Umfrage, ist Transsexualität eine Krankheit?

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Re: Umfrage, ist Transsexualität eine Krankheit?

Beitragvon Paula » 24. Jan 2016, 19:21

Hallo,

Ich müsste auch Geburtsfehler mit Anschließender Psychischen Erkrankung ankreuzen.
Durch den Geburtsfehler wird man Psychisch krank. Anders kann ich das nicht für mich sehen.

Lg

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Re: Umfrage, ist Transsexualität eine Krankheit?

Beitragvon Gast » 25. Jan 2016, 16:35

Normvariante der Natur, die keine Krankheit ist, aber fachlich fundiert begutachtet, bevor die Leistungspflicht der Krankenkasse in der ganzen Tiefe einsetzt. Ja so könnte man das sehen.

Es ist sicher problematisch zu sagen, dass Transsexuelle nicht "normal" wären, weil der Umkehrschluss extrem negativ besetzt ist und die Definition von Normalität sicher auch nicht einfach ist. Ich, als Betroffene, will es mal so formulieren, dass die "Ausstattung mit gegengeschlechtlichen Körpermerkmalen" eher aus einer Übellaunigkeit der Natur entstanden ist. Gesund ist das sicher nicht und die resultierenden Konflikte (bei der/dem transsexuellen Menschen sicher mehr oder weniger intensiv) führen bei vielen (oder vielleicht allen, ich kenne dazu keine belastbaren Studien) zu krankhaften Problemen. Damit ist der Zustand vielleicht doch nicht so normal? Nicht alles, was natürlich entstanden ist, ist automatisch gut. Für mich ist Transsexualität eine Krankheit.

Die fachliche Begutachtung soll doch eher alle möglichen anderen psychiatrische Krankheiten ausschließen und es braucht eine ärztl. Diagnose für die Leistungspflicht. Viel mehr ist damit nicht zu erwarten.

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Re: Umfrage, ist Transsexualität eine Krankheit?

Beitragvon tilly » 25. Jan 2016, 17:02

Ich überlege jetzt schon eine Zeit ich kann mich nicht recht entscheiden.

Als erstes, ich fühle mich nicht krank, (Im Moment schon) somit wäre ich eine "gesunde Normvariante"
Geburtsfehler?... Ich war irgendwie anders als die Mehrheit, aber ich sehe das viel mehr als eine Change die nur den wenigsten Menschen haben. Ich bin eben ich, das ist kein Fehler!
Psychische Erkrankung?... Gefährdet war ich, allerdings konnte ich mich ganz gut selbst an den Haaren aus dem Mist ziehen.
Ja, und zu Guter Letzt bin ich wirklich froh was die Moderne Medizin zu leisten vermag um uns zu helfen.

So, nur was ich jetzt ankreuzen will? Irgendwie stimmt alles ein Bisschen!

Mit liebem Gruß Tilly
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Re: Umfrage, ist Transsexualität eine Krankheit?

Beitragvon Gast » 6. Feb 2016, 12:44

Vanessa hat geschrieben:Es gibt Experimente mit Ratten, bei denen man das nachvollziehen konnte.


Könnte da mal jemand die Ratten fragen. Ich persönlich hatte schon Ratten gesehen. Aber weder an der Bekleidung, noch akustisch konnte ich irgendwas von, "ich bin transsexuell" vernehmen.

Das das Verhalten durch Hormone sich ändert und dass bei entsprechender Hormonbeeinflussung im Embrionalen Stadium die körperliche Entwicklung stark beeinflusst wird, dass ist seit Jahrzehnten auch beim Menschen bekannt.

Dennoch ist es Tatsache, bei bestehenden Hormonhaushalt ohne Abweichungen tritt Transsexualität auf.

Und ja, durch die Verfolgung meiner Person durch Psychiater habe ich unfreiwillig den Selbstversuch gewagt.
Hochdosierte Testosterongaben fast ein ganzes Jahr lang.

Was sich nicht einstellte, dass ist die Änderung meiner Geschlechtszugehörigkeit in männlich.

Was sich aber einstellte, dass ist die Gewissheit als Versuchskaninchen missbrauch zu werden.
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Re: Umfrage, ist Transsexualität eine Krankheit?

Beitragvon spirulina » 6. Feb 2016, 17:28

Daß Hormone post natal keine Transsexualität induzieren,ist ja auch schon lange bekannt . Viele Transsexuelle leben ja auch einige Jahrzehnte in ihrem angeborenen Geschlecht und sind auch damit zufrieden. Partielles Unwohlsein über das eigene Geschlecht hat wohl jeder Mensch zeitweise und auch der Wunsch doch mal ins andere Geschlecht zu wechseln ist durchaus nicht selten zu finden.
Sexualstraftäter werden ja z.T.auch mit Testoblockern und Östrogenen behandelt,aber das bringt keine Änderung ihres pathologischen Triebes,auch eine Kastration hilft nicht weiter.
Das einzige ,was wirklich helfen würde,wäre eine Amputation ihres Geschlechtsteils,dann wäre kein Mißbrauch mehr möglich !
Ich habe vielmehr den Eindruck,daß die Anlage zur Transsexualität vielschichtiger ist,also keine Imbalanz durch Geschlechtshormone ursächlich ist.
spirulina
 
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Re: Umfrage, ist Transsexualität eine Krankheit?

Beitragvon Jennilein » 9. Feb 2016, 18:37

Frank hat geschrieben:Lieber Gast,
wo kann man denn Bitte die "Zwillingsstudien zu Transsexualität" nachlesen?

Es gibt "Zwillingsstudien" und ja auch bei "Zwillingen" kann eine Entwicklungsstufe zu gleichen Zeitpunkten verschieden Stark ausgeprägt sein.
Das ist ein Aspekt der Zwillingsstudien den ich in Bezug auf "Entwicklung von Schizophrenie bei Zwillingen" kürzlich gelesen habe.
Daher ist es möglich da bei eineiigen Zwillingen tatsächlich einer eine höhere Vulnerabilität für Schizophrenie aufweist, selbst wenn beide sonst die gleichen Bedingungen haben.

Von daher sehe ich aus logischen Aspekten in der von dir aufgestellten These keinen "Beleg" dafür, dass die Tatsache das selbst bei eineiigen Zwillingen nur einer Transsexuell sein kann einen Widerspruch zu der Theorie der Hormonschwankungen während der Embryonalen Entwicklung zumindest ein relevanter Faktor sein dürfte.

Liebe Grüße,
Frank


Na dann, Du schreibst was von aufgestellten These. Warum? Lebendige Menschen, Zwillinge, eineiige Zwillinge existieren. Nicht als These, nicht aus dem Reagenzglas. Nein in der Realität. Eineiige Zwillinge, eins davon eben transsexuell. Dies bedeutet noch lange nicht "bei eineiigen Zwillingen nur einer Transsexuell sein kann". Vielleicht gibt es auch eineiige Zwillinge wo beide transsexuell sind.

Gleiche Gebärmutter, gleicher Hormonhaushalt, gleiche Eizelle. Natürlich treten bei der Schwangerschaft Hormonschwankungen auf. Hormonschwankungen, welche den Hormonhaushalt der werdenden Mutter beeinflussen und natürlich auf die Eizelle wirken.

Theorien gibt es über die Entstehung massenhaft, alle durch Studien so toll belegt.

Auch die Studien Zwillinge Schizophrenie, da ist nichts bewiesen. Es heißt da "wir gehen von der Annahme aus".

Und neuerdings soll noch die Entstehungsgeschichte vom Beginn der Menschheit mit Adam und Eva umgeschrieben werden.

"Es gibt "Zwillingsstudien" und ja auch bei "Zwillingen" kann eine Entwicklungsstufe zu gleichen Zeitpunkten verschieden Stark ausgeprägt sein."

Ja gibt es, warum dies so ist, weis auch keiner. Außer von Denjenigen, welche von vorn herein davon ausgehen, jeder Mensch ist ein Induviduum , einzigartig.

Ich halte mich an keine Studie, ich halte mich an das was ich selbst sehen kann, wie zum Beispiel eineiige Zwillinge wovon eins Transsexuell ist.

Und ich halte mich auch nicht an die Studie, welche bis heute sagt, Transsexuell ist eine schwere psychische Störung. Auch wenn dies durch tausend und abermals tausend Psychiater Psychologen und Arzte bestätigt wird.
Jennilein
 

Re: Umfrage, ist Transsexualität eine Krankheit?

Beitragvon Jenni » 9. Feb 2016, 20:06

Lotty hat geschrieben:
Gast hat geschrieben:
spirulina hat geschrieben:Also das mit den Zwillingsstudien steht doch auf wckligen Beinen !". " Daher ist Transsexualität keine Frage der Erziehung oder der Sozialisation. Die logische Konsequenz ist das Naheliegendste, es ist eine pränatale angelegte Variante, eine Geburtsanomalie.


Erstens, ich beweise gar nichts, weil nichts bewiesen ist. Auch das Naheliegendste ist nicht mehr als , könnte, hätte, wäre wenn, möglich, und doch nicht möglich.

Bisher steht jede Studie Transsexualität auf wackligen Beinen.

Vielleicht ist Transsexualität einfach nur was ganz normales, so wie nicht Transsexualität auch was ganz normales ist. Vielleicht gibt es keine Antwort, weil es vielleicht ganz normal ist.

Es ist der Krieg, welcher von den Gegnern der Transsexualität und den Befürwortern der Transsexualität geführt wird. Jede Seite versucht mit irgendwelchen Studien irgendwas zu beweisen. Es wird erfunden, gelogen, verunglimpft, von beiden Seiten.
Fakt ist, die Transsexualität ist bei den Verhaltensstörungen, bei den Persönlichkeitsstörungen, bei den Sexualstörungen gleich neben den kriminellen Sexualstörungen zu finden.
Fakt ist, es gibt eineiige Zwillinge welche nicht transsexuell sind und es gibt eineiige Zwillinge, wobei eins transsexuell ist. Woran dies immer liegen mag. Es weis keiner.
Fakt ist, so manche Theorie dank der Studien haben erheblichen Schaden angerichtet.
Und von Spekulationen, halte ich gar nichts.

Allerdings stelle ich die Frage, warum wird überhaupt an Studien, egal von welcher Seite, fest gehalten. Zu welchem Zwecke?

Und woher kommt die Studie "Zwillingsstudie". Von mir nicht. Es hat aber den Anschein, da sind welche der Meinung, ich hätte was von Studie geschrieben. und wolle was damit beweisen.

"Die fachliche Begutachtung soll doch eher alle möglichen anderen psychiatrische Krankheiten ausschließen." So wird es immer wider gesagt. Und dennoch ist diese Begutachtung die Erhebung vieler unzähliger psychischer Störungen. Praktisch sind mit F64.0 kombinierte und andere Persönlichkeitsstörungen alle weiteren Persönlichkeitsstörungen inbegriffen. Es werden nicht andere psychische Erkrankungen ausgeschlossen, sondern diagnostiziert. Und auch unser lieber Herr Seikowski vertritt die Ansicht, "aus Männer werden Frauen", der Geschlechtswechsel.

Da gehe ich doch glatt mit dem was Alex, Manuela geschrieben haben.
Jenni
 

Re: Umfrage, ist Transsexualität eine Krankheit?

Beitragvon Jenni » 10. Feb 2016, 15:59

Ätztussi hat geschrieben:
JuliaS hat geschrieben:Ich halte mich für normal. Immerhin gehöre ich zu den etwa 1% der Bevölkerung welche transsexuell ist.


:o :o :o

1% der Bevölkerung sind bestimmt nicht transsexuell. :lol:

Wie kommst du auf so eine Einschätzung? Wenn ich mich nach Verfahren gemäß TSG orientiere gibt es circa 20000- 30000 Transsexuelle in Deutschland gemäß Verfahren nach dem TSG seit 1981.


Ja, stimmt, die Angabe von einem Prozent kann nicht stimmen. Es ist rechnerisch nicht mal ein halbes Prozent. Spielt es eine Rolle ob nun 1 Prozent oder nicht mal ein halbes Prozent?
Jenni
 

Re: Umfrage, ist Transsexualität eine Krankheit?

Beitragvon Gast » 10. Feb 2016, 16:32

Ich greife mal diesen Satz auf.

"Das einzige ,was wirklich helfen würde, wäre eine Amputation ihres Geschlechtsteils, dann wäre kein Missbrauch mehr möglich !"

Es gibt Sexualpsychologen und Gutachter, welche nach diesem Satz die GAOP bei Transsexualität rechtfertigen.

Ab das Ding, ihr seit doch sowieso psychisch sexuell gestört. Die einzige mögliche Behandlung.

Sexualpsychologen haben die Angewohnheit Bücher und Publikationen zu veröffentlichen. Da lässt sich nachlesen, was so mancher Sexualpsychologe von Transsexualität hält.

Sexualpsychologen sind genau zum Zwecke des Ausmerzens von sexuellen Störungen eingesetzt.

Ach ja, zur Umfrage. So bemerke auch ich in anderen Beiträgen, die Frage "Ist Transsexualität eine Krankheit" lässt sich durch die vier Punkte zum ankreuzen nicht beantworten.

Es gäbe da ja auch noch die Antwort: keine Krankheit, keine Anomalie, und doch behandlungsbedürftig je nach Ausmaßes des Leidensdruckes.
Gast
 

Re: Umfrage, ist Transsexualität eine Krankheit?

Beitragvon Lotty » 10. Feb 2016, 16:46

Jenni hat geschrieben: Ja, stimmt, die Angabe von einem Prozent kann nicht stimmen. Es ist rechnerisch nicht mal ein halbes Prozent. Spielt es eine Rolle ob nun 1 Prozent oder nicht mal ein halbes Prozent?

Hi Jenni, Selbst die 0,5% sind meines Erachtens viel zu hoch angesetzt. Auf Deutschland bezogen währen das 400.000 Menschen. Auf mein Dorf, mit 5.000 Einwohner bezogen, wären es dann 25 Menschen mit transsexuellem Hintergrund.

Nie und nimmer :!:

Wenn wir mal die Zahlen des TSG nehmen, dann sind das etwas über 20.000 Menschen. Einige davon sind überhaupt nicht Transsexuell und etliche stehen noch in den Startlöchern. So mancher ist aber wohl auch schon verstorben. Wenn es also hoch kommt denke ich sind es 80.000 und da komme ich dann auf 0,1%.

Es ist eine extreme Minderheit die einer doch recht hohen Anzahl Trans* entgegen steht, dort wird ja von 1%-2% aus gegangen. Menschen mit transsexuellem Hintergrund haben dann keine Chance sich mit demokratischen Mitteln dort durch zu setzen, zumal die allermeisten eh nicht in den Trans*Communities vertreten sind.

Ja und in diesem Zusammenhang spiel es dann eben doch eine Rolle.

Liebe Grüße
Lotty :vtsm:
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