Transsexuell als 3tes Geschlecht - nein Danke!

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Transsexuell als 3tes Geschlecht - nein Danke!

Beitragvon Lotty » 6. Mai 2017, 07:07

Wir sind erstaunt welch merkwürdigen Vorstellungen von Transsexualität bestehen. Da hat die Landesregierung Rheinland-Pfalz dem Bundesrat einen Antrag vorgelegt, in dem sie Transsexualität und Intersexualität als Geschlechtsidentität jenseits Mann und Frau bezeichnet.

Hier wird deutlich wohin uns das Gerede der Geschlechtsidentität hin führt und wie sie verstanden wird. Geschlechtsidentität ist nicht gleichzusetzen mit Geschlecht, das sagen wir schon lange. Indem in unserem Zusammenhang (Menschen post Genitalangleichung) von Geschlechtsidentität geredet wird, macht man uns unser Geschlecht streitig.

Man nimmt uns unser Geschlecht und ordnet uns einem drittem Geschlecht zu. Leute wacht auf, wenn ihr Frauen bzw Männer seit macht Radau. Lasst euch von den Genderqueeren Lobbyvertretern, die diese Idee von der Geschlechtsidentität ja ebenfalls stützen nicht euer Geschlecht nehmen.

Frauen und Männer post Genitalangleichung sind vollumfänglich Frauen und Männer!

Der Bundesrat möge beschließen:
1. Neben den Geschlechtskategorien Mann und Frau existieren andere Geschlechtsidentitäten (sog. Intersexualität und Transsexualität bzw. Transidentität), was jedoch im gesellschaftlichen Alltag bisher nicht hinreichend abgebildet wird. Diese Menschen stoßen im Alltag noch immer vielfach auf Vorurteile und Ablehnung.

Hier der ganze Antrag:
http://www.bundesrat.de/SharedDocs/drucksachen/2017/0301-0400/362-17.pdf?__blob=publicationFile&v=1

Lotty Maria Wergin
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Re: Transsexuell als 3tes Geschlecht - nein Danke!

Beitragvon Selfmademan01 » 6. Mai 2017, 08:51

Bin noch nicht freigeschaltet, daher die 01 am Ende vom Namen.

Was??? Wie deppert ist das denn? Stimmt Lotty, wir sind post OP nur noch Männer resp. Frauen und nix dazwischen oder irgendeinen sonstigen Kram. Schön daß ihr da Druck macht. Ein geheilter Krebspatient der nach sieben Jahren keinen Krebs mehr bekommen hat gilt als geheilt und ist demnach kein Krebspatient mehr und hat auch die Diagnose nicht mehr.

Ich selbst bin fertig mit allem und bin nicht mehr TS. Lediglich bei einem Arztbesuch wenn es um genitale Gesundheit geht muß ich reinen Wein einschenken. Aber da sage ich nicht mehr daß ich mal "eine Frau war" oder transsexuell war sondern lediglich daß ich mit weblichen Genitalien auf die Welt gekommen bin und auch sonst anatomisch als solche funktioniert habe. Ich lege meinen Fokus stets auf den Körper.
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Re: Transsexuell als 3tes Geschlecht - nein Danke!

Beitragvon seerose » 6. Mai 2017, 11:58

Es fällt immer wieder auf, daß der ansonsten von den öffentlichen Taktgebern als "nicht mehr zeitgemäß und überholt"geschmähte und verschmähte Begriff "Transsexualität" immer dann reaktiviert wird, wenn es gilt, für seine Klientel etwas durchzudrücken, was mit (ehemals) transsexuellen Menschen und deren Bedarfslagen nicht das Geringste zu tun hat, und geradezu gegen unsere Interessen gerichtet ist. Warum wird das so gemacht?!
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Re: Transsexuell als 3tes Geschlecht - nein Danke!

Beitragvon Gast » 6. Mai 2017, 14:13

Zu dieser falschen Zuordnung (3. Geschlecht) tragen leider auch genügend Betroffene mit ihrer Ausdrucksweise bei! Transsexuelle Menschen als undefiniertes drittes Geschlecht einordnen zu wollen, empfinde ich als Zumutung und Diskriminierung. Deswegen lehne ich auch den unsäglichen Begriff bzw. die Selbstbezeichnung "Trans-Menschen" ab. Transsexuelle Menschen sind schlicht Frauen und Männer.
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Re: Transsexuell als 3tes Geschlecht - nein Danke!

Beitragvon spirulina » 6. Mai 2017, 15:06

Ich bin mehr denn je davon überzeugt,daß TS kein eigenes Krankheitsbild braucht,sondern unter BIID untergeordnet werden kann. Warum für Transsexuelle eine extra Wurst -für mich sind andere BIID Betroffene
völlig gleichgestellt.
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Re: Transsexuell als 3tes Geschlecht - nein Danke!

Beitragvon Gast » 6. Mai 2017, 15:47

Natürlich ist TS eine eigenständige Krankheit. Dies mit BIID in einen Topf werfen zu wollen, ist vollkommen abwegig und ein sehr guter Weg, die Psychophathologisierung (oder Schlimmeres) voran zu treiben. Nein danke. Es geht nicht um eine Extrawurst, sondern um die korrekte Einordnung.
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Re: Transsexuell als 3tes Geschlecht - nein Danke!

Beitragvon seerose » 6. Mai 2017, 17:45

spirulina hat geschrieben:Ich bin mehr denn je davon überzeugt,daß TS kein eigenes Krankheitsbild braucht,sondern unter BIID untergeordnet werden kann. Warum für Transsexuelle eine extra Wurst -für mich sind andere BIID Betroffene
völlig gleichgestellt.

zunächst einmal wäre es schön, wenn die geneigten Leser erfahren könnten, welche "neue"(?) Schublade denn hier mit BIID aufgemacht werden soll, in die dann angeblich (ehemals) transsexuelle Menschen hineingehören!
BIID heißt zunächst einmal: "Body Integrity Identity Disorder" (zu deutsch: Körperintegritätsidentitätsstörung).
Diesen Schuh mag sich ja gerne Derjenige anziehen, dem er passt: mir jedenfalls ganz und gar nicht!
Es gibt allerdings ein viel weiter verbreitetes Phänomen, das zumindest landläufig auch immer noch als "Störung" angesehen wird. Ich spreche hier von Masochismus (mit und auch ohne Verbindung zu Sadismus), und es ist nicht ausgeschlossen, daß davon auch der ein oder die andere aus dem Umfeld von transsexuellen Menschen, Transgendern oder sonstigen Trans*-Menschen betroffen ist, was Vieles erklärt!
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Re: Transsexuell als 3tes Geschlecht - nein Danke!

Beitragvon Frank » 6. Mai 2017, 21:08

Danke liebe Seerose,
ich war schon versucht nach zu Fragen was BIID denn eigentlich bedeutet :oops:

Was mir immer wieder Auffällt ist das es offensichtlich nicht wenige Menschen mit transsexuellem Hintergrund gibt die sich selbst nicht erlauben im richtigen Geschlecht an zu kommen.
Dazu habe ich in einem Buch vor einiges Zeit mal etwas gelesen das auch bei Menschen mit vom Heteronormativen Bild abweichender sexueller Orientierung ein ähnliches Verhalten gezeigt wird. Dort ist es dann so das diese Menschen sich selbst wegen ihrer "abweichenden sexuellen Orientierung als schlechter wie andere Menschen" sehen und erleben, oft sogar indirekt so bezeichnen. In Bezug auf Transsexualität habe ich das schon ein paar Mal bei Frauen erlebt die sich zwar einerseits selbst als "ich bin Frau" bezeichnen, dies aber anschließend direkt wieder Relativieren indem sie sich dann doch als "Transfrau" bezeichnen..... #-o
Dieses Verhalten paßt durchaus in den Masochismus Bereich, kann aber auch schlicht an schrägen "Sozialen Rollenbilden" liegen oder einfach nur extreme Minderwertigkeitsgefühle offenbaren.

Zum Ursprungspost:
Ich bin definitiv dafür sowohl dem Antragsteller - Landesregierung Rheinland Pfalz - als auch dem Bundesrat zu Schreiben.
Der Unsinn der in diesem Antrag steht sollte auf keinen Fall unkommentiert stehen bleiben [-X

Liebe Grüße,
Frank
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Re: Transsexuell als 3tes Geschlecht - nein Danke!

Beitragvon spirulina » 6. Mai 2017, 22:14

Ich weiß jetzt nicht was Transsexualismus mit Masochismus zu tun hat,bin aber trotzdem davon überzeugt,daß Transsexualismus falsch eingeordnet wird !
In weiten Bereichen hat Transsexualismus etwas wahnhaftes an sich - und auch Suchtpotential ! Und dieses
oftmals nötigende Verhalten vieler Betroffener zur Durchsetzung ihrer Ziele ist für mich schwer verständlich.
"Wenn ihr nicht das macht,was ich will,bringe ich mich um!"

Die gesellschaftliche Akzeptanz ist gleich null,wenn man nicht stealth leben kann - das beste Beispiel dafür ist für mich Cveta - ein bedauernswerter Mensch ,der für alle nur als abschreckendes Beispiel und als Gespött dient.
Die Gesellschaft lacht doch schlußletztlich über die Transsexuellen ! Ganz schlimm wird es dann noch mit den Möchtegerntranssexuellen,die ohne körperl. Angleichung herumtransen ! Heute so und morgen so .
Viele Transsexuelle leben doch in einer Scheinwelt und haben die rosarote Brille auf der Nase.
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Re: Transsexuell als 3tes Geschlecht - nein Danke!

Beitragvon seerose » 6. Mai 2017, 22:57

spirulina hat geschrieben:Ich weiß jetzt nicht was Transsexualismus mit Masochismus zu tun hat,bin aber trotzdem davon überzeugt,daß Transsexualismus falsch eingeordnet wird !

Transsexualismus hat genau so viel und genau so wenig mit Masochismus zu tun, wie dies allgemein auch der Fall ist; allerdings sind auch nicht alle transsexuelle Menschen frei davon; qed!!!
spirulina hat geschrieben:In weiten Bereichen hat Transsexualismus etwas wahnhaftes an sich - und auch Suchtpotential ! Und dieses
oftmals nötigende Verhalten vieler Betroffener zur Durchsetzung ihrer Ziele ist für mich schwer verständlich.
"Wenn ihr nicht das macht,was ich will,bringe ich mich um!"!

Ich weiß nicht, von welchen diesbezüglichen Abgründen Du da weißt, und davon anscheinend berichtest; immerhin sprichst Du von "In weiten Bereichen...", die mir z.e. anscheinend bislang verborgen geblieben sind, und für die Du dann aber anscheinend auch wenig Empathie aufzubringen vermagst, ihre diesbezüglichen Hintergründe zu verstehen, sondern sie stattdessen lieber ziemlich verständnislos abqualifizierst!
spirulina hat geschrieben:Die gesellschaftliche Akzeptanz ist gleich null,wenn man nicht stealth leben kann - das beste Beispiel dafür ist für mich Cveta - ein bedauernswerter Mensch ,der für alle nur als abschreckendes Beispiel und als Gespött dient.
Die Gesellschaft lacht doch schlußletztlich über die Transsexuellen ! Viele Transsexuelle leben doch in einer Scheinwelt und haben die rosarote Brille auf der Nase.

Was willst Du jetzt damit sagen? Machst Du es jetzt denen, die kein gutes "passing" haben zum Vorwurf, daß dem so ist? Ich verfügte Gott-sei-Dank schon prä-GaOP über ein sehr gutes passing; aber ist das "mein Verdienst" bzw. ist das umgekehrt immer nur "die Schuld" Derjenigen, die diesbezüglich nicht so gut dran sind? Und was sollen bzw. können diese dann bitte anders machen???
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