Umfrage zum sexuellen Erleben bei Transsexualität

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Re: Umfrage zum sexuellen Erleben bei Transsexualität

Beitragvon seerose » 8. Aug 2016, 13:47

spirulina hat geschrieben:Was heißt denn "eine Verschlimmerung der Lebenssituation? Das ist doch eine pauschale Verallgemeinerung ,da kann ich mir jedenfalls nix drunter vorstellen.
Jeder hat sein Päckchen zu tragen und alle Negativa mit Transsexualität erklären zu wollen ist ein sehr einfaches Muster .

Gesellschaftspolitisch befinden wir uns in einer Zeit der "closed shop policy", was heute bereits insbesondere die prä-OP-TS zu spüren bekommen, insbesondere in Form der Vereinnahmung durch Transgender und Trans*.
Zu meiner "Sturm- und Drangzeit" konnten wir aber noch etwas für uns bewegen, was heute so nicht mehr denkbar wäre. Damals haben TV, Tunten und andere "Nachtschatten-Gewächse" unseren Raum gesellschaftspolitisch noch nicht so alles erdrückend okkupiert.
Die anderen Spiru-Ausführungen sind mal wieder so dermaßen daneben, daß ich mir dazu eine weitere Kommentierung erspare...
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Re: Umfrage zum sexuellen Erleben bei Transsexualität

Beitragvon Rosi » 8. Aug 2016, 16:28

Hallo miteinander,

eine ganz merkwürdige "Studie", ohne die lauteren Absichten von Frau Bethlehem in Frage stellen zu wollen, zeugt sie doch
im Grunde nur davon, dass Transsexualität und Menschen mit Transsexualität nicht verstanden werden.

Da frägt man genau betrachtet: "Hat Dir der Sex ´als Mann` besser gefallen oder ´als Frau´?" Jemand der ein Verständnis
besitzt, dass da einmal Frauen vielleicht Sex mit männlichem Genital erlebten und einmal mit ihrem weiblichen Genital,
der würde nicht wirklich fragen wollen, wie sich das wohl verändert hat - denn er darf dann davon ausgehen, dass es
sicher nicht "schlechter" ist.

Wer zudem glaubt, dass in einer persönlichen Befragung er anderes zu hören bekommt, als Menschen ihn hören lassen
wollen und er dann daraus eine aussagefähige "Studie" erstellen kann, da weis ich dann gar nicht, was ich ihm so
öffentlich absprechen soll.

Die persönliche Frage nach der sexuellen Orientierung "davor" und "danach", betreibt so schon die Missachtung der
Unabänderlichkeit von sexueller Orientierung und greift damit homosexuelle Menschen an. Natürlich werden Menschen
in der Befragung angeben, dass sie nun ihre sexuelle Orientierung geändert haben. Das sie aber davor bereits "bisexuell"
oder fremdbetrachtet "schwul" waren, wird man mitunter nicht zu hören bekommen - das ist schlicht "unaufklärbar"!

Aus dem Sumpf um trans*, transparent, und transsibirisch dann explizit auch Menschen mit Transsexualität zu "erwischen",
was ja nur auf Selbstaussagen beruht, ist komplett fraglich, denn die Anfrage wird auch in andere Kreise als diesem hier
erfolgt sein. Daraus dann eine Studie über "Transsexualität" abzuleiten, wird für "Menschen mit Transsexualität" keinen
Verständnis-Zugewinn darstellen. Im Gegenteil: Da werden eher wieder irgendwelche "Dinge" der "Transsexualität"
zugeschrieben, die kompletter Humbug sind.

Von daher beteiligt sich jeder "Mensch mit Transsexualität" an der Zerstörung des Phänomens "Transsexualität" und
dessen Verständnis bei den Menschen: Schon immer Frau, schon immer Mann - schon immer weiblich, schon immer
männlich"!

Maximal wäre eine "Recherche über Menschen mit geschlechtlicher Thematik" denkbar, aus der dann um Himmelswillen
bitte Nichts explizit über "Transsexualität" abgeleitet werden darf. Ich möchte jedem Menschen, der beabsichtigt daran
teilzunehmen, ganz dringend ans Herz legen, auf diese Beschreibungsänderung als Voraussetzung zu bestehen.

Ohje
Rosi
 

Re: Umfrage zum sexuellen Erleben bei Transsexualität

Beitragvon spirulina » 8. Aug 2016, 16:52

Geht es vielleicht auch in Deutsch oder muß alles veramerikanisiert werden? Auch du vermischt jetzt schon Transsexuell mit Trans ! Das hat einfach nix miteinander zu tun außer dem Kürzel Trans .
Ich lasse mich auch nicht von der Trans Szene vereinnahmen,ich bleibe bei den alten Begriffen und drösele da gar nix auf.
Und ich bin eben auch kein Gutmensch,der die Menschheit in toto verbessern will und kann.
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Re: Umfrage zum sexuellen Erleben bei Transsexualität

Beitragvon tilly » 8. Aug 2016, 17:39

Nun,

ich denke dass es Sinn macht Forschung auch in diesem Punkt zu unterstützen. Natürlich kann man bei Forschung vorher nie genau sagen was zum Schluss herauskommt.
Damit nicht nur ein wildes Sammelsurium unterschiedlichster Ansichten entsteht, sollten die Personengruppen schon sehr genau definiert werden. Das erscheint mit tatsächlich ein Problem vieler gut gemeinter Ansätze zu sein.

Aber ganz grundsätzlich ist es als Minderheit immer gut Gehör zu finden.

Mit liebem Gruß Tilly
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Re: Umfrage zum sexuellen Erleben bei Transsexualität

Beitragvon Frank » 8. Aug 2016, 17:52

Nun, ich brauche mich glaube ich nicht nochmal explizit zu melden, wenn ich das richtig mitbekommen habe hatte ich mich schon in Verbindung mit dem Gespräch mit Lotty freiwillig gemeldet. *denk*

Grundsätzlich muss ich dazu sagen das es durchaus Unterschiede im Bezug zur Sexualität - Wünschen, Bedürfnissen, Erleben - innerhalb des Angleichungsprozesses und nach Abschluss (und Abheilung) der GaOps gibt, zumindest weiß ich das dies bei uns Männern definitiv so ist.
Ob und wenn ja wie dies bei Frauen abläuft ist mir nicht so klar, ich denke aber das auch ihr Frauen durch HET Veränderungen bemerkt und das sich auch das Erleben der Sexualität verändert und sei es nur das sich das "richtige Genital" auch dementsprechend anfühlt.....

Ich finde diese Studie jedenfalls gut und werde da soweit es mir möglich ist auch Mitwirken.

Gerade auch weil ich es falsch finde, das letztlich jegliches mögliche "Sexuelle Begehren" aufgrund des Zusammenhangs mit dem Begriffsbereich "Sexualität" ohnehin gern verleugnet wird, dabei sind wir ja wegen der Transsexualität nicht plötzlich Menschen die gar keine "Sexualität mehr haben", oder?

Nachdenkliche Grüße,
Frank

Nachtrag @ Rosi (Isor):
Falls es dir entgangen ist, es gibt auch Menschen bei denen die GaOp nicht so gut verläuft, wo es zu Empfindungsfähigkeitsverlusten kommt, oder wo es nicht so ganz klapt und die Genitalien am Ende nicht so sind wie erhofft -> auch hier ist die Frage berechtigt und mehr als Sinnvoll: Wird die GaOp trotzdem als richtiger Schritt empfunden?
Ich kann dazu in meinem Fall nur sagen: JA, ich würde es wieder genauso versuchen, trotz allem was dabei bei mir schiefgegangen ist!
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Re: Umfrage zum sexuellen Erleben bei Transsexualität

Beitragvon Claudia » 8. Aug 2016, 17:56

yvi-nasti hat geschrieben:Hmm, nunja, ob das sexuelle Erleben zu erforschen wirklich einen Einfluß auf die Entscheidungsfindung (Op/HET ja oder nein) hat wage ich mal zu bezweifeln.
Zumal die körperliche Anpassung im Grundsatz nichts mit der sexuellen Ausrichtung zu tun hat, sondern mit dem eigenen Körperempfinden und -erleben, welchem das sexuelle Empfinden und Erleben schließlich folgt. Passt das körperliche nicht, passt auch das sexuelle Erleben nicht. Von daher wäre es wichtig beides zu erforschen, um ein wirkliches erlebens abbild zu bekommen.
Dennoch ist es ein wichtiges Teilforschungsgebiet, und wer sich jetzt wieder aufregt," bei jedem anderen Menschen Interessiert das auch niemand!"
Daß stimmt so nicht, das sexuelle erleben von Männern und Frauen wird schon seit etlichen Jahren erforscht.

Zu dem für und wieder ob man die OP machen sollte, dies kann ich denke ich im Vorfeld schon mal sagen ohne mich allzuweit aus dem Fenster zu lehnen.
Eine Person, welches ein vollkommen anderes Körperabbild von sich im Hirn, oder Geist bzw. Seele verankert hat, als es der sichtbaren realität Entspricht, wird immer eine Anpassung der äußeren an die eigene Innere Realität anstreben. Ganz gleich was die Forschung dazu als für und wieder bereithält.

Und ja, ich wäre bereit mitzumachen.



Hallo yvi-nasti,

ja, das stimmt, das sexuelle Erleben und Verhalten wird schon seit langem für verschiedene Personengruppen erforscht und ist ja dementsprechend auch theoretische Grundlage für die Entwicklung der Sexualtherapie bei verschiedenen sexuellen Störungen. Desto erstaunlicher finde ich es, dass dieses Gebiet im Bereich der Transsexualität so wenig erforscht ist. Alleine schon der Umstand, dass sexuelles Erleben und Verhalten auch zum großen Teil durch Hormone gesteuert wird, lässt doch zu der Annahme führen, dass allein eine HET, auch ohne eine anschließende OP, schon Änderungen bewirken könnte.

Ob sich durch die Erkenntnisse dieser Studie der Enschluß zu einer HET/OP beeinflussen lässt, ist, wie ich hier im Forum mitlesen konnte, ja anscheinend fraglich. Dennoch sollte doch trotzdem die Aufklärung über Konsequenzen (ob positiv oder negativ) wichtig sein. So weiß man doch im Vorhinein, worauf man sich einläßt (oder eben auch nicht!?)

Du schreibst, dass Du bereit wärst, am Interview teilzunehmen. Wie können wir dann in Kontakt treten? Oder hast Du mich über meine Email-Adresse schon angeschrieben?

Über eine kurze Info würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße

Claudia
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Re: Umfrage zum sexuellen Erleben bei Transsexualität

Beitragvon Lotty » 8. Aug 2016, 17:58

Liebe Rosi oder legst du besonderen Wert darauf mit Isor angesprochen zu werden? Es würde mir schwer fallen, da ich doch weiß, dass du zu dem stehst was du schreibst.

Manchmal frage ich mich ob du eigentlich nur bemüht bist etwas falsch auszulegen oder was da für ein Problem bei dir hinter steckt? Es ist schon abenteuerlich was du aus diesem Absatz heraus liest. Es scheint als ob du alles kritisierst was nicht aus deiner Feder stammt.

In meiner Abschlussarbeit möchte ich mich dem Thema Transsexualität widmen. Dabei soll es um das veränderte Erleben der Sexualität (z.B. sexuelle Orientierung, Partnerschaft, Berührungsängste etc.) vor und nach genitalangleichenden Maßnahmen und/oder einer Hormonersatztherapie gehen. Es sollen aber auch Personen befragt werden, die solche Maßnahmen noch nicht vollzogen haben.


Wo bitte liest du dort "Hat Dir der Sex ´als Mann` besser gefallen oder ´als Frau´?"? Findest du es gut Zitate zu verfälschen? Vertraust du darauf das jemand sich nicht die Mühe macht das Original anzuschauen?

Dann auch diesen Satz hier "Wer zudem glaubt, dass in einer persönlichen Befragung er anderes zu hören bekommt, als Menschen ihn hören lassen wollen". Dann können wir sämtliche Umfragen in der Pfeife rauchen. Auch die von der ATME?

Oder des hier, "Die persönliche Frage nach der sexuellen Orientierung "davor" und "danach", betreibt so schon die Missachtung der
Unabänderlichkeit von sexueller Orientierung und greift damit homosexuelle Menschen an."
Natürlich gibt es Menschen die das Geschlecht des Sexualpartners beibehalten haben und welche die es gewechselt haben. Hier einmal herauszubekommen wie das im Verhältnis steht kann durchaus interessant sein. Wenn du glaubst das sich da nichts verändert, nur weil es bei dir so war, naja, Vorurteil meine liebe Rosi.

Dann weiß ich auch nicht warum du plötzlich mit dem Sumpf um Trans* und so weiter anfängst? Es geht hier ganz klar um Menschen mit Transsexualität, vor und nach der GaOP. Deinen allgemein gefassten Begriff "Menschen mit geschlechtlicher Problematik" passt hier nicht, weil die Zielgruppe schon eingegrenzt sein soll auf Menschen mit Transsexualität.

Dann noch ein Wort ganz persönlich liebe Rosi, tu mir einen gefallen und schreibe unter deinem Namen und noch etwas, wenn ich nicht wüsste wer diesen Beitrag verfasst hat, wäre er in den Müll gelandet, wegen Unsachlichkeit und Verfälschung von Inhalten.
Bitte bleib Sachlich. [-X

Liebe Grüße
Lotty
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Re: Umfrage zum sexuellen Erleben bei Transsexualität

Beitragvon Rosi » 8. Aug 2016, 18:56

ha ha ha .... Lotty, wenn der Name "Rosi" nicht als bereits vergeben angezeigt würde, würde ich mit "Rosi"
schreiben - so aber zäumen wir das Pferd halt von hinten auf :-) ...... müsstest meinen alten Account
mit Beiträgen löschen.

Wenn ich schreibe: "Da frägt man genau betrachtet", dann habe ich kein Zitat verfälscht, sondern lediglich
interpretiert wie man es interpretieren kann.

Weiter habe ich speziell die "persönliche Befragung" angesprochen, die sich ein gutes Stück weit von
einer "anonymen Befragung" unterscheidet (eine Erklärung findet sich in der Antwort darauf, warum man
überhaupt anonyme Befragungen macht).

Bei dem Punkt zur "sexuallen Orientierung"; deute ich das richtig, dass Du da eine Änderung derselben
für möglich hältst? Ein schwuler Mann oder eine lesbische Frau praktisch durch Hormongabe "geheilt" werden
können? Denn in den möglichen Antworten, kann sich augenscheinlich eine Änderung dieser Orientierung
ausdrücken.

Weiter wollte ich zum Ausdruck bringen, dass die Gruppe überhaupt nicht auf Menschen mit Transsexualität
beschränkt werden kann - weil es keine Zuweisungsverfahren für Transsexualität gibt und alleine die
Selbstaussage im Raum steht - und wir wissen alle, wer sich selbst wie bezeichnen mag. Weil es nicht
zwingend für Alle eine "Problematik" darstellt, wäre der weiter gefasste Begriff der "geschlechtlichen Thematik"
angemessen. Die Anfrage wird ja anderswo ebenfalls vorgetragen - in Berlin?

Eine Äusserung, dass die Ergebnisse dieser "Studie" die Entscheidung über eine HET beeinflussen können, ist
für mich nur ein weiterer Beweis, dass "Transsexualität" im Grunde nicht verstanden wird. Das Ergebnis,
welches dann eben mit dem selben Unverständnis ausgearbeitet würde, kann nicht im Sinne von
Menschen mit Transsexualität sein. Das war mir wichtig, darauf hinzuweisen. Es geht schließlich auch
um junge Menschen, die nach uns kommen und sich als gesund annehmen können sollten wie sie sind.

Ansonsten stehe ich selbstverständlich zu Allem, was ich oben überlegt geschrieben habe. Es genügt mir, wenn
sich jeder seinen Teil dazu denkt - ich möchte hier keine "Haltung und Anti-Haltung" provuzieren.

Grüße
Rosi (hier geht das ja)
Rosi
 

Re: Umfrage zum sexuellen Erleben bei Transsexualität

Beitragvon Lotty » 8. Aug 2016, 19:58

Rosi hat geschrieben:ha ha ha .... Lotty, wenn der Name "Rosi" nicht als bereits vergeben angezeigt würde, würde ich mit "Rosi"
schreiben - so aber zäumen wir das Pferd halt von hinten auf :-) ...... müsstest meinen alten Account
mit Beiträgen löschen.
Hi Rosi, wie du siehst kannst du deinen Namen jetzt wieder verwenden. Dass dies vorher nicht ging wusste ich leider nicht. Habe deinen alten Account, den du nebenbei gerne wieder haben kannst, auf Rosi_ geändert.

Rosi hat geschrieben:Wenn ich schreibe: "Da frägt man genau betrachtet", dann habe ich kein Zitat verfälscht, sondern lediglich
interpretiert wie man es interpretieren kann.
Die Interpretation war aber sehr eigenwillig.

Rosi hat geschrieben:Bei dem Punkt zur "sexuallen Orientierung"; deute ich das richtig, dass Du da eine Änderung derselben
für möglich hältst? Ein schwuler Mann oder eine lesbische Frau praktisch durch Hormongabe "geheilt" werden
können? Denn in den möglichen Antworten, kann sich augenscheinlich eine Änderung dieser Orientierung
ausdrücken.
Zum ersten, wie kommst du auf die Idee das man "Schwulsein" heilen müsste. Bei mir war es zum Beispiel so das ich mir vor der Genitalangleichung niemals hätte vorstellen können mit einem Mann sex zu haben. Heute seht die Sache gänzlich anders aus. So herum geht es doch auch.

Rosi hat geschrieben:Weiter wollte ich zum Ausdruck bringen, dass die Gruppe überhaupt nicht auf Menschen mit Transsexualität
beschränkt werden kann - weil es keine Zuweisungsverfahren für Transsexualität gibt und alleine die
Selbstaussage im Raum steht - und wir wissen alle, wer sich selbst wie bezeichnen mag. Weil es nicht
zwingend für Alle eine "Problematik" darstellt, wäre der weiter gefasste Begriff der "geschlechtlichen Thematik"
angemessen. Die Anfrage wird ja anderswo ebenfalls vorgetragen - in Berlin?
Das Problem mit dem Begriff Transsexuell kennen wir alle. Wer nennt sich nicht alles so? Nur geht es letztlich um den Einfluss der HET und der Genitalangleichung. Letztlich weiß ich natürlich nicht wie Claudia die Auswertung vornimmt aber mit der Frage "ob jemand mit der HET begonnen hat oder die Genitalangleichung hinter sich hat", bekommt man schon die richtige Gruppe in den Griff. Denn was sollte sich schon ändern wenn weder HET noch GaOP begonnen wurde. Lediglich die Einstellung zur Sexualität wäre dann von Interesse.

Jedenfalls finde ich die Zielgruppenbeschreibung bei weitem besser als wenn es Trans*, Transgeschlechtlich oder gar Transmenschen hieße. Du weist selbst das der Begriff den du priorisierst "Menschen mit geschlechtlicher Thematik" auch nicht unumstritten ist.

Rosi hat geschrieben:Eine Äusserung, dass die Ergebnisse dieser "Studie" die Entscheidung über eine HET beeinflussen können, ist
für mich nur ein weiterer Beweis, dass "Transsexualität" im Grunde nicht verstanden wird. Das Ergebnis,
welches dann eben mit dem selben Unverständnis ausgearbeitet würde, kann nicht im Sinne von
Menschen mit Transsexualität sein. Das war mir wichtig, darauf hinzuweisen. Es geht schließlich auch
um junge Menschen, die nach uns kommen und sich als gesund annehmen können sollten wie sie sind.
Das wiederum ist mein Fehler, denn ich hatte die Aufgabe den Text zu überarbeiten. Ich kann mir aber durchaus vorstellen das es für manche Menschen schon eine Frage der Abwägung ist. Zumindest glaube ich schon das manche Ängste da sein können wie es denn hinterher ist.

Rosi hat geschrieben:Ansonsten stehe ich selbstverständlich zu Allem, was ich oben überlegt geschrieben habe. Es genügt mir, wenn
sich jeder seinen Teil dazu denkt - ich möchte hier keine "Haltung und Anti-Haltung" provuzieren.
Das war mir auch klar Rosi. Zum Teil liegt mein Misverständniss darin begründet das ich nicht wusste, dass du dich nicht mit Rosi anmelden kannst, was jetzt ja geht.

Liebe Grüße
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Re: Umfrage zum sexuellen Erleben bei Transsexualität

Beitragvon yvi-nasti » 8. Aug 2016, 20:27

Hallo Claudia, nein ich kam noch nicht dazu, werde dir aber baldigst eine Mail schreiben.
Wie du siehst, ist dies Forschungsthema Transsexualität insgesamt unter den Betroffenen mit vielen Ängsten verbunden, weil ebend auch viele andere Gruppen diesen Begriff für sich Reklamieren, obwohl sie es im eigentlichen Sinne gar nicht sind, wie ich bereits oben einmal erwähnte.
Leider ist auf der anderen Seite der Forschung oftmals einfach nicht der Elan gegeben sich diesem Theam zu widmen. Viele betrachten dies Thema als nicht Lohnend genug, sehr Undankbar (das ist es auch, weil du immer gegen wiederstände anrennst, weil viele andere Gruppen sich auch als Betroffene ausgeben), und schlicht und ergreifend als eine Sackgasse (da viele dichtmachen, oder von vornherein die Mitarbeit verweigern).

Ja, das die Studie einen Einfluß auf die Entscheidungsfindung der Betroffenen haben wird, wage ich zu bezweifeln. Dies ändert aber nichts an dem Wert der Studie.

Eine Beobachtung, aus meiner Erfahrung heraus, kann ich dir schon mitteilen. Eine Sexuelle Ausrichtung wird sich nicht in den Grundzügen ändern, wenn sie nicht bereits vorher latent dagewesen ist. Aber wäre dem auch nicht so, würden nicht mansche Menschen ebenfalls erst im mittleren Erwachsenenalter "entdecken" das sie nicht hetero- sondern Bi- oder Homosexuell sind. Ich Persönlich gehe jedenfalls davon aus, dass bei Transsexuellen genau dieselben Verdrängungsmuster und Mechanismen eine Rolle spielen, wie bei anderen Menschen auch.
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