Selbsthilfe Forum - Frau! Mann! - oder was bin ich sonst?

- Für Menschen deren Geschlecht nicht den Körpermerkmalen entspricht -
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BeitragVerfasst: 2. Sep 2017, 10:15 
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yvi-nasti hat geschrieben:
hmm, ich vertsehe gerade nicht, wieso das System schwierigkeiten damit haben sollte wenn ein Sachbearbeiter bei der Datenpflege den Geschlectseintrag Korrigiert und die Karte neu ausstellt? Ist ja wie beim Heiraten, wo einerseits auch der Familienname umgestellt wird, andererseits eventuell auch die Versicherung an sich (z.b. von eigen- auf Familienversichert).


Doch die Probleme gibt es. Wenn du eine Frau mit transsexueller Vergangenheit bist, rastet die Software bei meinen Urologen regelmäßig aus, wenn ich meine Prostata zur Krebsvorsorge untersuchen lasse. Nach der Software des PC meines Urologen gibt es sowas nicht. Nur Männer haben nach der Software eine Prostata. :mrgreen:

Auch kann man Körper von älteren Frauen mit transsexueller Vergangenheit nicht gleichsetzen mit Körper von Frauen ohne transsexueller Vergangenheit. Das ist der Grund warum ich trotz über 34 Jahren HRT meine Hormondosis nicht senke, obwohl bei älteren Frauen ohne transsexuelle Vergangenheit die Körper nach den Wechseljahren die Produktion von weiblichen Hormonen sehr stark reduziert.

Auch habe ich nie versucht den weiblichen Zyklus nachzuahmen, weil es nach meiner Ansicht für mich nicht stimmt. Ich überdecke mit dem Östrogen mein Testosteron und nach der GaOp mein Resttestosteron was mein Körper noch produziert.


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BeitragVerfasst: 2. Sep 2017, 13:57 
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Ätztussi hat geschrieben:
Nach der Software des PC meines Urologen gibt es sowas nicht. Nur Männer haben nach der Software eine Prostata. :mrgreen:

Das wäre mir aber zu demütigend, eine solche "Vorsorge-Untersuchung" machen zu lassen! Es dürfte ja wohl unter medizinischen Gesichtspunkten höchst unwahrscheinlich sein, daß langjährig operierte Frauen mit ehem. ts-Hintergrund an "einschlägigem" Krebs erkranken. Dass sich die P. bei Männern, die lebenslang "Vollstoff" testo-versorgt worden sind, da häufig Probleme ergeben, ist bekannt. Warum sollten wir uns aber um solchen "Firlefanz" Sorgen machen?
Außerdem kommen P-Probleme bei Männern auch nicht von heute auf morgen "vom Himmel gefallen", sondern zeigen sich durch verschiedene einschlägige Probleme. Also P.-Vorsorge ist für mich definitiv nicht relevant!
Ätztussi hat geschrieben:
Auch kann man Körper von älteren Frauen mit transsexueller Vergangenheit nicht gleichsetzen mit Körper von Frauen ohne transsexueller Vergangenheit. Das ist der Grund warum ich trotz über 34 Jahren HRT meine Hormondosis nicht senke, obwohl bei älteren Frauen ohne transsexuelle Vergangenheit die Körper nach den Wechseljahren die Produktion von weiblichen Hormonen sehr stark reduziert.
Auch habe ich nie versucht den weiblichen Zyklus nachzuahmen, weil es nach meiner Ansicht für mich nicht stimmt. Ich überdecke mit dem Östrogen mein Testosteron und nach der GaOp mein Resttestosteron was mein Körper noch produziert.

Das von Dir Dargelegte macht das ganze Dilemma im Zusammenhang mit der Gesundheitsversorung ehemals ts. Menschen klar: niemand weiß doch definitiv, was die richtige Handhabe ist! Jede/r "stümpert" damit noch anno 2017 (!) (weitgehend) alleine herum!
Eine einschlägige Forschung, die auf der Sammlung empirischer Erfahrungswerte basiert, existiert dazu ganz offensichtlich nicht! Da werden dann im Rahmen von Förderung von "gender-mainstream-Programmen" lieber Millionen an Euros für noch so exotische Fragestellungen für tatsächliche oder vermeintliche "Randgruppen" in noch-exotischeren Ländern mit unseren Steuergeldern verplempert, wie nachfolgend belegt:
https://www.compact-online.de/100-milli ... r-irrsinn/


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BeitragVerfasst: 2. Sep 2017, 19:24 
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yvi-nasti hat geschrieben:
hmm, ich verstehe gerade nicht, wieso das System Schwierigkeiten damit haben sollte wenn ein Sachbearbeiter bei der Datenpflege den Geschlechtseintrag Korrigiert und die Karte neu ausstellt? Ist ja wie beim Heiraten, wo einerseits auch der Familienname umgestellt wird, andererseits eventuell auch die Versicherung an sich (z.b. von eigen- auf Familienversichert).
tja... ganz so einfach ist das mit den Gesundheitskarten nicht mehr. Zumindest seit der Neuregelung im Zuge der elektronischen Gesundheitskarte in 2012. Ursprünglich ausgelöst wurde die ganze Änderung bereits 1983 durch ein Urteil (Volkszählungsurteil) des Bundesverfassungsgerichts zur unkontrollierten Verwendung der Rentenversicherungsnummer (RVNR).
Die RVNR wird einmalig vergeben und bleibt lebenslänglich gleich. Normalerweise. Die RVNR enthält an Stelle 10+11 das Geburtsgeschlecht (00–49 = männlich, 50–99 = weiblich oder unbestimmtes Geschlecht). Normalerweise.
Die einzige Ausnahme: Bei einer Personenstandsänderung nach §8 TSG wird auch das Geburtsgeschlecht geändert (durch Randeintrag im Geburtenbuch). Automatisch ändert sich in diesem Sonderfall selbstverständlich die RVNR, auf deren Basis von einer unabhängigen Vertrauensstelle die neuerdings auch lebenslängliche KVNR berechnet wird.
Und genau hier liegt der Knackpunkt, weshalb Sachbearbeiter der Krankenkassen den Geschlechtseintrag in der Gesundheitskarte nicht mehr 'freihändig' ändern können/dürfen. Mit dem Geschlecht müssen sich (bedingt durch den Berechnungsalgorithmus) zwangsläufig auch die RVNR und, davon abhängig, die KVNR ändern.
Was passiert wohl, wenn die Daten/Nummern der Rentenversicherung und der Krankenversicherung nicht mehr zusammenpassen und der Arbeitgeber versucht, über die Krankenkasse die Rentenversicherungsbeiträge etc. einer Frau auf das Versicherungskonto eines Mannes abzuführen. (ein etwas an den Haaren herbeigezogenes Beispiel, aber im Hintergrund würden jedenfalls die Rechner streiken)

Warum ist es bei einer Heirat einfacher?
Hier ändert sich der Familienstand und eventuell der Familienname. Beides ist in der RVNR nicht berücksichtigt, da diese Änderung von Anbeginn an ein normaler, einkalkulierter Vorgang war.
Die Umstellung des Versicherungsvertrages (z.B. Eigen- auf Familienversichert) ist eine interne Angelegenheit der Krankenversicherung und betrifft die KVNR und somit auch die RVNR in keinster Weise.

_________________
Der blaue Planet - er ist nicht unser Eigentum - wir haben ihn nur von unseren Kindern und Enkeln geliehen..


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BeitragVerfasst: 3. Sep 2017, 04:13 
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Erstmal ganz lieben Dank @ Manuela, genau da liegt eines der Probleme und dies ist zumindest Offensichtlich.

Ein weiteres ist eben der Datenaustausch zwischen "Blutabnehmender Arztpraxis -> Labor -> und zurück".....die Labore sind meist für die Patienten gar nicht erreichbar, da hier kein Informationsaustausch vorgesehen ist und als zweiter wichtiger Punkt: Es muss bei den Vergleichswerten ja der Bezug zum Geschlecht erkennbar sein -> dies ist jedoch nicht so, ich habe es durch Eigeninitative und Suchen von Vergleichswerten erst als "Da gibt es Differenzen aufgrund des Geschlechtes" herausgefunden. Da es ja nicht um die "Geschlechtshormonwerte" ging, sondern um andere Blutwerte.

Zu den Problemen bei "Urologe / Gynäkologe" habe ich auch ein Problem, da ich noch einen "Rest innenliegendes Vaginalgewebe" habe, welcher eigentlich für die Harnröhrenverlängerung, die bei mir nicht mehr umgesetzt werden konnte, vorgesehen war und aus meiner Sicht auch noch ist (Hoffe dies irgendwann noch machen zu können) muss ich genau dieses Gewebe regelmäßig untersuchen lassen, da hier durch die Testosteronhöhe ein deutlich erhöhtes Krebsrisiko besteht. Das Gewebe ist aber von seiner Struktur her besser geeignet wie andere potentielle Gewebestellen.
Und auch bei Gynäkologen ist es so das "Männer" dort nicht im Programm existieren.....logischer Weise.


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