht gerechtfertigt - wieviele Menschen gibt es ,die sich gerne ein Körperteil amputieren lassen wollen um sich gut und richtig zu fühlen und wir gehören letztlich auch zu dieser Gruppe .
Dieser ganze Hype kommt nur davon,daß es im weitesten Sinne irgendwas mit Sexualität zu tun hat und das regt die Phantasie der Menschen ungeheuer an .
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Re: Heute im Radio

Beitragvon Selfmademan » 27. Nov 2017, 14:17

@ Jenn: Warum fühlst du dich denn dauernd angesprochen? Ich wollte auch nie einen TS-Hintergrund haben, das ist doch normal. Freiwillig TS zu haben will keiner weil es in vielen Bereichen des Lebens dann doch was von A-Karte hat. Ich wollte auch damals einfach nur normal sein, ich konnte es damals nur nicht im Detail in Worte fassen. Heute weiß ich was ich damals mit dem Spruch "Ich will doch einfach nur normal sein" meinte: Daß ich ein stinknormaler Mann wie alle anderen bin, mit normalem gebürtig männlichen Genital. Ich hab sogar versucht das ganze zu verdrängen aus lauter Angst vor Abehnung und Abstoßung.
Seit Mai 2014 endlich fertig. :) Ein ganzer Kerl dank Bogenhausen. ;)

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Re: Heute im Radio

Beitragvon Selfmademan » 27. Nov 2017, 14:34

@Spirulina: Ich möchte nicht mit BID-Leuten verglichen werden, denn es gibt einen gravierenden Unterschied, die wollen was weg haben, wir wollen dafür aber was anderes haben und nehmen dabei jeden medizinischen Fortschritt mit der sich anbietet und von den Kassen bezahlt wird. Das tun BID-Leute nicht.
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Re: Heute im Radio

Beitragvon seerose » 27. Nov 2017, 15:16

spirulina hat geschrieben:Eines wird heute doch verdrängt und zwar daß Transsexualität,also der Zwang im nicht angeborenen Geschlecht leben zu müssen eigentlich pathologisch ist ! Wir sind alle körperlich organisch gesund nur unser Geist ist verdreht !

Liebe Spiru, wenn Du Dich als Zwangscharakter selbst siehst, dann wird es wohl auch so sein. Ich jedenfalls bin kein Zwangscharakter, und da bin ich mit absolut sicher!
spirulina hat geschrieben:Ich halte auch die separate Listung der Transsexualität für nicht gerechtfertigt - wieviele Menschen gibt es ,die sich gerne ein Körperteil amputieren lassen wollen um sich gut und richtig zu fühlen und wir gehören letztlich auch zu dieser Gruppe .
Dieser ganze Hype kommt nur davon,daß es im weitesten Sinne irgendwas mit Sexualität zu tun hat und das regt die Phantasie der Menschen ungeheuer an .

Auch zu diesen Aussagen muß ich sagen, die sind mir so fremd, und jenseits aller meiner früheren und gegenwärtigen Lebensrealität, daß ich mir diese ja auch von Pfäfflin vertretene Diskriminierung (ehemals) transsexueller Menschen ausdrücklich verbitte; wenn Du Dir diesen Schuh anziehen möchtest, weil er Dir vielleicht passt, dann sei es Dir vergönnt! Mir passt diese Zwangsjacke jedenfalls definitiv und beim besten Willen nicht!
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Re: Heute im Radio

Beitragvon Jenn » 27. Nov 2017, 15:53

Wow. endlich mal eine richtige Erklärung was
Transsexualität ist. Spirulina.

Offensichtlich wollen transsexuelle Personen nicht einsehen, psychisch gestört zu sein.
"Offensichtlich" ein Wort, angewendet sehr viel in der Psychopathologie.

Ein weiter vorangetriebenes Wort.

"Die Schwierigkeit in der Behandlung liegt darin, dem Hilfesuchenden klar zu machen, psychisch gestört zu sein". Nicht von mir. Lehrmaterial des Psychologiestudiums.

"Schnippschnap und gut ist."

Na dann ist ja alles in bester Ordnung.
Jenn
 

Re: Heute im Radio

Beitragvon Frank » 27. Nov 2017, 16:02

Hallo Jenn,
ich kenne diese Person persönlich und daher kann ich sagen: "Transsexuell ist ein Begriff den diese Person vehement von sich gewiesen hat - also ist sie es wohl auch nicht."

Die Abweisung des BVfG finde ich grundsätzlich nicht tragisch, aber und da liegt eben genau der Knackpunkt:
Begutachtungen haben einen Sinn und dieser muss den aktuellen medizin-rechtlichen Bedingungen entsprechen, dies ist aber bei den Begutachtungen zu Transsexualität nicht der Fall - auch wenn es einzelne Gutachter gibt die danach handeln, es gibt keine Richtlinie dafür! -> Das ist das eigentliche Problem.

Ein weiteres Problem welches aus der Aktivistenriege (wozu auch die Person gehört, welche geklagt hatte) kommt ist die Verdrehung von Geschlecht und Geschlechtsrolle!
Wer Geschlecht zu einem rein "Sozialem Konstrukt" umdefiniert, der sieht dabei vermeintlich die soziale Geschlechtsrolle -> aber eben genau nicht "Geschlecht als Ganzes!"
Statt für einen offeneren Umgang mit den Geschlechtsrollen zu kämpfen, was durchaus sehr Sinnvoll wäre, wird für eine "Beliebigkeit von Geschlecht" gekämpft!
Und genau darin liegt der Fehler!

Geschlecht besteht sowohl aus den sozialen wie eben auch aus den körperlichen Aspekten und erst das Gesamtpaket bedeutet letztlich "Geschlecht"!

Liebe Grüße,
Frank
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