BGH: Frau-zu-Mann-Transsexueller gilt rechtlich als Mutter

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Re: BGH: Frau-zu-Mann-Transsexueller gilt rechtlich als Mutt

Beitragvon Hera » 9. Okt 2017, 09:37

Hierarchiedenken erlebte ich am meisten bei Männern und bei Trans*Genderistas.

Und ebenso ist das Wertigkeitsdenken oft bei Trans*Genderistas zu finden - wohl oft auch aus einer Angst heraus kein richtiger Mann, keine richtige Frau und damit minderwertig zu sein.

Auf der anderen Seite spüren viele dieser Menschen wohl tief in sich drin was sie wirklich sind, dass sie eben keine Körperdiskrepanz fühlen (es aber wohl auch versuchen sie zu fühlen, um vollwertig zu sein, projizieren ggf. Gender auf ihren Körper), eben doch Männer und Frauen sind, die sich körperlich in ihrem angeborenen Körper soweit wohlfühlen, sich aber vom A-Karten-Spiel aus den sozialen Geschlechtsrollen heraus gequält fühlen und daraus ausbrechen wollen, ignorieren es aber oder haben keinen direkten Zugang zu diesem Wissen.

Zudem scheint Trans* seit einer Weile als Allheilmittel für alle möglichen Dinge hergenommen zu werden.

Über die Suche nach den Beweggründen der Menschen für ihr Tun könnte man eine Menge herausbekommen - auch zum Wohl der betreffenden Menschen. Aber da wurde ja ein Riegel davor geschrieben, denn es heißt ja: was jemand sagt, das ist er auch und niemand darf das hinterfragen.

Im Gegenteil - statt zu hinterfragen - puschen die Leute sich auch noch gegenseitig.

Aber es scheint ja inzwischen überall zum Allgemeingut zu werden: etwas zu hinterfragen ist böse.

Klar, man bleibt lieber in seinen Filterbubbles hocken und klopft sich lieber auf die Schulter wie toll man doch ist. Bloß nichts hinterfragen.
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Re: BGH: Frau-zu-Mann-Transsexueller gilt rechtlich als Mutt

Beitragvon seerose » 9. Okt 2017, 10:20

Jenn hat geschrieben:Würde dazu der nun mal vorhandenen körperlichen Biologie der Kinderwunsch vorhanden sein, na dann ist ja alles klar. Es gibt Personen mit Kinderwunsch, Personen ohne Kinderwunsch. Transsexuelle Personen mit Kinderwunsch. Auch nein, das sind dann keine transsexuelle Personen, sondern Rosinenrauspicker.

Ja, das sehe ich, die ich immer schon einen ausgeprägten Kinderwunsch (seit meiner Kindheit) hatte, eindeutig so! Da ich gleichzeitig seit frühester Kindheit wußte, daß ich mit den unstimmigen Genitalien geboren wurde, mußte ich mich aber entscheiden, was für mich unverzichtbarer ist: die Realisierung meiner Stimmigkeit mit meinem zentralsten Selbst, oder die Realisierung des Wunsches, eigene Kinder haben zu wollen. Für originär transsexuelle Menschen (NGS) gibt es da keine Wahlmöglichkeit; hierbei handelt es sich dann wirklich einmal um echte ALTERNATIVLOSIGKEIT, die uns ansonsten in der Politik immer gerne allzu leichtfertig nur vorgegauckelt wird !!!
Ich möchte hier nochmals betonen, daß der obige Fallbezug gänzlich anders aussieht, als bei originär transsexuellen Menschen, die Kinder gezeugt oder geboren haben, bevor sie ihre grundlegendsten Bedürfnisse für sich selbst erkannten (inning), und/oder Outing vollzogen haben.
"Rosinenpicking" ist, bezogen auf den obigen Fall insofern der richtige Begriff, als es hierbei ganz wesentlich auf den Zeitpunkt bestimmter Handlungen (Reihenfolge!)ankommt. Nachdem die Lottozahlen erst einmal gezogen wurden, kann ich auch nicht den Lottoschein ausfüllen, und "Sechs richtige, mit Zusatzzahl" beanspruchen!
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Re: BGH: Frau-zu-Mann-Transsexueller gilt rechtlich als Mutt

Beitragvon Jenn » 9. Okt 2017, 15:14

Kompliziert.

Frage: Als was würde ich mich bezeichnen müssen, sollen, können? Nach langem gemeinsamen Leben mit Partnerin, einschließlich der sexuellen Hingabe würde die Transsexualität festgestellt.
Transsexualität, welche weit in die Vergangenheit zurück reicht. Nicht aber hindert, dem sexuellen Verlangen nachzugehen.

Acht Monate später. Die Namensänderung ist rechtskräftig. Änderungen in den Dokumenten vollzogen, einschließlich der Versicherungsnummeränderungen - ohne Personenstandsänderung.

Die Regellungen alle Dokumente ändern zu lassen, einschließlich der Versicherungsnummern Rentenversicherungsnummer ist in weiteren rechtlichen Regellungen gültiges Recht und dies seit vielen Jahren. Weit vorher, als das TSG die GAOP zur Personenstandsänderung vorschrieb, abgeschafft wurde. Nichts mehr in den Dokumenten vorzufinden, auf den früheren Geschlechtseintrag. Sei denn, ich würde das Geburtenregister mit mir rum schleppen und diesen Eintrag hinaus posaunen.

Neun Monate später. Ein Kind erblickt die Welt.

Ich Frau und Vater, gleich Trans*? Nicht Transsexuell?

Was wäre ich?

Immerhin ist die Zeugung nach der Diagnose Transsexualität erfolgt. Die Rechtliche Anerkennung während der Schwangerschaft, nicht meiner.

Oder hätte ich mich mit der Transsexualität dem sexuellem Gelüsten entsagen müssen, weil transsexuelle Personen so was nicht machen?

Die Reihenfolge: Diagnose Transsexuell, Kind zeugen, Namenänderung.

Hypothetisch
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Re: BGH: Frau-zu-Mann-Transsexueller gilt rechtlich als Mutt

Beitragvon Frank » 9. Okt 2017, 20:30

Nun Jenn,
dann stelle ich mal ganz dreist die Gegenfrage:
Wie kann ein Mensch gleichzeitig sicher sein das die eigenen Genitalien Falsch sind, wissen das dies in absehbarer Zeit geändert werden kann - und diese "falschen Genitalien trotzdem benutzen wollen?" Für mich ist dies absolut unverständlich.

DAS ist die Frage die sich mir bei diesen Diskussionen immer und immer wieder stellt!

Fakt scheint doch wohl eher zu sein:
Das Genital ist eigentlich gar nicht so "falsch", es wird nur (keine Wertung, sondern sachliche Feststellung) die soziale Ebene des Geschlechtes abgelehnt.
Und genau da ist eben der Knackpunkt - hier besteht ein Unterschied der eben DOCH gravierend ist!

Und das schlimmste bei der ganzen Sache ist, das Andersrum ebenfalls kein Verständnis für meine Sicht, die auf meinem eigenen Erleben beruht!, vorhanden ist.
Im Gegenteil mir werden dafür Dinge an den Kopf geworfen die mich vorsätzlich Abwerten sollen!
Und genau an diesem Punkt hört für mich jegliche Toleranz auf.

Liebe Grüße,
Frank
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Re: BGH: Frau-zu-Mann-Transsexueller gilt rechtlich als Mutt

Beitragvon Ätztussi » 9. Okt 2017, 20:56

Hi J,

ich respektiere deine Selbstbezeichnung Jenn nicht, deshalb bezeichne ich dich als J. Du bist ein typischer Transgender oder besser gesagt xxxxxxx. Auf sowas habe ich keinen Bock, deswegen darfst du keine Wertschätzung von mir erwarten.

Für mich ist ganz klar.

Wer ein Kind zeugt ist ein Mann. Auch wenn er einen weibllichen Pass sich geholt hat. Er ist keine reale Frau sondern nur ein Passmensch.
Wer ein Kind gebärt ist eine Frau. Auch wenn sie einen Bart trägt und einen männlichen Pass erklagt hat. Real ist das nie ein Mann sondern nur ein Passmensch.

Du hast geschrieben:

Jenn hat geschrieben:Neun Monate später. Ein Kind erblickt die Welt.

Ich Frau und Vater, gleich Trans*? Nicht Transsexuell?


Ein typisches xxxxxxxxx. Denn ein Kind erblickt nie von allein die Welt, sondern wird durch den Mann gezeugt und durch die Frau geboren. Bitte verschone mich mit deiner Apologetik. Habe keinen Bock auf Trangendermärchen.

Ätztussi

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Zuletzt geändert von Ätztussi am 9. Okt 2017, 21:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: BGH: Frau-zu-Mann-Transsexueller gilt rechtlich als Mutt

Beitragvon ThorinEichenschild » 9. Okt 2017, 21:23

Und ich bleibe dabei wer meint als "Mann" gebären zu müssen und als "Frau " zu zeugen will sich nur die "Rosinen" rauspicken!!!

Macht was ihr wollt ABER bennent euch nicht als transsexuell und versucht diesen Lifestyle als Wunsch aller Transsexuellen zu verkaufen.
Das Leid brachte die stärksten Seelen hervor. Die allerstärksten Charaktere sind mit Narben übersät
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Re: BGH: Frau-zu-Mann-Transsexueller gilt rechtlich als Mutt

Beitragvon seerose » 9. Okt 2017, 22:22

ThorinEichenschild hat geschrieben:Und ich bleibe dabei wer meint als "Mann" gebären zu müssen und als "Frau " zu zeugen will sich nur die "Rosinen" rauspicken!!!
Macht was ihr wollt ABER bennent euch nicht als transsexuell und versucht diesen Lifestyle als Wunsch aller Transsexuellen zu verkaufen.

Volle Zustimmung! Männer und Frauen mit ehemals transsexuellem Hintergrund (NGS) dürften sich hierzu weitgehend einig sein! Es soll allerdings auch "übertolerante" Menschen geben, die den Subjektivismus gleichsam als einzig wahres, gewissermaßen heiliges Diktat feiern. Kann man eine solche Position aber wirklich ernst nehmen? Juristisch gesehen jedenfalls nicht, und das ist gut so!
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Re: BGH: Frau-zu-Mann-Transsexueller gilt rechtlich als Mutt

Beitragvon spirulina » 9. Okt 2017, 23:24

Ich kann euch da in eurer Ablehnung nur voll zustimmen ! Aber ganz besonders schlimm finde ich die Zeugenden oder Gebärenden im Hinblick auf das Produkt Kind ! Was tun die denn diesem Kind an -das ist für mich irgendwie vorsätzlich menschenverachtend ,immer nur das eigene Ego im Vordergrund!
Aber am Schlimmsten finde ich diese Juristen,die so eine genderkacke auch noch amtlich zulassen ! Das wollen einser Juristen sein und dann kommt bei diesem akademischen Klimmzug der Gesetzgebung so ein hirnverbrannter Scheiß raus !
Man sollte wirklich die Prügelstrafe wieder einführen und lebenslang Steinbruch !
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Re: BGH: Frau-zu-Mann-Transsexueller gilt rechtlich als Mutt

Beitragvon Selfmademan » 10. Okt 2017, 06:36

Vor meiner Erkenntnis war die Vagina bei mir schon mit Abneigung belegt. Versucht habe ich es, ja, zu meiner Beschämung, aber nie etwas daraus positives empfinden können. Nach meiner Erkenntnis gabs ne seeehr kurze Phase wo ich versucht habe mich selbst umzuerziehen. Ich wollte das alles so nicht, war durch entsprechende sensationshaschende Medienberichterstattung traumatisiert. Einmal hat es nerventechnisch geklappt ja, die Nerven wissen ja nicht daß sie nicht funktionieren sollen, aber seelisch bin ich damit nicht klargekommen. Die Auslöseart des Höhepunktes war für mich einfach falsch. Ab da war das ganze eine Tabuzone, niemand durfte mehr daran, nicht mal meine geschiedene Frau. Ich habe nur noch den Minimalstunterentwickeltenpimmel, in der Fachwelt als Klitoris bezeichnet, für die Berührung freigegeben, der Rest war tabu. Ich hatte zudem ja eine längere Zeit die damals schlechten Phallusergebnisse mit einem Klitpen überbrückt. Hauptsache die Röhre ist dicht. Als Heimhandwerker habe ich nie die Vagina ausgetestet weil ich mich vor ihr geekelt habe. Heute frage ich mich allen Ernstes was mich damals geritten hat, über den Sex zu versuchen mich selbst umzuerziehen. Ich zeige mir in dieser Sache selbst den Vogel. Aber eine bahnbrechende Erkenntnis damals: Ist man originär TS vermag auch ein falsch ausgelöster Orgasmus nichts an dem abweichenden Geschlechtswissen zu ändern.
Seit Mai 2014 endlich fertig. :) Ein ganzer Kerl dank Bogenhausen. ;)

V.i.k.z.k! Tod dem BvB! Tok narok! Bayern München rulez, die Heimat meines besten Freundes.
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Re: BGH: Frau-zu-Mann-Transsexueller gilt rechtlich als Mutt

Beitragvon spirulina » 10. Okt 2017, 09:43

Also bei MF TS wird das Geschlechtsorgan schon zum Lustgewinn gebraucht,aber die dabei ablaufende Imagination ist da doch als Frau fixiert .
So wie du das als Therapieversuch gemacht hast ,finde ich eigentlich gut ,obwohl klar ist,daß das nie zu einer Überwindung des Problems führen wird - unsere Andersartigkeit ist sehr viel tiefer angesiedelt,letzendlich doch wohl so,daß man da mit keinem psychotherapeutischen Ansatz ran kommt,sei er noch so ausgeklügelt !
Ich bin ja da ganz offen und unvoreingenommen ,aber ich sehe da bis dato keine andere Möglichkeit wie die der chirurg. Angleichung ,obwohl ich das eigentlich als eine Verstümmelung betrachte . Nichts ist besser ,wie das Original ,alles andere ist halt nur palliativ und ein Behelfskonstrukt .
Es ist schade,daß ich endlich bin ,ich würde doch zu gerne wissen,wie man das vielleicht in 200 -300 Jahre behandeln wird ,obman da mit konservativer Behandlung weitergekommen ist ,oder nur die OP Technik verbessert wurde.
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