Umfrage (sozialen Unterstützung und Diskriminierung)

In diesem Forenbereich können Umfragen zur Transsexualität eingestellt werden. Gäste sollten dies aber zuvor mit der Forenleitung absprechen. Kontakt: administrator@shg-dazwischen.de

Re: Umfrage (sozialen Unterstützung und Diskriminierung)

Beitragvon Gast » 8. Mai 2016, 00:16

Das ist einfach "Bullshit"! [-X [-X [-X [-X [-X
Gast
 

Re: Umfrage (sozialen Unterstützung und Diskriminierung)

Beitragvon Waldfee » 8. Mai 2016, 18:43

Wie bereits geschrieben, habe ich an dieser Umfrage teilgenommen - trotz zum Teil sehr befremdlicher Ansätze, Fragen und Antwortemöglichkeiten.
Für meine Kommentare gab es zu wenig Kommentarfelder und zu wenig Platz in den wenigen vorhandenen Kommentarfeldern :schimpf:

Ich habe mir diese Umfrage einzig und allein deswegen angetan, weil da Lotty gemeinsam mit Frank als Bürge - für mich quasi als Qualitätgaranten - dargestellt wurden
Lotty hat geschrieben:

Bei der Erstellung unseres Fragebogens haben wir von Lotty und Frank viel wertvolle Unterstützung bekommen.

zumal Lotty den Hinweis/den Link zu dieser Aktion hier veröffentlicht hat.
Ich war der festen Überzeugung, dass die befremdlichen Ansätze und daraus resultierend meine Fragen - ein Teil davon hat Lotty zwischenzeitlich ausgesprochen - nur meiner oberflächlichen Nicht-Wahrnehmung der extraordinär tiefenpsychologisch versierten Fragetechnik der beiden Damen geschuldet ist .... und guten Glaubens habe ich treu und brav die Fragen abgearbeitet.
Ohje, da habe ich mich getäuscht 8-[

Lotty hat geschrieben:Auch ich hatte meine Probleme mit der Umfrage. Es haut einfach nicht hin, wenn man uns unser Geschlecht als Geschlechtsidentät umdeutet. Es ist eben ein Unterschied ob es um das Gender oder den Sexus geht. Eine Umfrage zu erstellen die beide Gruppen abfragt ohne jedoch die Unterschiede wahrnehmen zu können führt zwangsweise zu falschen Ergebnissen.

Man unterstellt uns ja überwiegend das wir lediglich ein psychosoziales Problem haben. Den Schritt zu gehen das Transsexualität eine Abweichung des Geschlechtskörpers vom Geschlecht ist, geht nicht in die Köpfe. Wie auch, wenn die Gesellschaft Geschlecht an den Genitalen fest macht. Jedoch ist es von Studenten zu viel erwartet sich gegen die meinungsbildenden Professoren und deren Ideen aufzulehnen. Wenn da ein Rauchfleisch alle Arten, vom Transvestitismus über Bigender bis zu Transssexualität, unter Trans* subsumiert dann glaubt man dem halt. Obwohl diese Leute eine gänzlich andere Sicht haben, sie schauen nämlich nur von außen auf ein Phänomens. Es ist, als wollten sie den Grund eines tiefen Sees beschreiben von dem sie aber nichts sehen können. Es ist wie ein Stochern im Trüben.

Bedenklich fand ich diesen nachfolgenden Fragenkomplex. Was ist dort eigentlich mit Geschlechtsidentität gemeint?
    1) mit wem identifizere ich mich (geht es um eine sogenannte gegengeschlechtliche Identität).
    2) mein Geschlecht und zwar das richtige.
    3) Abweichung der geschlechtlichen Körpermerkmale zu meinem Geschlecht.
Den Punkt 1 hake ich mal ab, obwohl ich mich des Gedankens nicht erwehren kann das es doch genau so gemeint ist, ergeben sich doch oft zwei vollkommen verschiedenen Antwortmöglichkeiten ( 2&3).

  1. Ich ärgere mich über meine Geschlechtsidentität.
      2) Nein, ich ärgere mich nicht darüber Frau zu sein.
      3) Ja ich ärgere mich darüber, dass mein Körper nicht mit meinem Geschlecht überein stimmt.
  2. Meine Geschlechtsidentität führt dazu, dass ich mich wie ein Sonderling fühle.
      2) Nein, ich werde als Frau wahrgenommen, selbst wenn dem nicht so wäre, ist mir das egal, den ich weiß das ich eine Frau bin.
  3. Ich fühle mich deprimiert, wenn ich über meine Geschlechtsidentiät nachdenke.
      2) nein ich fühle mich nicht deprimiert wenn ich darüber nachdenke Frau zu sein.
      3) Ja ich fühle mich deprimiert wenn ich über die Abweichung meines Geschlechts zu meinem Körper nachdenke.
  4. Wegen meiner Geschlechtsidentiät fühle ich mich wie ausgestoßen.
      2) Als Frau fühle ich mich nicht ausgestoßen.
      3) Als Mensch dessen Geschlechtlichen Körpemerkmale nicht ganz zum Geschlecht passen, von einigen wenigen Menschen schon.
  5. Ich frag mich häufig: Wieso kann meine Geschlechtsidentiät nicht einfach normal sein.
      3) Ich frage mich gelegentlich: warum kann mein Körper nicht zu meinem Geschlecht passen.
  6. Ich fühle mich durch meine Geschlechtsidentiät beschämt.
      2) durch mein weibliches Geschlecht fühle ich mich nicht beschämt
      3) durch die Abweichungen der geschlechtlichen Körpermerkmale zu meinem Geschlecht auch nicht
  7. Ich beneide Leute die nicht so eine Geschlechtsidentiät haben wie ich.
      2) Nein, ich beneide keine Männer
      3) Ja, ich beneide andere Frauen die im richtigem Körper geboren wurden.


Also, die Antworten in diesem Fragekomplex sind mit äußerster Skepsis zu behandeln. Eigentlich kann man daraus überhaupt keine Schlüsse ziehen, höchstens falsche. Eine Umfrage, die sowohl körperliche Geschlechtsdiskrepanz (transsexualität) als auch psychosoziale Geschlechtsdiskrepanz (Transgender) erfasst wird wohl keine wirklich Aussagekräftigen und verlässlichen Antworten bringen. Da haben wir definitiv ein Problem da heute Geschlecht fast ausschließlich als durch Sozialisation geprägtes Gender betrachtet wird.

Trotz all dieser Kritik habe ich an der Umfrage teil genommen und fleißig die Kommentarfelder genutzt.

Liebe Grüße
Lotty


Noch dem lesen der letzten Kommentare von Lotty schaut mich mein Spiegelbild so richtig konfus und verstört an.
Wie kann man für eine Umfrage seinen Namen hergeben und den Link dazu hier einstellen, wenn man selbst nicht dahinter steht ...... und die Umfrage irgendwie für daneben hält :hammer:

Das Motto "Weniger ist mehr" umgedeutet auf diese Umfrage wäre "Schreddern und neu erstellen ist Trumpf" \:D/
meint die liebe Waldfee
Waldfee
 

Re: Umfrage (sozialen Unterstützung und Diskriminierung)

Beitragvon Ätztussi » 8. Mai 2016, 21:41

Mein Vorschlag

Vielleicht ist es besser in Zukunft Qualitätsgarantien nur für Umfragen vom :vtsm: zu geben.
Auch sollte verlangt werden, dass alle Fragen, die an die zu Befragenden gestellt werden, vorher sichtbar sind für die zu Befragenden. Dadurch wird das Verhältnis von Fragenden zu Befragten weniger hierarchisch.

LG Ätzi
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Re: Umfrage (sozialen Unterstützung und Diskriminierung)

Beitragvon weißetapete » 9. Mai 2016, 23:14

Meldet doch den Fragenden zurück, was ihr zur Umfrage meint. Normalerweise macht man einen Pretest, um solche Kritiken vorher einzufahren und damit dir Umfrage anzupassen. Für eine Masterarbeit ist die Umfrage wirklich unzureichend reflektiert worden. Die Umfrage sollte in Zusammenarbeit mit Vertretern der TS-Community erarbeitet werden. Ich frage mich ob dies geschehen ist? Dennoch habe ich die Umfrage ausgefüllt und meinen Kommentar dazu gegeben.

Nur so kann die Psychologie auch neue Erkenntnisse gewinnen. Jeder Umgang mit nicht TS-Leuten ist auch eine Chance die gängige Sichtweise zu bearbeiten.
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Re: Umfrage (sozialen Unterstützung und Diskriminierung)

Beitragvon Judith und Martina » 10. Mai 2016, 11:29

Vielen Dank für eure Rückmeldungen!

Anregungen und konstruktive Kritik sind für uns sehr wichtig, und wir lernen beständig dazu.

Dass ihr euch mit unserer Umfrage so eingehend beschäftig habt, freut uns und dass ihr euch nichts unausgegorenes unterjubeln lasst, finden wir erst recht gut. Wir werden uns Mühe geben, euren Bedenken angemessen zu begegnen und hoffen, dass sich dabei einiges aufklärt.

Als erstes möchten wir auf die Vermutung eingehen, wir hätten insgeheim das Konzept der sog. „Geschlechtsidentitätsstörung“ im Hinterkopf, wie es sie in veralteten Diagnosemanualen gibt. Diesen Begriff finden wir pathologisierend und der Geschlechterrealität unserer Gesellschaft nicht angemessen. Auch wenn wir Psychologinnen sind, finden wir nicht automatisch alles gut, was die Psychologie im Laufe der Jahrzehnte so hervorgebracht hat (an dieser Stelle stimmen wir also anscheinend überein).

Es gab auch eine kritische Nachfrage zu der Skala, die Fragen wie „Ich ärgere mich…“ enthält. Das trifft eigentlich den Nagel auf den Kopf, denn mit dieser Skala soll das Konstrukt der sog. „Internalisierten Transphobie“ gemessen werden. Das meint, inwieweit jemand die negativen und diskriminierenden Einstellungen der Umwelt gegenüber Transsexualität bzw. Transgeschlechtlichkeit für sich übernommen hat. Man geht davon aus, dass Personen, die die negativen Einstellungen ihrer Umwelt stark für sich übernommen haben, eventuell ein weniger gutes Wohlbefinden haben.
Wenn ihr die Aussagen also für euch stark ablehnt (und danach sieht es ja aus), dann bedeutet das im Sinne dieser Skala, dass ihr wachsam gegenüber Diskriminierung in der Umwelt seid und deren negative Einstellungen nicht für euch übernommen habt – und das ist ja eigentlich ziemlich gut so.

Diese Fragen haben wir uns nicht selbst ausgedacht, sondern von einer amerikanischen Forschungsgruppe übernommen (Rylan J. Testa, Janice Habarth, Jayme Peta, Kimberly Balsam und Walter Bockting, deren jeweilige Webseiten sind gut zu finden). Mehrere dieser Personen identifizieren sich als transgender.

Als letztes möchten wir noch kurz etwas dazu erläutern, die Umfrage reduziere sich auf die soziale Komponente des Geschlechts und könne die Realität nicht richtig abbilden. Das ist so!
Umfragen können die Realität nie in all ihrer Komplexität auch nur ansatzweise abbilden. Sie erheben gewissermaßen ein vergröbertes Abbild, das aber dafür für sehr viele Personen. Um eine subjektive, detaillierte Sichtweise einzelner Personen zu betrachten, gibt es andere Methoden. Hierzu kann man z.B. Interviews führen.
Da wir für unsere Fragestellung möglichst viele unterschiedliche Menschen befragen wollen, haben wir uns für die Umfragemodalität und eine bewusste Reduktion auf soziale Faktoren entschieden. Dies war notwendig, da wir sonst mit dem Material nicht nur zwei Masterarbeiten, sondern vermutlich mehrere Dissertationen schreiben könnten. Zu viele Daten zu erheben, die wir dann gar nicht auswerten können, wäre unserer Ansicht nach unfair gegenüber dem Zeitaufwand, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Befragung bei der Beantwortung haben.

Wir hoffen, dass wir einige Fragen und Anmerkungen beantworten oder zumindest unsere Herangehensweise daran etwas erhellen konnten!

Für eure eingehende Auseinandersetzung mit unserer Umfrage möchten wir uns noch einmal bedanken. Niemand sollte eigene Daten hergeben, wenn er oder sie sich dabei eigentlich unwohl fühlt.

Viele Grüße und eine gute Woche, Judith und Martina
Judith und Martina
 

Re: Umfrage (sozialen Unterstützung und Diskriminierung)

Beitragvon weißetapete » 10. Mai 2016, 13:42

Danke Judith und Martina für eure Rückmeldung. Besonders interessant fand ich die Tatsache, dass an den Quellfragen tatsächlich Transsexuelle beteiligt waren. Da diese aus der USA stammen, konnten die Fragen aufzeigen, dass es da eine Diskrepanz zwischen US-Transgender-Selbstverständnis und deutschen Transsexuellen-Selbstverständnis gibt. Wobei selbst in Deutschland dieser Graben noch nicht geglättet wurde. Und jetzt verziehe ich mich lieber, bevor wieder mit Begrifflichkeiten und Selbstverständnissen um sich geschossen wird. ;)
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Re: Umfrage (sozialen Unterstützung und Diskriminierung)

Beitragvon Waldfee » 11. Mai 2016, 00:07

weißetapete hat geschrieben: Besonders interessant fand ich die Tatsache, dass an den Quellfragen tatsächlich Transsexuelle beteiligt waren. Da diese aus der USA stammen, konnten die Fragen aufzeigen, dass es da eine Diskrepanz zwischen US-Transgender-Selbstverständnis und deutschen Transsexuellen-Selbstverständnis gibt. Wobei selbst in Deutschland dieser Graben noch nicht geglättet wurde. Und jetzt verziehe ich mich lieber, bevor wieder mit Begrifflichkeiten und Selbstverständnissen um sich geschossen wird. ;)


@ weißetapete: Deine Ahnung bestätigt sich!
Lesen und verstehen sind oft zweierlei; schau hier
Judith und Martina hat geschrieben:Diese Fragen haben wir uns nicht selbst ausgedacht, sondern von einer amerikanischen Forschungsgruppe übernommen (Rylan J. Testa, Janice Habarth, Jayme Peta, Kimberly Balsam und Walter Bockting, deren jeweilige Webseiten sind gut zu finden). Mehrere dieser Personen identifizieren sich als transgender.

Transgender leben in einer anderen Situation als wirkliche Transsexuelle (HBS) bzw. als Frauen mit transsexuellem Hintergrund. Für mich ist das nicht verhandelbar.

@ Judith und Martina: Meine Ahnung bestätigt sich ebenfalls!
Bereits bei den ersten Fragen Ihrer Umfrage fühlte ich queeres glbtq Gedankensammelsurium, das per se der Welt von wirklichen Transsexuellen (HBS) widerstrebt. Daher ist aus meiner Sicht Ihre Umfrage für langjährig postOps nicht geeignet.

Viele Grüße und eine gute Woche wünscht Ihnen
die liebe Waldfee
Waldfee
 

Re: Umfrage (sozialen Unterstützung und Diskriminierung)

Beitragvon Waldfee » 11. Mai 2016, 00:21

Judith und Martina hat geschrieben:Als letztes möchten wir noch kurz etwas dazu erläutern, die Umfrage reduziere sich auf die soziale Komponente des Geschlechts und könne die Realität nicht richtig abbilden. Das ist so!
Umfragen können die Realität nie in all ihrer Komplexität auch nur ansatzweise abbilden. Sie erheben gewissermaßen ein vergröbertes Abbild, das aber dafür für sehr viele Personen. Um eine subjektive, detaillierte Sichtweise einzelner Personen zu betrachten, gibt es andere Methoden. Hierzu kann man z.B. Interviews führen.
Da wir für unsere Fragestellung möglichst viele unterschiedliche Menschen befragen wollen, haben wir uns für die Umfragemodalität und eine bewusste Reduktion auf soziale Faktoren entschieden. Dies war notwendig, da wir sonst mit dem Material nicht nur zwei Masterarbeiten, sondern vermutlich mehrere Dissertationen schreiben könnten. Zu viele Daten zu erheben, die wir dann gar nicht auswerten können, wäre unserer Ansicht nach unfair gegenüber dem Zeitaufwand, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Befragung bei der Beantwortung haben.

Wir hoffen, dass wir einige Fragen und Anmerkungen beantworten oder zumindest unsere Herangehensweise daran etwas erhellen konnten!


@ Judith und Martina: Sorry, dass mich eine Frage beschäftigt, die Sie bestimmt beantworten werden können.
Was ist das jeweilige Kernthema Ihrer Masterarbeiten?

Vielen Dank im voraus für Ihre Antwort und liebe Grüße, Waldfee
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Re: Umfrage (sozialen Unterstützung und Diskriminierung)

Beitragvon Vanessa » 11. Mai 2016, 09:05

@Waldfee: Was sind denn "wirkliche Transsexuelle (HBS)"?
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Re: Umfrage (sozialen Unterstützung und Diskriminierung)

Beitragvon Lotty » 11. Mai 2016, 10:08

Liebe Vanessa, Waldfee wird sicher auch noch antworten aber ich greife mal vor. HBS steht für Harry Benjamin Sydrom. Harry Benjamin entwickelte in den 60ern eine dreistufige Skala (1. Transvestit, 2. Transsexuell nicht operationsbedürftig, 3 Transsexuell höherer Intensität). Später wurde diese Skala weiter differenziert.

    Typ 1 - Transvestit (Pseudo)
    Typ 2 - Transvestit (Fetischistisch)
    Typ 3 - Transvestit (Wirklicher/Wahrer)
    Typ 4 - Transsexuell (Ohne Operation)
    Typ 5 - Transsexuell (Gemäßigt ausgeprägt)
    Typ 6 - Transsexuell (Stark ausgeprägt)
In diesen differenzierteren Modellen werden die Stufen 5 und 6 als "wirklich Transsexuell" bezeichnet.

TYP V - Wirklich Transsexuell - Gemäßigt ausgeprägt
Geschlechts-"gefühl": Weiblich, "gefangen" in einem männlichen Körper. Bekleidungsgewohnheiten und Sozialleben: Lebt und arbeitet wenn möglich als Frau. Keine ausreichende Erleichterung durch "dressing". Sexualobjektwahl und Sexualleben: Geschlechtstrieb gering. Asexuell, autoerotisch oder passiv homosexuell aktiv. War eventuell verheiratet und hat Kinder. Geschlechtsanpassende Operation (SRS): Gewünscht. Hormon Therapie/Estrogen Therapie: Wird benötigt als Ersatz oder als Vorbereitung zur SRS Operation. Psychotherapie: Wird abgelehnt, außer es besteht die Möglichkeit einer Heilung. Erlaubt jedoch psychologische Führung. Bemerkungen: Hofft auf und arbeitet für die Operation, wird oft erreicht.

TYP VI - Wirklich Transsexuell - Stark ausgeprägt
Geschlechts-"gefühl": Weiblich. Totale "psycho-sexuelle" Umkehrung. Bekleidungsgewohnheiten und Sozialleben: Lebt und arbeitet üblicherweise als Frau. Keine Erleichterung durch "dressing". Geschlechtsstörung stark. Sexualobjektwahl und Sexualleben: Wünscht sich, in jungen Jahren, stark, Beziehungen zu normalen Männern als Frau. Später geringer Geschlechtstrieb. Heterosexuell, bisexuell oder lesbische Identifizierung. War eventuell verheiratet und hat Kinder.
Geschlechtsanpassende Operation (SRS): Dringend gewünscht und üblicherweise erreicht. Hormon Therapie/Estrogen Therapie: Benötigt für teilweise Erleichterung. Psychotherapie: Psychologische Führung oder Psychotherapie nur zur symptomatischen Erleichterung (nur auf die Symptome nicht auf die Krankheitsursache einwirkend). Bemerkungen: Verachtet ihre männlichen Sexualorgane. Ernste Gefahr von genitaler Selbstverstümmelung oder sogar Selbstmord bei zu langer Frustration bevor SRS durchgeführt wird.

Quelle Trans-X. Die Skala selbst stammt von Anne E. Curr (1995).

Liebe Grüße
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