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- Für Menschen deren Geschlecht nicht den Körpermerkmalen entspricht -
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 Betreff des Beitrags: Re: ewiger Makel - Transsexualität?
BeitragVerfasst: 3. Jul 2017, 20:20 
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Spirulina,

was meinst du mit dem Wort "Primärgeschlecht"?

Ich kenne "primäre" und "sekundäre" Geschlechtsmerkmale, welche sich letztlich nur auf die ausgebildeten Körpermerkmale beziehen, wobei diejenigen welche direkt nach der Geburt erkennbar sind als "primär" und die erst später durch Hormoneinwirkung entstehenden "sekundär" sind.
Das scheint aber nicht zu dem zu Passen was du geschrieben hast.

Fragende Grüße,
Frank


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 Betreff des Beitrags: Re: ewiger Makel - Transsexualität?
BeitragVerfasst: 3. Jul 2017, 20:58 
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Primär ist das,was man bei Geburt hatte . Viele Transsexuelle haben ja vor ihrer Transition ganz normal als Mutter oder Vater funktioniert - es sei jetzt dahingestellt ob das nun ein verunglückter Therapieversuch war mit der Transsexualität zu leben oder sie zu überwinden.


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 Betreff des Beitrags: Re: ewiger Makel - Transsexualität?
BeitragVerfasst: 3. Jul 2017, 21:08 
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Liebe Spirulina,
damit sagst du aber das die Genitalien wie sie sich ausgebildet haben aus deiner Sicht "Das Geschlechtsbestimmende Merkmal sind" - meinst du das so?

Weil mit dieser These wird mir dann auch klar wieso du uns nicht verstehst und wir dich nicht.

Ich zum Beispiel sehe die Fehlende Übereinstimung zwischen den körperlichen Geschlechtsmerkmalen (Genitalien & Gonaden) und meinem Wissen das diese dem "falschen Geschlecht entsprechen" als einen Fehler wie auch andere körperliche Fehlbildungen "Fehler in der embryonalen Entwicklung" sind, zum Beispiel bei meinem Enkel dessen linke Hand fehl-gebildet ist da ihm die "Mittelhandknochen und Zwei Finger fehlen".
Das sind einfach "Fehlerhafte Entwicklungen" die wenn Möglich korrigiert werden sollten.

Liebe Grüße,
Frank


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 Betreff des Beitrags: Re: ewiger Makel - Transsexualität?
BeitragVerfasst: 3. Jul 2017, 22:51 
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Im Prinzip meine ich das schon so,wie ich es sage . Ich kann da nix fehlerhaftes dran sehen,wenn ein Mensch mit männlichem Genitale ein Kind zeugt . Wenn er dann im Laufe seines Lebens zu der Überzeugung kommt als Frau leben zu müssen ,dann ist das eben so . Im tierreich kommt das ja auch vor ,daß Tiere ihr Geschlecht im laufe ihres Lebens wechseln .
Was mich da bei Betroffenen immer wieder stutzig macht ,ist die Initialzündung zur Transition . Die können jahrzehntelang ein recht normales Leben führen und dann kommt der große Knall und sie werfen alle Konventionen über Bord und machen ihr Ding !
Ich war ja auch jahrelang mit einer mehr oder weniger transvestitischen Rolle zufrieden bis ich mich dann zur Transition entschloß ! So ganz klar war mir das in meiner Jugend nicht ,ich dachte immer ,ich wäre vielleicht ein übersteigerter Transvestit .
Ja und ob das angeboren ist oder durch Erziehung oder dem insgeheimen Wunsch der Eltern nach einem Kind mit anderem Geschlecht - ich weiß es nicht ,alles scheint mir möglich .
Für mich ist nur die heute praktizierte Therapie in Form von operativer Anpassung eben nicht kausal sondern palliativ .
Für mich ist die Behandlung eine vom Pat. gewollte Körperzerstörung ,aber wenn der Pat. das so will ist das völlig in Ordnung .


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 Betreff des Beitrags: Re: ewiger Makel - Transsexualität?
BeitragVerfasst: 3. Jul 2017, 23:31 
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Meine Genitalien haben mein Geschlecht nie bestimmt. Oder wie kommt es daß ich trotz weiblichen Genitales seit Kindesbeinen an der Überzeugung war ein Junge zu sein? Ich habe sogar lange Zeit geglaubt daß das bei mir noch wachsen werde. Im Gegenteil, mein Geschlecht bestimmte die Genitalien und da mein Gehirngeschlecht und damit Primärgeschlecht nunmal männlich ist, mußte da auch ein männliches Genital hin. Zu behaupten mein Primärgeschlecht wäre nur wegen der ehemals weiblichen Genitalien weiblich, der spricht mir mein männliches Geschlecht ab und das empfinde ich als famose Beleidigung, erst recht wenn dies aus den "eigenen Reihen" kommt. Du kannst das gerne für dich an dir selbst so sehen, aber urteile nicht pauschal über andere und schließe nicht von dir auf andere.

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Seit Mai 2014 endlich fertig. :) Ein ganzer Kerl dank Bogenhausen. ;)

V.i.k.z.k! Tod dem BvB! Tok narok! Bayern München rulez, die Heimat meines besten Freundes.


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 Betreff des Beitrags: Re: ewiger Makel - Transsexualität?
BeitragVerfasst: 4. Jul 2017, 00:19 
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Gut, dass ich insgesamt körperlich nicht sooo eindeutig war - angefangen bei nicht so großen Händen und Füßen.

Eindeutig ist nicht eindeutig ist nicht eindeutig.

Wenn ich als Teenager keine Wachstumshormone gespritzt bekommen hätte, wäre es womöglich noch stärker zu meinen Gunsten ausgefallen.

Meine Sexualität konnte ich nicht haben und ein Kind zeugen konnte ich auch nicht. Ist ja schön, wenn andere ihren Spaß haben konnten, Kinder zeugen bzw. gebären konnten. Für mich zumindest fühlte es sich total verkehrt an.

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"Am meisten fühlt man sich von Wahrheiten getroffen, die man sich selbst verheimlichen wollte."
F. Beutelrock (1889 -1958)

"Die Selbsttäuschung beherrscht der Mensch noch sicherer als die Lüge."
F. Dostojewskij (1821 - 1881)


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 Betreff des Beitrags: Re: ewiger Makel - Transsexualität?
BeitragVerfasst: 4. Jul 2017, 09:20 
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Ich spreche doch niemanden sein Geschlecht ab ,aber das,was man bei Geburt visuell sieht ist für mich primär .
Ich wußte auch von frühester Kindheit,daß ich irgendwie anderst war,habe mir da aber keine großen Gedanken gemacht,da ich ja nix Anderes kannte .


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 Betreff des Beitrags: Re: ewiger Makel - Transsexualität?
BeitragVerfasst: 4. Jul 2017, 09:54 
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Für mich macht die Aussage eines Neurologen: "Wir sind unser Gehirn" sehr viel mehr Sinn als die implizit unhinterfragte, aber sicher mehrheitlich geteilte Aussage: "Wir sind unser Genitale".
Aber manche Leute, insbesondere (tonangebende) Männer sollen ja bekanntlich mit ihrem "liebsten Spielzeug" auch am besten denkenkönnen, heißt es. Dann darf man sich nicht wundern, wenn als Produkt dieser Denke herauskommt: "Wir sind unser Genitale"!


Zuletzt geändert von seerose am 4. Jul 2017, 09:57, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: ewiger Makel - Transsexualität?
BeitragVerfasst: 4. Jul 2017, 09:54 
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Tja - was man nicht sehen kann gibt es nicht oder ist eben einfach nur sekundär oder fällt gar unter ferner liefen?

So sehen es ja viele und darum haben wir ja die Probleme, die wir haben.

Das bedeutendste Geschlechtsorgan ist das Gehirn. Aber das sieht man ja nicht, das versteht man ja nicht, da fehlt das Vorstellungsvermögen.

Irgendwie wirkst du immer wieder ziemlich frustriert auf mich, spirulina und es kommt bei mir schon das Gefühl hoch, dass wenn du damals gewusst hättest was du heute weißt, du dich damals womöglich anders entschieden hättest?

Du schreibst immer wieder von Gender Dingen, die primär wichtig waren/sind und dass das primär sichtbare Genital doch eben Geschlecht bestimmend für dich ist.

Ich will dir auch nichts absprechen, nur oft fühlt es sich für mich so an, als ob du irgendwelche anderen Motivationen hattest für das was du tatest und dass es nicht das Verlangen nach deinem komplett weiblichen Körper war, dass dich voran trieb.

Nur mein Gefühl, ich kann total daneben liegen und es würde mich freuen läge ich total daneben. Am Ende musst du es wohl mit dir selbst ausmachen, selbst, wenn du jemanden hast wo du dich auskotzen kannst.


P.S.: Anders sind alle Menschen, wir sind nicht gleich. Nur, stelle ich immer wieder fest, dass Männer sich in gewisser Weise ähnlich verhalten und Frauen eben auch, wobei es natürlich auch eine Schnittmenge gibt.

Dennoch ist es schwachsinnig sich Rollenzwängen zu unterwerfen. Da kann es dann schon mal vorkommen, dass ich mich gerade nicht so verhalte, wie es von mir erwartet wird - wenn man mich damit versucht unter Druck zu setzen.

Allerdings wundert es mich dann schon, wenn ein Obermacho (allgemeines Extrembeispiel mal) sich plötzlich als Frau fühlt, in die Transition geht und wie weit auch immer durchläuft, und dann hinterher immer noch den Macho raushängen lässt und ein Verhalten an den Tag legt, was ich sonst nur von Männern her kenne. Da stimmt doch dann was nicht.

Und ja, es gibt auch softe, empathische etc. Männer, die vermutlich bei dem vorherrschenden Rollenzwängen und -druck nicht gut in der männlichen Rolle klar kommen. Aber sind das dann alle gleich Frauen?

Oder umgekehrt die vielleicht eher maskulinen Frauen - ich meine damit, wie sie Dinge angehen, wie sie sich verhalten usw.

Wie ich schon schrieb, gibt es Überschneidungen und ich bin immer noch der Ansicht, dass Männer sich auch wirklich emanzipieren sollten. Nun gut, vielleicht passiert das ja eines Tages, wenn genug von ihnen in die weibliche Rolle gewechselt sind, vielleicht ist das ja die Art wie Männer sich emanzipieren.

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 Betreff des Beitrags: Re: ewiger Makel - Transsexualität?
BeitragVerfasst: 4. Jul 2017, 11:22 
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Registriert: 21. Feb 2016, 19:06
Beiträge: 960
Hera hat geschrieben:
Allerdings wundert es mich dann schon, wenn ein Obermacho (allgemeines Extrembeispiel mal) sich plötzlich als Frau fühlt, in die Transition geht und wie weit auch immer durchläuft, und dann hinterher immer noch den Macho raushängen lässt und ein Verhalten an den Tag legt, was ich sonst nur von Männern her kenne. Da stimmt doch dann was nicht.

Hera hat geschrieben:
Und ja, es gibt auch softe, empathische etc. Männer, die vermutlich bei dem vorherrschenden Rollenzwängen und -druck nicht gut in der männlichen Rolle klar kommen. Aber sind das dann alle gleich Frauen?

Also das Softie-Weichei wird für die wenigsten Frauen wirklich als Sex- und Lebenspartner in Frage kommen, wenngleich den heutigen Männern diese Sackgassen-Rolle im Zuge von "gender-mainstreaming" schmackhaft gemacht wird, ja geradezu aufgenötigt wird, es sei denn, man gehört zu den willkommen-geheißenen Ausnahmen!
Ich persönlich präferiere den "normalen Mann", der es aber nicht nötig hat, mit Macho-Gehabe Eindruck zu schinden, der aber über wünschenswerte männliche Qualitäten verfügt, z.B. den Mut und der notfalls auch den Einsatz körperlicher Stärke zeigt, auch und gerade zum Schutz für die schwächeren Frauen und Kinder, falls der Schutzinstinkt dies hergibt!
Die Notwendigkeit hierfür scheint mir in Zukunft nötiger zu sein, denn je!


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